22 Britannia Road

Roman

von Amanda Hodgkinson

Buch

Taschenbuch (434 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Liebe und Lüge in Zeiten des Friedens "Haushälterin oder Ehefrau?", fragt der Soldat Silvana, als sie und der siebenjährige Aurek am Ende des Zweiten Weltkrieges an Bord des Schiffes gehen, das sie von Polen nach England bringen wird. Was soll Silvana erwidern? Sie weiß nicht mehr, ob die Worte "Haus" und "Ehe" noch irgendetwas mit ihr zu tun haben. Und Janusz, der sie nach Jahren der Trennung erwartet? Janusz versucht zu vergessen, was war, und träumt von einer englischen Art von Glück. Drei Menschen, bestimmt von emotionaler Entfremdung, von Sehnsucht und Verrat, mit dem unbedingten Wunsch, zusammenzugehören. Hodgkinsons Sprache ist von großer Eindringlichkeit und Ruhe. Atmosphärisch dicht und in filmischen Bildern bringt sie einen sanft-melancholischen Ton zum Klingen, der einen eigenen Zauber entfaltet.

Pressestimmen:

"Die Britin erzählt in ihrem Romanerstling die tragische Geschichte mit starken Bildern, ganz unsentimental und gerade deshalb erschütternd."
Berner Zeitung 23.02.2012

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-24897-1
EAN: 9783423248976
Originaltitel: 22 Britannia Road
Erschienen: 01.11.2011
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 434
Länge/Breite: 210mm/135mm
Gewicht: 540 g
Übersetzer: Brigitte Jakobeit
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Brigitte Jakobeit

Brigitte Jakobeit, Jg. 1955, lebt in Hamburg und übersetzt seit 1990 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Milos Forman sowie Bücher von John Boyne, Paula Fox, Alistair MacLeod, Audrey Niffenegger und Jonathan Safran Foer.

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Kundenrezensionen

  • 22 Britannia Roed. Eine faszinierende Geschichte. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 26.04.2012

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    Die Geschichte des Buches „22 Britannia Roed“ spielt in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges in England und Polen. Die Autorin zeichnet ein eindringliches sinnliches Porträt

    zweier Menschen die beinahe an der Zerbrechlichkeit ihrer Gefühle scheitern. Entfremdung und Verrat bestimmen zeitweise ihr Leben. Doch es bleibt immer der Wunsch nach den langen Jahren der Trennung wieder eine Familie zu werden.


    Janusz und Silvana lernen sich in ihrem Heimatland Polen kennen und lieben. Als ihr gemeinsamer Sohn Aureks gerade mal ein Jahr alt ist trennt der Krieg die kleine Familie. Sechs lange Jahre soll die bittere Zeit der Trennung dauern. Es sind für alle drei schwere, bittere Zeiten.


    Silvana und ihr Sohn Aureks überleben unter furchtbaren Umständen in den Wäldern nahe ihrer Heimatstadt Warschaus. Es geht ums nackte Überleben. Angst und Verzweiflung bestimmen das Leben der beiden.


    Janusz, der gegen die Deutschen gekämpft hat gelingt die Flucht nach England. Nach langen Jahren erfährt er endlich, dass seine Frau und sein Sohn noch leben. Er kauft ein kleinen Haus und sehnt sich nichts sehnlicher herbei als endlich mit den beiden wieder vereint zu sein.


    Doch das Zusammenleben gestaltet sich mehr als schwierig. Alle drei leiden unter den Folgen der langen Trennung. Oftmals verzweifeln sie an der Entfremdung, die sich nicht einfach ablegen lässt. Jedoch der übermächtige Wunsch, dem Sohn ein harmonisches Zuhause und eine stabile Zukunft zu ermöglichen, damit die Wunden der kleinen geschundenen Seele heilen können.

    Aber auch Aurek mit seiner ungebändigen wilden Wesensart trägt nicht unwesentlich dazu bei dass seine Eltern wieder zu einander finden.


    Mit ganz viel Einfühlungsvermögen und melancholischen Zwischentönen erweckt Amanda Hodgkinson die Protagonisten in ihrem Debütroman zum Leben. Es war eine Freude und ein Genuss mich in die Geschichte zu versenken. Sehr empfehlenswert!





