Der Insektensammler

Roman

von Jeffery Deaver

Buch

Taschenbuch (476 Seiten)

6. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Im Paquenoke Sumpf ist ein junges Mädchen entführt worden. Der Tat verdächtig ist der 16-jährige Garrett Hanlon, ein abstoßender Einzelgänger, der seit dem Tod der Eltern und der kleinen Schwester bei Pflegeeltern lebt. Er beschäftigt sich fanatisch mit giftigen Insekten, weshalb man ihn im Ort - halb ängstlich, halb abfällig - nur "den Insektensammler" nennt.
Davon ahnen Lincoln Rhyme und Amelia Sachs jedoch noch nichts, als sie in Avery, North Carolina, eintreffen. Rhyme, der seit einem Unfall im Polizeidienst vor vielen Jahren fast vollständig gelähmt ist, hat sich endlich dazu entschlossen, sich in einer Spezialklinik einer riskanten Operation zu unterziehen, die ihm möglicherweise einen Teil seiner Bewegungsfähigkeit zurückgeben kann. Da ein Exkollege aus New York nun hier in Avery arbeitet, sieht er kurz auf dem Polizeirevier vorbei, um diesen zu begrüßen - und wird sofort von Sheriff Jim Bell über den aufsehenerregenden Entführungsfall informiert. Für Bell ist Rhyme ein Geschenk des Himmels: Sein analytischer Verstand, sein scharfes Auge und seine legendären Erfahrungen bei der Lösung von Gewaltverbrechen könnten helfen, das Schlimmste zu verhindern.
Angeblich habe ein gewisser Garrett Hanlon am Morgen einen Jogger überfallen und mit einer Schaufel erschlagen und dann die junge Mary Beth, die im Sumpf archäologische Grabungen durchführte, gekidnappt. Es sei mit allem zu rechnen, wahrscheinlich habe Garrett das Mädchen bereits vergewaltigt und getötet, schlussfolgert der Sheriff. Überdies sei dies nicht der erste unnatürliche Todesfall, der in den letzten Jahren im Sumpf passiert sei - darunter auch ein Mädchen, das von Wespen zu Tode gestochen wurde. Bell, der bereits Einsatzbeamte und eine Krankenschwester ins Sumpfgelände geschickt hat, bittet Rhyme dringend darum, mit ihm zum Tatort zu kommen und die örtlichen Polizisten zu unterstützen.
Am Paquenoke erwartet sie das Chaos. In der Zwischenzeit hat nämlich Garrett auch die Krankenschwester verschleppt, ein Polizeibeamter ist von Wespen bis zur Bewusstlosigkeit gestochen worden, und von Garrett und den beiden entführten jungen Frauen gibt es nicht die geringste Spur. Während Rhyme versucht, vor Ort Spuren zu sichern und Informationen zu sammeln, macht sich Amelia auf ins Haus von Garretts Pflegeeltern, um dort vielleicht wichtige Details über den Jungen zu erfahren. Sie findet ein Paar Schuhe mit erdverkrusteten Sohlen, die zum Glück präzise Hinweise auf Garretts bevorzugten Unterschlupf zulassen. Garrett, in die Enge getrieben, versucht noch mit der entführten Krankenschwester zu fliehen, kann jedoch bald darauf festgesetzt werden. Er wird inhaftiert, weigert sich jedoch, das Versteck von Mary Beth preiszugeben.
