Mirco

Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.

von Christoph Fasel, Reinhard Schlitter

Buch

gebunden (189 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Am 3. September 2010 verschwindet der zehnjährige Mirco auf dem Heimweg von der Skaterbahn. Was folgt, ist die bisher größte Suchaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Menschen aus dem ganzen Land nehmen Anteil. Doch der Junge mit dem Lausbuben-Lachen bleibt verschollen und erlangt als "Mirco aus Grefrath" traurige Berühmtheit. 145 Tage lang hoffen, bangen und beten Mircos Eltern. Doch ihr Junge kehrt nicht zurück. Knapp fünf Monate nach seinem Verschwinden wird Mirco entdeckt. Entführt, missbraucht, erdrosselt. In diesem Buch erzählen Sandra und Reinhard Schlitter, wie es ihnen gelingt, mit dem Unfassbaren fertigzuwerden. Von ihrem Leben mit Mirco, ihrer Verzweiflung, vom Glauben an Gott, von der Unterstützung der Menschen, die sie umgeben. Und davon, wie sie es schaffen, sogar um Vergebung für den Täter zu bitten.

Produktdetails

ISBN-10: 3-942208-68-7
EAN: 9783942208680
Erschienen: 04.09.2012
Verlag: adeo Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 189
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 390 g
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Christoph Fasel

Christoph Fasel ist Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw. Er arbeitete zuvor als Redakteur und Reporter für die Zeitschriften »Stern« und »Eltern« sowie als Chefredakteur der deutschen und österreichischen Ausgabe von »Reader s Digest« und leitete die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg

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Kundenrezensionen

  • Mirco, ein kleiner Junge Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marion Olßon, am 16.02.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im September 2010 verschwindet der zehnjährige Mirco spurlos. Eine fieberhafte Suche beginnt. Presse, Fernsehen und sämtliche Medien greifen das Verschwinden auf und versuchen zu helfen, den Jungen zu finden. In diesem Buch schildern die Eltern wie sie diese Zeit überstanden haben. Über Hoffen und Bangen, Verzweifeln und Hadern. Als Mirco fünf Monate später Tod aufgefunden wird, beginnt ein neuer Abschnitt für die Familie, das direkte Auseinandersetzen mit dem Schmerz, dem Verlust und der Frage nach dem Warum!
    Dieses Buch schildert den Kampf dieser Familie mit diesem unfassbaren Schicksalsschlag fertig zu werden und den Versuch, ein Leben „ Danach „ auf zubauen. Bewegend, erschütternd und trotz allem Mut machend, denn der Familie Schlitter ist es gelungen zu vergeben……

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  • Es hat mich zum Weinen gebracht... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Am 3. September 2010 verschwindet der 10-jährige Mirco Schlitter spurlos. Eine großangelegte Suchaktion startet, die Öffentlichkeit wird einbezogen. Über 9900 Hinweise gehen bei der Polizei ein. Doch erst nach 145 Tagen kann der Entführer und Mörder von Mirco endlich gefaßt werden. Wie sich herausstellt, ist der Täter selbst Familienvater.
    Die Leiche von Mirco kann nach dieser aufreibenden Suche endlich geborgen und begraben werden, so dass seine Familie nun endlich wirklich Abschied nehmen kann.
    Ich habe das Buch nun beendet, und doch lässt es mich noch lange nicht los. Die Geschichte von Mirco und seiner Familie hat mich zutiefst berührt und bewegt. Schon damals habe ich natürlich die Berichte in den Nachrichten verfolgt, aber durch dieses Buch ist alles noch mal näher gekommen; es geht viel tiefer.
    Die Eltern von Mirco sind sehr gläubig, und dieser Glaube ist es auch, der ihnen und der ganzen Familie hilft, diese schwere Zeit durchzustehen. Sie schaffen es sogar, dem Täter zu vergeben.
    Damit haben sie wirklich meinen Respekt verdient, denn ich glaube nicht, dass ich dazu fähig wäre.
    Ich kann nicht alle Erziehungsmethoden von Sandra und Reinhard Schlitter nachvollziehen, aber das muss ich ja auch gar nicht. Sicher ist, dass sie ihre Kinder lieben und ihnen eine glückliche Kindheit schenken; das ist wohl das wichtigste.
    Von ihrem Leben vor, mit und nach Mirco erzählen sie in diesem Buch auf sehr einfühlsame und spannende Weise.
    Ich freue mich, dass dieser unglaubliche Albtraum sie nicht zerbrochen hat und sie Hilfe in ihrem festen Glauben finden!
    Wenn man dieses Buch gelesen hat, möchte man die Eltern und Geschwister von Mirco am liebsten fest umarmen und ihnen alles Gute wünschen!

