Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

Ausgezeichnet als Wissenschaftsbuch des Jahres, Kategorie Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaften 2012

von Bill Bryson

Buch

gebunden (637 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Die Welt verstehen, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen


Was bleibt nach der "Geschichte von fast allem" eigentlich noch zu schreiben? Die Geschichte von fast allem anderen, natürlich. Bill Bryson hat sich daher in seinen vier Wänden umgesehen und sich gefragt: Warum leben wir eigentlich, wie wir leben? Warum nutzen wir ausgerechnet Salz und Pfeffer, und weshalb hat unsere Gabel vier Zinken? Aber es bleibt nicht bei Geschichten von Bett, Sofa und Küchenherd. Die Geschichte des Heims ist auch immer eine der großen Entdeckungen und Abenteuer. Ohne die Weltausstellung in London hätte man vermutlich das Wasserklosett nicht so schnell zu schätzen gelernt. Und ohne die großen Entdecker müssten wir wohl ohne Kaffee, Tee oder Kakao auskommen. Bill Bryson zeigt uns unser Heim, wie wir es noch nie gesehen haben. Und wir verstehen ein wenig mehr, warum es so ist, wie es ist.



Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 13.02.12
Bill Bryson ist der Gott unter den Sachbuch-Autoren! Keiner hat weltweit mehr Erfolg als er. Er versteht es, seine Leser immer wieder zu begeistern. Mit großen Augen und offenem Mund verfolgt man seine Geschichten um das Wissen der Welt. Wissen, das Bryson ausgräbt und in schönen kleinen Happen seinen Lesern serviert. Mit Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge setzt er dieses Können bravourös fort. Dieses Buch ist eine Schatztruhe, gefüllt mit Wissen, das man aufsaugt wie ein Schwamm. Hier erfährt man, wie die Menschen angefangen haben, in Siedlungen zu leben, in Steinbehausungen bis zum heutigen Haus; was englische Landpfarrer im 19. Jahrhundert alles für unglaubliche Sachen erfunden haben; dass der Mensch schon früh den Mais erfand; wie er zum Brot; wie sich das Haus im laufe der Jahrhunderte verändert hat; wie wichtig die Erfindung von Eis für die wirtschaftliche Weiterentwicklung war; wie Öl entdeckt wurde und welche Köpfe hinter der Erfindung der Elektrizität stehen, die das Leben der Menschen vereinfachte und verbesserte; wie vor knapp 300 Jahren die ersten schönen Sitzmöbel Einzug in die Häuser hielten; wie Amerika entdeckt wurde; wie der Tee und Kaffee nach Großbritannien kam; und noch so vieles mehr. Sie wollen ein Buch lesen, dass Sie schlau macht? Dann lesen Sie Eine kurze Geschichte der alttäglichen Dinge. Mit diesem Wissen können Sie auf jeder Veranstaltung oder Treffen mit Bekannten auftrumpfen.

Produktdetails

Verkaufsrang: 57.053
ISBN-10: 3-442-30122-X
EAN: 9783442301225
Originaltitel: At Home. A Short History of Private Life
Erschienen: 22.08.2011
Verlag: Goldmann
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 637
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 814 g
Übersetzer: Sigrid Ruschmeier
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Bill Bryson

Bill Bryson, geb. 1951 in Des Moines, Iowa, zog 1977 nach Großbritannien und schrieb dort mehrere Jahre u. a. für die 'Times' und den 'Independent'. Mit seinem Englandbuch 'Reif für die Insel' gelang Bryson der Durchbruch, und heute ist er in England einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt, stürmen stets die internationalen Bestsellerlisten. 1996 kehrte Bill Bryson mit seiner Familie in die USA zurück, wo es ihn jedoch nicht lange hielt; er war wieder 'reif für die Insel', wo er heute wieder lebt.

Sigrid Ruschmeier

Sigrid Ruschmeier, geboren 1945, lebt in Berlin. Sie studierte Germanistik und Politologie an der Freien Universität Berlin, war dann in einem Verlag und seit 1988 ist sie als freie Übersetzerin tätig.

