Die Schatten der Globalisierung

Die Schatten der Globalisierung

Nobelpreis für Wirtschaft

von Joseph Stiglitz

Buch

gebunden (303 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Globalisierung bedeutet zunächst nur das stärkere Zusammenwachsen der Volkswirtschaften. Die Klagen wenden sich dagegen, wie dieser Prozess vollzogen wird - besonders von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Joseph Stiglitz zeigt, wie sehr die Ideologie freier Märkte und die Interessen der Finanzbranche und multinationaler Unternehmen dominieren, wie wenig die Politik es vermag, diesen Prozess zu steuern. Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Weltwirtschaft nicht dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen, aber auch eine schonungslose Analyse, wie die staatlichen oder institutionellen Eingriffe scheitern, weil sie so vor allem auf die Entwicklungsländer nicht anwendbar sind. Als Beispiele wählt der ehemalige Chefökonom der Weltbank Osteuropa und Russland. Alle sagten, wenn diese Länder ihr ineffizientes Wirtschaftssystem abschaffen würden, käme der Wohlstand. Dann lenkte der IWF den P rozess - und der Wohlstand kam nicht. Das Bruttosozialprodukt sank um 40 Prozent, mehr als die Hälfte der Kinder leben in Armut, die Lebenserwartung ist gesunken, auch wenn es währungspolitische Erfolge gibt. Was sind die Ursachen, was die Folgen jenes Prozesses weltweiter wirtschaftlicher Verflechtung? Die Deregulierung der internationalen Finanzmärkte war ein wesentlicher Grund für die Asienkrise Ende der neunziger Jahre. Joseph Stiglitz nimmt die Welthandelsorganisation in Augenschein, deren Agenda vom Norden beherrscht ist, während die Länder des Südens immer mehr in Armut versinken. Er führt uns nach Argentinien und zeigt die tiefgreifende wirtschaftliche Krise eines Landes, das mit seiner enormen Arbeitsflexibilität und seinem Lohnrückgang als Musterknabe der Weltwirtschaft galt. Stiglitz legt die Funktionsweisen von Institutionen wie der Weltbank ebenso offen wie die operativen Geschäfte der Weltkonzerne. Er deutet den offenen und massiven Protest gegen die Weltwirtschaftsgip fel von seiner Wurzel her.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Laisser-faire und Sozialismus. Das Ziel, so Joseph Stiglitz, darf nicht die Deregulierung der Märkte sein, sondern der Aufbau des richtigen regulatorischen Rahmens.

Produktdetails

ISBN-10: 3-88680-753-3
EAN: 9783886807536
Originaltitel: Globalization and Its Discontents
Erschienen: 06.03.2002
Verlag: Siedler Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 303
Gewicht: 525 g
Übersetzer: Thorsten Schmidt
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Joseph Stiglitz

Joseph E. Stiglitz , 1943 in den USA geboren, war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 in den Sachverständigenrat für Wirtschaftsfragen Bill Clintons wechselte, den er die ganze Amtszeit hindurch beriet. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank. 2001 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Stiglitz lehrt heute an der Columbia University in New York.

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Kundenrezensionen

  • hervorragend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Peter Bendixen, am 19.05.2003

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch hat Aufklärungscharakter und führt über das stereotype Denkschema der orthodoxen Ökonomie hinaus. Es verdient, zu einem Standardwerk in Vorlesungen und Seminaren der Wirtschaftswissenschaften zu werden.

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    von einer Kundin/einem Kunden

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Politik der Reichen: Wie die Asienkrise, der Zerfall der Sowjetunion und die Hungersnöte in Afrika zusammenhängen und vor allem was der IWF damit zu tun hat, das ist in diesem Buch hervorragend erklärt. Sehr gut arbeitet der Autor heraus, wie die Profitgier der Reichen Länder für die Armut im Rest der Welt verantwortlich ist, und wie skrupellos und ignorant die herrschende Finanzklasse sich an der Armut bereichert.

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