Buch
Taschenbuch (28 Seiten)
1.
Sprache: Deutsch
Versandfertig innert 6 - 9 Tagen
Fr. 20.90
Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: 1,7, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Legasthenie?, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bis in die achtziger Jahre hinein war die Rechtschreibdidaktik der Auffassung, dass Kinder sich beim Schreiben- und Lesenlernen "Wortbilder" bzw. zweiSymbolsysteme (Laute und Buchstaben) einprägen und deren Zusammenhänge(Phonem-Graphem-Korrespondenzen) im Gedächtnis speichern würden. Ausdiesem Grund achteten die Lehrer strikt darauf, dass die Kinder nichts schrieben,was der Norm nach falsch war. Hatten die Kinder Probleme beim Schriftspracherwerb,so wurde dies auf auditive und visuelle "Teilleistungsstörungen"zurückgeführt. Heute weiß man, dass das Hauptproblem beim Schriftspracherwerb ein kognitives ist. Die Kinder müssen den Aufbau und die Funktion unserer alphabetischenSchrift verstehen. Das Grundprinzip lässt sich darin sehen, dass die Schrift Informationenüber die phonologische Gestalt der Wörter enthält. Den Phonemenunserer Sprache sind Grapheme (dies können Buchstaben sein, aber auch Kombinationenvon Buchstaben wie beim sch oder beim ie) zugeordnet. Um einWort schreiben zu können, müssen die Kinder lernen, von der Bedeutung desWorts zu abstrahieren und sich auf dessen Klang zu konzentrieren. Dies ist für dieKinder nicht einfach, da sie Wörter auf die Bedeutung und den Handlungszusammenhangbeziehen: "Geburtstag heißt Geburtstag, weil man dannGeschenke bekommt". Es bedarf einer hohen Abstraktionsleistung, vomHandlungs- und Bedeutungskontext abzusehen und sich auf die lautliche Gestalteines Wortes zu konzentrieren. Schwierigkeiten bei der Einsicht in den Phonemaufbauvon Wörtern und den analytischen Umgang mit Phonemen gelten heuteunter dem Begriff "phonologische Bewusstheit" als Kernproblem der Lese-Rechtschreibschwäche. Vor allem die kognitionspsychologisch orientierte Forschungbeschäftigt sich mit der Bedeutung von Teilleistungen, zu der diephonologische Bewusstheit zählt, für den Schriftspracherwerb. Es wird betont,dass ein frühes Training der phonologischen Bewusstheit, die als Vorläuferfähigkeitfür den Schriftspracherwerb verstanden wird, positive Wirkungen aufdie Lese- und Rechtschreibkompetenzen in der Grundschule hat. Auf dem Markt gibt es mittlerweile zahlreiche Trainingsprogramme, die das Ziel verfolgen, dasphonologische Bewusstsein von Kindern zu verbessern. In dieser Arbeit wird dasWürzburger Trainingsprogramm "Hören, lauschen, lernen" zur Förderung derphonologischen Bewusstheit für Kinder im Vorschulalter vorgestellt und kritischbetrachtet.
| ISBN-10: | 3-638-91240-X |
|---|---|
| EAN: | 9783638912402 |
| Erschienen: | Februar 2008 |
| Verlag: | GRIN Verlag |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1. |
| Seitenzahl: | 28 |
| Länge/Breite: | 210mm/148mm |
| Gewicht: | 55 g |
Katrin Keller ist Dozentin an der Universität Wien und betreibt Forschungen zu Adel und Hofgesellschaft in Sachsen und Österreich.