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Kundenrezensionen

  • Schauerlich, aber schön! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Ortel, am 18.06.2012

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    Bill Brysons „Kurze Geschichte der alltäglichen Dinge“ ist eine, nun ja, etwas längere Geschichte der alltäglichen Dinge, doch keine Sorge: Die Lektüre des 630 Seiten-Buches vergeht wie im Flug. Der Autor „seziert“ praktisch sein ganzes Haus und nimmt uns mit auf eine (Zeit-)Reise, auf der er die Geschichte und die Entwicklung diverser Haushalts- und Einrichtungsgegenstände, Zimmer sowie Wohn- und Lebensgewohnheiten erzählt. Das ist nicht nur durchweg höchst interessant, sonder vor allem schauerlich, wenn man vor Augen geführt bekommt, wie das Alltagsleben der Menschen vor 100 oder 200 abgelaufen sein muss. Vieles lässt sich erstaunlicherweise kaum mehr mit endgültiger Sicherheit rekonstruieren, doch das, was Bryson über die alltäglichen Dinge des 18. und 19. Jahrhunderts zu berichten weiß, macht einen vor allem eines – froh. Froh darüber, damals nicht gelebt haben zu müssen. Ein großartiges Buch, und, ungewollt, ein unterhaltsames Loblied auf unsere moderne Zivilisation.

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  • Von Hölzchen auf Stöckchen aber genial! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Friederike Zabelberg, am 26.02.2012

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    Es ist irre was aus einem Rundgang im Haus mit Bill Bryson alles werden kann. Er kommt von einer Idee auf die nächste, der Leser bekommt das nicht mal mit. Und so fragt man, sich warum man plötzlich in Südamerika beim Maispflanzen ist. Doch mich stört es nicht, denn der Autor kommt (über kurz oder lang) auf das Ausgangsthema zurück, ob damit dir Frage nach z. B der Glasherstellung geklärt ist, ist Nebensache. Es ist genial geschrieben, kurzweilig, informativ und ich persönlich liebe solche Wissenshäppchen!

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  • Reiseberichte durch das englische Haus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 09.01.2012

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    Nach seinem Bestseller" Eine kurze Geschichte von fast allem" widmet sich Bryson diesmal den Themen rund um Haus und Garten. Vom Keller bis zum Dach gibt es Kurzweiliges zur Geschichte des Wohnens und all der uns umgebenden Alltaggegenstände.Kein Lexikon- eher lockere Anekdoten und Einblicke. Dieser Wälzer kann auch in Etappen gelesen werden, dafür leitet ein Sach- und Personenregister.

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  • Was uns ständig unbeachtet umgibt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 05.09.2011

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    Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Beim Durchstreifen des eigenen Hauses sich mit allem, was den Alltag, was das Haus selber ausmacht, näher zu beschäftigen, sich auf das eigene Heim in ganz anderer Weise einmal einzulassen und der grundlegenden Frage nachzugehen, warum wir eigentlich so leben, wie wir leben.

    Dazu nimmt Bill Bryson den Leser mit in sein eigenes Haus in Norfolk und lässt teilhaben an all den Dingen, die diese Räume beleben und die Räume selber ausmachen. Herauskommt, da ist der Titel des Buches übrigens hoch missverständlich, beileibe keine „Kurze Geschichte“ im Sinne eines schmalen Buches. Knapp 580 Seiten füllt Bryson und das mühelos.

