Nebelsturm

Kriminalroman. Ausgzeichnet mit dem Schwedischen Krimipreis 2008

von Johan Theorin

Buch

Taschenbuch (446 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein kalter, finsterer Oktober auf Öland. Niemand sollte sich jetzt draußen aufhalten. Nebel und Schneestürme kündigen sich an. Joakim hat die Abergläubigen der Insel nicht um Rat gefragt und ist mit seiner Familie auf dem prachtvollen Hof Åludden eingezogen. Aus dem Holz eines Schiffswracks ist das Anwesen errichtet worden. Man sagt, die Leuchtturmbauer haben die Schreie der ertrinkenden Seeleute damals nie vergessen können. Auf den Balken der Scheune stehen noch immer die Namen der Toten eingeritzt, und all seinen Bewohnern hat dieser Ort nur Unglück gebracht. Und dann findet man die Leiche von Joakims Frau Katrine: sie ist tot, ertrunken. Die junge Polizistin Davidsson nimmt sich des Falles an. Was ist mit Åludden? Und welche Rolle spielt Joakims Schwester, zu der die Familie längst den Kontakt abgebrochen hat?

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.804
ISBN-10: 3-492-26367-4
EAN: 9783492263672
Originaltitel: Nattfåk
Erschienen: Dezember 2012
Verlag: Piper
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 446
Länge/Breite: 192mm/122mm
Gewicht: 329 g
Übersetzer: Kerstin Schöps
Reihe: Piper Taschenbuch
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Kerstin Schöps

Ulla Taylor ist 1968 in Dänemark geboren, als Kind wollte sie immer Schauspielerin werden. Stattdessen schrieb und inszenierte sie fürs Theater. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Schwester, (liebe) Schwester ist ihr erstes Jugendbuch.

Johan Theorin

Johan Theorin, geb. 1963 in Göteborg, gehört zu den meistgelesenen Krimiautoren seines Landes. Die ersten drei Bände seines Öland-Quartetts, ausgezeichnet führten regelmäßig die schwedischen Bestsellerlisten an.

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Kundenrezensionen

  • Viel Nebel um Nichts Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefan Heidsiek, am 04.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Über knapp 450 Seiten bietet Theorin zweites Werk vieles – allerdings nicht die vom Buchjournal erlebte „Große Kriminalliteratur“.

    Das liegt in erster Linie daran, dass der Geschichte über eine zu lange Distanz die Zutaten für die Zubereitung der erwarteten Spannung vorenthalten werden und Theorin sich mehr aufs Beschreiben konzentriert, als auf das Erzählen. Bis ins kleinste Detail erfährt der Leser, wo welches Möbelstück steht, wie sich welche Tapete in welchem Winkel von der Wand löst und was zwischen Frühstück und Schulbeginn bei Familie Westin sonst noch so passiert. Diese, insbesondere Familienvater Joakim, steht im Mittelpunkt der Handlung, welche sich vor allem auf das alte Gut Aludden konzentriert. Ein großes Haus, gebaut aus dem Holz eines vor langer Zeit vor der Küste gekenterten Schiffs, um das sich einige Legenden ranken und das, fernab der Zivilisation gelegen, ein durchaus stimmungsvolles Setting abgibt. Oder besser abgegeben hätte, denn Theorin weiß den leichten Grusel im Stile von „Sixth Sense“ nicht wirklich in Szene zu setzen bzw. im richtigen Maße zu dosieren. Mal kommt der schaurige Kitzel zu seicht daher, an anderer Stelle wird der Phantasie des Lesers wieder zu viel vorweggenommen.

    Dies ist insofern bedauerlich, da Potenzial für mehr vorhanden gewesen wäre. Theorin schöpft dieses aber, insbesondere bei der Zeichnung seiner Charaktere, nicht aus. So hat mir von allen Beteiligten die toughe, junge Polizistin noch am Besten gefallen, wenngleich ihr Beitrag an der Geschichte letztlich eher marginal ausfällt und vor allem der Beziehungsstress mit ihrem Ausbilder in Erinnerung bleibt. Überhaupt leiden, typisch skandinavisch, sämtliche Protagonisten sehr viel. Zwar ist man diese Nordlicht-Tristesse von Mankell, Indridason und Co. gewohnt – selten kam sie mir aber so überzogen vor, wie hier. Durch diese andauernde Melancholie wirkt die Geschichte erschreckend leblos und fad, hat der Krimiplot große Probleme, in die Gänge zu kommen. Die Trumpfkarte Atmosphäre, welche viele begeisterte Leser von „Nebelsturm“ zücken, zieht in meinem Fall leider nicht. Die Frage „Wie wie viel Seiten sind es eigentlich noch?“ stellte ich mir wesentlich öfter, als die nach der Identität des Mörders. So wäre das Buch fast auch in der Ecke gelandet, hätte Theorin dann nicht doch noch hundert Seiten vor Schluss endlich die Kurve bekommen.

