Racheklingen

Roman. Deutsche Erstausgaben

von Joe Abercrombie

Buch

Taschenbuch (927 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der Meister der modernen Abenteuer-Fantasy




Die Söldnerin Monzcarro Mercatto hat alles, was sie sich wünschen kann: einen Geliebten, Geld im Überfluss und Ansehen beim Volk von Styrien. Dem Großherzog ist ihr Erfolg jedoch ein Dorn im Auge, und so lässt er sie kurzerhand beseitigen - denkt er. Doch Monzcarro überlebt wie durch ein Wunder und kennt nur noch ein Ziel: Rache. Nach seinem triumphalen Erfolg mit den Romanen um den Barbaren, den Inquisitor und den Magier kehrt Joe Abercrombie in "Racheklingen" erneut in die fantastische Welt seiner Helden zurück. Action, Spannung und Humor garantiert!


Produktdetails

Verkaufsrang: 4.082
ISBN-10: 3-453-52522-1
EAN: 9783453525221
Originaltitel: Best Served Cold
Erschienen: 05.10.2009
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 927
Gewicht: 698 g
Übersetzer: Kirsten Borchardt
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Joe Abercrombie

Joe Abercrombie lebt in London, wo er als freischaffender Drehbuchautor arbeitet

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Kundenrezensionen

  • Für Fans, die wissen wollen, was weiter geschieht... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maria Dylinski, am 05.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hier schreibt Joe Abercrombie eine Geschichte über die Anführerin eines Söldnerheers, die fast alleine einen Rachefeldzug gegen eine schiere Übermacht führt.
    Logen und seine Gefährten haben sich mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt, zumindest hört man in diesem Buch nur ab und an zwischen den Zeilen, was im Norden los ist.
    Mit Espe und Monza begibt sich der Leser auf eine fesselnde Odyssee in Richtung Rache; der Weg und der Racheplan sowie die Geschichte sind toll ausgearbeitet und plausibel. Allerdings hat Joe Abercrombie diesmal nicht so stark auf den Sympathiewert der Hauptperson geachtet. Auch wenn Espe für die Handlung sehr wichtig ist, so ist Monza für den Leser die Bezugsperson: es ist ihr Leben und ihre Rache. Espe ist Mittel zum Zweck. Und so ist es etwas schade, dass man sich menschlich mehr mit ihm identifizieren kann als mit Monza.
    Die ersten drei Bände haben von exzellent ausbalancierten Charakteren gelebt: der schizophrene Söldner, der frustrierte körperlich behinderte Inquisitor und der arrogante Adlige - Widersprüche, Ecken und Kanten und trotzdem: Sympathie beim Leser.

    Monza bleibt im Vergleich unsympathisch, herzlos und kalt. Ich hatte mir mehr vom vierten Band versprochen! Aber jeder, der die ersten drei gelesen hat, kommt auch hier auf seine Kosten.

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  • Knallharte Abenteuerfantasy vom Meister aus England Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Rainer Kleinferchner, am 02.02.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ja, hier ist er endlich. Der vierte Abercrombie, wobei es sich diesmal nicht um eine Fortsetzung der beliebten Königsmörder-Trilogie handelt, sondern um einen eigenständigen Roman, der zwar in der gleichen rauen Welt wie schon die Bücher zuvor spielt, aber ansonsten nichts mit der Handlung aus diesen Büchern zu tun hat, und somit auch Lesern, die die Trilogie nicht gelesen haben, zu empfehlen ist. Wie gewohnt präsentiert uns Abercrombie höchst interessante und bis ins feinste Detail ausgearbeitete Charaktere, bei denen man sich nie so ganz sicher sein kann, ob man sie nun sympathisch oder doch lieber, auf Grund diverser Handlungsweisen, verachtenswert finden soll. Und gerade diese Tatsache macht neben vielen anderen Gründen, warum man das Buch lesen sollte, den Reiz aus! Bei Abercrombie gibt es keine eindeutigen zwei Seiten von Gut und Böse. Eben wie im richtigen Leben. Hier wird nichts verschönert oder schmeichelhaft umschrieben. Abercrombie haut uns eine knallharte und derbe Sprache um die Ohren, die so manchen zart besaiteten Leser abschrecken könnte, aber für den Großteil der Fantasy-Leser eine überraschende Frische ins Genre bringen wird. Zur Handlung sei nur so viel verraten, dass es sich um einen Rachefeldzug einer betrogenen Söldnerin handelt, der an Brutalität und Durchsetzungswillen nichts zu wünschen übrig lässt. Aber vielleicht macht auch gerade diese Tatsache einen weiteren Reiz am Buch aus, weil wir hier eben eine Welt präsentiert bekommen, die man dem Autor ohne zu zögern abkauft. Natürlich muss an dieser Stelle auch noch Abercrombies Sinn für derben, schwarzen Humor erwähnt werden. Trotz aller Brutalität und Realitätsnähe habe ich nicht nur einmal das Buch für einen Augenblick weglegen müssen, schlicht und einfach der Tatsache wegen, dass ich herzhaft loslachen musste. Fazit: Ein absolutes Muss für den anspruchsvollen Fantasy-Leser, der sich von detailgetreuen Gemetzelszenen nicht abschrecken lässt, bis ins tiefste Detail ausgearbeitete Charaktere mit Stärken und Schwächen liebt, der vom Einheitsbrei der orkabschlachtenden Superhelden genug hat und der gerne das ein oder andere mal schmunzeln, ja wenn nicht sogar herzhaft lachen, möchte! Ein herrlich frischer Wind am Fantasymarkt weht uns hier aus England entgegen! Zugreifen!!!

