Solar

Solar

Roman

von Ian McEwan

Buch

gebunden (405 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Michael Beard ist Physiker - und Frauenheld. Er hat den Nobelpreis erhalten, doch ist er alles andere als nobel: Im Beruf ruht er sich auf seinen Lorbeeren aus, privat hält es ihn auf Dauer bei keiner Frau. Bis die geniale Idee eines Rivalen für Zündstoff in seinem Leben sorgt. In >Solar< geht es nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

Produktdetails

ISBN-10: 3-257-06765-8
EAN: 9783257067651
Originaltitel: Solar
Erschienen: 05.11.2010
Verlag: Diogenes Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 405
Gewicht: 380 g
Übersetzer: Werner Schmitz
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Ian McEwan

Ian McEwan, geboren 1948, lebt in London. Schon seine ersten Erzählungen wurden 1976 mit dem Somerset-Maugham-Award ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk und 2011 wurde er mit dem Jerusalem Preis für Literatur ausgezeichnet. Ian McEwan ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences.

Werner Schmitz

Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.

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Buchhändlertipps

  • Ian McEwan mal anders!

    von Clarissa Beck, am 26.01.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Basel

    Ian McEwan's neues Meisterwerk!


    Ein Physiker auf Abwegen...
    Genial, tragisch und urkomisch!
    Absolut lesenswert!
  • Hervorragend

    von Monika Stepankova, am 29.10.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Spreitenbach

    Ich habe dieses Buch an Strand gelesen und Ich musste so laut lachen. Ich konnte mich nicht beherrschen.
    Die witzigste Passage geht auf der Seite 81 los bis zirka 90. Also genau da habe ich Tränen gelacht!
    Dieser Michael Beard tut einen so richtig leid. Und zwar von der erste bis zu letzte Seite. Er ist ein intelligenter und egoistischer Widerling, aber ich fand nur Mitleid für ihn.
    McEwan hat eine grosse Gabe, aus eine tragische Situation einen satirischen Auftritt zu zaubern.
    Hervorragend ist es ihm gelungen.
    Schade nur, dass dieses Buch so kurz war. Man wünsche sich mehr von diesen Büchern!
    LESEN !

Kundenrezensionen

  • Ein kostbares Buch mit einem seltsamen Beigeschmack Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Fröhlicher Lesewurm, am 25.01.2012

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    Anders würde ich es nicht nennen, denn McEwan, der meine Lesertreue mit all den köstlichen Lebensdetails bereits vor einigen Jahren gewonnen hatte, serviert diese in Solar unter einer Soße, auf deren Packung wohl 'Alles wird schlecht' steht.
    Es will einem beim Lesen einfach nicht gelingen, den wohlgenährten, passiven, innerlich und äußerlich unaufgeräumt wirkenden Professor zumindest ein wenig zu mögen. So wirkt der Höhepunkt seiner persönlichen Tragödie fast wohltuend und eindeutig gerecht.

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  • die sonne ist nicht der mittelpunkt des universums? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bianca Dobler, am 03.12.2011

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    Ein Nobelpreisträger gilt als Vorbild. Ein Mensch der auf einem bestimmten Gebiet etwas so außergewöhnliches geleistet hat, das er mit dieser Auszeichnung geehrt wird, muss etwas ganz besonders sein. Ein Muster an Integrität und Seriosität. Der gelebte Inbegriff des Genius. Ein Ideal dem nachzueifern als nobles Ziel gilt. Ian McEwan entzaubert in seinem Buch “Solar” diesen Mythos und lässt den Leser nicht nur vor Erleichterung auflachen.

