Schachnovelle

Schachnovelle

von Stefan Zweig

Buch

Taschenbuch (109 Seiten)

57. A,.

Sprache: Deutsch

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Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeist er in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.863
ISBN-10: 3-596-21522-6
EAN: 9783596215225
Erschienen: 01.12.2011
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 57. A,.
Seitenzahl: 109
Gewicht: 126 g
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Stefan Zweig

Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.

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Kundenrezensionen

  • Nicht nur für Schachspieler Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im Mittelpunkt der Novelle stehen zwei Schachgenies, eines mit Schachpraxis, das andere nur mit Schachtheorie. Wer von ihnen wird am Ende ihres Duells "Schachmatt" sagen können?
    Der österreichische Schriftsteller legt in der Erzählung vor allem Wert auf die psychologische Tiefenauslotung der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere. Die technischen Details des Schachspiels treten dabei in den Hintergrund, so dass auch Schachunverständige - wie ich einer bin - die Erzählung genießen können. Neben dem Schach kommen aber auch andere Aspekte zum Zug, wie z.B. Gefangennahme u. Verhöre durch die Nationalsozialisten.

    Wer gute Literatur zu schätzen weiß, aber nicht viel Zeit zum Lesen hat, dem sei die ca. 100 Seiten umfassende Novelle sehr ans Herz gelegt.

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  • Klassiker Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mrs Buchwurm, am 05.10.2011

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    Trotz des vermeintlich trockenen Themas "Schach" - überraschend gut!

    Es geht um einen Mann der in Haft sitzt und eine Beschäftigung sucht, diese findet er im Schachspiel. Da er in der Zelle nichts anderes zur verfügung hat, als eine karrierte Decke und Brotkrümel, verwendet er diese Gegenstände um sich ein eigenes Schachbrett zu basteln. Es dauert nicht lange und er braucht das alles nicht mehr, denn er spielt im Kopf gegen sich selbst Schach und wird förmlich besessen davon.

    Eine tragische Geschichte über ein Genie!

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  • kurz und gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von ray7, am 22.12.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das perfekte Buch um Wartezeiten oder Zugfahrten von ca. 1 Stunde zu überbrücken - denn länger braucht man nicht um dieses Meisterstück auszulesen. Alle Nuancen der Handlung und alle psychologischen Überlegungen zu erkennen dauert hingegen entschieden länger - die Schachnovelle kann einen sehr lange beschäftigen. Deshalb zeigt sich die Kunst Zweigs in dieser Novelle auch in der Komprimierung einer großen Geschichte in wenig Wörter.

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  • Über das Lesen hinaus fesselnd... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lese-Juli, am 27.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Diese ungewöhnliche dünne Büchlein bestellte ich mir aus reiner Neugier, der Klappentext hörte sich interessant und ungewöhnlich an. Ich las das Buch dann auch in einem Rutsch durch, da es extrem fesselnd geschrieben ist, man findet sich zeitweise in der Rolle des Protagonisten wieder und spürt fast selber die qualvolle Langeweile und Einöde die er empfindet. Man ist hinterher sehr froh, wieder in das schillernde bunte reale Leben aufzuwachen. Dennoch hat mich die Geschichte gedankliche lange verfolgt - weshalb ich das Buch jedem nur weiterempfehlen kann!

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  • Schachnovelle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Bungert, am 23.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Autor beschreibt sehr eindringlich eine der perfidesten Formen der Folter - dem Geist jede Möglichkeit der Beschäftigung zu nehmen, sowie den Wahnsinn, der entsteht wenn er nach langer Zeit der Untätigkeit eine, aber auch nur diese eine Beschäftigungsmöglichkeit ( hier das Schachspiel gegen sich selbst) bekommt. Zu Recht Schullektüre!

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  • Wahnsinnig genial! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maike Hiltmann, am 24.03.2010

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    Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur.

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  • Ein Spiel zwischen Vernunft und Wahnsinn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Conny Hannesschläger, am 09.02.2010

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    Schach ist ein Kampf, aber hauptsächlich gegen die eigenen Fehler!
    Was geschieht aber, wenn der einzige Fehler die eigene krankhafte Nervenschwäche ist...diagnostiziert nach monatelangen, in Gefangenschaft gespielten 150 blinden Partien?
    Es wird ein Spiel um Vernunft oder Wahnsinn!!!