Die ganze Zeit über ist in Amelia intuitiv die Gewissheit entstanden, dass Garrett nicht der psychopathische Verbrecher ist, als den man ihn darstellt, sondern ein verängstiger junger Mann, der sich vor irgendetwas zu schützen versucht und selbst auf der Suche nach Antworten ist. Als eine Gruppe "rechtschaffener Bürger" ihn gewaltsam aus dem Gefängnis befreien will, um zuerst das Versteck der Geisel aus ihm herauszuprügeln und ihn dann zu lynchen, reagiert Amelia spontan. Sie greift sich eine Waffe, überwältigt einen Beamten, hält die zu allem entschlossenen Männer in Schach, befreit Garrett - und flieht mit ihm zurück in die Sümpfe.
Nun umkreisen sich Jäger und Gejagte - wobei die jeweiligen Seiten durchaus flexibel sind. Rhyme, der wie vor den Kopf geschlagen ist, aber Amelia intensiv genug kennt, um nach wie vor an einen guten Grund für ihr Verhalten zu glauben, versucht die Polizisten zu Ruhe und vernünftigem, zielgerichtetem Verhalten zu bewegen. Dieselben aufgewiegelten Bürger, die zuvor schon Garrett in ihre Gewalt bringen wollten, nehmen wiederum ebenfalls die Fährte von Amelia und ihrem undurchsichtigen Schützling auf. Die Polizei jagt sowohl Garrett und Amelia wie auch die gewaltbereite Bürgertruppe. Als man die beiden schließlich findet, eskaliert die Situation ein weiteres Mal: Bevor sie überwältigt werden können, erschießt Amelia einen jungen Polizisten - in Notwehr, doch natürlich glaubt ihr niemand.
Jetzt ist es an Rhyme, Amelias Unschuld und letztlich auch die von Garrett zu beweisen. Er ahnt nun, dass er mit seinen Nachforschungen weit in der Vergangenheit und lange vor den aktuellen Entführungsfällen einsetzen muss. Tatsächlich stößt er schon bald auf erstaunliche Ungereimtheiten in den Akten zum Unfalltod von Garretts Familie. Und plötzlich scheint man im Ort gar nicht mehr so erpicht auf seine Anwesenheit, geschweige denn auf seine Unterstützung oder gar seinen analytischen Verstand. Da so mancher Bürger von Avery offenbar nicht der ist, für den er gehalten werden will, ist der einzige Mensch, dem Rhyme sich anzuvertrauen wagt, Sheriff Bell. Was diesen in tödliche Panik versetzt...








