Buch
Taschenbuch (495 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Liebe mit Biss!
Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam - und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann.
Tanja Heitmann legt ein außergewöhnliches Debüt vor: romantische Mystery mit dem originellsten Vampir-Konzept seit langer Zeit.
Pressestimmen:
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Eine deutsche Autorin auf den Spuren von Stephenie Meyer - Lovemystery vom Feinsten! Bitte mehr aus der Welt von "Morgenrot".
| ISBN-10: | 3-453-53280-5 |
|---|---|
| EAN: | 9783453532809 |
| Erschienen: | 01.12.2009 |
| Verlag: | Heyne Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 495 |
| Länge/Breite: | 188mm/120mm |
| Gewicht: | 399 g |
| Reihe: | Heyne-Bücher Allgemeine Reihe |
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren, studierte Politikwissenschaften und Germanistik und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land.
von Katniss, am 10.04.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 24.11.2010
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von Wolfsjägerin, am 03.09.2010
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von Blacky, am 23.08.2010
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von Blacky, am 23.08.2010
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von Sabine, am 20.08.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 20.06.2010
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von Kerstin Schmid, am 27.05.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 19.05.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 23.03.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 25.02.2010
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von Virginia Seeck, am 24.02.2010
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von Nina, am 20.02.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 17.02.2010
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Die gläserne Eingangstür schwang auf und ließ einen Schwall frischer Nachtluft herein, der Leas nackte Unterarme streifte. Eine willkommene Abkühlung, denn die Luft in der überfüllten Bar war stickig und schwer vom Tabakrauch. Außerdem hatte der Rosé in dem von Feuchtigkeit beschlagenen Glas Lea bereits kräftig eingeheizt: Ihre Wangen glühten, während ein Schweißtropfen im trägen Zickzackkurs ihr Dekolleté hinabglitt und sie schließlich zwischen den Brüsten kitzelte. Erneut presste Lea die brennenden Handflächen auf das Leder der Sitznische, doch das kühle Material bot kaum Linderung.
Dabei fand Lea die Hitze gar nicht so unangenehm. Die vielen Menschen, deren Schultern und Rücken sich unentwegt berührten, weil sie eng beisammensaßen und dicht gedrängt an der Bar standen, das Stimmengewirr, untermalt von dröhnender Club-Musik, und das indirekte Licht, das alles weich, beinahe verschwommen erscheinen ließ, hüllten ihre Sinne in samtige Tücher.
Gerade bahnte sich ihre Freundin Nadine einen Weg durch die Menge, und Lea winkte ihr mit einem wohligen Lächeln zu. Nadine lächelte zurück, blieb jedoch im größten Gedränge stehen: Ein Mann schien ihre Aufmerksamkeit erregt zu haben, der sich mit einigen Freunden ausgelassen unterhielt.
Lea musste den Hals recken, um besser sehen zu können, und was sie zu sehen bekam, ließ sie schmunzeln: Der blondhaarige Mann, den Nadine gerade genüsslich Zentimeter für Zentimeter musterte, war bestenfalls Anfang zwanzig und zeichnete sich vor allem durch breite Schultern aus. Ungeniert schnupperte sie an seinem Nacken, dann warf sie Lea einen vielsagenden Blick zu und ließ die Zungenspitze über ihre Lippen tanzen. Während sich Lea über die Unverfrorenheit ihrer Freundin amüsierte, beugte sich Nadine plötzlich vor und leckte tatsächlich über die bloße Haut am Nacken ihrer Beute. Dann drehte sie sich abrupt um und kam zur Sitznische herüber. Zurück blieb die Gruppe junger Männer, die Nadine mit offenem Mund nachschaute.
Nadine gab Lea zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange und setzte sich zu ihr.
"Was war das denn für eine Nummer?", fragte Lea. Doch es gelang ihr nicht, einen angemessen strengen Ton anzuschlagen. An diesem Abend fühlte sie sich überraschend wohl in ihrer Haut, und fand das Macho-Gehabe ihrer besten Freundin, über das sie ansonsten immer schimpfte, sogar unterhaltsam.
Nadine schien ihre Stimmung zu erraten, denn sie beugte sich zu ihr und sagte mit übertrieben sinnlicher Stimme, jedes einzelne Wort betonend: "Ich ... liebe ... Frischfleisch."