    Michael Beard hat als junger Physiker in den 1970er Jahren den Nobelpreis für ein Theorem erhalten, dass die Interaktion zwischen Materie und elektromagnetischer Strahlung erklärt, also die Nutzung der Sonne als Energiequelle beschreibt. Jetzt ist er über fünfzig und ruht sich seit fast dreißig Jahren auf diesen Lorbeeren aus. Gerade scheitert seine fünfte Ehe. Diesmal nicht an einem seiner zahlreichen Seitensprünge, sondern weil seine Frau den Spieß umdreht und er der Betrogene ist. Bevor er sich versieht ist er in einen Strudel privater Katastrophen geraten, die ihn auch beruflich ruinieren können.

    Ian McEwan hat mit “Solar” zwei Bereiche verbunden. Er thematisiert die drohende Klima Katastrophe und lässt seinen Protagonisten Wege suchen und finden diese zu verhindern. Gleichzeitig führt er dieses wichtige Thema ad absurdum, weil er die persönlichen Befindlichkeiten der Hauptfigur stets wichtiger nimmt. Was ist schon das Schicksal des Planeten Erde gegen die Midlife Crisis eines alternden, übergewichtigen, genusssüchtigen Mannes!

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  • Wunderbar! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2011

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    Das Eis musste erst im wahrsten Sinne gebrochen werden (wunderbar, die Expedition an den Nordpol) und ab da konnte ich in dem Roman versinken. Protagonist, Nobelpreisträger Michael Beard, ist alles andere als symphatisch. Ein sich auf seinen vor Jahrzehnten errungenen Lorbeeren ausruhender und sich durch das Leben schlawenzelnder Opportunist. Als Leserin haben mich die Beschreibungen seines verqueren Innenlebens regelmäßig erschaudern lassen. Widerum ist klar, dass es eine poetische Gerechtigkeit für diesen Blender (aha, das Thema Licht lässt sich hier schön fortsetzen:-)) geben wird und bis dahin unterhält einen der Autor aufs Glänzenste - überraschende und zum Schreien komische Wendungen und Formulierungen, der reinste Unterhaltungsgenuss!
    Mich hat "Solar", das meiner Meinung nach zum Genre der Campus Novel zu zählen ist, streckenweise an David Lodge erinnert. Dessen Bücher habe ich vor vielen Jahren verschlungen, fasziniert von den ausgebreiteten Eitelkeiten und Untiefen der akademische Welt.

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  • Brillant! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Joke Hoogendoorn, am 09.08.2011

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    In „Solar“ zeigt Ian McEwan wieder mal seine einmalige Klasse. Er jongliert mit Worten, ruft absurde Bilder auf, kurz: Ein Genuss für alle seinen Fans.
    Michael Beard ist Physiker und hat den Nobelpreis gewonnen. Er setzt sich für den Umweltschutz ein. Aber vor allem ist er ein Frauenjäger. Wenn ausnahmsweise mal er selber betrogen wird, trifft dies ihn hart. Zumal er trotz seiner eigenen Affären seine (4.!) Frau eigentlich noch liebt. Aber mit Mitte fünfzig sieht die Sache nicht gut aus. Geblendet von seiner Eifersucht macht er einige verhängnisvolle Entscheidungen, die sein Leben grundsätzlich verändern. Eine Zeit lang kann Michael sein Leben noch zusammen halten. Bis es in der Wüste Kaliforniens zum Countdown kommt …

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  • Mann der Wissenschaft Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.04.2011

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    Der in die Jahre gekommene Michael Beard hat einiges erreicht in seinem Leben: er ist ein angesehener Wissenschaftler, gewann vor Jahren den Nobelpreis für Physik und kann sich auch nicht über mangelnde Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts beschweren. Dabei ist er weder besonders aufmerksam, noch ein übermäßig gutaussehender Mann. Seinen Erfolg führt er einerseits auf seine Arbeit zurück. Andereseits kann er sich auch nicht dem Eindruck entziehen, dass er bei den Frauen immer wieder ein Bedürfnis weckt, sich um ihn zu kümmern und ihn zu bemuttern.

