Buch
Taschenbuch (444 Seiten)
Sprache: Deutsch
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von Dean Koontz
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von Arno Strobel
von Dean Koontz
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Würdest du für deine Liebe töten? ?Wir haben deine Frau. Für zwei Millionen Dollar kriegst du sie wieder.? Der mittellose Gärtner Mitch hält diesen Anruf zunächst für einen Scherz. Doch dann erschießt der Entführer einen zufälligen Passanten, um zu zeigen, wie ernst er es meint. 60 Stunden bleiben Mitch im Wettlauf gegen einen Feind, für den Erpressung nur der Anfang eines mörderischen Spiels ist ? "Ein aufwühlender Thriller in Hitchcock-Manier - atemlose Spannung garantiert." Publishers Weekly "Lesen Sie dieses Buch. Es ist nicht nur das beste Werk von Koontz, sondern eines der besten Bücher überhaupt in diesem Jahr. Denken Sie erst gar nicht daran, dieses Buch wieder hinzulegen. Die allergrößte Empfehlung." Bookreporter "Die Thriller von Dean Koontz sind die perfekte Feierabendlektüre." Chicago Tribune
| ISBN-10: | 3-453-26552-1 |
|---|---|
| EAN: | 9783453265523 |
| Originaltitel: | The Husband |
| Erschienen: | 06.10.2008 |
| Verlag: | Heyne Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 444 |
| Gewicht: | 365 g |
| Übersetzer: | Bernhard Kleinschmidt |
| Reihe: | Heyne-Bücher Allgemeine Reihe |
E. FOLEY & B. COATES waren Musterschülerinnen und haben immer ihre Hausaufgaben gemacht. Nun arbeiten sie als Lektorinnen in London und korrigieren für Geld die Hausaufgaben anderer Leute.CHRISTOPH BIERMANN ist Sportkorrespondent für Der Spiegel und Spiegel Online sowie Verfasser erfolgreicher Fußballbücher, darunter Fast alles über Fußball und Die Fußball-Matrix.PETER BRAUN ist freier Journalist und hat mehrere Bücher zu literarischen Themen veröffentlicht, u. a. das viel beachtete Dichterhäuser.WOLFGANG KORN ist Wissenschaftsjournalist und Autor verschiedener Bücher über Geschichte und Archäologie. Für Das Rätsel der Varusschlacht erhielt er 2009 den Deutschen Jugendliteraturpreis.GUDRUN SCHURY ist Germanistin und Autorin diverser Sachbücher, u. a. zur Sprach- und Namenforschung. Zudem ist sie Koautorin der WDR-Reihe "Migranten des Wortschatzes".
Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau im kalifornischen Orange County. Sämtliche seiner Romane wurden internationale Bestseller, weltweit in über dreißig Sprachen übersetzt und trugen ihm den Ruf als "Meister unserer dunkelsten Träume" ein (The Times).
von einer Kundin/einem Kunden, am 22.01.2012
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von einer Kundin/einem Kunden, am 22.01.2012
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von Andrea J., am 04.07.2011
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von Franziska, am 19.10.2008
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Bereits im Augenblick seiner Geburt fängt der Mensch an zu sterben. Dennoch leugnen die meisten Leute das geduldige Werben des Todes, bis sie spät im Leben schwer krank wahrnehmen, dass er an ihrem Bett sitzt.
Noch Jahre später war Mitchell Rafferty in der Lage, die Minute zu nennen, in der er zum ersten Mal erkannte, dass man dem Tod nicht entrinnen kann: Montag, der vierzehnte Mai, elf Uhr dreiundvierzig vormittags - drei Wochen vor seinem achtundzwanzigsten Geburtstag.
Bis dahin hatte er so gut wie nie ans Sterben gedacht. Als geborener Optimist, der sich an der Schönheit der Natur erfreute und sich gern über die Menschheit amüsierte, hatte er weder Grund noch Neigung, darüber nachzudenken, wann und wie seine Sterblichkeit sich erweisen würde.
Als es so weit war, lag er auf den Knien.
Dreißig Kisten mit roten und violetten Fleißigen Lieschen mussten noch gepflanzt werden. Die Blüten verströmten keinerlei Duft, aber der satte Geruch der Erde machte ihm Freude.
Seine Kunden, die in dem zum Garten gehörenden Haus wohnten, mochten kräftige Farben: rot, violett, dunkelgelb, grellrosa. Weiße oder pastellfarbene Blüten lehnten sie ab.