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  • "Gewohnt genial, für Abercrombie aber nur ein 4-Sterne-Auftritt" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von ROSI, am 14.12.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Racheklingen", der 4. Band der Saga um den Norden, das Land Styrien und Dagoska ist kein Nachfolger der vorangegangenen Werke im herkömmlichen Sinne. Zwar findet der Leser neben neuen Gestalten auch alt bekannte, deren Handlung scheint aber in keinem direkten Zusammenhang mit der Story der Vorgänger zu stehen. Nur Handlungsorte, Zeit, Charakter, Politik und der Faktor zum Atem-rauben sind gleich!
    Wieder überzeugt Abercrombie mit einer äußerst umfangreichen Story, die komplexer und ausgefeilter nicht sein kann! Deswegen kann es da auch schon mal passieren, dass selbst eingefleischte Fantastiker verwirrt nach ungeschriebenen Seiten suchen, was für mich in gewissem MAß ein durchaus interessantes Puzzleteil des Werkes ist!

    Abercrombie, so scheint es mir, hat jedoch einen etwas abgeänderten Stil genutzt, da Landschaftsbeschreibungen und ähnliches nicht allzu gewohnt trocken ausfallen, sondern erfrischend belebter beschrieben sind.
    Trotz alledem zieht sich das durchaus interessante und lesenswerte Ende im Gegensatz zum Mittelteil und dem rasant hereinbrechenden Anfang recht lang hin, was zur leichten Abwertung führt -für Abercrombie-Maßstäbe-...

    Der Montecristo der modernen Fantasy.

    Derbe Sprache, eher wenig zarte Umgangsformen und das viele Blut, das zu einer solchen Truppe Abenteurern passt, würzt die Geschichte äußerst originell, mit herrlich üblen Ausdrücken, unverhohlen schrecklichem Gemetzel und verworren gestalteten Verhältnissen mit dem gewissen Hang zur Obszönität!

    FAZIT: Wer die ersten 3 Bände kent, der darf diesen nicht verfehlen, wem Abercrombies Meisterwerke fremd sind, egal ob Fantastiker oder Kriminologe, der wird hiermit eindringlich aufgefordert dies nachzuholen!

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  • Rache ist süß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Schüller, am 16.11.2009

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    Endlich ist er da, der neue Abercrombie. Zwar sind Logan der Barbar und seine Kameraden nicht dabei, dafür treffen wir u.a. auf seinen ehemaligen Erzfeind Espe. Man fühlt sich als Leser sofort wieder zuhause und wartet eigentlich nur, daß plötzlich alte Bekannte aus den vorherigen Bänden um die Ecke schauen. Wieder einmal gelingt es dem Autor einen Fantasyroman voller Sarkasmus und schwarzem Humor abzuliefern. Großartige Fantasy für alle Leser von George R.R. Martin und Steven Erikson.