    Nachdem er einen neuen Job antritt, geht auch seine fünfte Ehe in die Brüche. Weil er eine Affäre nach der anderen hatte, beschließt nun auch seine Frau, dass es Zeit für eine Romanze mit einem seiner jungen wissenschaftlichen Mitarbeitern ist. Als er dahinter kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Ein Toter, ein wütender Ex-Liebhaber und ein geheimes Dokument, dass Beards Leben revolutionieren soll, sind nur einiges Teile dieser Geschichte.

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  • Über die, die Böses wollen und Gutes schaffen - oder andersherum? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marcus Lehmann, am 17.03.2011

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    Was für ein witziges Buch!
    Wie der Autor mit seiner Hauptfigur umgeht, ist erfrischend respektlos, aber nie niveaulos. McEwan schickt ihn über den halben Globus in der scheinbar hohen Mission des Umweltschutzes – doch steckt auch hier dahinter letztlich nur die Gier nach Profit und Ansehen. Unbedingt lesen! Ich erteile eine Lachgarantie!

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  • Vom Saulus zum Paulus und retour Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 09.03.2011

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    Ian McEwan hat in "Solar" eine Hauptfigur erschaffen, die ihresgleichen sucht.
    Professor Michael Beard wurde in jungen Jahren der Nobelpreis für Physik verliehen. Heute ist er Mitte fünfzig und den Anschluss an die jungen Physiker und deren Forschungen hat er schon lange verloren. Er ist klein und dick mit einem Hang zur Fettleibigkeit, fünfmal geschieden, opportunistisch, verlogen und nur auf seinen Vorteil bedacht. Während seiner Ehen hat er unzählige Geliebte verbraucht. Er geht sogar so weit, einen Nebenbuhler für einen tödlichen Unfall als Mörder ins Gefängnis gehen zu lassen. Forschungsergebnisse von jungen Mitarbeitern gibt er beinhart als seine eigenen aus.
    Und dabei ist er eine durchaus sympathische Figur.

    Die Handlung des Romans spielt in den Jahren 2000, 2005 und 2009.
    Zu Beginn ist Michael Beard damit beschäftigt, seine fünfte Ehefrau zu betrügen und seinen Nobelpreisträgernamen für diverse Institute, Briefköpfe und Vorträge herzugeben. Bis zu dem Tag als er die Aufzeichnungen eines Mitarbeiters in die Hände bekommt und sich plötzlich der Möglichkeit gegenübersieht, neue, saubere und unbegrenzte Energie zu produzieren und ganz nebenbei zum Retter der Welt zu avancieren. In dieses Projekt steckt er seine ganze wieder erwachte Energie. Natürlich lügt und betrügt er seinem Naturell entsprechend weiter.

    Die Person Michael Beard und die Handlung sind einfach spitze. Allerdings schafft es Ian McEwan diesmal nicht, seine Erzählweise in den Griff zu bekommen. Vor allem die Verbindungen zwischen den drei Teilen fallen äußerst holprig aus. Vieles klingt sehr fahrig und streckenweise fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Im letzten Viertel des Buches läuft Ian McEwan dann wieder zu gewohnter Hochform auf. Jeder Satz ist perfekt ausformuliert, jedes Wort trifft ins Schwarze. Ironie und schwarzer Humor perlen aus jeder Seite und lassen so manche Schwachstelle der vorangehenden Kapitel vergessen.

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  • Zum Lachen, Weinen und Schreien! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Julia Brück, am 16.02.2011