    Plötzlich ist der Rhythmus dar, fügen sich die über dreihundert Seiten parallel laufenden Handlungsstränge zusammen, verleiht der namensgebende „Nebelsturm“ der so lang hinplätschernden Story etwas Tempo. Der „Showdown“ im Tiefschnee sorgt nun für Spannung, die Auflösung des Falles sogar für die ein oder andere Überraschung. Das kann aber am Ende nicht für die vielen Längen entschädigen oder gar die vielen Lobpreisungen rechtfertigen.

    Insgesamt ist Theorins zweiter Krimi ein gefälliger, aber auch enttäuschend unspektakulärer und biederer Skandinavien-Krimi, dessen Schauerelemente allzu oft wirkungslos verpuffen und der einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.

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  • Geheimnisvolles, mysteriöses Öland Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Xirxe, am 14.12.2011

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    Theorins erstes Buch Öland wurde als Geisterbuch angekündigt - zu Unrecht wie man beim Lesen feststellen musste. Doch dafür passt Nebelsturm, sein zweites Werk, unter diese Rubrik. Wobei man hinzufügen muss: auch in diese Rubrik. Denn es ist zugleich ebenso ein Krimi wie eine Familiengeschichte.
    Joakim Westin zieht mit seiner Familie nach Öland in einen alten renovierungsbedürftigen Hof, um den sich viele Geschichten ranken. Doch bald nach ihrem Einzug stirbt ein Mitglied der Familie und Joakim ist im Gegensatz zur Polizei davon überzeugt, dass es kein Unfall war. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Die Geschichte des Hofes, die ein grausames Geheimnis verbirgt, beginnt sich immer mehr mit dem seiner Familie zu verspinnen...
    Theorin beschreibt glänzend die unheimliche Atmosphäre des Hofes, auf dem scheinbar mehr als die real existierenden Personen leben. Dazu die gespenstische Stimmung Ölands im Winter - schnell ist man versucht, auch an Geister zu glauben. Doch was mich am meisten begeisterte, ist seine Fähigkeit, trotz aller mysteriösen Umstände (und derer gibt es mehr als genug) für (fast) alles eine durchaus rationale Erklärung zu haben, so dass sich der 'moderne, rationale' Verstand nicht mit solchem 'Unsinn' wie Gespenstern herumschlagen muss. Und trotzdem - ein Rest Zweifel bleibt, der sich gerade deshalb nicht so schnell vertreiben lässt.
    Spannend, gruselig, aufregend - einfach klasse!

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  • Bin begeistert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 28.05.2011

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    Einen Nachmittag hat es gedauert,dieses Buch zu lesen.Ich hatte Zeit und die brauchte ich auch.Sofort hat mich dieses Buch mit seiner dichten Atmosphäre gefangen und ich konnte nicht mehr aufhören.Die Geschichte um eine junge Familie,die einen wunderschönen Hof ihr Eigen nennt und doch von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird.Die Spannung erhöht haben die Geschichten derer,die auf diesem Hof ihr Leben gelassen haben und möglicherweise immer wiederkehren.Der Tod von Katrine,der Mutter gibt Rätsel auf und zuletzt kommt es zu einem furiosen Showdown mit einer überraschenden Lösung.Für mich grosses Krimi-Handwerk.Nun werde ich die anderen Bücher von Johan Theorin ebenfalls lesen.

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  • Rauklimatisierte Hochspannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefanie Strachotta, am 25.05.2011

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    Ein Schiff strandet im Winter 1846. Es gibt keine überlebenden. Und da das gestrandete Gut jetzt den Bewohnern Åluddens gehört, wird aus dem Holz des Schiffswracks ein Hof gebaut. Es erscheint logisch, dass dieser Hof unter keinem guten Stern steht. Das wird auch schnell klar, als die Tochter der neu hinzugezogenen Familie Westin tot am Strand aufgefunden wird.

    Ein Krimi durchzogen von grauen, trübsinnigen Tagen, rauhen Eisstürmen, stürmischen Nächten und mysteriösen Todesfällen. Schon der Vorgänger "Öland" war eine ebenso rauklimatisierte Hochspannung der Extraklasse!
    Noch ein schwedischer Krimi vom Feinsten!