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  • "Rache ist ein Gericht, das man kalt verzehrt." Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Reinhard, am 24.10.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Joe Abercrombie hat mit seinem 4. Buch wieder ein kleines Meisterwerk geschrieben. Der Roman hat nicht direkt etwas mit den vorangegangenen Trilogie zu tun und ist eine eigene Geschichte, welche nur wieder in der selben Welt spielt.
    Zwar tauchen wieder altbekannte Gesichter auf, aber leider weder Logen der blutige Neuner noch Großinquisitor Glokta.
    Abercrombie gelingt es wieder meisterhaft die Charaktere äußerst lebendig zu schildern und eine spannende Geschichte zu schreiben.
    Ein Muss für alle, welche gute und spannende Fantasy mögen.

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  • Freu mich drauf Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.03.2009

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe gestern den 3ten Band zuende gelesen, und freu mich schon auf den 4ten.

    Die drei bücher sind wirklich gut geschrieben, die Handlungen sind flüsig und die charaktere gut beschrieben.

    Fazit: LOHNT SICH!

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Der Sonnenaufgang hatte die Farbe schlechten Blutes. Es sickerte aus dem Osten und schickte rote Flecken über den dunklen Himmel, übergoss die Wolkenfetzen mit gestohlenem Gold. Darunter ringelte sich die Straße den Berg zur Festung Fontezarmo hinauf - eine Gruppe zusammengedrängter, kantiger Türme, die ascheschwarz in den verwundeten Himmel ragte. Der Sonnenaufgang war rot, schwarz und gold. Die Farben ihres Berufes.
"Du siehst heute Morgen besonders bezaubernd aus, Monza."
Sie seufzte, als sei dieser Umstand reiner Zufall. Als hätte sie keine ganze Stunde vor dem Spiegel zugebracht und sich schöngemacht. "Tatsachen sind Tatsachen. Sie festzustellen, ist keine Kunst. Du beweist lediglich, dass du nicht blind bist." Gähnend reckte sie sich im Sattel und ließ ihn einen Augenblick zappeln. "Aber ich bin gern bereit, mir mehr anzuhören."
Er räusperte sich geräuschvoll und hob eine Hand, wie ein schlechter Schauspieler, der zu einem großen Monolog ansetzt. "Dein Haar ist wie ... ein Schleier aus schimmerndem Zobel!"
"Du aufgeblasener Angeber. Was war es gestern? Ein mitternachtschwarzer Vorhang. Das hat mir besser gefallen, da schwang ein Hauch Poesie mit. Schlechte Poesie zwar, aber immerhin."
"Scheiße." Er sah mit zusammengekniffenen Augen zu den Wolken auf. "Aber deine Augen, sie schimmern wie durchdringende, unbezahlbare Saphire!"
"Jetzt habe ich auch noch Steine im Gesicht, oder was?"
"Lippen wie Rosenblüten?"
Sie spuckte in seine Richtung, aber er war darauf vorbereitet und wich aus, sodass der Schleim an seinem Pferd vorbei auf die trockenen Steine neben der Straße klatschte. "Das ist für deine Rosen, damit sie besser wachsen, du Arschloch. Das kannst du besser."
"Es wird jeden Tag schwerer", maulte er. "Der Edelstein, den ich dir gekauft habe, steht dir gut."
Sie hob die rechte Hand, um ihren Ring zu bewundern, geschmückt mit einem Rubin von der Größe einer Mandel, der die ersten Sonnenstrahlen auffing und wie eine offene Wunde schimmerte. "Ich habe schon hässlichere Dinge geschenkt bekommen."
"Er passt zu deinem feurigen Temperament."
Sie schnaubte. "Und zu meinem verdammten Ruf."
"Scheiß auf deinen Ruf! Das ist doch nur das Gequatsche von Idioten. Du bist ein Traum. Eine Vision. Du siehst aus wie ." Er schnippte mit den Fingern. "Wie eine wahre Kriegsgöttin!"
"Eine Göttin, ja?"
"Eine Kriegsgöttin. Gefällt dir das?"
"Das geht durch. Wenn du Herzog Orso auch so gut in den Arsch kriechen kannst, dann kriegen wir vielleicht sogar eine Sonderzahlung."
