Die Unperfekten

Roman. Deutsche Erstausgabe

von Tom Rachman

Buch

Taschenbuch (394 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt?
Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.
»Dieser Roman von Tom Rachman ist so gut, dass ich ihn zweimal lesen musste – einfach, um zu begreifen, wie er das hingekriegt hat, wie einer, der gerade mal fünfunddreißig ist, ein derartiges Gespür für Menschen und ihre Schwächen haben kann.« Christopher Buckley, The New York Times Book Review

Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 18.10.10
Die Unperfekten hat schon vor der Veröffentlichung hohe Wellen geschlagen. Es erzielte einen der höchsten Vorschüsse in den USA, die in den letzten zehn Jahren für ein literarisches Debüt bezahlt wurden. Die Unperfekten ist der perfekte Roman für all die, die selbst nicht perfekt sind im Leben. Jeder findet sich hier auf die eine oder andere Art wieder. Tom Rachman hat einen bunten Reigen an Figuren entworfen, die jede auf seine Art bezaubert, berührt und begeistert. Der Zeitungsbranche wird der Spiegel vorgehalten, und was sie da sehen muss, ist nichts was ihr ein Strahlen aufs Gesicht zaubern wird. Tom Rachman bringt sie zum lachen, zum weinen, er läst sie betrübt und dann gleich wieder glücklich sein. Er erzählt von den vielen kleinen Wundern, der Tragik, Heiterkeit und Wehmut im Leben. Ein Buch, wie das Leben selbst.

Produktdetails

Verkaufsrang: 10.849
ISBN-10: 3-423-24821-1
EAN: 9783423248211
Originaltitel: The imperfectionists
Erschienen: 01.10.2010
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 394
Länge/Breite: 210mm/136mm
Gewicht: 514 g
Übersetzer: Pieke Bierman
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Pieke Bierman

Pieke Biermann, geboren 1950 in Stolzenau, lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Bekannt wurde sie durch ihre Romane um die Kriminalkommissarin Karin Lietze, von denen zuletzt Vier, fünf sechs erschien. Die in Herta & Doris versammelten Prosastücke sind in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften erschienen, liegen jetzt aber erstmals in völlig überarbeiteter und erstmals ungekürzter Fassung vor.

Tom Rachman

Tom Rachman wurde 1974 in London geboren und wuchs in Vancouver auf. Nach dem Studium arbeitete er als Auslandskorrespondent für die Associated Press (Rom), seit 2006 als Redakteur der International Herald Tribune in Paris. Sein erster Roman, "The Imperfectionists", wird in zehn Ländern zeitgleich veröffentlicht. In den USA erhielt das Buch einen der höchsten Vorschüsse, die in den vergangenen zehn Jahren für ein Debüt bezahlt wurden. Tom Rachman lebt in London und Rom.

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Kundenrezensionen

  • die moderne Form der short story Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Idee für die Sturktur dieses Buches finde ich einfach ziemlich clever. Letztendlich sind es 11 Short Stories, die jeweils einen kurzen, aber intensiven Einblick, in das Leben einzelner Protagonisten einer Zeitungsredaktion geben. Die Redaktion ist das verbindende Element dieser Geschichten. Und gerade als ich dachte "ok, nun weiß ich, was hier läuft", kommt Rachman nochmals mit einem überraschenden Trick um die Ecke.
    Sehr gelungen, wie glaubhaft Rachman absolut verschiedene Personen beschreibt und deren Inneres nach Außen kehrt. Ich will das auch können:-).

    P.S. In der engl. Taschenbuchausgabe ist am Ende ein wunderbares Gespräch zum Buch zwischen Malcom Gladwell ("Blink") und Tom Rachman enthalten. Wäre toll,wenn es auch in der deutschen TB-Ausgabe erscheinen würde, die Leser würde es sicher freuen.

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  • "Die Unperfekten" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von M. Dupré, am 20.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Tom Rachman hat einen wunderbaren Roman über mythische Welt der Zeitungsredaktionen geschrieben, die leider immer mehr ausstirbt. Zigarettenverqualmte Redaktionsstuben mit Dutzenden von Schreibmaschinen, Auslandskorrespondenten, rasende Reporter, Fotografen und, über allen thronend, der cholerische Chefredakteur.
    In Rachmans Episoden begleiten wir verschiedene Charaktere aus einer internationalen Zeitung in Rom durch die Wirren ihres Arbeits- und Privatlebens, allesamt irgendwo defekte, mangelhafte Figuren, die die guten und schlechten Zeiten ihres Blattes miterlebt haben.
    Ein absolut lesenswertes Buch, anspruchsvoll und mit viel Liebe zu seinen unperfekten Charakteren. Bitte gerne mehr davon!