Pressestimmen:

"Der beste Autor psychologischer Thriller weit und breit!" The Times, London

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-35905-8
EAN: 9783442359059
Originaltitel: The Empty Chair
Erschienen: 01.05.2003
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 6. Auflage
Seitenzahl: 476
Länge/Breite: 185mm/115mm
Gewicht: 366 g
Übersetzer: Hans-Peter Kraft
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Jeffery Deaver

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit seinem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingetragen.Die kongeniale Verfilmung seines Romans 'Die Assistentin' unter dem Titel 'Der Knochenjäger' (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

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Kundenrezensionen

  • "Ein gesundes Lebewesen..." Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Heidemarie Schulze, am 13.11.2010

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    Der Insektensammler- ein sonderbarer junger Mann, der in undurchdringlichen Sümpfen seinem stark ausgeprägten Hobby nachgeht. Oder ist dieses Hobby nur Mittel zum Zweck? Wo befindet sich die entführte junge Frau und warum schlägt sich die Assistentin von Lincoln Rhyme, dem genialen gelähmten Ermittler auf die Seite des Täters? Spannung pur mit einem aufrüttelnden Ausgang.

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  • Spannungsgeladene Jagd durch den Paquenoke-Sumpf Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bellexr, am 15.04.2010

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    Der gelähmte New Yorker Ermittler Lincoln Rhyme hat von einer neuen Art einer Operation erfahren und reist hoffnungsvoll mit seiner Assistentin Amelia Sachs nach North Carolina, um sich dort in einer Spezialkliniker der komplizierten Operation zu unterziehen. Doch bevor es dazu kommt, werden Rhyme und Sachs vom ortsansässigen Sheriff Jim Bell um Unterstützung gebeten. Der sechzehnjährige Einzelgänger und Insektenfan Garett Hanlon hat ein Mädchen in den nahe gelegenen Paquenoke-Sumpf entführt und Sheriff Bell ist mit dem Fall überfordert. Schon schnell können Rhyme und Sachs den jungen Außenseiter ausfindig machen und dem Gefängnis überstellen. Allerdings bleibt das entführte Mädchen verschwunden und Garett weigert sich hartnäckig, ihr Versteck preiszugeben. Als sich eine Bürgerwehr formiert und Amelia feststellt, dass Garett fast panisch vor Angst ist, entschließt sie sich, zusammen mit ihm in die Sümpfe zu fliehen, um das Mädchen zu suchen. Währendessen bleibt Rhyme rat- und hilflos zurück und fängt an, in der Vergangenheit von Garett zu recherchieren. Hierbei stößt er auf eine tödliche Gefahr.

    Dieses Mal lässt sich Jeffrey Deaver etwas Zeit, bis er bei seinem Psychothriller die Spannung anzieht, zuerst plätschert die Story mehr so dahin, man fühlt sich jedoch trotzdem bei der Spurensuche und Rhymes gewohnt zynischem Verhalten gut unterhalten. Erst nach gut 200 Seiten zieht die Spannung extrem an und sobald sich Amelia auf die Seite von Garett schlägt und mit ihm in die Sümpfe flieht, ist es fast unmöglich, dass Buch auch nur kurz aus der Hand zu legen.

    Was auch äußerst spannungsfördernd ist, sind die überraschenden Wendungen in dem komplexen Psychothriller. Hier ist wirklich nichts so, wie es anfangs scheint. Sehr intensiv und beklemmend beschreibt der Autor die Szenen im Sumpf wie auch das Verhalten von Garett, dem Insektensammler. Eindringlich werden einem nach und nach der Charakter und das Verhalten von ihm näher gebracht.

    Auch alle weiteren Figuren sind gewohnt detailreich und lebendig beschrieben. Hier natürlich in erster Linie Rhyme und Sachs, wobei Rhyme wieder gewohnt zynisch, überheblich und herrlich arrogant auftritt. Etwas aufgelockert wird die düstere Stimmung des Psychothrillers durch die gelegentlichen Kabbeleien zwischen Rhyme und seinem "Mädchen für alles" Thom, der sich absolut nichts von Rhyme vorschreiben lässt und immun gegen seine Sticheleien ist.

    Alles in allem ist Jeffrey Deaver mit dem vorliegenden Psychothriller wieder ein spannungsgeladenes, sehr facettenreiches Buch gelungen, welches zwar dieses Mal etwas braucht bis Spannung aufkommt, aber Durchhalten wird hier eindeutig belohnt.

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  • deaver in höchstform Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von natascha, am 18.11.2009

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    ein muss für jeden kriminalromanfan! generell deaver-bücher nicht entgehen lassen. zu empfehlen auch ganz besonders "schule des schweigens". manchmal hat man das gefühl, der autor hätte die situationen selbst erlebt, so realistisch beschreibt er sie... :)

    viel spaß und gänsehaut beim lesen.

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  • Spannend bis zum Schluss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Harmel, am 28.08.2009

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    Dies ist mit einer der richtig guten Fälle aus der Reihe um Rhyme und Sachs! Diesmal geht es im ersten Anlauf nicht um eínen geheimnisvollen,scharfsinnigen Verbrecher, der es vielleicht mit Rhyme aufnehmen könnte, sondern um einen zurückgebliebenen jungen Mann, dessen Schuld nur noch von Rhyme bewiesen werden muss. In diesem Krimi kommt ausserdem Amelia Sachs eine Schlüsselposition zu: Mehr und mehr kümmert und engagiert sie sich für das Wohl Lincoln Rhymes und sie bezieht Position für den aus ihrer Sicht zu Unrecht verfolgten jungen Mann, den "Insektensammler". Und wieder schafft es Jeffrey Deaver uns mit des Rätsels Lösung zu überraschen! Detektivisch, psychologische Kleinstarbeit, schnell zu lesen und spannend bis zum Schluss...

