Eine Frage der Schuld. btb, Band 74109

Anläßlich der 'Kreutzersonate' von Lew Tolstoi. Roman

von Sofja Tolstaja

Buch

Taschenbuch (314 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Eine kleine Sensation: Sofia Tolstajas Antwort auf die skandalöse "Kreutzersonate" ihres welberühmten Ehemannes


Tödliche Eifersucht, Wollust, Wahnsinn - alles bloß die Schuld der Frauen, dessen ist sich der chauvinistische Held in Tolstois Erzählung "Die Kreutzersonate" sicher. Wer ist aber wirklich dafür verantwortlich, wenn Männer an Frauen verzweifeln und Frauen an Männern? Ist es eine Frage der Schuld oder nicht vielleicht eine von hohlen Konventionen? Die Antwort gab Sofja Tolstaja, Tolstois Frau: mit einem kleinen Roman, der psychologisch ebenso überzeugt wie literarisch.


Produktdetails

Verkaufsrang: 67.942
ISBN-10: 3-442-74109-2
EAN: 9783442741090
Originaltitel: Tschja wina?
Erschienen: 03.05.2010
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 314
Gewicht: 300 g
Übersetzer: Ursula Keller, Alfred Frank
Reihe: btb
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Ursula Keller

Ursula Keller, gebohren 1964 in Lübeck, Studium der Slavistik und Germanistik in Berlin, zahlreiche Forschungsaufenthalte in Russland. Bis 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin, Aufsätze zur Genderforschung in der Slavistik sowie biografische Essays. Lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin.

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Kundenrezensionen

  • Tiefe Einblicke in das Leben und Schaffen der Sofja Tolstaja Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Stegemann-Konrad, am 15.07.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Frau an der Seite von Leo Tolstoi, Mutter von 13 gemeinsamen Kindern, die den Gutshaushalt führte und nachts bei Kerzenschein Tolstois Werke „Anna Karenina“ und auch „Krieg und Frieden“ ins Reine schrieb.

    Das Sofja Tolstaja selbst schriftstellerische Ambitionen und Qualitäten besaß, gibt es jetzt erstmals als Taschenbuch zu entdecken. 75 Jahre nach ihrem Tod fand sich im Nachlass dieser fein psychologisch ausgefeilte Roman, der als Antwort auf Tolstois „Kreuzersonate“ zu sehen ist. Tolstaja erzählt die Geschichte von der jungen Anna und ihrem viel älteren Ehemann, dem Fürsten Prosorki, von den Anfängen der Ehe bis zur Desillusionierung der Frau. Anna leidet unter ihrem starken, egoistischen Mann, der ihr nur die Rolle der Mutter bzw. Haushälterin zuspricht.

    Aber keine Angst, auch wenn Sie die "Kreuzersonate" nicht gelesen haben, würden Sie die Feinheit und Besonderheit dieses kleinen Romans erkennen, der auch ein Bild von der Ehe der Tolstois wiederspiegelt. Sie vermerkte in ihrem Tagebuch:

    „Mein ganzes geistiges Leben ist für ihn ohne Interesse und er hat keine Verwendung dafür – denn er hat sich nicht die Mühe gemacht, es zu verstehen.“

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