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  • Unperfekt, aber gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.04.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Aufstieg und Fall einer internationalen Zeitung in Rom.

    Die vielschichtigen Persönlichkeiten der Mitarbeiter werden vom Autor Tom Rachman in einem beeindruckenden Seelenpanorama beleuchtet. Die tägliche Routine in der Redaktion wird gewürzt durch Intrigen, Eifersüchteleien, und überhöhte Selbsteinschätzung: Business as usual!

    Im Laufe der Geschichte wachsen dem Leser die beschriebenen Charaktere ans Herz und man teilt die Sorge derer, die bald keinen Job mehr haben werden…

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  • Perfekt erzählt - „Die Unperfekten“ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annika Gebben, am 28.03.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Am Abend muss der 70-jährige Paris-Korrespondent Lloyd Burko Kichererbsen aus der Dose löffeln. „Von Freien nehmen wir heute nur noch Sachen, bei denen es uns die Kinnlade nach unten reißt“, heißt es aus der Redaktion der Zeitung in Rom. „Hat mir Geld zu tun, nicht mit dir“. Die fetten Jahre sind vorbei, das Blatt muss um sein Überleben kämpfen. Tom Rachman, der viele Jahre als Korrespondent für Associated Press gearbeitet hat, erzählt in seinem Erstlingswerk „Die Unperfekten“ die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Zeitung – und den Menschen, die dahinter stehen. Wie zum Beispiel von Ruby, der unglückseligen Texterin mittleren Alters, oder von Arthur, dem Spezialisten für Nachrufe und Nichtstun. Von Kathleen, der Chefredakteurin und natürlich von dem gealterten, einsamen Lloyd Burko. In elf kurzen Geschichten bekommt der Leser Einblick in die Schicksale von Redakteuren, Lektoren, Korrespondenten und Lesern. Zwischen den einzelnen Episoden kehrt Rachman immer wieder zurück zu den erfolgreichen Anfangsjahren der Zeitung unter dem Verleger Cyrus Ott. Es sind nicht nur die toll erzählten Einzelschicksale, die die „Die Unperfekten“ zu einem besonderen Lesevergnügen machen, sondern deren Beziehung untereinander: Jede Episode, aus einer anderen Perspektive erzählt, lässt den Leser Menschen und Geschehnisse aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten als noch im Kapitel zuvor. Es gibt nur eine Sache, die ich an diesem Buch bemängeln würde: Irgendwann ist es vorbei!

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  • Moderner klassiker Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 19.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zweifellos wird dieser Roman als moderner Klassiker in die Literaturgeschichte eingehen. Mit extrem sicherem Stilbewusstsein nimmt uns der Autor an die Hand und zeigt uns die Menschen hinter der Fassade eines großen Zeitungskonzerns. Das ist Leben pur, witzig, ergreifend, im Widerspruch zum Romantitel einfach perfekt.

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  • Gesellschaftskritischer Roman! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Meike Geuting, am 12.12.2010

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    In den 80er Jahren befindet sich eine englischsprachige Zeitung in Italien auf dem absoluten Höhepunkt. Nun befindet sie sich auf dem absteigenden Ast. Beschrieben werden die einzelnen Menschen, die die Zeitung ausmachen und was mit ihnen passiert, wenn es die Zeitung nicht mehr gibt.
    Gelungen finde ich die wechselnde Zeitperspektive. Diese wechselt zwischen der Zeit des Aufstrebens und des Niedergangs der Zeitung, bis sie in der Gegenwart verschmilzt. Sehr gelungen!

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  • "Die Unperfekten" - einfach grandios Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nadja Timmann-Dörling, am 30.11.2010

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    Die unperfekten Mitarbeiter einer Tageszeitung, alles Menschen mit Vorlieben, Nöten und Ängsten. Eine Tageszeitung am Rande ihrer Existenz. Eine sehr spannende Geschichte, gepaart mit hervorragenden Charakteren.
    Ein Lesegenuss, ohne Gleichen!
    Genießen Sie es!