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  • Ein unvergesslicher Roman! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.04.2012

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    England nach Kriegsende. Janusz hat Frau und Kind wieder gefunden und holt beide nach England, seiner neuen Heimat. Doch Silvana und Aurek finden sich nicht zurecht. Sie sind traumatisiert von den Kriegserlebnissen. Sie mussten Warschau verlassen, haben mehr recht als schlecht in den Wäldern Polens überlebt. Janusz möchte aus ihnen eine perfekte englische Familie machen, doch immer wieder muss er an Héléne denken, mit der er in Frankreich zusammen war. Silvana wird von Tony umworben, einem Schwarzmarkthändler, doch die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Janusz und Silvana, beide haben ihre Geheimnisse, ihre Erlebnisse und können sich nicht mitteilen.

    Ein wunderbarer Roman. Lebendig geschrieben, sehr eindrucksvoll. Trotz des Themas, trotz der düsteren Rückblicke in die Vergangenheit, ist dieser Roman leicht und fließend zu lesen. Ein Roman, den ich nicht mehr weglegen konnte und den ich auch nicht so schnell vergessen werde. Ein Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Unbedingt empfehlendwert!

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  • Eine englische Art von Glück Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christiane Hibbe, am 20.03.2012

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    6 Jahre lang war Janusz von seiner Frau Silvana und ihrem gemeinsamen Sohn Aurek getrennt. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs muss er seine Familie in Warschau verlassen um für sein Land in den Krieg zu ziehen. Für Silvana und den kleinen Aurek beginnt eine Zeit voller Schrecken und Ängste und ein Kampf ums Überleben. Janusz gelingt währenddessen die Flucht nach Großbritannien. Dort kauft er ein Haus in Ipswich um seine Familie wieder zu vereinen und ein neues Leben zu beginnen. Doch die Vergangenheit hat ihre Narben hinterlassen und nichts ist mehr so wie es war. Wird Janusz und Silvana das Zusammenleben gelingen, damit sie ihrem Sohn ein behütetes zu Hause schenken können?

    Mit "22 Britannia Road" ist Amanda Hodgkinson ein wunderschönes und sehr ergreifendes Familiendrama gelungen, das von der erste bis zur letzten Seite fesselnd ist. Eine Geschichte über Liebe, Verlust, Geheimnisse und den Glauben an ein besseres Leben.

    Dieses Debüt lohnt sich!

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  • 22 Britannia Road Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karthause, am 21.02.2012