Mitch hatte Verständnis für sie. Arm aufgewachsen, hatten sie sich eine erfolgreiche Firma aufgebaut, indem sie schwer gearbeitet hatten und Risiken eingegangen waren.
Sie führten ein bis zum Rand gefülltes Leben, und in satten Farben spiegelte sich die Leidenschaft der Natur.
An diesem scheinbar gewöhnlichen, tatsächlich jedoch schicksalhaften Morgen hing die kalifornische Sonne wie eine buttergelbe Kugel an einem seidig schimmernden Himmel.
Obwohl der Tag angenehm warm und es keineswegs brütend heiß war, brachte er Ignatius Barnes ordentlich zum Schwitzen. Iggys Stirn glänzte ölig, von seinem Kinn tropfte es.
Iggy, der drei Meter weiter im selben Blumenbeet arbeitete, sah aus, als wäre er in siedendes Wasser getaucht worden. Von Mai bis Juli reagierte seine Haut nicht mit Melanin auf die Sonne, sondern mit einer heftigen Röte. Deshalb machte er ein Sechstel des Jahres - bis er endlich braun wurde - den Eindruck, er würde sich ständig schämen.
Weil Iggy kein Verständnis für die Symmetrie und Harmonie hatte, die es bei der Landschaftsgestaltung brauchte, konnte man nicht von ihm erwarten, fachgerecht Rosenstöcke zu beschneiden. Dafür arbeitete er hart und war ein angenehmer, wenn auch nicht gerade intellektuell herausfordernder Gesprächspartner.
»Sag mal, hast du eigentlich gehört, was Ralph Gandhi zugestoßen ist?«, fragte Iggy.
»Wer ist Ralph Gandhi?«
»Der Bruder von Mickey.«
»Mickey Gandhi? Den kenne ich auch nicht.«
»Klar kennst du den«, sagte Iggy. »Der hängt doch manchmal im Rolling Thunder ab.«
Rolling Thunder war eine Surferkneipe.
»Da bin ich schon Jahre nicht mehr gewesen«, sagte Mitch.
»Jahre? Im Ernst?«
»Klar doch.«
»Ich hab gedacht, du schaust noch manchmal vorbei.«
»Also werde ich tatsächlich vermisst, was?«
»Zugegeben, einen Barhocker hat man nicht nach dir benannt. Sag mal, hast du etwa 'ne bessere Kneipe als den Rolling Thunder aufgetrieben?«
»Erinnerst du dich noch daran, wie wir vor drei Jahren bei meiner Hochzeit hier waren?«, fragte Mitch.
»Klar. Es gab klasse Tacos mit Meeresfrüchten. Die Band war allerdings ziemlich mau.«
»Die war überhaupt nicht mau.«
»Mensch, die Typen haben Tamburin gespielt!«
»Wir mussten eben sparen. Wenigstens hatten sie kein Akkordeon.«
»Weil sie zu schlecht waren, um mit 'nem Akkordeon umzugehen.«
Mitch schaufelte ein Loch in die lose Erde. »Zimbeln hatten sie auch keine.«
Iggy wischte sich mit dem Unterarm über die Stirn. »Offenbar hab ich Eskimos unter meinen Vorfahren«, klagte er. »Mir bricht schon bei zehn Grad plus der Schweiß aus.«
»Ich führe kein Kneipenleben mehr«, sagte Mitch, »sondern ein Eheleben.«
»Gut, aber das muss ja nicht unvereinbar sein.«
»Ich bin einfach lieber zu Hause als irgendwo anders.«
»Ach, Chef, das ist aber traurig«, sagte Iggy.
»Das ist nicht traurig, das ist gut so.«
»Selbst wenn man 'nen Löwen drei oder sechs Jahre in den Zoo steckt, vergisst er nie, wie sich die Freiheit angefühlt hat.«
Mitch pflanzte ein violettes Fleißiges Lieschen ein. »Woher willst du das denn wissen? Hast du 'nen Löwen etwa schon mal danach gefragt?«
»Ich muss gar keinen fragen. Ich bin ein Löwe.«
»Du bist ein hoffnungsloser Surffreak.«
»Und darauf bin ich stolz. Ich freue mich, dass du Holly gefunden hast. Sie ist 'ne tolle Frau. Aber ich hab meine Freiheit!«
»Gut für dich, Iggy. Und was tust du damit?« »Womit?«
»Mit deiner Freiheit. Was fängst du mit deiner Freiheit an?«
»Alles, was ich will.« »Zum Beispiel?«
»Irgendwas. Wenn ich mir zum Abendessen beispielsweise 'ne Salamipizza holen will, muss ich niemanden fragen, was er - ich meine sie - will.«
»Krass.«
»Und wenn ich im Rolling Thunder ein paar Bierchen kippen will, meckert niemand an mir rum.« »Holly meckert nicht.«
»Wenn ich will, kann ich mich jeden Abend mit Bier zuschütten, und niemand ruft in der Kneipe an, wann ich nach Hause komme.«
Mitch begann, »Born Free« zu pfeifen.