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  • Eine Geschichte über etwas, was uns täglich begleitet! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Kremmling, am 30.11.2010

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    Für viele gehört die morgendliche Zeitung zum Tagesanfang dazu- aber welche Menschen und Geschichten stehen dahinter? Der Autor, selbst Journalist, führt uns in seinem Debut-Roman hinter die Kulissen einer Zeitung. Nach und nach lernen wir die Geschichte und Entwicklung des Blatts, aber auch die der einzelnen Menschen kennen, die diese Zeitung zu etwas besonderem machen. Eine wunderschöne literarische Geschichte über etwas, was uns täglich begleitet!

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  • Ein perfekter Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dirk Bluhm, am 29.11.2010

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    Was den exzentrischen, amerikanischen Selfmademan Cyrus Ott, Besitzer eines Unternehmensimperiums, vor über fünfzig Jahren dazu bewogen hat, in Rom eine internationale Tageszeitung aus dem Boden zu stampfen bleibt auch nach 400 Seiten ein Rätsel.
    Ist es einfach eine Laune? Ist es die uneingestandene Liebe zur Jugendfreundin Betty, die er zur Nachrichtenchefin des neuen Blatts macht, oder vielleicht nur eine Möglichkeit der Familie in Atlanta zu entfliehen, um in der ewigen Stadt ein neues Leben zu beginnen?
    Auf jeden Fall lernen wir Personen kennen, die in irgendeiner Weise mit der Tageszeitung verbandelt sind, und die uns mit all ihren Schwächen, Marotten, Sehnsüchten und Träumen so vertraut werden, dass sie uns noch lange nach der Lektüre begleiten.
    Da ist Ruby Zaga, eine einsame, frustrierte Textredakteurin, die seit ihrem Volontariat vor 20 Jahren mit ansehen musste, wie alle um sie herum die Karriere machten, während sie weiterhin unbedeutende Nachrichten überarbeitet. Jedes Jahr Sylvester checkt sie allein in einem Hotel ein, nur um ein paar ungemütliche Stunden mit Minibar und TV zu verbringen. Mitleid sollte sich aber nicht zu früh einstellen, denn sie selbst terrorisiert einen flüchtigen, verheirateten Bekannten mit Telefonanrufen.
    Da wäre auch noch Ornella de Monterecci, die treueste Leserin der Zeitung, die zuhause ein Archiv von über 20 Jahren der Tagespresse gelagert hat. Ob ihrer gründlichen aber langsamen Lesart ist sie heute erst bei der Zeitung vom 23.April 1994 angekommen, und erfährt so „brandaktuell“ vom Wahlsieg Mandelas und dem Selbstmord Kurt Cobains. Sie darf sich also noch auf Clinton und Monica Lewinsky freuen.
    Jedes der elf Kapitel rückt eine Figur ins Zentrum des Romans, und ist schon für sich eine Miniatur und Juwel.
    Fazit: Ein wunderbares Buch aus der Welt der Presse. Warmherzig, witzig, kurzweilig und absolut unterhaltsam.

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  • Das kleine Leben im großen Weltgeschehen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Depner, am 28.11.2010

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    Cyrus Ott gründet eine internationale Zeitung in Rom. Wir lesen über die Geschichte der Zeitung und über die einzelnen Mitarbeiter. Manche wichtig für die Zeitung, manche weniger wichtig. Einige sind uns sympatisch und einige können wir gar nicht leiden. Tom Rachmann besitzt ein wunderbare Leichtigkeit beim Beschreiben seiner Protagonisten. Sie sind weit davon entfernt perfekt zu sein, egal, ob es sich um die ehrgeizige Chefredakteurin Kathleen handelt oder den abgehalfterten Lloyd Burk in Paris und schon gar nicht die unglückliche Ruby. Aber, jede einzelne Lebensgeschichte ist spannend und bunt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle auch Ihnen, in diese Welt einzutauchen.

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  • Die Unperfekten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Beate Mildenberger, am 17.11.2010

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    Es geht um die Geschichte einer englischsprachigen Zeitung in Rom, welche der
    Herausgeber seiner Geliebten zuliebe gründet.
    Es wird die Gründung, die erfolgreiche Zeit und der schleichende Niedergang erzählt.
    Jeder, der in irgendeinem Bezug zu der Zeitung steht, kommt zu Wort. Drucker, Redakteur, Bote, Verleger und -besonders liebenswert-eine Leserin,welche die Zeitung Wort für Wort liest. Aber dadurch nie auf dem aktuellen Stand ist.