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  • Duell Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Breuer, am 28.07.2009

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    In North Carolina möchte sich Lincoln Rhyme einer gewagten Operation unterziehen. Dies könnte ihm mehr Bewegungsfreiheit bringen oder seinen Tod bedeuten. Bevor er jedoch die Operation antreten kann, wird er in einen Entführungsfall verwickelt. Für Lincoln ist es nicht gerade angenehm, außerhalb seines gewohnten Milieus zu arbeiten, aber dank Amelia Sachs, seiner Assistentin, gelingt es ihm schnell den Entführer zu fassen. In Gedanken befindet sich Rhyme schon im Operationssaal, da überrascht ihn eine neue Tatsache. Amelia befreit den Gefangenen und befindet sich mit ihm auf der Flucht. Natürlich ist es der Seitenwechsel von Amelia Sachs, der einen bedeutenden Höhepunkt dieser Geschichte darstellt. Gerade dieser Tausch von Jäger zum Gejagten überrascht den Leser, denn der weitere Verlauf der Handlung wird zum Duell zwischen Meister und Schüler. Wer ist schlauer Amelia oder Lincoln? Am Besten Sie finden es selbst heraus, denn diese Jagd wird Sie ganz schön auf Trab halten.

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  • Sehr lesenswerter, genialer Psychothriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Heidsiek, am 09.09.2008

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    Nach den ersten beiden Titeln der Lincoln Rhyme und Amelia Sachs-Reihe hat man sich unwillkürlich gefragt, wie viele Bücher Deavers Konzept der unerwarteten und einfallsreichen Wendung verkraftet. „Der Insektensammler“ liefert eine knallharte Antwort: Genug, denn der Autor schafft es auch diesmal wieder den Leser auf die völlig falsche Fährte zu führen. Wie auch schon in den Vorgängern packt einen die Story von Seite eins an, was nicht nur an den toll gezeichneten, mysteriösen Figuren sondern auch an Deavers großartiger, bildreicher Sprache liegt. Wenn dieser die Sümpfe und Flussläufe North Carolinas beschreibt, fühlt man unwillkürlich den Schweiß laufen, glaubt die Moskitos und Hornissen summen zu hören. Auch wird die Charakterentwicklung der einzelnen Protagonisten weiter vorangetrieben. So muss sich Rhyme mit der bevorstehenden OP und den damit verbundenen Risiken auseinandersetzen, während Amelia Sachs die Logik ihrem eigenen Instinkt opfert und (wie leider schon im Klappentext angekündigt) die Seiten wechselt. Für sie wird die Flucht durch die Sümpfe zur persönlichen Tour der Force in welcher sie sich ihrer eigenen dunklen Seite stellen muss. Diese psychologischen Elemente überschatten teilweise die eigentlichen kriminalistischen Ermittlungen, was viele vielleicht mit „Langatmigkeit“ bemängeln werden, für mich aber gerade die besondere Qualität des Buchs ausmacht. Für packende, intensive Spannung ist dann schließlich auch spätestens ab der Mitte an gesorgt, weil Deaver einmal mehr dieses Gefühl der Bedrohung kreiert, was uns um die Protagonisten, trotz der festen Annahme, dass das Buch mit einem Happy-End abschließt, sorgen lässt. Gegen Schluss führt der Autor dann, wie bereits oben erwähnt, die bisher völlig einleuchtend wirkende Handlung ad absurdum und ordnet mithilfe bestechender Logik ihre Elemente so, dass vieles in einem total anderen Licht erscheint. Ein Ende das zwei bis dreimal überrascht und bei mir für absolute Gänsehaut und ungläubiges Staunen gesorgt hat. Insgesamt ist „Der Insektensammler“ wieder ein sehr lesenswerter, genialer Psycho-Thriller, der weniger blutrünstig als seine Vorgänger daher kommt.

