kurzweilige Unterhaltung ohne viele Highlights
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his-and-her-books, am 04.07.2012
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Meinung:
Nach den ersten Kapiteln war ich etwas enttäuscht von der "Göttin der Meere". Band 1, "Göttin der Liebe" hat mich von Anfang an mit seiner Art und Venus' tollem Humor unterhalten.
Doch die Geschichte um Christine begann nicht halb so interessant und gut durchdacht.
Ich fand es eher befremdlich, dass eine 25-jährige halb nackt ein Samhain-Ritual auf ihrem Balkon durchführt, egal wie betrunken sie ist. Auch als ich mich kurze Zeit später in einer Körpertausch-Geschichte wiederfand, wurde es erstmal nicht besser.
Vielleicht waren durch Band 1 meine Erwartungen zu hoch?
Mir schien auch, dass die Charaktere in diesem Buch nicht sehr tiefgründig waren.
Die Hauptprotagonistin Christine ist, wie immer in P.C. Casts Büchern, eine starke Frau. Sie behauptet sich schon seit Jahren gegen die Überzahl an Männern bei der Air Force. Aufgrund ihrer Stärke hatte sie nie den "Richtigen" gefunden. Sie hofft darauf, dass "mehr Magie" in ihrem Leben diesem Umstand ein Ende bereiten würde.
Als sie dann von Gaia ins tiefste Mittelalter geschickt wird, sieht sie sich mit dem Frauenbild der damaligen Zeit konfrontiert und hat alle Hände voll zu tun, die Dienstmägde im Kloster Emanzipation zu lehren, während sie die tiefe Sehnsucht nach "ihrem" Meermann Dylan beinahe verzehrt.
Dylan ist das Kind eines Menschen und einer Nymphe und dadurch wenig angesehen in der Unterwasserwelt. Doch er ist ehrlich und treu und liebte Undine schon, bevor Christine in deren Körper schlüpfte. Er liebt Christine vom ersten Moment an und schwört ihr, bis in die Ewigkeit auf sie zu warten. Für einen Kampf gegen Poseidons Sohn Triton ist er jedoch nicht stark genug.
Triton ist arrogant, böse und nimmt sich alles, was er will. Und er will Undine. Schon immer. Und ihm sind alle Mittel recht, seinen Willen zu bekommen.
Das Buch ist in drei Teile und viele Kapitel unterteilt, der Klappentext spiegelt die Geschehnisse ab Teil II wieder.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Das Bild der starken Frau ist in dieser Geschichte so übertrieben dargestellt. Der größte Teil des Buches ist sehr vorhersehbar, es wird kaum Spannung aufgebaut.
Gefallen hat mir der Kampf der Götter, der sehr schön und bildlich beschrieben ist und der ganzen Sache noch ein wenig Schub gab. Das Ende ist nicht überraschend, hat aber durchaus meine romantische Seite berührt... Mehr will ich aber nicht verraten.
Die Ü18-Szenen hielten sich so sehr in Grenzen, dass ich eigentlich nicht verstehen kann, dass das Buch keine Jugendfreigabe erhält. Denn außer ein paar "bösen" Wörtern beinhalten die Szenen nicht mehr Details, als in den meisten Jugendbüchern.
Urteil:
"Göttin des Meeres" war nette Unterhaltung, die mich aber nicht in ihren Bann ziehen konnte. Die Handlung war sehr vorhersehbar und oftmals so unwirklich und gewollt, dass ich den Kopf schütteln musste. Ich vergebe daher durchschnittliche 3/5 Bücher an die "Göttin der Meere".
Eine Empfehlung spreche ich für alle aus, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen, Meereswesen nicht abgeneigt sind und an eine Liebe bis in die Ewigkeit glauben.