    Ein wunderbares Buch, unbedingt lesen!

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  • Wunderschöne Einblicke Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Verena Hoffmeister, am 14.11.2010

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    Tom Rachmann hat ein Händchen für interessante Charaktere und eine wundervolle Art den Leser ihre kleinen und großen Dramen durchleben zu lassen.
    Stück für Stück lernt man die Redaktion einer Tageszeitung kennen und liebt und leidet gerne mit jedem einzelnen. Und jeder kurze Einblick in das Leben eines Protagonisten macht neugierig und würde Stoff für einen neuen Roman geben...

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  • Perfekt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Bichl, am 11.11.2010

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    Lesestoff wie ein Stück gut durchwachsener Speck:
    Die fette Hülle bildet die Geschichte um Aufstieg und Fall einer internationalen Tageszeitung mit Sitz in Rom. Diese ist gut durchzogen mit Kurzgeschichten aus dem Leben von Personen, die die Zeitung machen:
    Da ist Llyod Burk, der alte Pariser Korrespondent, ohne Aufträge und vereinsamt zieht er bei seinem Sohn ein, damit sich beide gemeinsam halbwegs über Wasser halten können.
    Oder Ruby Zaga, die Textredakteurin, deren Angehörige in den USA sie zu ihrem persönlichen Idol machen, die allerdings fresssüchtig in Rom einer alten, nicht gelebten Liebe frönt und alljährlich zu Silvester als Geschäftsreisende in einem Hotel absteigt um sich allein zu besaufen.
    Arthur Gopel schreibt Nachrufe zu Lebzeiten und besucht aus aktuellem Anlass eine exzentrische Dame in Genf, während zu Hause seine geliebte Tochter stirbt.
    Hardy Benjamin, Reporterin für Wirtschaft und Finanzen, die toughe Frau in der Redaktion, die sich einen Lebenskünstler hält.
    Diese und noch mehr verschrobene, unperfekte Charaktere werden von Tom Rachman so perfekt und intensiv gezeichnet, dass der Leser sie sofort findet und mit ihnen vertraut ist.
    Ein purer Lesegenuss!

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  • Die schöne Medienwelt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Silvia Gonther, am 03.11.2010

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    Lloyd versteht nicht, dass seine Erfahrung in der immer schneller drehenden Medienwelt nichts mehr wert ist. Arthur kämpft mit dem übermächtigen Ruf seines Vaters und macht sich extra klein. Hardy, Kathleen, Abby und Ruby müssen sich auf ihre Weise durch eine harte Männerwelt kämpfen und vergessen sich selbst dabei…
    Dieser Roman macht Spaß, fesselt und stimmt nachdenklich. Es geht um eine Zeitung die im Rom den 50ern des letzten Jahrhunderts aus sehr persönlichen Gründen ins Leben gerufen wurde. In mehreren Ebenen werden die Gründungsgeschichte, die Geschichten der Mitarbeiter und auch die Geschichte der Gründerfamilie erzählt. Ein stilistisch hervorragender und toller Episoden-Roman, in dem sich alles harmonisch zusammenfügt. Die Charaktere lassen einen lange Zeit nicht los. Unbedingt lesen!

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  • Die Unperfekten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefanie Müller, am 02.11.2010

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    Klappernde Schreibmaschinen, qualmende Aschenbecher und eine Betriebsamkeit, wie man sie nur aus der Nachrichtenwelt kennt.
    Man fühlt sich regelrecht hineinversetzt in Rachmans Beschreibung einer Zeitungsredaktion der 50er Jahre.
    Doch seither hat sich einiges geändert: Menschen kamen und gingen, kleine und große Dramen spielten sich im Leben einiger Mitarbeiter ab.

    Es wird abwechselnd aus den florierenden Anfangsjahren und immer aus der Perspektive eines bestimmten Mitarbeiters kurz vor dem traurigen Ende der Zeitung erzählt.

    Besonders originell: Ornella, die wohl treueste Leserin der Zeitung. Sie liest jedes einzelne Wort einer jeden Ausgabe, wodurch sie der aktuellen Ausgabe 'ein wenig' hinterherhinkt.
    Rachmans Roman über die interessante Zeitungswelt ist gefühlvoll, unterhaltsam und super aufgebaut!