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  • Nicht nur für die Wintermonate Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Beatrice Peter, am 05.04.2011

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    ...da es einfach t o t a l spannend ist. Lesen Sie das Buch im Liegestuhl oder auf dem Sofa vor dem Kamin, egal, sie werden hoffentlich genau so gefesselt und entfesselt sein wie ich.

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  • Theorins Öland - Winterkrimi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Heidi Hoffmann, am 30.03.2011

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    Das Ehepaar Westin zieht mit ihren beiden kleinen Kindern von der Großstadt auf das lange Zeit unbewohnte Anwesen Aludden nahe dem alten verlassenen Leuchtturm von Öland. Was als Traum von einem idyllischen Leben im großen Landhaus beginnt, wird für die Familie bald zum Albtraum. Es kommt zu einem tragischen Todesfall - war es ein Unfall oder Fremdverschulden und was hat es mit den mysteriösen Todesfällen auf sich, die in der Vergangenheit rund um das Anwesen geschehen sind ? Spannend erzählter Winterkrimi auf
    Öland.

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  • Gruselig und spannend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silke Buckow, am 06.02.2011

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    Dies ist ein im wahrsten Sinne des Wortes "unheimlich" spannender Kriminalroman! Mit einem gekonnten Aufbau, Rückblicken in die Vergangenheit, unerbittlichen Naturgewalten und gruseligem Aberglauben schafft der Autor eine dichte Atmosphäre, die dem Leser einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ähnlich wie Ann Rosman benötigt auch Theorin keinerlei gerichtsmedizinische Details, um uns das Gruseln zu lehren. Dazu kommt noch ein klassisch guter Showdown und eine Auflösung, die ich so nicht erwartet hätte. 2008 wurde dieser Roman von der Schwedischen Krimiakademie mit dem Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Mit Sicherheit zu Recht!

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  • Die Toten sind in der Scheune... sie flüstern hinter den Wänden. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 23.01.2011

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    Katrine und Joakim Westin, ein junges glückliches Pärchen, beschließen auch der Kinder wegen, dem Stockholmer Großstadtrummel zu entfliehen.
    Sie erwerben ein renovierungsbedürftiges Anwesen auf Öland - Hof Aludden. Was sie jedoch nicht wissen ist, dass dieses Haus aus dem Strandgut unzähliger gestrandeter, an der Küste zerschellter Schiffe ist und somit eine gigantische Grabstätte ertrunkener Seeleute. Seltsame Dinge geschehen, wimmernde Geräusche, leises, aber regelmäßiges Kratzen und Schaben, Schritte, wispernde Stimmen, Flüstern und Klopfen und es ist nicht der tropfende Wasserhahn. Die Tochter Livia hat nächtliche Visionen. Und dann diese seltsame kapellenartige Kammer in der Scheune mit all den eingeritzten Namen Toter in den Kirchbänken. Einheimische Insulaner tuscheln hinter vorgehaltener Hand abergläubisch über Spuk und Geister. "Das verdammte Haus bringt nur Unglück... es hat das Leben aller Familien zerstört, die jemals darin gewohnt haben."
    Als Joakim die letzten Umzugskartons aus der Stockholmer Villa holt, erschrickt er: ein deutliches, besorgtes Rufen, das Rufen seiner Frau. Unmöglich, sie ist doch auf Öland. Er hat sich verhört. Er muss sich verhört haben. Er wählt die Nummer auf Hof Aludden, nach vielen Klingelzeichen hob jemand ab, eine unbekannte weibliche Stimme. Er musste sich verwählt haben. "Ich bin von der Polizei" antwortete die Frau. Es gab einen Todesfall, durch Ertrinken, seine Tochter Livia sei die Verunglückte...
    "Nebelsturm" von Johan Theorin ist der Winter-Roman seines geplanten literarischen Jahreszeitenquartetts.
    Ein subtiler Familienroman, Geistergeschichte und Kriminalroman um Aberglaube, Schuld, Trauer: unheimlich, packend und schaurig-spannend.

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  • Freue mich schon auf die weiteren Jahreszeiten. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martina Denzer, am 13.12.2010

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    Schon mit seinem Krimidebüt "Öland" hat mich der Autor überzeugt. Sein geplantes Jahreszeiten-Quartett, welches in Nebelsturm seine Fortsetzung findet, ist wieder ein Highlight der schwedischen Kriminalliteratur.

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