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  • Die Schachnovelle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Rudy Sturmer, am 18.01.2010

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    Ein Klassiker, der viel mehr ist, als bloß eine zur Schullektüre verdonnerte Lesepflicht. Stefan Zweig hat diese Novelle im brasilianischen Exil geschrieben, es sollte seine letzte sein. Zweig selbst hielt die Geschichte eines Juristen, der von den Nazis mittels einer „geistigen Hungerkur“ gequält wird, für „zu abstrakt für eine größere Leserschaft“. Zum Glück irrte er. In großer Eindringlichkeit wird in dieser Novelle die Conditio Humana des modernen Menschen umrissen: Im Ausgeliefertsein an andere, aber auch an sich selbst, wird der Mensch sich fremd und überschreitet damit eine Grenze in ein noch unbekanntes Land. Ohne dieses Buch sollte man sich überhaupt kein Bücherregal anschaffen.

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  • Genialität oder Wahnsinn? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mattias Maichin, am 04.01.2010

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    Auf einem Passagierdampfer fordert ein Millionär gegen Bezahlung den Schachweltmeister zu einer Partie heraus. Der mitreisende Passagier Dr. B. hilft dem Millionär bei dem Spiel und wird daraufhin selbst vom Weltmeister herausgefordert. Der zweite Teil der Geschichte beschreibt, wie Dr. B. von der Gestapo monatelang eingesperrt ist und sich mit Hilfe eines Schachbuchs, mit dem er durch das blinde spielen von 150 Partien, seinen Verstand bewahren will, bis ihn ein Nervenfieber packt...
    Die Schachnovelle ist ein Meisterstück der Literatur; sehr faszinierend und spannend!

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  • Schachvergiftung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sophie Bergmann, am 12.11.2009

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    Der Protagonist Dr.B., ein österreichischer Emigrant, trifft zu Beginn der Novelle auf den amtierenden Schachweltmeister Czentovic, einen engstirnigen, ungebildeten Mann. Sein Metier jedoch verübt er mit einer ungemeinen mechanischen Präzision. Dr. B. wird auf ihn aufmerksam, da Czentovic an Bord des Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires von einem Millionär zu einem Spiel herausgefordert wird. Dr. B. beobachtet das Geschehen und greift in letzter Sekunde ein, um gerade noch ein Remis gegen Czentovic zu erzielen... Nun wird der mysteriöse Beobachter gebeten alleine gegen den Weltmeister anzutreten, er verfällt jedoch in eine Art Schachfieber... In Form eines Flashbacks wird die Geschichte des Dr.B. nun erzählt- eine unumgängliche, grandiose, auf wenig Seiten verfasste und doch gedankenzermürbende, sehr spannende Geschichte über Isolation und die damit verbundene Anstrengung des eigenen Geistes, nicht komplett wahnsinnig zu werden, was jedoch zu einem "Nervenfieber" führen kann.

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  • Lesenswert! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Zitronenblau, am 30.01.2008

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    Die Schachnovelle kann ich eigentlich nur jedem empfehlen. Die Geschichte (oder eigentlich 2 Geschichten) ist so aufregend, dass man die Novelle in einem Atmezug durchliest. Psychologisch meisterhaft, aber das ist ja typisch für Zweig. Einer der besten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts! Ihm geht es immer um Psychologie! Und es ist immer wieder unfassbar und doch so nahegehend...