»Wenn mich 'ne heiße Frau anmacht«, fuhr Iggy fort, »kann ich ungehindert in die Vollen gehen.«
»Dich machen ja auch ständig irgendwelche heißen Frauen an, was?«
»Die Frauen sind heutzutage ziemlich dreist, Chef. Wenn sie was sehen, was sie haben wollen, dann nehmen sie es sich einfach.«
»Iggy, als du das letzte Mal 'nen Stich gemacht hast, hat John Kerry noch gemeint, er wird Präsident.« »Das ist gar nicht so lange her.« »Also, was ist dem guten Ralph passiert?«
»Welchem Ralph?«
»Dem Bruder von Mickey Gandhi.«
»Ach ja. Ein Leguan hat ihm die Nase abgebissen.«
»Übel.«
»Am Wedge sind total geile Wellen angerollt, drei Meter hoch, also ist Ralph mit ein paar Kumpels in der Nacht zum Surfen rausgefahren.«
Der Wedge war ein berühmtes Surfrevier am Ende der Balboa-Halbinsel in Newport Beach.
»Sie hatten ein paar Kühlboxen mit Sandwichs und Bier dabei, und einer hat Ming mitgebracht.«
»Ming?«
»Das ist der Leguan.«
»Der war also ein Haustier?«
»Bis dahin war das Tierchen immer brav gewesen.«
»Ich hätte Leguane eher für launisch gehalten.«
»Nee, die sind total lieb. Das Problem war, irgendein Wichser, der nicht mal surft und bloß einfach so mitgekommen war, hat Ming ein Stück Salami mit 'ner Vierteldosis Meth untergeschoben.«
»Reptilien auf Speed«, sagte Mitch, »sind keine gute Sache.«
»Aber ehrlich. Auf Meth war Ming ein ganz anderes Tier als clean.«
Mitch legte seine Schaufel weg und ließ sich auf die Hacken seiner Arbeitsstiefel nieder. »Das heißt, Ralph Gandhi ist jetzt nasenlos?«
»Ming hat die Nase nicht gefressen. Er hat sie bloß abgebissen und wieder ausgespuckt.«
»Vielleicht mag er kein indisches Essen.«
»Die Typen hatten 'ne große Kühlbox mit Eiswasser und Bier dabei. Da haben sie die Nase reingetan und schleunigst ins Krankenhaus gebracht.«
»Haben sie Ralph auch mitgenommen?« »Den mussten sie ja mitnehmen. Schließlich war es seine Nase.«
»Na ja«, sagte Mitch, »hier geht es um Surfer.«
»Es heißt, das Ding wäre schon ziemlich blau gewesen, als man es aus dem Eiswasser gefischt hat, aber ein plastischer Chirurg hat es wieder angenäht, und jetzt ist es nicht mehr blau.«
»Was ist aus Ming geworden?«
»Der ist einfach eingepennt ... 'nen Tag lang war er völlig außer Gefecht, aber inzwischen ist er wieder ganz der Alte.«
»Gut so. Wahrscheinlich ist es ziemlich schwierig, eine Entziehungsanstalt für Leguane zu finden.«
Mitch stand auf, sammelte drei Dutzend leere Plastikblumentöpfe ein und trug sie zu seinem Pickup mit der extra langen Ladefläche.
Der Wagen stand am Straßenrand im Schatten eines Indischen Lorbeers. Obwohl das Viertel erst vier Jahre zuvor saniert worden war, hatte der große Baum bereits den Gehsteig angehoben. Irgendwann würden die hartnäckigen Wurzeln die Drainage des Rasens blockieren und in die Kanalisation eindringen.
Die Entscheidung der Wohnbaugesellschaft, ganze einhundert Dollar zu sparen, indem man keine Wurzelsperre installierte, würde zu mehreren zehntausend Dollar Reparaturkosten zugunsten von Installateuren, Gärtnern und Straßenbaufirmen führen.
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