    Flüssig, mit Humor, wie in einer Konversation geschrieben, plaudert Bryson kurzweilig aus den heimischen vier Wänden und dringt durchaus mit teils verblüffenden Fragen in die Tiefen des alltäglichen Lebens vor. Was ist nicht alles entstanden im Rahmen der neolithischen Revolution, dieser, aufs Ganze gesehen, unglaublich kurzen Periode der jüngeren Menschheitsgeschichte, die Zivilisation genannt wird. In diese bietet Bryson zunächst einen ausführlichen und informativen Einblick und bereitet damit die Entstehungsgeschichte der vielen Entwiclungen und Baumaterialien vor, auf die er im Lauf des Buches zu sprechen kommen wird. Führt sodann ein in die Geschichte der „Eingangshalle“, die im Lauf der Hausentwicklungen ihren ursprünglichen Sinn völlig verloren hat. Im weiteren Verlauf verdeutlicht Bryson u.a., das Lebensmittelpfusch beileibe keine Erfindung der letzten Jahrzehnte ist, sondern schon im 16. Und 17. Jahrhundert ausführlich betrieben wurde und führt redegewandt durch die Geschichte der zunehmend (mit guten Gründen!) strengeren Kontrollen und Reinheitsgebote. Spannend auch, wie es Bryson immer wieder versteht, bildhaft anschaulich vor Augen zu führen, welche Entwicklung die einzelnen Räume im Lauf der Jahrhunderte genommen haben. So hätte es Mitte des 19. Jahrhunderts in der Küche kein Spülbecken gegeben (es gab separate Spülküchen). Oder dass erst mit der Entwicklung wichtiger Baumaterialien eine Unterkellerung moderner Machart möglich wurde.

    Ob Wohnzimmer oder Esszimmer, Kinderzimmer und Dachboden, Garten, Badezimmer und Ankleidezimmer, ausführlich beschreibt Bryson die historische Entstehung, das „Wachsen des Privat Hauses“, die ursprüngliche Nutzung und Einrichtung und deren Veränderung im Lauf der Jahrhunderte. Er verknüpft dies mit vielen kleinen Geschichten bekannter und weniger bekannter Menschen und bietet somit im Gesamten ein Potpourri der „Hausgeschichte“, das vieles an Erhellendem für unsere Alltagswelt zu bieten hat.

    Als Kritik wäre tatsächlich der Umfang zu nennen. Teils assoziativ reiht Bryson Idee an Idee, Geschichte an Geschichtchen, Anekdote an Erläuterung. Da steht der Leser in Gefahr, hier und da den roten Faden aus dem Blick zu verlieren (was nun Ötzi wirklich mit dem Ankleideraum zu tun haben soll, erschließt sich nicht so ganz, auch wenn die Geschichte um den gut erhaltenen Ötzi durchaus anregend erzählt wird).

    Kurzweilig, anregend, informativ, in Teilen ein wenig zu ausufernd, legt Bill Bryson ein im Gesamten höchst lesenswertes Buch zur Kulturgeschichte des „Hauses“ vor, das mit treffender Sprache trotz des Umfangs kurzweilig und informativ zu lesen ist.

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  • Handbuch des Partywissens - Teil 2 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Volker M., am 23.08.2011

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Eine kurze Geschichte von fast allem" war Bill Brysons internationaler Bestseller, eine Fundgrube des Partywissens, im Plauderton und mit englisch-trockenem Humor erzählt. Von allem etwas, ohne Anspruch auf enzyklopädische Vollständigkeit aber eben doch "über fast alles". Die Betonung lag offenbar auf "fast", denn Bryson hat sich nun den Rest von fast allem vorgenommen und als Aufhänger für seine assoziativen Gedankenketten dienen ihm diesmal die Dinge, die er zu Hause findet. Seien Sie sicher, dass sein Thema nie da landet, wo es gestartet ist. Erwarten Sie nicht, dass irgendeine Frage auch nur annähernd tief behandelt wird. Bryson ist ein Populist und kein Lehrer. Und er ist ein verdammt guter Autor. Es macht einfach Spass, ihm als Reiseleiter durch sein Haus zu folgen und plötzlich auf dem Eiffelturm zu stehen oder Kaviar aus dem Hudson River serviert zu bekommen. Die Pointen kommen unerwartet (wie jede gute Pointe) und mit sprachlich geschliffenem Witz serviert. Das Buch ist in erster Linie Unterhaltung und wer es vor diesem Hintergrund liest, wird sehr viel Freude daran haben. Und bei der nächsten Party können Sie dann erzählen, warum wir heutzutage in der Eingangshalle nur mehr unsere nassen Mäntel aufhängen, statt mit dem Raum unsere Gäste zu beeindrucken und warum die Gabel vier Zinken hat. Da sollte man sich doch mal Gedanken machen...

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