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  • Eine Perle der Literatur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Zörner, am 26.11.2007

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Stefan Zweig gehört wohl zu den bekanntesten österreichischen Literaten aller Zeiten und sein Werk "Die Schachnovelle" ist sicher sein berühmtestes.
    Auf knapp über 100 Seiten erzählt Zweig die Geschichte einer Kreuzfahrt auf der der Ich-Erzähler den Schachweltmeister, einen Bauerntölpel simplen Gemüts trifft und er und ein paar andere Mitreisende fordern ihn zu einem Spiel heraus. Nach einer schmachvollen Niederlage fordert man Revanche und erhält am darauffolgenden Tag bei eben dieser plötzlich Unterstützung eines unbekannten Meisters, der das erste Spiel noch auf ein Unentschieden rettet, das zweite aber zum Sieg führt.
    Zweigs Novelle ist nicht nur eine Erzählung über das Schachspiel sondern eine Schilderung der Verzweiflung nach Ablenkung in vollkommener Isolation.
    Ein unglaubliches Werk das der Autor in diesem kleinen Umfang schafft, trotz dem er die Figuren dem Leser ungemein nahe bringt, gerade den geheimnisvollen Dr. B.
    Die Schachnovelle ist ein Muss für alle Literaturinteressierten, selbst Nichtschachspieler können sich der Spannung des Spiels kaum entziehen. Ein Glanzstück.

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  • Wunderwerk der Literatur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manu, am 28.07.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zwei Koryphären der Schachkunst treten in einem gnadenlosen Duell gegeneinander an u. bestreiten den Kampf ihres Lebens. Auf der einen Seite Mirko Czentovic, ein stümperhafter realitätsfremder Bauernjunge dessen einzige Fähigkeit sich gesammelt in der meisterhafen Begabung des Schachspiels wiederfindet. Auf der anderen Seite Dr. B., ein ehemaliger Häftling der Gestapo der sich während der Gefangenschaft gegen die schwere psychische Folter erwähren konnte in dem er-entnommen aus dem Buch eines Wärters das er aus dessen Manteltasche stehlen konnte-berühmte Schachpartien blind (imaginär) nachspielte um nicht dem Wahnsinn zu verfallen und somit dem psychisch befreienden Drang zu wiederstehen ein Geständnis abzulegen. Doch die 150 Partien welche in den Buch enthalten sind reichen für die über viele Monate andauernde Haft nicht aus, somit entwickelt Dr. B. seine eigene Zwei- wie auch Zwiespaltigkeit des Gehirn, eine selbst antrainierte u. erarbeitete Schizophrenie um selbst gegen sich selbst anzutreten. Ein unerbittlicher nicht enden wollender Kampf gegen sich selbst u. wiederum gegen sich selbst beginnt, führt zu einer Sucht und treibt ihn nun auf diese Weise in den Wahsinn. Nach seinem physichen Urknall, dem Fall Österreichs unter Hitler u. unter der humanen Mithilfe eines Arztes gerät er aus der Gefangenschaft und wir zur Emigration verpflichtet. 25 Jahre später, ohne sich in der Zwischenzeit jemals wieder dem Schachspiel u. somit seiner selbst auferlegten Nervensucht hinzugeben, tritt der einem meisterhaften Könner dieser Passion gegenüber u. begibt sich dadurch in die packenden Fängen des anwandelnden herzrassenden Wahnsinns zurück.

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  • Schachmatt gesetzt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Tobias Zehnder, am 03.04.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es gibt viel Weltliteratur. Fast mehr als es überhaupt Welt gibt könnte man meinen. Darunter befinden sich Werke, die nur die wenigsten verstehen und solche die nur die wenigsten verstehen wollen. Die Schachnovelle gehört nicht dazu. Im Gegensatz zu anderen literarischen Meilensteinen hat diese Novelle den anderen nämlich etwas voraus: Sie ist verständlich.
    Zweigs Handlung ist ebenso mitreissend wie einfach erzählt. Und das grosse Kunststück dabei ist, dass nie die Tiefe verloren geht. Immer wieder tauchen Symbole auf, Hinweise und Verknüpfungen. Die Geschichte der Hauptfigur wird lebendig, so dass man (selbst wenn man nicht Schach spielt) förmlich bei dem Wettkampf mitfiebert. Diese dramatische Tiefe geht denn auch so weit, dass es einem schwer fällt die nur in 100 Seiten lieb gewonne Figur schon wieder ziehen zu lassen.
    So ist die Schachnovelle ein inhaltlich gut lesbares, aber dennoch tiefschürfendes Buch, das leider viel zu früh ein Ende findet.
    Wer sich aber erstmals in die Weltliteratur einlesen will, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen.