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    Mit seinem brillanten Gespür für bissigen Witz und tragikomische Wendungen, führt Ian McEwan den Leser durch die wechselvolle Geschichte seiner Hauptfigur: Michael Beard lebt als alternder Physiker vom Ruhm seiner vergangenen Taten und lässt sich in träger Routine von Frau zu Frau, von Genuss zu Genuss leiten. Der Zufall beschert ihm jedoch eine Gelegen-heit, durch die er bequem – und gewissenlos – zu neuer beruflicher Größe finden kann. Wie der elektrische Strom, um den es bei Beards Forschungen geht, folgt auch Beard dem Weg des geringsten Widerstands und befindet sich bald auf einem neuen Höhepunkt beruflichen Schaffens. Doch seine menschlichen Schwächen holen ihn bald ein und drohen ihn unter sich zu begraben…
    Ein rasanter Roman, der den Leser binnen 400 Seiten die ganze Bandbreite der menschlichen Empfindungen durchleben lässt – er ist zum Lachen, zum Weinen, zum Schreien und schafft es tatsächlich wie nebenbei, Interesse für die aktuelle Debatte in der Klimadiskussion zu wecken.

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  • Ein Chauvi rettet die Welt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 06.02.2011

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    Von chauvinistischen Bourgeois, Lippenpflegestiften und künstlicher Photosynthese.

    Michael Beard ist fassungslos! Seine Frau betrügt ihn: mit einem Bauhandwerker(!). War er es doch, der in den letzten fünf Jahren ein dutzend Affären gepflegt hat.
    Beard, zweiundfünfzig, nicht wirklich attraktiv, kahl, klein, dick und klug. Nobelpreisträger der Physik, einst Wissenschaftler, nun ein alternder Bourgeois. Seine Frau, zwanzig Jahre jünger und immer noch so frisch wie Erdbeeren mit Schlagsahne.
    Verwundert darüber, wie lähmend und erbärmlich es sich anfühlt, der Betrogene zu sein, flüchtet er, vor dem kläglichen Endspiel seiner fünften Ehe, nach Spitzbergen zu einer Klimakonferenz.

    Exemplarisch ein kurzer Auszug um McEwans bildreiche Sprachgewalt, voll spöttischer Frotzeleien:
    „Eingeladen waren insgesamt zwanzig Künstler und Wissenschaftler, die sich mit dem Klimawandel beschäftigten. In nur fünfzehn Kilometer Entfernung... befand sich ein dramatisch abschmelzender Gletscher, dessen steile blaue Klippen regelmäßig hausgroße Eisblöcke kalbten. An Bord gab es einen „international renommierten“ italienischen Koch; allzu aufdringliche Eisbären würden notfalls von einem Führer mit einem großkalibrigen Gewehr erschossen... Das Kohlendioxid von zwanzig Hin- und Rückflügen, von Schneemobilfahrten sowie sechzig in polarer Kälte zubereiteten warmen Mahlzeiten pro Tag sollte durch dreitausend neugepflanzte Bäume in Venezuela wettgemacht werden – sobald man ein geeignetes Gelände gefunden und die zuständigen Behörden bestochen hätte.“

    Zurück in der Zivilisation hat Beard eine Vision. Gottgleich will er die Welt mit künstlicher Photosynthese in industriellem Maßstab beschenken.


    Ich habe alle Bücher von Ian McEwan mit Begeisterung gelesen. Und jedes ist in seinem Inhalt und seiner Vielschichtigkeit einzigartig und uneingeschränkt empfehlenswert.

    Achtung Klischee! Nachdem „Am Strand“ (die Geschichte zweier Frischvermählter) ja eher von femininem Belang war, legt McEwan mit „Solar“ einen typischen Herren-Roman vor.
    Das Psychogramm eines alternden, betrogenen Chauvis, die Be- und Verurteilung der gesamten Zivilisation, die Möglichkeit ihrer Rettung und eine ordentliche Portion Physik. All das schnürt McEwan zu einem Päckchen, mit Dramatik, bitterbösem Witz und köstlichen Anekdoten bedrucktem Geschenkpapier.
    Ein Roman der Ruhe und Zeit zum Nachdenken bedarf.

    Gepflegte Unterhaltung!

