Der Proceß ( Prozeß)

Roman

von Franz Kafka

Buch

Taschenbuch (249 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

"Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." So beginnt die Geschichte des Josef K., dem an seinem 30. Geburtstag von einer mysteriösen Behörde der Prozeß gemacht werden soll. Und je mehr er seine Unschuld verteidigen will, um so tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. muß schließlich erkennen, daß der "Sinn dieser großen Organisation, dieser korrupten Bande", der Sinn dieses geheimnisvollen Prozesses die "Sinnlosigkeit" ist. Der Prozeß, der erste Roman Franz Kafkas, zwischen 1914 und 1915 entstanden und 1925 zum ersten Mal erschienen, ist zwar Fragment geblieben, aber dennoch ein großes Werk der Weltliteratur. Die Bedeutung für das 20. Jahrhundert kann nicht überschätzt werden: Denn der Prozeß, den Josef K. über sich ergehen lassen muß, ist auch ein Prozeß, den er - unschuldig-schuldig - sich selbst macht und verlieren muß.

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.317
ISBN-10: 3-15-009676-6
EAN: 9783150096765
Erschienen: 1998
Verlag: Philipp Reclam Jun.
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 249
Länge/Breite: 148mm/96mm
Gewicht: 108 g
Reihe: Reclam Universal-Bibliothek
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Franz Kafka

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloß, trat Kafka 1908 in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt" ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.

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Kundenrezensionen

  • Der Proceß - eine Scheinwelt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der "Proceß" kann mit Sicherheit spannend genannt werden. Bei der Lektüre werfen sich immer mehr Fragen auf, der Leser wartet darauf Antworten geliefert zu bekommen, jedoch bleibt Kafka diese schuldig. Die Welt die Kafka in seinem Proceß kreiert scheint sehr obskur, die Legislative ist nicht mit dem zu vergleichen was wir darunter verstehen. So wird man als Leser verwirrt, dadurch dass der Angeklagte Josef K. wie jeder andere, der vom Gericht angeklagt wird nicht erfährt welchen Vergehens er beschuldigt wird. Durch die Lektüre des Proceß wird uns allerdings klar, wie wertvoll unser Rechtssystem ist. Vielen mag Kafka nicht gefallen, den Proceß zu lesen ist auch recht mühsam, Antworten auf die aufgeworfenen Fragen bekommt man, wie schon gesagt nicht, aber man gewinnt den Blick in eine künstliche von Kafka konstruierte Welt und man fiebert mit Josef K. dem Ende entgegen und ist gespannt auf den Ausgang.

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  • ärgerlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nachdem ich schon bei "Das Schloss" und Kafkas Kurzgeschichten fast eingeschlafen bin, wiederholte sich diese Stimmung auch bei "Der Prozess". Laut einigen Kritikern soll das also Weltliteratur sein. Nun, dieses Werk ist höchstens noch historisch interessant, ansonsten ein verknorzter Text. Die Protagonisten scheinen allesamt komische, eher dämliche Typen zu sein, oft geradezu peinlich und ärgerlich. Ich stelle mir nun einen "Bürogummi" vor, der in den Pausen versucht, einen Roman zu schreiben. Das kommt dann dabei heraus. Ich kann nicht anders, die Geschichte ist einfach zu flach, umständlich und irgendwie sinnlos in der heutigen Zeit.

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  • Unwirkliches Erwachen mit fatalen Folgen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Zitronenblau, am 23.11.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie auch in "Die Verwandlung" wacht der Hauptdarsteller - hier Josef K.(afka?) - auf und sieht sich konfrontiert mit einer Welt, deren Einfluss auf ihn er nicht kontrollieren kann. Viele Kafka-Leser neigen nun dazu, vom Kafkaesken zu sprechen, nur denke ich, dass dies in gewisser Hinsicht eine dem Autor logisch abgeleitete Eigenschaft ist, die sich jedoch nur in Bezug auf eben diese düstre Romanstimmung so prägnant begrifflich herausgebildet hat, d.h. sinnvoller wäre es vielleicht, ein anderes Buch mit diesem Prädikat als vergleichendes Stichwort zu versehen. Wie dem auch sei, sprachlich klar geschrieben, mit etwas langweilig gestreckten Dialogen und unwirklich, surreal anmutender Handlung, da bleibt nur ein dumpfes Gefühl zurück mit der Frage: Welchem Unrecht hat er sich denn eigentlich nun schuldig gemacht? Natürlich bleibt die Antwort den Leser überlassen - je nachdem wie man es deuten mag. Für mich vielleicht etwas zu konstruktiv in der Gesamtheit, aber das "bürokratische Labyrinth" oder die "geprügelten Wächter" sind einfach genial!

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