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  • In der Kürze liegt die Würze Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Grammatik, am 06.02.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch wenn der Anfang wirklich höchstens mittelmässig zu bewerten ist, schneidet das Büchlein im Gesamteindruck sehr gut ab.
    Schöne Geschichte, schöne Formulierungen.

    In der Geschichte treffen zwei völlig verschiedene Menschen aufeinander:
    Der unhöfliche, eingebildete Bauernlümmel trifft auf einen Gegner, der seiner würdig ist. Ein dem Schachspiel verfallener, gefolterter und wahnsinniger Mann, der aber auch freundlich und intelligent ist.

    Und das auf nicht mal 100 Seiten: in der Kürze liegt die Würze.

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  • Ein unvergleichliches Juwel der Literatur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von reini68.blogspot.at, am 28.12.2006

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Stefan Zweigs Werk gehört aus meiner Sicht zu den besten literarischen Werken die jemals geschaffen wurden. Nur wenige Bücher reichen an dieses heran. Es stellt eine wunderbare Parabel dar und ist in unglaublich schöner und geschliffener Sprache gefasst. Dieses Werk muss keinen Vergleich scheuen, ist es doch ein sprachliches, stilistisches und inhaltliches Meisterwerk.

    Auf einer Schiffsreise trifft der Icherzähler auf zwei Schachgenies von unterschiedlicher Prägung, wie sie extremer nicht sein könnte. Der eine - Czentovic - ist der aktuelle Schachweltmeister. Ein absoluter Fachidiot, ein ungebildeter funktioneller Analphabet der nichts als Schachspielen kann. Er definiert sich ausschließlich über diese Fähigkeit, hält sich für den wichtigsten Menschen der je geboren wurde, ist dementsprechend präpotent und herablassend. Der andere - Dr. B. - ist ein Feingeist, ein liebenswerter Mensch, der aus politischen Gründen psychisch zu Grunde gerichtet wurde. Die beiden Personen werden in Subplots dem Leser näher gebracht. Insbesondere legt Zweig Wert auf die Geschichte des Dr. B. der von der Gestapo in einem Hotelzimmer in Einzelhaft genommen wurde und zufällig ein Buch mit Schachpartien in die Hand bekam. Dieses Buch rettete ihm über einige Zeit seine geistige Gesundheit, indem er begann die Partien im Kopf nachzuspielen, um wenigstens etwas tun zu können. Letztlich aber war sein Verfall unaufhaltsam und so wurde nach einem Nervenzusammenbruch entlassen. Diesen Zustand beschreibt er selbst als "Schachvergiftung". Auf dem Schiff treffen diese beiden Giganten aufeinander und Dr. B. gelingt es Czentovic zu besiegen. Bei der Revanchepartie jedoch fällt er in seine "Schachvergiftung" zurück.

    Der Roman ist Zweigs literarisches Testament und hat daher auch große politisch-philosophische Aussage. Der Fachidiot Czentovic stellt das das von Zweig gezeichnete menschliche Ebenbild des puren Materialisten dar, dessen Ausgeburten letztlich Faschismus und Marxismus sind. Dr. B. andererseits steht für den aufgeklärten aber sozial orientierten Feingeist. In der Parabel gibt Zweig den Kampf verloren. Der Feingeist ist dem Materialisten unterlegen. "Die Schachnovelle" als Abschiedsbrief Stefan Zweigs zu bezeichnen ist nicht so verwegen, wie es zunächst klingen mag - beging er doch bald nach Fertigstellung des Werkes gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord; er glaubte der deutsche Faschismus, vor dem er geflüchtet war, wäre nicht mehr aufzuhalten.

    Sprachlich liegt ein großartiges Werk zur Besprechung vor. Zweigs Sätze fordern darin einzutauchen, ihrem wunderbaren Klang zu lauschen. Man möchte sie stundenlang betrachten und genießen. Stilistisch ist die Novelle sehr gut aufgebaut. Die beiden Subplots geben dem kurzen Büchlein zusätzliche Tiefe und erfüllen das Buch erst wirklich mit Leben; stünde die Geschichte auf dem Schiff alleine, wäre sie allzu trivial. Die Personen des Buches sind absolut glaubhaft gezeichnet und haben einen Tiefgang wie er nur von wenigen Autoren wiedergegeben werden kann.