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    Janusz und Silvana lernen sich Ende der 1930er Jahre in Warschau kennen und lieben. Sie heiraten und bekommen ihren Sohn. Dann überfällt 1939 Deutschland Polen. Janusz kämpft gegen die Deutschen, wird von seiner Truppe getrennt und nutzt die Gelegenheit zur Flucht. Gemeinsam mit zwei Begleitern schlägt er sich Großbritannien durch. Silvana flieht mit ihrem Sohn aus Warschau, ist ganz auf sich gestellt. Beide müssen eine lange Zeit im Wald verbringen und durchleben eine Zeit unvorstellbarer Schrecken und Ängste.
    6 Jahre später steht sich die Familie nun in England wieder gegenüber. Janusz hat alles daran gesetzt, seine Frau und seinen Sohn zu finden. In Ipswich hat er in der 22 Britannia Road ein Nest für sie vorbereitet. Er hat schon gut Fuß gefasst in der neuen Heimat und will britischer als die Briten selbst sein. Aber die Jahre der Trennung haben beide entfremdet. Aurek ist schwer traumatisiert. Alle haben eine eigene, schwierige Vergangenheit von der sie sich nur schwer lösen und über die noch schlechter miteinander reden können. Das Gestern liegt wie ein dunkler Schatten über ihnen und auch das Heute legt ihnen große Hürden in den Weg. Der Neustart der Familie gestaltet sich äußerst schwierig. Aber die Probleme liegen nicht nur im Vergangenen, die Folgen der langen Trennung reichen bis in die Gegenwart und bereiten Silvana und Janusz Probleme. Das größte ist wohl die Sprachlosigkeit. Sie hat Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung, er will ein perfektes britisches Leben führen. Die Situation beginn zu eskalieren, als Silvana an Janusz gerichtete Briefe einer Frau findet und auch sie von einem anderen Mann umworben wird.
    Mit ihrem Erstling legt Amanda Hodgkinson ein starkes, beachtenswertes Buch vor. Sie erzählt die Geschichte einer kleinen polnischen Familie, die nach 6 Jahren Trennung 1946 in Ipswich wieder zusammen findet. Auf eine sehr eindringliche Weise beschreibt sie nachvollziehbar die Entfremdung, die es zwischen den Eheleuten gibt. Sie lässt die Leser in eine kranke Kinderseele schauen und macht damit das Leiden des kleinen Aurek greifbar, der sich an seine Mutter wie ein Ertrinkender klammert und zu dem Janusz nur ganz langsam Zugang bekommt. Für das Verständnis der Protagonisten lässt sie den Leser immer wieder zurück blicken, damit erschließt sich einem ganz langsam die harte Vergangenheit der drei und ihre Gedanken und Reaktionen werden (größtenteils) verständlich, wodurch der Roman eine ganz besondere Tiefe und Kraft erfährt. „22 Britannia Road“ lässt sich trotz der schweren Thematik wunderbar leicht lesen. Diese Familiengeschichte wird von der Autorin ruhig und stetig in der Handlung fortschreitend erzählt. Sie ist emotional, aber keineswegs rührselig geschrieben. Besonders beeindruckt hat mich die Beschreibung der Nachkriegszeit in Ipswich. Amanda Hodgkinson hat mit ihrem Roman ein wirklich gelungenes Sittenbild dieser Zeit gezeichnet. Ein Glücksgriff gelang dem Verlag bei der Auswahl des Coverbildes. Das äußere Erscheinungsbild und der Inhalt des Buches sind vollkommen harmonisch.
    „22 Britannia Road“ ließ sich wie im Flug lesen mit einer emotionalen, aber nicht zu gefühlsbetonten Thematik. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen und damit wieder eine Autorin gefunden, deren weitere Werke ich gespannt erwarte.

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  • Eine faszinierende Geschichte voller Geheimnisse und Spannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 28.10.2011

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    Warschau während des Zweiten Weltkrieges. Der junge Janusz ist gezwungen, seine Frau Silvana und den gemeinsamen Sohn Aurek zurückzulassen und als Soldat für sein Land zu kämpfen. Noch ahnt er nicht, wie lange es dauern wird, bis die Familie wieder vereint ist. Erst nach Ende des Krieges sehen sich Silvana und Janusz wieder – in England hat Janusz ein Haus für sich und seine kleine Familie gekauft und hofft, alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen zu können.
    Doch die Erlebnisse während des Krieges lassen die drei noch nicht so schnell aus ihren Fängen. Silvana und Aurek haben zwar überlebt, doch der Preis dafür war hoch – höher, als Janusz auch nur ansatzweise ahnt. Wie Tiere lebten die beiden in den Wäldern um Warschau, immer auf der Flucht, stets hungrig und bereit, für ein bisschen Nahrung fast alles zu tun. Auch bei Janusz hat der Krieg Spuren hinterlassen, tiefe Narben und die Erinnerung an eine andere Liebe, die er nicht vergessen kann.
    Während Janusz alles versucht, um in England heimisch zu werden, seinen Garten hegt und pflegt und in seiner Fabrik zum Vorarbeiter aufsteigt, kommen Silvana und Aurek mit dem bürgerlichen Leben nicht so recht klar. Sie fühlen sich wie Fremde, müssen erst wieder lernen, nicht in Kleidern zu baden und kein Gemüse aus den Gärten der Nachbarn zu stehlen. All das, was diese drei Überlebenden einander nicht sagen können, steht zwischen ihnen wie eine übermächtige Mauer. Am Ende scheint es so, als würden die unausgesprochenen Geheimnisse sie voneinander immer mehr entfernen.

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