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  • Unterhaltsamer und witziger Roman über Klimawandel und Solarenergie. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Judith Lehner, am 02.02.2011

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    Der neue Roman des Briten Ian McEwan handelt vom alternden Physiknobelpreisträger Michael Beard, dessen Leben total aus den Fugen gerät als ihn seine vierte Frau betrügt – und man vergönnt es ihm. Er ist ein schrecklicher Mensch. Er ist ein Schwätzer, Säufer, hemmungslos esssüchtig und wird dadurch immer dicker. Trotzdem ist er ein Frauenheld, aber keine hält es lange mit ihm aus. Nobelpreis und wissenschaftlicher Erfolg liegen lange zurück und er ist ein schlechter Chef ohne Verantwortung und Ehrgeiz. Erderwärmung und Solarenergie interessieren ihn eigentlich überhaupt nicht. Das ändert sich erst als er nach einer Reise auf seinen größten Fan (Physiker) und gleichzeitig Geliebten seiner Frau trifft und dieser über ein Eisbärfell stolpert und stirbt. Die Devise lautet nun – schnell mal einem anderen Nebenbuhler den Mord anhängen und dann die fremden Ideen verwirklichen.
    Solar ist sicher nicht McEwans bester, aber vielleicht sein komischster Roman. Das Leben Beards ist gespickt mit Peinlichkeiten und (irr)witzigen Unfällen. Auch wenn Humor und Slapstick manchmal (im wahrsten Sinne des Wortes) unter der Gürtellinie liegen, ist der Roman von Anfang bis Ende extrem unterhaltsam.

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  • Eine dunkle Seite der Wissenschaft Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Andrea Schaber, am 23.01.2011

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    McEwan wirft ein scharfes Auge auf den Wissenschaftsbetrieb.
    Michael Beard, ein Nobelpreisträger, lebt von seinem Ruhm und fungiert als Cashcow für diverse Institutionen, die auf regelmäßige Förderungen angewiesen sind. Seine Weibergeschichten nerven, der von ihm vertuschte Unfall seines Assistenten bringen den Geliebten seiner Frau in den Knast. Die Ideen des Verunfallten bilden das Fundament seiner zweiten Karriere als Firmenchef. Beard laviert sich gewissenlos durch die teilweise grotesken Rückschläge seines Lebens. Unsymphatischer als diesen abgehalfterten Wissenschaftler kann man einen Menschen wohl kaum darstellen.

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  • Nobelpreisträger in der Liebeskrise Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Bär, am 05.01.2011

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    Michael Beard ist ein berühmter Physiker. Für seine Arbeit hat er sogar den Nobelpreis erhalten. Beruflich ist er also sehr erfolgreich. Aber privat, da scheint einiges aus dem Ruder zu laufen: seine Frau kommt drauf, dass er sie betrügt und legt sich selbst einen Liebhaber zu. Das trifft den Wissenschaftler, der bei Frauen trotz seiner nicht gerade attraktiven Erscheinung gut ankommt, ins Mark. Sie treibt es mit einem anderen, noch dazu mit einem Handwerker!

    An seinem Institut drängt sich Michael ein junger Wissenschaftler mit der Idee zur Photosynthese auf. Beard will vorerst davon nichts wissen. Nachdem der junge Mann unter mysteriösen Umständen, die hier nicht verraten werden sollen, zu Tode kommt, erhält Beard ein Manuskript des Toten und erkennt das Potential dieser Thesen. Er macht sich an die Verwirklichung dieser Visionen, doch er scheitert grandios, auch an seiner eigenen Unehrlichkeit.

    Ian McEwan ist ein sehr vielseitiger Autor, alle seine Bücher, sei es „Der Zementgarten“, „Liebeswahn“, „Abbitte“ oder „Amsterdam“ haben einen anderen, dramatischen Ton. Neu bei diesem Buch ist das witzig-parodistische, der sarkastische, englische Humor. Sehr gut zu lesen, eine tragische, komische Hauptfigur, eine spannend-komische Handlung, ich hab‘ mich köstlich amüsiert!