    Dieses Buch muss man einfach gelesen haben und es gibt keine Ausrede warum man das Lesen auf morgen verschieben sollte. Ich selbst habe den Fehler gemacht und habe es Jahre lang vor mir hergeschoben. Dabei erreicht man in zwei Stunden kurzweiligster Unterhaltung einen Gewinn für das ganze Leben. Ein Werk das man niemals vergessen wird und das man immer wieder zur Hand nehmen muss.

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  • Anfang SCHLECHT ende ABER SEHR SEHR GUT Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.03.2006

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir mussten dieses Buch in der 10. Klasse über die Skifreizeit lesen und ich wollte nach den ersten Seiten nicht mehr weiter lesen..Die ganze Zeit habe ich mich gedrückt..Doch als ich auf der Rückfahrt weiter gelesen hab fand ich, dass das Buch sogar richtig interessant war..Ab und zu wurde es zu detailiert beschrieben aber meistens war es genau der Grund das Buch weiter zu lesen..Ich finde das Buch ist so geschrieben das man, ab einen bestimmten Punkt , einfach weiter lesen muss, weil es zu sehr klammert..

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  • Schön zum Lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von David, am 10.12.2005

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Schachnovelle ist ein äußerst interessantes Buch... Dr.B befindet sich an Bord eines Passagierschiffes und verfällt seiner Schachspielsucht, nachedm er monatelang von der Gestapo eingesperrt wurde, konnte er sich ein Buch ergattern... es war ein Schachbuch, zunächst war er nicht allzu begeistert davon, aber dann allmälich hatte er sich in einen richtigen Wahn hineingesteigert,er hatte zwar nie auf einem reallen Schachbrett gespielt, abgesehn von seiner Jugendzeit, aber er konnte 6-7 Schachzüge im vorhinein berrechnen...Zu empfehlen da der Autor vermittelt wie verzweifelt Menschen sein können, wenn sie total isoliert sind

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  • der schmale Grat zwischen Wahnsinn und Genie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mario Pf., am 08.08.2005

    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt.

    Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher sein können.

    Die eine Person ist die einzigartige Verkörperung eines Anti-Genies, des Schachweltmeister Mirko Czentovic, der im Grunde kaum mehr als ein ungebildeter Flegel ist, dessen einziges Talent in seinem meisterhaften Schachspiel liegt.

    Die andere Person ist Dr. B, das genaue Gegenstück zum eigentümlichen Schachmeister, ein Intellektueller der von den Nationalsozialisten im Verlauf eines besonderen Folterprogrammes für Intellektuelle in ein fast vollkommen leeres Zimmer gesperrt wurde, um dort durch den Entzug jeglicher geistiger Beschäftigungsmöglichkeiten Geständnisse von ihm zu erpressen. Jedoch gelangt er in den Besitze eines einzigen Buches, über Schachpartien großer Meister, das er zunächst auswendig lernt und dessen Spiele er nachher eins zu eins nachspielt. In diesem Wahn gelingt es ihm schließlich seiner Hölle zu entkommen und so ist er an Bord dieses Schiffes gekommen. Um herauszufinden ob sein Tun damals bereits ein Akt des Wahnsinns war, willigt er schließlich ein eine Partie gegen den Schachmeister zu spielen.

    Verglichen mit anderen Büchern ist die Schachnovelle etwas kürzer gehalten, doch der Spielraum der Geschichte reicht aus, um alle Aspekte der beiden Charaktere genügend zur Geltung zu bringen. Dieses Buch gehört ausnahmslos zur anspruchsvolleren Literatur und ich möchte es vor allem Jenen empfehlen, die sich für diese interessieren.

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  • Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir müssen dieses Buch in der Schule lesen!
    Bei anderen hatte ich schon mal ein bisschen reingeschaut und hatte nach 4 Seiten schon keine Lust mehr, weil es sowas von langweilig ist!

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