Unser Jahrhundert

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Unser Jahrhundert

Ein Gespräch

von Fritz Stern, Helmut Schmidt

Buch

gebunden (286 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

"Fangen Sie an, Fritz" - mit diesem Satz beginnt ein Gespräch unter Freunden. Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind.
Das Ergebnis ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung ihrer eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker - und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit.

Produktdetails

ISBN-10: 3-406-60132-4
EAN: 9783406601323
Erschienen: 18.01.2011
Verlag: C. H. Beck
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 286
Gewicht: 492 g
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Thomas Karlauf

Thomas Karlauf, geboren 1955 in Frankfurt, also fast am Rhein, lebt seit seinem 18. Lebensjahr zuerst in den Niederlanden, jetzt in Berlin. Er war viele Jahre Verlagslektor und ist heute als Literaturagent und Autor selbständig.

Fritz Stern

Fritz Stern, geb. am 2.2.1926 in Breslau, wuchs in ein stark assimiliertes jüdisches Bildungsbürgertum hinein, das zunehmend naturwissenschaftlich geprägt war. So wurde Stern, um seine Zukunftschancen zu erhöhen, getauft. Da dies kein einfaches Erbe ist, wurde die Geschichte und das Schicksal des deutschen Judentums für Stern zum Lebensthema. 1938 flüchtete er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten und studierte deutsche Geschichte an der Columbia Universität, wo er Professor für Geschichte wurde. Er gilt als einer der besten Deutschlandkenner in den USA. Neben zahlreichen Essays über bedeutende deutsche Juden zählt dazu vor allem die zum Standardwerk avancierte Doppelbiographie von Bismarck und dessen jüdischen Bankier Gerson Bleichröder zu den großen wissenschaftlichen Leistungen Sterns. 1999 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er lebt in Princeton und Washington.

Helmut Schmidt

Helmut Heinrich Waldemar Schmidt wurde am 23.Dezember 1918 als Sohn eines Studienrats und Diplomhandelslehrers in Hamburg Barmbek geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1937 leistete er Reichsarbeitsdienst und Wehrdienst ab. Im Zweiten Weltkrieg war Helmut Schmidt als Soldat erst bei der Luftabwehr und später sogar an der Ostfront eingesetzt worden. Nach seiner Rückkehr heiratete er im Sommer 1942 seine ehemalige Klassenkameradin Hannelore Glaser, später nur noch Loki genannt. Mit ihr bekam Helmut Schmidt zwei Kinder, wovon eines jedoch noch vor seinem ersten Geburtstag starb.
1945 geriet Helmut Schmidt für wenige Monate in britische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaft in Hamburg. Dort lehrte ihn der spätere Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller. Seinen Abschluss machte Helmut Schmidt als Diplomwirt. Schon während seines Studiums trat er in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein und arbeitete bis 1953 unter Karl Schiller bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg. Anschließend wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD und ein paar Jahre später 1957 war er schon Bestandteil des Fraktionsvorstandes. In seiner Position übte Helmut Schmidt scharfe Kritik an der Bundesregierung, insbesondere an den damaligen Verkehrsminister Franz Josef Strauß. Nur ein Jahr später wird Schmidt Mitglied im SPD Bundesvorstand und setzt sich massiv gegen atomare Bewaffnung der Bundeswehr ein. Im gleichen Jahr noch wird er zum Hauptmann der Reserve befördert und fast zeitgleich direkt aus dem SPD Fraktionsvorstand abgewählt. 1961 veröffentlicht Helmut Schmidt sein Militär strategisches Buch "Verteidigung oder Vergeltung". Willy Brandt holt ihn 1964 in seine zehnköpfige Regierungsmannschaft für die Bundestagswahlen 1965. Es folgt der Wiedereinstieg als stellvertretender Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion. Bis zum Rücktritt Brandts arbeitet Helmut Schmidt als Bundesverteidigungsminister, Bundesminister für Wirtschaft und Verteidigung und Bundesfinanzminister. Am 16.Mai 1974 wird Helmut Schmidt nach dem Rücktritt Brandts als 5.Bundeskanzler gewählt. Im Schatten der Weltwirtschaftskrise stehen bei ihm vor allem Themen wie Stabilität und Vollbeschäftigung im Focus. 1975 wählt ihn die britische Zeitung "Financial Times" zum Mann des Jahres. Seiner erneuten Wiederwahl in den Jahren 1976 und 1980 folgt der Bruch durch ein konstruktives Misstrauensvotum. 1982 löst ihn Helmut Kohl als Bundeskanzler ab.
Ab 1983 ist Helmut Schmidt Mitherausgeber der Zeitung "Die Zeit". Ernennungen zum Ehrenbürger verschiedener Städte und etliche Auszeichnungen wie dem Theodor Heuss-Preis, Leipziger Mendelssohn-Preis, Henry Kissinger-Preis und viele mehr zeigen sein beliebtes Auftreten wie auch sein Handeln mit realitätsbezogener Politik, moralischem Pflichtbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement durch zahlreiche Veröffentlichungen, sowohl in der Zeit als Bundekanzler, wie auch in der Zeit danach. Helmut Schmidt besitzt eine große Leidenschaft für Kunst und klassische Musik. Hauptwohnsitz zusammen mit seiner Frau Loki ist in Hamburg Langenhorn.