Benna spitzte die Lippen in ihre Richtung. "Ich liebe am Morgen nichts so sehr wie die üppigen, runden Hinterbacken Seiner Exzellenz. Sie schmecken nach ... Macht."
Hufe knirschten auf dem staubigen Weg, Sättel knarrten und Rüstungen klapperten. Die Straße machte einen Bogen, dann noch einen. Der Rest der Welt blieb hinter ihnen zurück. Im Osten verblasste der Himmel von dunklem Rot zu ausgeblutetem Rosa. Langsam kam der Fluss in Sicht, der sich auf dem Grund des steilen Tals durch die herbstlichen Wälder schlängelte. Schimmernd wie ein Heer auf dem Vormarsch strömte er schnell und gnadenlos dem Meer entgegen, nach Talins.
"Ich warte", sagte er.
"Worauf?"
"Darauf, dass ich nun meinen Teil der Komplimente bekomme."
"Wenn dir noch mehr zu Kopf steigt, wird deine Rübe noch platzen." Sie schlug ihre seidenen Manschetten um. "Und ich will deine Hirnmasse nicht auf meinem neuen Hemd haben."
"Du hast mich durchbohrt!" Benna presste sich die Hand an die Brust. "Genau hier! Zahlst du mir so meine jahrelange Ergebenheit zurück, du herzlose Schlampe?"
"Wie kannst du es wagen, mir ergeben zu sein, du Bauer? Du bist wie eine Zecke, die einer Tigerin ergeben ist!"
"Tigerin? Ha! Wenn man dich mit einem Tier vergleicht, dann doch meist mit einer Schlange."
"Besser als eine Made."
"Hure."
"Feigling."
"Mörderin."
Das konnte sie schwerlich leugnen. Schweigen überfiel beide. Ein Vogel zwitscherte auf einem dürren Baum neben der Straße. Bennas Pferd holte das ihre allmählich ein, und ganz, ganz leise murmelte er:
"Du siehst heute Morgen ausgesprochen bezaubernd aus, Monza."
Das ließ ein Lächeln um einen ihrer Mundwinkel spielen. Um den auf der ihm abgewandten Gesichtshälfte, den er nicht sehen konnte. "Nun, Tatsachen sind nun einmal Tatsachen."
Sie gaben den Pferden die Sporen und trieben sie die letzte steile Kurve hinan. Vor ihnen ragten die äußeren Mauern der Zitadelle von Fontezarmo auf. Eine schmale Brücke führte über eine schwindelerregende Schlucht zum Torhaus, und darunter schoss funkelnd Wasser in die Tiefe. Auf der anderen Seite der Brücke gähnte ein Durchgang, der so einladend wirkte wie ein Grab.
"Sie haben die Mauern seit letztem Jahr verstärkt", murmelte Benna. "Es wäre sicher kein Spaß, diese Festung zu stürmen."
"Jetzt tu mal nicht so, als hättest du den Mut, eine Leiter hier anzulegen und hinaufzuklettern."
"Es wäre sicher kein Spaß, anderen zu befehlen, diese Festung zu stürmen."
"Nein." Sie lehnte sich vorsichtig ein wenig aus dem Sattel und sah in die gähnende Tiefe zu ihrer Linken. Dann blickte sie die steile Felswand hinauf, die sich zu ihrer Rechten erhob und deren Zinnen sich wie eine schwarze Kante gegen den sich aufhellenden Himmel abhoben. "Es macht fast den Anschein, als hätte Orso Angst, jemand wolle ihn töten."
"Hat er etwa Feinde?", hauchte Benna, der vor spöttischer Überraschung runde Augen machte.
"Nur die Hälfte Styriens."
"Dann . haben wir demnach auch Feinde?"
"Mehr als die Hälfte Styriens."
"Aber ich habe mich so bemüht, beliebt zu sein." Sie trotteten an zwei säuerlich dreinblickenden Soldaten vorbei, deren Speere und Stahlhelme so strahlend poliert waren, dass sie mörderisch blitzten. Der Hufschlag hallte in der Dunkelheit des langen, allmählich aufwärtsführenden Tunnels wider.
"Jetzt hast du wieder diesen Gesichtsausdruck."
"Welchen?"
"Als ob es heute nichts mehr zu lachen gäbe."
"Hm." Sie spürte selbst, dass sich die vertraut finstere Miene über ihre Züge legte. "Du kannst es dir leisten zu lächeln. Du bist der Gute."
Hinter den Toren lag eine ganz andere Welt. Die Luft war schwer von Lavendel, und nach den grauen Berghängen war hier nun alles grün. Es war eine Welt von gepflegten Rasenflächen, von Hecken, die man mit der Schere in die wunderbarsten Formen gezwungen hatte, von Springbrunnen, die schimmernde Gischt in die Höhe schickten.

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