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  • Wie entsteht eine Zeitung? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Monika Fuchs, am 02.11.2010

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    Tom Rachman, selber Journalist, schreibt in seinem ersten Roman über das Metier, welches es hervorragend kennt – eine Tageszeitung. Dafür hat er sich eine fiktive Zeitung ausgedacht, die als englischsprachige Zeitung in Rom erscheint und in der ganzen Welt gelesen wird, bzw. wurde. Allerdings hat diese in den 50er Jahren gegründete Zeitung leider den Anschluss an die moderne Welt verpasst und verliert dementsprechend immer mehr ihrer Abonnenten. Deshalb beschließt die Gründerfamilie sie einzustellen.

    Um uns diese Zeitung näher zu bringen, hat sich Tom Rachman zwei verschiedene Herangehensweisen ausgesucht. Jedes Kapitel widmet sich einer Person, die stellvertretend für ihre Aufgabe der Zeitung vorgestellt wird. Abgerundet wird jedes Kapitel dann mit der Geschichte der Zeitung selber. Wer hat sie gegründet und warum? Wie hat sie sich all die Jahre entwickelt? Die einzelnen Mitarbeiter aus der Gegenwart sind schon Originale. Sie leben alle ein Leben, das nicht dem Leben von uns Normalsterblichen gleicht. Immer auf der Suche nach einer tollen Story, aber die finanzielle Seite muss auch berücksichtigt werden, dann drängt immer die Zeit und die Texte müssen natürlich auch noch richtig über das Blatt verteilt werden. Tom Rachman schafft es, uns diese herrlich unperfekten Menschen mit allen ihren Macken und Eitelkeiten zu beschreiben und gleichzeitig ein Bild entstehen zu lassen, wie eine altmodische Tageszeitung aufgebaut ist. Gerne hätte ich allerdings noch mehr über die Vergangenheit erfahren. Am Anfang habe ich mich gefragt, warum hat dieser reiche Amerikaner eigentlich diese Zeitung gegründet und dann auch noch in Rom? Er hat von diesem Metier doch gar keine Ahnung. Im Laufe des Buches wird aber auch diese Frage beantwortet.

    Dieses Buch ist sprachlich hervorragend geschrieben und macht viel Spaß. Kein Wunder, dass es bereits gute Besprechungen im Feuilleton erhalten hat.

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  • Die Unperfekten - perfekt erzählt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jascha Koch, am 24.10.2010

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    Die Unperfekten erzählt die Geschichte von einer Zeitung, deren Historie geprägt ist von schrägen, humorvollen, ehrlichen und bewegenden Charakteren der Redaktionsmitarbeiter. Laien bekommen zudem einen Einblick in die einzigartige Welt und Denkweise der Journalisten, Redakteure und Verleger und vielleicht erkennt der ein oder andere Experte sich sogar wieder. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte der Zeitung aus einer anderen Mitarbeitersicht, wodurch den Leser viele unterschiedliche und vor Allem ehrliche Schicksale erwarten, deren gemeinsamer Dreh- und Angelpunkt die Zeitung ist.
    Die Unperfekten ist ein perfektes Buch, um die Leser in die ungewöhnliche, komische und zugleich tragische Welt einer Zeitungsredaktion zu führen. Die Unperfekten unter uns werden es mögen…

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  • Die tägliche Suche nach dem Perfekten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helga Ebenkofler, am 23.10.2010