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  • galaktisch gut !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annegrit Fehringer, am 22.11.2010

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    Michael Beard, 53 Jahre alt und Nobelpreisträger der Physik. Klein, dick, glatzköpfig, aber ein begnadeter Schürzenjäger! Fünf Ehen und elf Affären sind seine Art sich zu entspannen oder sich zu beweisen, dass das noch nicht alles war. Ein klasse Politik-und Wissenschaftsroman über die Klimawende! Ich garantiere Ihnen beste und intelligente Unterhaltung!

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  • Kluges Buch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silke Buckow, am 21.11.2010

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    Dass die Gerechtigkeit am Ende siegt, ist beruhigend. Die Hauptfigur Michael Beard in McEwans neuem Roman ist ein alternder Nobelpreisträger, der ohne Gewissen durchs Leben zu gehen scheint, sich nimmt, was er braucht und dem ein voller Speisenteller wichtiger als die Rettung des Planeten ist. Ein Egoist, den nichts so sehr zu interessieren mag, wie das eigene Wohlergehen, sprich die körperlichen Genüsse: Sex und Essen. Auch wenn Michael Beard nichts von den Maßnahmen zur Erhaltung des Klimas auf der Erde und deren Befürworter hält, sein Geld möchte er damit durchaus verdienen. Der Roman hat die "erneuerbaren Energien" zum Thema, zeigt aber letztlich, dass von solchen Menschen wie der Romanfigur Michael Beard ein wirkliches Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft nicht erwartet werden kann und hält damit vielen von uns einen Spiegel vor die Nase. Wer sich noch nicht eingehend mit erneuerbaren Energien beschäftigt hat, mag diesen Roman durchaus als Appetitmacher auf mehr Hintergrundwissen annehmen und das wäre ein kleiner, feiner Verdienst McEwans.
    Und die herrliche englische Ironie zwischen den Zeilen ist unverzichtbar gut!

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  • Energie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Silvia Gonther, am 03.11.2010

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    Michael Beard ist Mitte Fünfzig und Nobelpreisträger der Physik. Doch leider liegt seine geniale Entdeckung schon etwas länger zurück. In seinem Privatleben hangelt er sich trotz zahlreicher Ehefrauen von Affäre zu Affäre. Durch unglückliche Umstände wird er sowohl zum Mörder als auch zum Dieb. Er schafft es aber sich wie immer rauszureden und wird von einer seiner Frauen hinters Licht geführt. Durch all diese Erfahrung geläutert möchte er die Welt retten, aber irgendwie scheint es zu spät. Sowohl für die Welt als auch für ihn…
    Ian McEwan nimmt uns mit in eine Welt voller Schein und Lügen. Er zeigt uns an Michael Beard, dass viele Menschen versuchen Gutes zu tun. Aber oft tun sie es aus den falschen Gründen oder mit falschen Mitteln. Wie immer darf aber auch der schwarze Humor eine s Briten nicht fehlen. Für alle Leser mit naturwissenschaftlichem Interesse und mit Sinn für Humor.

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  • Physiknobelpreisträger auf Abwegen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 02.11.2010

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    Michael Beard, Nobelpreisträger für Physik ist ein selbstgerechter Unsympath.
    Nach fünf Ehen, unzähligen Affären und ohne nennenswerten neuen Ideen, begegnet er Aldous, ein junger Physiker mit bahnbrechenden Theorien. Aldous verehrt ihn und gibt ihm ein Manuskript mit der Bitte es durchzulesen und eine Meinung abzugeben. Aldous stirbt und Beard kommt wieder groß ins Geschäft um den Klimawandel und seine Folgen, wie das?
    Naturwissenschaftlich fundiert, sprachlich auf hohem Niveau, humorvoll und psychologisch ausgefeilt erzählt Ian McEwan die mögliche Biografie des Physikers.
    Sehr lesenswert.

