Patentöchter

Im Schatten der RAF - ein Dialog

von Julia Albrecht, Corinna Ponto

Buch

gebunden (215 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Der Mord an Jürgen Ponto und die Folgen.
Ein bewegendes Buch aus der Sicht von zwei Frauen, deren Familien einst eng miteinander verbunden waren und die durch den Mord an Jürgen Ponto auseinandergerissen worden sind. Die Autorinnen werfen einen neuen Blick auf die - bis heute hauptsächlich von Außenstehenden gedeutete - Geschichte der RAF, die Rolle der Täter und die Wunden, die ihre Taten geschlagen haben.
30. Juli 1977: Jürgen Ponto empfängt Susanne Albrecht, die Tochter seines Jugendfreundes Hans-Christian Albrecht, in seinem Haus in Oberursel. Ihre Begleiter Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar schießen auf Jürgen Ponto. Corinna, seine Tochter, ist zu diesem Zeitpunkt zwanzig Jahre alt, Julia, Susannes Schwester, dreizehn Jahre.
Nach dem Mord war das Band zwischen den Familien durchschnitten. 30 Jahre danach nimmt Julia Albrecht - die Patentochter von Jürgen Ponto - Kontakt auf zu Corinna Ponto - der Patentochter von Hans-Christian Albrecht. Ein Briefwechsel entspinnt sich, eine erste Begegnung findet statt. Im Mittelpunkt ihres Buches stehen die Geschichte der RAF und der Umgang damit, die Fragen nach Schuld und den Hintergründen der Täterschaft, nach den Möglichkeiten von Aufarbeitung und Versöhnung. Und beide Frauen tauschen sich darüber aus, wie man mit den eigenen Kindern über diesen Teil der deutschen Geschichte spricht, der doch auch Teil der Geschichte ihrer Familien ist.
- Täter und Opfer der RAF - der erste Dialog von Angehörigen beider Seiten

Produktdetails

Verkaufsrang: 16.672
ISBN-10: 3-462-04277-7
EAN: 9783462042771
Erschienen: 14.03.2011
Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 215
Gewicht: 330 g
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Kundenrezensionen

  • Starker Tobak Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 03.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Julia Albrecht,die Schwester der RAF-Terroristin Susanne Albrecht und Corinna Ponto,die Tochter des ermordeten Jürgen Ponto waren einmal Freundinnen.Sie gingen in Ihren jeweiligen Elternhäusern ein und aus,tauschten sich aus,verbrachten viel Zeit miteinander.Und dann die unglaubliche Zäsur.Susanne Albrecht wird als mutmassliche Mörderin von Jürgen Ponto verurteilt.Ich bin zutiefst beeindruckt von der Stärke dieser beiden Frauen,wie sie nach Jahren der Sprachlosigkeit aufeinander zu gehen und reden.Ein unglaublicher Mut und viel Zivilcourage prägen dieses Buch.Es sollte als Buch in die Schulen gebracht werden.Damit man versteht und begreift.

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  • dieses Buch mußte geschrieben werden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sylvia Donath, am 26.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Patentöchter" hat mich sehr beeindruckt. Dieses Buch mußte geschrieben werden, um zu verdeutlichen, welche Auswirkungen die Taten der RAF bis heute in viele Familien hinein haben. Da wurde eine Familienfreundschaft durch das Attentat auf Jürgen Ponto auseinandergerissen. Sehr sensibel beschreiben Julia Albrecht (Schwester von Susanne Albrecht) und Corinna Ponto ( die Tochter von Jürgen Ponto) wie die Ereignisse sich auf ihr Leben/Familienleben ausgewirkt haben.
    Sehr mutig finde ich von Beiden, sich nach vielen Jahren darauf einzulassen, über Gefühle und Erlebnisse ins Gespräch zu kommen und öffentlich darüber zu berichten. Ein Dokument der Zeitgeschichte und ein Zeugnis dafür, was sich im Hintergrund der RAF-Taten ereignet hat. Absolut Lesenswert!

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  • Ein wichtiges und bewegendes Buch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Julia Joachimmeyer, am 20.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zwei Frauen, deren Leben die Taten der RAF auf grausame Weise erschüttert haben. Corinna Ponto, Tochter des ermordeten Jürgen Ponto und Julia Albrecht, Schwester der Terroristin Susanne Albrecht, die den Todesschützen den Zugang zu dem Jugendfreund ihres Vaters ermöglicht hat. Erstmalig treten in diesem Buch Angehörige aus Täter- und Opferfamilie in einen Dialog.
    Emotionaler, persönlicher und bewegender kann Zeitgeschichte kaum sein. Zwei Familien, durch die Männerfreundschaft der Väter verbunden und radikal auseinandergerissen durch den unglaublichen Verrat Susanne Albrechts.
    Bemerkenswert, die Stärke Corinna Pontos, die bereit ist, ihre Erinnerungen und Gefühle mit der Schwester der Täterin zu teilen.
    Und bewundernswert Julia Albrecht, die an einer Stelle schmerzlich anerkennt: „Susanne war nicht irgendwie und aus Versehen RAF, Susanne war RAF.“
    Ein wichtiges Thema deutscher Geschichte, das immer noch kaum- und wenn, dann mit Fokus auf den Tätern- aufgearbeitet ist.
    Unbedingt lesenswert!

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