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  • Spannung pur! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dabis, am 26.03.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch dieser Thriller reicht wieder an die Klasse aller Bücher von Jeffrey Deaver heran. Besonders schön sind die Wendungen in dieser Story. Ständig wechselt der Schuldige und man weiß als Leser schon bald nicht mehr wer die Guten und Bösen sind. Gegen Ende ist es schon fast ein wenig zu viel - aber trotzdem. Mir gefällt es wenn man nicht schon in der Mitte des Buches erfährt wer die Schuldigen sind und wie sie überführt werden. Das Sachs aus der ganzen Misere wieder herauskommt wird jedem wohl klar sein und das dies zehn Seiten vor Schluß völlig überraschend passiert, wird zu diesem Zeitpunkt keinen mehr unerwartet treffen. Allerdings gibt Deaver nicht auf und schafft es auch auf den letzten zehn Seiten noch etwas passieren zu lassen. Spannung pur!

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  • Super toll! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.08.2005

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch dieser Deaver ist sehr spannend und interessant, da es nicht nur um Mord geht, sondern auch um Beamtenkorruption. Am besten ist allerdings der Schluss, als Rhyme mit seiner umfassenden Aussage seiner Partnerin und Assestentin aus dem Gefängnis hilft.

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  • mein langweiligster deaver Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von treasureb, am 08.06.2005

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    gäääähhhhhn..... was am anfang noch "relativ" spannend beginnt - eigentlich beginnen deaver's bücher durchaus sehr spannend - zieht sich über den hauptteil des buches wie kaugummi, um dann am ende im gewohnt furiosen und unerwarteten finale zu enden.
    trotzdem für mich ein pageturner, allerdings nur deswegen, weil ich immer verzweifelt hoffte auf der nächsten seite den bekannt spannenden deaver-schreibstil zu finden...;-)
    im gegensatz zur assistentin, zum letzten tanz und zu tränen des teufels geht dieses buch äußerst langatmig zu werke. bei den drei vorgenannten büchern jagt ein neues szenario das nächste, hochspannung von anfang bis ende, aber hier.... nada!

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  • mein langweiligster deaver Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von treasureb, am 02.06.2005

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    gäääähhhhhn..... was am anfang noch "relativ" spannend beginnt - eigentlich beginnen deaver's bücher durchaus sehr spannend - zieht sich über den hauptteil des buches wie kaugummi, um dann am ende im gewohnt furiosen und unerwarteten finale zu enden.
    trotzdem für mich ein pageturner, allerdings nur deswegen, weil ich immer verzweifelt hoffte auf der nächsten seite den bekannt spannenden deaver-schreibstil zu finden...;-)
    im gegensatz zur assistentin, zum letzten tanz und zu tränen des teufels geht dieses buch äußerst langatmig zu werke. bei den drei vorgenannten büchern jagt ein neues szenario das nächste, hochspannung von anfang bis ende, aber hier.... nada!
    ich schwanke zwischen zwei und drei sternen, aber da ich weiß was deaver könnte, gibt's nur zwei.

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  • Cool Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 21.12.2003

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    Habe das Buch im englischen Original gelesen und kann nur sagen: Selten so in die Irre geführt worden. Spannung, Logik und Psychologie sind stimmig wie selten. Das ganze Buch und besonders die Auflösung: einfach nur cool!!!

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  • Super spannend!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.12.2003

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    Das Buch ist total klasse. Man kommt nicht davon los, weil man wissen will wie es weiter geht. Das Ende ist klasse.

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  • es gibt nichts besseres Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von C.Paul, am 25.09.2003

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    Dieses Buch ist der ''Mercedes'' der Kriminalromane...wie bisher auch die anderen mit dem Ermittlerpaar Rhyme und Sachs. Man muss es lesen...und man wird es nicht wieder weglegen können. Spannend bis zum Schluss und einmalig tiefgründig in psychologischer Darstellung.
    Wahnsinn!!