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Kundenrezensionen

  • Bemerkenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 03.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin ein ausgesprochener Fan von Helmut und Loki Schmidt.So ist es ganz natürlich,daß ich dieses Gespräch zwischen Helmut Schmidt und Fritz Stern natürlich auch gelesen habe.Dieser trockene Humor,diese einmalige rationale Sicht auf die Welt,dazu ein Historiker,der sein Scherflein dazu beiträgt.Ein Genuss,dieses zu verfolgen.Ich habe Respekt vor so viel Wissen und Gesprächskultur.Einfach bemerkenswert.

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  • Geschichte aus erster Hand Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jens Großkopf, am 13.08.2010

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    In Zeiten unübersichtlicher politischer Zusammenhänge und vieler Meinungen ist es wohltuend, diesen beiden Persönlichkeiten
    zu folgen. Helmut Schmidt und Fritz Stern sind mit ihren Meinungen wahre Leuchttürme, an denen man sich sehr gut orientieren kann, ohne den aufgeregten Tagesmeinungen folgen zu müssen. Das Buch ist für geschichtlich und politisch interessierte Leserinnen und Leser eine wahre Fundgrube, um aus Anregungen weitere Vertiefungen folgen zu lassen.Das geschilderte Jahrhundert wird durch das Gespräch lebendig und lädt ein zu vielen weiteren Fragen.

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  • Kurzweilige Geschichtsstunde Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Buchner, am 19.04.2010

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    Brisante und immer noch aktuelle Themen werden spannend und wortgewaltig diskutiert. Der elder statesman und der Historiker...mehr als ein Gespräch ...Bericht...Dokumentation!

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  • Unser Jahrhundert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 01.03.2010

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    Mit seiner nordischen trockenen, aber treffenden unverkennbaren Art zeigt der Altbundeskanzler Helmut Schmidt im Gespräch mit dem Professor für Geschichte Fritz Stern wie schaftsinnig und wach sein Geist noch ist. Es ist einfach eine Freude zu lesen, was diese beiden klugen alten Männer über das vergangene Jahrhundert zu erzählen haben. Sie lassen nichts aus, schaftsinnig und kurzweilig beschäftigen sie sich mit den unterschiedlichsten Themen. Es ist für den Leser eine Reise in die Vergangenheit, aber die gute Unterhaltung kommt auch nicht zu kurz. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als kleine Geschichtsauffrischung.

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  • Ein Jahrhundert wird besichtigt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Frank Hirsch, am 24.02.2010

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    Wenn der Staatsmann Helmut Schmidt und der Historiker Fritz Stern während dreier Tage über Ideologien und Ideen, Parteien und Politiker sowie Macht und Moral diskutieren –dann kommt dieses wunderbare Buch heraus. Einerseits Schmidts gewohnter Sound, oft knapp und trocken, und andererseits Sterns Geschichtsstunden lassen das 20. Jahrhundert Revue passieren. Dem faszinierten Leser wird ein Lehrstück über Theorie und Praxis der Politik geboten: Oral history as its best!

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