Lea schüttelte lachend den Kopf und strich sich die dunklen Haare hinters Ohr. In diesem Augenblick fiel es ihr leicht, sich treiben zu lassen. Nur allzu gern wollte sie sich zurücklehnen, niemandem Speziellen ein nettes Lächeln schenken und noch ein weiteres Glas Rosé bestellen. Dennoch verspürte sie eine innere Unruhe, ein beharrliches Warnsignal im Hintergrund. Zwar war es nur ganz schwach, aber es sorgte dafür, dass Lea fremde Gesichter inspizierte, anstatt ihren Blick einfach entspannt umherschweifen zu lassen.
Nadine hatte Leas Bedürfnis, ständig ihre Umgebung im Auge zu behalten und alles und jeden sofort zu bewerten, einmal mit dem Terminator verglichen. "Ich könnte schwören, dass da sogar ein kleines rotes Licht hinter deiner Iris leuchtet", hatte Nadine in ihrer herausfordernden Art gesagt und dabei den Zeigefinger dicht vor Leas Auge kreisen lassen. "Das erklärt auch, warum du immerzu so schrecklich beherrscht bist und am liebsten von früh bis spät vorm Computer hockst: Du bist ein Roboter, den man in einen Frauenkörper gesteckt hat. Nur dass dieser Roboter nichts mit seiner netten Hülle anzufangen weiß."
Anstatt der Freundin eine passende Antwort zu geben, wie es eigentlich unter ihnen üblich war, hatte Lea lediglich ertappt geblinzelt. Passte dieser Vergleich doch erschreckend genau. Sobald Lea die Sicherheit ihrer Wohnung oder des Verlages verließ, funktionierte ihr Gehirn wie das dieser Maschine: Alle erhältlichen Daten wurden umgehend ausgewertet, während ein im Sekundentakt blinkendes Licht signalisierte, ob alles im grünen Bereich war. Gelegentlich schaltete es auf Rot, wenn ihr Blick plötzlich einen Mann mit lässigen Bewegungen streifte oder jemand sie unerwartet berührte. Dann stockte Lea der Atem so lange, bis ihr Verstand das erlösende Wort "Fehlermeldung" durchgab. In all den Jahren hatte sie sich daran gewöhnt, mehrere Male pro Tag vor Furcht zu erstarren.
An diesem Abend in der Bar war es Lea zum ersten Mal seit langer Zeit gelungen, das sensible Suchraster in ihrem Kopf einzudämmen. Doch jetzt kehrte die Aufmerksamkeit allmählich wieder zurück und zerstörte das Gefühl, Teil der berauschten und flirtenden Menge zu sein. Sie wurde wieder die Lea, die sich an öffentlichen Orten nur sicher fühlte, wenn sie sämtliche Fluchtwege im Auge behielt. Die Lea, die seit Jahren einfach alles unter Kontrolle haben musste.
Ihre Fingen fuhren über die rötlich schimmernden Vernarbungen auf ihrer Wange. Es sah aus, als habe sie ein feiner Funkenregen gestreift. Zwar waren die Narben schon leicht verblasst und nur auf den zweiten Blick unter dem sorgfältig aufgetragenen Make-up zu erkennen, aber ihre Fingerspitzen kannten jede einzelne Vertiefung, so oft waren sie schon über sie hinweggeglitten.
Lea spürte einen Anflug von Bitterkeit, schüttelte ihn jedoch mit einem Seufzen ab. Was nützten schon die ganzen Überlegungen? Schließlich hatte sie noch nie zu diesen hingebungsvoll feiernden Wesen gehört, die sich mit Haut und Haaren auf den Moment einlassen konnten - Terminator-Radar hin oder her.
Der spezielle Zauber, der einen auf den Tischen tanzen und flirten ließ, war Lea einfach nicht gegeben. Deshalb hatte sie sich auch damit abgefunden, zur ewigen Wachsamkeit verdammt zu sein, die einem jede Leichtigkeit nahm.
Nun, vielleicht nicht ganz. Denn nach wie vor gab es einige unbeugsame Bereiche in ihrem Inneren, die rebellierten und Lea in Versuchung führten: Ich habe eine anstrengende und erfolgreiche Woche im Verlag hinter mir, dachte Lea. Nach dem großartigen Abschluss heute habe ich ein Recht auf etwas Vergnügen. Diese Bar ist so ein pulsierender und aufregender Ort. Erstaunt stellte Lea fest, wie sich bei diesen Gedanken ihre Rückenmuskulatur entspannte. Dermaßen ermutigt, spann sie den Gedanken fort: Und die gute Nadine ist heute Abend ganz besonders entzückend. Ich darf ihr auf keinen Fall schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen, indem ich an meinem Wein nippe und mich nach zehn Minuten mit einer fadenscheinigen Ausrede aus dem Staub mache.