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Sie kam hierher, um Blumen an der Stelle niederzulegen, wo der Junge getötet und das Mädchen entführt worden war.
Sie kam hierher, weil sie eine dickliche junge Frau mit narbigem Gesicht war und nicht viele Freunde hatte.
Sie kam her, weil man es von ihr erwartete.
Sie kam, weil sie es wollte.
Schwitzend und schwerfällig lief die sechsundzwanzigjährige Lydia Johansson auf dem unbefestigten Bankett der Route 112 entlang, an der sie ihren Honda Accord geparkt hatte, und stieg dann vorsichtig die Böschung zu dem sumpfigen Ufer hinab, wo der Blackwater Canal in die trüben Fluten des Paquenoke mündete.
Sie kam hierher, weil sie dachte, es gehöre sich so. Sie kam her, obwohl sie Angst hatte.
Die Sonne war erst vor kurzem aufgegangen, aber seit Jahren war es in North Carolina im August nicht mehr so heiß gewesen, und Lydia hatte ihre weiße Schwesterntracht schon fast durchgeschwitzt, als sie auf die von Weiden, Tupelo - und breitblättrigen Lorbeerbäumen umstandene Lichtung am Flussufer zuging. Mühelos fand sie die gesuchte Stelle - das gelbe Absperrband der Polizei stach sofort ins Auge.
Frühmorgendliche Geräusche. Haubentaucher; ein Tier, das ganz in der Nähe im dichten Unterholz herumstöberte; der heiße Wind, der durch Schilf und Sumpfgras strich.
Herrgott, ich fürchte mich, dachte sie. Nur zu deutlich standen ihr all die grusligen Szenen aus den Romanen von Stephen King und Dean Koontz vor Augen, die sie spätabends mit ihrem Bettgefährten las - einem Becher Eiscreme.
Wieder raschelte es im Unterholz. Sie zögerte, blickte sich um. Dann ging sie weiter.
"He." Eine Männerstimme. Ganz in der Nähe.
Lydia keuchte und fuhr herum. Fast hatte sie die Blumen fallen lassen. "Hast du mich erschreckt, Jesse." der abgesperrten Lichtung. Lydia bemerkte, dass sie beide wie gebannt auf das Gleiche starrten: den weiß schimmernden Umriss einer Gestalt am Boden, dort, wo man die Leiche des Jungen gefunden hatte. Rund um die Stelle, wo der Kopf eingezeichnet war, befand sich ein dunkler Fleck - altes Blut, wie sie als Krankenschwester sofort erkannte.
"Hier ist es also passiert", flüsterte sie.
"So isses." Jesse wischte sich über die Stirn und strich eine herabhängende blonde Haarsträhne zurück. Seine Uniform - die beigefarbene Kluft der Polizei des Paquenoke County - war staubig und zerknittert. Dunkle Schweißflecken breiteten sich unter den Armen aus. Er war dreißig und auf eine jungenhafte Art süß. "Seit wann bist du schon hier?", fragte sie.
"Weiß ich nicht genau. Seit fünf etwa."
"Ich hab ein anderes Auto gesehen", sagte sie. "Droben an der Straße. Ist Jim hier?"
"Nö. Ed Schaeffer. Er is auf der andern Seite vom Fluss." Jesse deutete mit dem Kopf auf die Blumen. "Die sind hübsch."
Lydia zögerte einen Moment, dann blickte sie auf die Margeriten, die sie in der Hand hatte. "Zwei neunundvierzig. Hab sie gestern Abend besorgt. Weil ich nicht gewusst habe, ob so früh schon jemand auf hat. Na ja, Dell's vielleicht, aber dort gibt's keine Blumen." Wieso fing sie an, dummes Zeug zu faseln? Wieder blickte sie sich um. "Keine Spur von Mary Beth?"
