Teufelswand

Teufelswand

Die Tragödie der Unterkircher-Expedition am Nanga Parbat

von Walter Nones, Simon Kehrer

Buch

gebunden (233 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Juli 2008: Karl Unterkircher, »der neue Stern am Bergsteigerhimmel« (Hans Kammerlander), und seine beiden Kameraden wagen eine neue Route durch die gigantische Nordwand des Nanga Parbat, dort, wo sie am steilsten ist. Am zweiten Tag in der Wand stürzt Unterkircher in eine von Neuschnee verdeckte Gletscherspalte fünfzehn Meter tief in den Tod. Für Simon Kehrer und Walter Nones bleibt nur ein Ausweg: Sie müssen ihren Expeditionsleiter und Freund zurücklassen und die Flucht nach oben antreten. Abgeschnitten von der Außenwelt und doch im Fokusder Medien, die einem fassungslosen Weltpublikum in Echtzeit berichten, beginnt ein neun Tage dauernder Kampf gegen Eiseskälte, Lawinen und quälende Schuldgefühle.

Produktdetails

ISBN-10: 3-89029-378-6
EAN: 9783890293783
Originaltitel: È la Montagna che chiama
Erschienen: August 2010
Verlag: Malik
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 233
Gewicht: 509 g
Übersetzer: Christine Kopp
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Walter Nones

Walter Nones wurde am 5. November 1971 in Cavalese, Trentino, geboren. Am 3. Oktober 2010 verunglückte er tödlich am Cho Oyu im Himalaja. Er hat neben anspruchsvollen Begehungen an den klassischen Alpengipfeln (Montblanc, Ortler, Großglockner, Erstbegehung am Stevia im Grödnertal u.a.) zahlreiche Expeditionen nach Nord- und Südamerika und Asien unternommen, darunter die erfolgreiche K2-Expedition 2004 und die Erstbesteigung des Genyen 2006. Er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder.

Simon Kehrer

Simon Kehrer Jahrgang 1979, lebt in Enneberg bei Bozen. Neben den wichtigsten Dolomitenrouten bestieg er ca. 40 Viertausender, darunter Mont Blanc, Grand Jorasses und die Eiger-Nordwand. www.simon-kehrer.it

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Kundenrezensionen

  • Eine mitreisende Erfahrung! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Weidner, am 28.02.2011

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    Abenteuerliteratur erscheint zuhauf. Simon Kehrer und Walter Nones ist in diesem Genre ein herausragendes Buch gelungen.
    Als sie 2008 mit ihrem Expeditionsleiter Karl Unterkircher als Dreierseilschaft zum Nanga Parbat, dem westlichen Eckpfeiler des Himalaya, und mit 8125 der neunthöchste Berg der Erde, aufbrechen, um diesen auf einer neuen Route zu erklettern, verunglückt Unterkircher. Beim Rettungsversuch konnten die beiden übrigen nur noch den Tod feststellen. Der Rückweg durch die Wand ist ausgeschlossen. Abwechselnd beschreiben die Autoren packend die Ausgesetztheit, die Kälte, Selbstzweifel und den tragischen Verlust des Partners. Nach neuntägiger Odysee gelingt eine äusserst riskante Hubschrauberrettung. Eine mitreisend geschriebene Erfahrung, fern vom Mount Everest Tourismus und sonstigen Möchtegernabenteuerern.

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  • Die Tragödie der Unterkircher - Expedition am Nanga Parbat Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Birgit Strapko, am 01.03.2010

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    Simon Kehrer und Walter Nones berichten von ihrer aufwühlenden Besteigung der Rakhiotwand des Nanga Parbat.
    Ihr Freund und Bergkollege Karl Unterkircher verliert bei der Expedition auf tragische Weise das Leben - nicht etwa bei der gefährlichen Durchquerung der Wand, sondern danach - durch eine von Neuschnee verdeckte Gletscherspalte.

    Ein aufwühlendes Buch - es zeigt, daß der Mensch trotz bester Vorbereitung und Ausrüstung nicht auf alles vorbereitet sein kann - und dies manchmal leider mit dem Leben bezahlt.

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  • Tragödie am Nanga Parbat Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Flomm, am 24.02.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Karl, komm lass uns gehen, murmle ich ihm zu, fast ohne es zu wollen. Ich bleibe noch einen Augenblick, als ob ich auf ein Wunder warten würde. Nein, wir müssen den Tatsachen ins Gesicht sehen. Karl ist tot, und nichts und niemand wird daran etwas ändern können.“ Mit diesen Worten beschreibt der italienische Bergsteiger Simon Kehrer das Unglück, das sich am15. Juli 2008 beim Aufstieg zum Nanga Parbat, dem mit 8125 Metern neunthöchsten Berg der Erde, ereignet hat. Gemeinsam mit Walter Nones und Karl Unterkircher wollte Kehrer eine neue Route erschließen, als Expeditionschef Unterkircher in eine Gletscherspalte stürzt und stirbt. Die Überlebenden müssen den Toten zurücklassen, geraten im weiteren Verlauf der Tour selbst in Lebensgefahr, ehe sie gerettet werden.
    In „Teufelswand – Die Tragödie der Unterkircher-Expedition am Nanga Parbat“ erzählen Kehrer und Nones die Geschichte aus dem Jahr 2008 aus ihrer Sicht. Mit gefasster Distanz zum grauenhaften Verlust ihres Freundes schildern die beiden, dass diese Katastrophe unvorhersehbar und unvermeidbar war.
    Bergsteigen in der Form, in der Kehrer, Nones und Unterkircher ihn betreiben, ist und bleibt nun einmal ein Hochleistungssport, der unglaubliche Glücksgefühle vermitteln, aber auch das Leben kosten kann. Am Nanga Parbat starb 1970 auch Reinhold Messners Bruder Günther. Diese Geschichte ist in dem umstrittenen Kino-Film „Nanga Parbat“ dargestellt worden.
    Hart ins Gericht gehen Nones und Kehrer mit dem Alpin-Tourismus: „Es gibt Teilnehmer, die im Basislager des Everest zum ersten Mal in ihrem Leben Steigeisen anziehen, andere, die nicht einmal einen Pickel dabeihaben. Aber wenn etwas schiefläuft und du aus dem Stand gerissen wirst, dann kann dir nur der Pickel das Leben retten. Das Problem ist, dass diese Leute nicht auf das Unvorhergesehene vorbereitet sind; sie sind davon überzeugt, dass die anderen für sie denken. . . Aber wer um jeden Preis auf den K2 will, findet, wenn er nur genügen Geld hat, auch ohne lange Umwege jemanden, der bereit ist, ihn zu begleiten – vergleichbar mit den superreichen Weltraumtouristen, die sich einen kleinen Ausflug im Space Shuttle gönnen.“
    Beeindruckend ist das Interview mit Unterkircher-Witwe Silke: „Wenn ich ihn nicht hätte gehen lassen, wäre er nicht der gewesen, der er eigentlich war und den ich geliebt habe“, sagt die Mutter von drei Kindern auf die Frage, warum sie ihren Mann auf die gefährliche Expedition gelassen hatte, von der er nicht zurückkehren sollte.
    (Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)

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