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  • Ironisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Gabriele Langhammer, am 31.10.2010

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    Michael Beard ist Physiker,ein abgehalfteter Nobelpreisträger,der vom einstigen Ruhm zehrt. Das Äußere unattraktiv,schmuddelig,aber klug,so übt er natürlich eine gewisse Anziehungskraft auf die Frauen aus. Dies kostet ihn seine fünfte Ehe. Die Idee eines Rivalen bringt dann neuen Zündstoff in sein Leben als gerade alles ins Wanken gerät.

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  • Solar von Ian McEwan Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christine Fehlhaber, am 27.10.2010

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    Michael Beard erarbeitete sich in seiner Jugend einen naturwissenschaftlichen Erfolg - gekrönt von einem Nobelpreis. Seither lebt er angenehm und gut situiert von seinem einstigen Ruhm. Überzeugt ist er nur von sich selbst. Als Leiter einer Forschungsgruppe soll er das globale Problem der Klimaerwärmung lösen.
    McEwan führt in "Solar" einen unsympathischen, sich auf seinem einmaligen Erfolg ausruhenden Zyniker vor, dem man all das Schlechte gönnt, was ihm widerfährt. Ein sehr gut recherchierter Blick auf die Umwelt-Industrie und dem Mikrokosmos der Forschung, der dazu bestens unterhält.

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  • Klimawandel mal ganz anders Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Romeo Schmidt, am 17.10.2010

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    Michael Beard ist Wissenschaftler, der in seiner Jugend den Nobelpreis erhielt.
    Auf diesem alten Erfolg baut er sein berufliches Leben auf und wird träge. Privat hat er fünf
    Ehen hinter sich. Seine aktuelle Ehefrau hat seine Seitensprünge satt und nimmt
    sich selbst einen Liebhaber. Hier geraten berufliche und private Erzählstränge zu-
    sammen und entwickeln eine gut konstruierte kriminalistische Handlung.
    McEwan beschreibt einerseits das menschliche Scheitern seines Protagonisten,
    andererseits die Ambivalenz von Wissenschaft und Unabhängigkeit. Auch ein mitunter
    groteske Komik zeichnet den Autor aus, die dieses Buch zu einem wirklichen
    Lesevergnügen werden lässt.

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  • McEwan beherrscht alle Facetten der Schreibkunst Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dieter Theiss, am 16.10.2010

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    Nach "Saturday" und "Abbitte", zwei der besten Romane der letzten Jahre, machen wir in "Solar" mit Michael Beard Bekanntschaft.
    Der ist 53 Jahre alt, hat vor Jahren den Nobelpreis für Physik erhalten, ruht sich beruflich auf diesem Ruhm aus und frischt sein langweiliges Leben mit allerlei Affären auf, bis seine fünfte Ehefrau den Spieß umdreht und ihn ganz offen mit einem Jüngeren betrügt, was doch sehr an seiner Eitelkeit kratzt.
    Das wird uns von McEwan für ihn ungewohnt ironisch und distanziert beschrieben.
    Michael Beards berufliches Leben bekommt ausgerechnet dadurch eine Wendung, dass er quasi versehentlich den Tod eines Rivalen verschuldet und mit dessen Ideen und Aufzeichnungen die Solartechnologie revolutioniert und eine Solaranlage in New Mexico aufbaut.
    Ohne jegliches schlechtes Gewissen erlebt er einen beruflichen Aufstieg und führt sein Lotterleben mit zuviel fastfood und "fastwomen" fort, achtet stets darauf, sich ja nicht zu fest zu binden und verheddert sich zum Schluß in einem Wust aus ungelösten Beziehungsgeflechten und beruflichem und wirtschaftlichem knockout.
    Das ist spannend zu lesen, aber auch sehr routiniert geschrieben.
    McEwan ist ein großartiger Autor, der sich in allen möglichen Genres zu Hause fühlt, aber hier bleibt er zu oft an der Oberfläche kleben.

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