Jesse schüttelte den Kopf. "Nicht die geringste."
"Von ihm auch nicht, soll das vermutlich heißen."
"Von ihm auch nicht." Jesse schaute auf seine Uhr. Dann hinaus auf das dunkle Wasser, den dichten Schilfgürtel, das undurchdringliche Gras, den verfaulenden Bootssteg.
Lydia fand es nicht sehr beruhigend, dass ein Bezirks-Deputy, der einen schweren Revolver trug, anscheinend genauso nervös war wie sie selbst. Jesse stieg den mit Gras überwucherten Hang zur Straße hinauf. Er hielt inne, warf einen weiteren Blick auf die Blumen. "Nur zwo neunundneunzig?"
"Zwei neunundvierzig. Bei Food Lion."
"Das is günstig", sagte der junge Polizist, während er mit zusammengekniffenen Augen auf das dichte Meer aus Gras blickte.
Streifenwagen."
Lydia Johansson ging näher zum Tatort. Sie stellte sich Jesus vor und die Engel, und sie betete ein paar Minuten. Sie betete für die Seele von Billy Stail, der erst gestern Morgen an ebendieser Stelle von seiner sterblichen Hülle erlöst worden war. Sie betete darum, dass das Leid, das Tanner's Corner heimgesucht hatte, bald vorübergehen möge.
Sie betete auch für sich.
Wieder drangen Geräusche aus dem Unterholz. Ein Knacken, Geraschel.
Inzwischen war es heller, aber auch bei Sonnenschein wirkte Blackwater Landing nicht viel freundlicher. Der Fluss war hier ziemlich tief, gesäumt von modrigen schwarzen Weiden und dicken Zedern und Zypressen - einige waren abgestorben, andere noch nicht, aber alle mit Moos und den würgenden Ranken der Kupoubohne überwuchert. Im Nordosten, nicht weit von hier, lag der Great Dismal Swamp, und wie alle Expfadfinderinnen im Paquenoke County kannte sie sämtliche alten Sagen um dieses Sumpfgebiet: die Geschichte von der Frau vom See, dem Eisenbahner ohne Kopf. Aber nicht diese Gestalten waren es, die ihr zu schaffen machten; hier, in Blackwater Landing, ging ebenfalls ein Gespenst um - der Junge, der Mary Beth McConnell entführt hatte.
Lydia öffnete ihre Handtasche und zündete sich mit zittrigen Händen eine Zigarette an. Beruhigte sich etwas und spazierte am Ufer entlang. Blieb neben einem Streifen aus hohem Schilf und Rohrkolben stehen, die sich im sengenden Wind bogen.
Sie hörte, wie oben an der Straße ein Auto angelassen wurde. Jesse fuhr doch nicht etwa ab? Beunruhigt blickte Lydia die Böschung hinauf, sah aber, dass der Wagen nicht wegfuhr. Vermutlich lässt er bloß die Klimaanlage laufen, dachte sie. Als sie sich wieder dem Wasser zuwandte, fiel ihr auf, dass die Rohrkolben und das Schilf immer noch wogten, sich bogen, raschelten.
Als ob dort jemand wäre, der sich auf das gelbe Absperrband zubewegte und sich dabei dicht am Boden hielt.
Aber nein, natürlich nicht. Es ist nur der Wind, sagte sie sich. Und andächtig legte sie die Blumen in die Gabel einer knorrigen der Blutlache, die so schwarz war wie das Wasser des Flusses. Wieder setzte sie zu einem Gebet an.


Auf der anderen Seite des Paquenoke lehnte sich Deputy Ed Schaeffer an eine Eiche und achtete nicht auf die Stechmücken, die seine bloßen Arme umschwirrten. Er ging in die Hocke und suchte den Waldboden erneut nach Spuren des Jungen ab.

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