Vertrauliche Gespräche. Erasmus von Rotterdam

von Erasmus Rotterdam

Buch

Taschenbuch (354 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Er war einer der einflußreichsten Humanisten Europas, ein Pazifist, ein unermüdlicher Publizist und Propagandist für eine umfassende Bildungs-, Gesellschafts- und Glaubensreform - seiner Zeit war Erasmus von Rotterdam weit voraus. Er geriet nicht selten zwischen die Fronten von Reform und Orthodoxie, behauptete dabei aber stets seine geistige Freiheit und Unabhängigkeit.Der vorliegende Band vereinigt zwanzig vertrauliche Gespräche, Dialoge, in denen Moral und Lebensführung sowie drängende politische und gesellschaftliche Fragen thematisiert werden. Und obwohl nun nahezu 500 Jahre alt, sind die Fragen von brennender Aktualität: Kann ein Krieg gerecht, das heißt zu rechtfertigen, sein? Kann man im Namen Gottes kämpfen? Wie kommt es, daß sich einzelne so oft und auf Kosten kollektiver Solidarität durchsetzen? Und worauf gründet sich eigentlich die Diffamierung und Unterdrückung des weiblichen Geschlechts? Beharrlich und mit viel Charme verkündet Erasmus seine humanistische Botschaft: den Triumph des unabhängigen und selbständigen vor dem dogmatischen, autoritätsgläubigen, konfessionell und politisch gefesselten Denken.

Pressestimmen:

"Die 'Vertraulichen Gespräche' haben auch in der Spätmoderne nichts von ihrer Anschaulichkeit verloren. Neben der lebendigen Neuübersetzung besticht der Band durch einen informativen Anmerkungsteil." (Neue Zürcher Zeitung)
"Er ist aktuell, dieser Erasmus von Rotterdam, wir brauchen ihn dringend. Seine Dialoge immunisieren uns gegen windige Ideologen, gegen Marktschreier des Opportunismus, gegen das Denken in Fesseln. Zwanzig Texte des großen Humanisten sind hier versammelt, und sie sind alles andere als verstaubt. Sie fordern auf, sich der Unabhängigkeit zu versichern. Die Vernunft war Erasmus die Richtschnur, den Einflüsterungen der Macht zu entgehen." (Salzburger Nachrichten)

Produktdetails

Verkaufsrang: 45.362
ISBN-10: 3-257-23167-9
EAN: 9783257231670
Originaltitel: Colloquia familiaria
Erschienen: 23.08.2011
Verlag: Diogenes Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 354
Länge/Breite: 179mm/113mm
Gewicht: 276 g
Übersetzer: Kurt Steinmann
Reihe: Diogenes Taschenbücher
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Kurt Steinmann

Kurt Steinmann, geb. 1945, arbeitete bis 2003 als Gymnasiallehrer in der Nähe von Luzern. Seit 1978 hat er zahlreiche Übersetzungen aus dem Griechischen und Lateinischen veröffentlicht (bei Reclam, Insel, Diogenes und Manesse). Seine Übersetzungen dienten auch als Grundlage von Theaterinszenierungen, so in Stuttgart, Oberhausen und in München. Am 19. November 2005 erlebte Jossi Wielers Inszenierung der Bakchen des Euripides, übersetzt von Kurt Steinmann, ihre Premiere an den Münchner Kammerspielen. Steinmann arbeitet gegenwärtig an einer Neuübersetzung der Odyssee.

Erasmus Rotterdam

Erasmus Desiderius von Rotterdam zählt zu den bedeutendsten Repräsentanten des philosophischen Humanismus. Als Philologe und Kirchenkritiker bestimmte er wesentlich die Grundlagen der protestantischen Bewegung mit.

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Kundenrezensionen

  • Pressenotiz zu dem Artikel aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.12.00 Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    <br>Sehr liebevoll bespricht Jan Rüdiger diese Neuübersetzung eines Teils der "colloquia familiaria" und macht glaubhaft, dass es sich hierbei nicht nur um eine belehrende oder erbauliche, sondern auch um eine höchst unterhaltsame Lektüre handelt. Dies begründet er einerseits mit dem Stil es Erasmus, den er als einen großen Ironiker zwischen den Fronten des Katholizismus und des Protestantismus schildert. Sehr ansprechend schildert Rüdiger etwa das Gespräch zwischen der gebildeten Gläubigen und dem hochnäsigen Abt, der es nicht erträgt, das eine "Untergebene" mehr weiß als er, oder auch das Gespräch über die "Vorzüge und Nachteile des späten Aufstehens". Den anderen Grund für seinen Lobgesang benennt Rüdiger in der Neuübersetzung Kurt Steinmanns, die er für ihre Flüssigkeit und Eleganz lobt. Dies begrüßt er um so mehr, weil auch Erasmus "Colloquia" in einem aktuellen Latein geschrieben und als "Konversationsübungen für ein elegantes mündliches Latein" gedacht gewesen seien. Nur manchmal geht ihm Steinmann zu weit: Das Wort "emorior" (tot umfallen), das immerhin durch Cicero und Catull nobilitiert worden sei, hätte Rüdiger nicht mit "abkratzen" wiedergegeben.<br><br>Ein Service von Perlentaucher.de

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