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    Ich plane eine Zeitung zu gründen, „eine internationale, englischsprachige Zeitung. Mit Sitz in Rom und weltweitem Vertrieb.“(S.43)
    Mit dieser Ankündigung, die bereits von leisen Zweifeln begleitet ist, beginnt die manchmal erfolgreiche, manchmal ziemlich trübe Geschichte einer einen gewissen intellektuellen Anspruch erhebenden Tageszeitung. 1954 erscheint sie erstmals, 2007 wird sie eingestellt. Das, was dazwischen gelegen ist, beschreibt Tom Rachman, selbst Journalist, in diesem Buch.
    Sehr zeitgeistig, ist man versucht zu denken, denn allüberall wird in Medienkreisen vom großen Zeitungssterben gesprochen, davon, dass dem Qualitätsjournalismus gleich von mehreren Seiten Gefahr droht. Aber es ist kein Gejammer, das der Autor anstimmt, vielmehr seziert er auf ungemein bissige Art und Weise sein Gewerbe. Man merkt, da kennt sich wer aus. Die Redaktion ist ein „Haufen“ von Egozentrikern, mal mehr, mal weniger intrigant; die einen ambitioniert bis zerfressen von Ehrgeiz, die anderen eher lustlos, ausgebrannt oder frustriert. Aber jeder fühlt sich in seiner Funktion, der Menschheit die Welt zu erklären(oder dies technisch möglich zu machen), einmalig, absolut wichtig und notwendig.
    Jedes Kapitel, widmet sich im Besonderen einer Person, greift auch deren Privatleben auf, in dem sich der berufliche Narzissmus recht schnell verflüchtigen kann. Sehr gut gezeichnet sind etwa der Chefkorrektor, der seine eigene „Bibel“ für gutes Schreiben verfasst oder die Leserin, die über ein Jahrzehnt mit der aktuellen Ausgabe zurück liegt.
    Zeitdruck, Geldknappheit, Auflagenzahl, aber auch die bestimmte Besessenheit, die Abenteuerlust und die Sehnsucht nach der perfekten Schlagzeile – das alles beschreibt Rachman mit viel Können und Gefühl für die Situation und die geistige Verfassung der Protagonisten. Ja, es mag manchmal etwas überspitzt sein, aber gerade dadurch wird dieses doch sehr neurotische Gewerbe dem Leser nahe gebracht.
    Alles in allem eine ironisch/ schöne Lektüre für kalte Herbsttage.

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  • Der perfekte Roman - so muss er sein! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christin Dittert, am 15.10.2010

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    Dieser Roman ist meisterhaft erzählt und gehört in den Schrank eines jeden Menschen, der
    Literatur der besonderen Art bevorzugt.

    Cyrus Ott, ein reicher und einflussreicher Geschäftsmann aus Amerika, gründet in den 50er Jahren in Rom eine internationale Tageszeitung.
    Rachman erzählt uns vom Entstehen dieser Tageszeitung, deren Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte, die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, die sich in ihr widerspiegeln bis hin zur Gegenwart, in derer die einst so erfolgreiche Tageszeitung aufgrund der Digitalisierung und des Internets mit einer schwindenden Leserschaft zu kämpfen hat. Ebenso lässt er uns am Leben des rätselhaften Cyrus Ott teilhaben. Denn es stellt sich die Frage: Was bringt einen reichen Amerikaner ohne jegliche Affinität
    zum Journalismus dazu eine Tageszeitung - ausgerechnet in Rom - zu gründen?

    Der Autor erzählt in zwei Erzählsträngen, die sich wunderbar abrunden. Während vom Autor das Geschehen rund um die Redaktion erzählt wird, widmet er jedem
    Menschen aus der Redaktion (ob nun Textredakteurin Ruby, die an der Liebe scheitert, oder Abbey, die Finanzchefin, die erkennen muss, dass Rache sehr demütigend sein kann, ...) ein Kapitel.
    Rachmann stellt uns "Die Unperfekten" mit all ihren Spleens und Marotten vor, ihnen passieren Missgeschicke und Schicksalsschläge. Die Geschichten der einzelnen Personen (, die dem Leser wahrhaft ans Herz wachsen!!) sowie deren Funktion und Position in der Redaktion greifen perfekt ineinander.

    So, und eh ich mich jetzt in weitere Details verfranse, die Sie nur noch mehr verwirren. Mein Resumee:
    Dieser Roman ist einfach unvergleichlich. Die Geschichten und Episoden, die erzählt werden sind Teil eines perfekten Ganzen.
    Ein Roman, der es verdient, gelesen und gewürdigt zu werden, denn - für mich - ist er ein Diamant!!

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  • großes Lesevergnügen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 08.10.2010

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    Cyrus Ott, ein amerikanischer Wirtschaftsboss verläßt seine Familie, sein von ihm aufgebautes Wirtschaftsimperium, sein Land um in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen.
    Artikel um Artikel lernen wir seine Angestellten kennen, die dieser Zeitung ihr Profil geben. Von Lloyd Burko, der verzweifelt einen neuen Job sucht,über Hardy Benjamin - Wirtschaftsredakteurin,Herman Cohen-Chefkorrektor,Kathleen Solson - Chefredakteurin,Craig Menzies-Nachrichtenchef, zu Arthur Gopal, der für Nachrufe zuständig ist oder Abbey Pinnola - Herrin über die Finanzen usw. usw. bis zu Oliver Ott - desinteressiertem Enkel des Zeitungsgründers, der aus Unvermögen dieses Unternehmen in den Ruin führt.

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