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  • Interessante Ansichten! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Miriam Fricke, am 20.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mirco-
    Wer erinnert sich nicht?!
    Der Fernsehaufruf der Eltern, die vielen Berichte über Suchaktionen und Ermittlungsfortschritte.
    Mircos Eltern haben ein Buch darüber geschrieben. Nicht um zu zeigen, schaut wie schlecht es uns geht sondern um anderen in ähnlich schweren Situationen evtl. zu helfen bzw. aufzuzeigen, wie man eventuell mit so einer Situation umgehen kann.
    In dem Bericht der Eltern wird deutlich wie wichtig und kraftgebend der christliche Glaube für die Familie war und ist, wie er ihnen geholfen hat nicht in der Spirale der Depression und Wut zu versinken, und zeigt auf, dass selbst wenn einer Familie das absolut schrecklichste angetan wird man trotzdem ohne Hass auskommen kann.
    Mich persönlich hat das Buch, wie wahrscheinlich auch alle anderen Leser, sehr bewegt. Es ist nicht einfach sich vorzustellen was sowohl der Junge als auch die Familie von Mirco erleiden mussten.
    Interessant finde ich unter anderem den Ansatz, dass die Eltern sagen, dass es der Familie von Mirco seinem Mörder jetzt viel schlechter gehen muss als ihnen selbst. Sich auch in diese Seite hinein zu versetzen nach dem einem so etwas wiederfahren ist. Das ist bewundernswert!
    Gerade auch für Menschen die sonst schnell beim Thema Todesstrafe etc. angelangen, könnte dies ein interessantes Buch sein. Nach so einer Tat sollte es schließlich nicht darum gehen Gleiches mit Gleichem zu vergelten denn dies bringt keinen weiter. Dies ist nur eine Aussage des Buches die ich für sehr bedeutend halte.

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  • Verlieren. Verzeweifeln. Vergeben. ...und: Verarbeiten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.09.2012

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    Durch den transparenten Schutzumschlag schaut dem Leser ein Junge entgegen. Wie durch einen Nebel. Oder wie aus einer anderen Welt. In krakeliger Kinderschrift ist der Titel des Buches aufgedruckt: "Mirco"

    Mirco, der nicht weiterleben durfte, obwohl er noch soviel vor sich hatte.

    Die Frage nach dem "Warum?" beantwortet dieses Buch nicht. Das will es auch gar nicht!
    Vielmehr erzählen Mircos Eltern, was sich an jenem 3. September 2010 in ihrem Hause abgespielt hat. Sie erzählen, wie sie den Tag und die 145 folgenden Tage verbracht haben. 145 Tage voller Angst, Hoffnung, Sorge und Verzweiflung. Sie erzählen aus dem Familienleben, das so normal war, wie das von tausenden anderer Familien. Sie erzählen auch vom letzten Kapitel eines der erschütternsten Kriminalfälle der jüngeren Zeit. Von der Gerichtsverhandlung.
    Sie erzählen, wie es ihnen gelang, nicht an dem Verlust ihres geliebten, lebenslustigen Sohnes zu zerbrechen. "Das Leben geht weiter. Mirco hat drei wundervolle Geschwister. Auch sie haben ein Recht auf Leben, das nicht in Erstarrung untergeht." schreibt Mircos Mutter im Vorwort.
    Den Schlitters half unter anderem ihr starker Glaube, letzlich das Geschehene zu akzeptieren, sogar am Ende dem Täter zu verzeihen und für ihn zu beten.

    Insbesondere Letzteres klingt für viele unglaublich und doch ist es der Weg, den diese Familie gegangen ist.

    In dem Buch kommen abwechselnd Mircos Mutter Sandra und sein Vater Reinhard zu Wort und lassen den Leser an Vielem teilhaben, was nicht durch sensationelle Presse- und Fernsehberichte an die Öffentlichkeit gelangte. Dabei geben sie viel von sich selbst preis.
    Es gibt wohl kaum einen Tatsachenbericht, der den Leser so dicht an das Geschehene heranlässt. Man kann einfach nicht anders als wirklich mitleiden, weshalb man an mancher Stelle die Lektüre auch unterbrechen muss, um das Gelesene überhaupt verarbeiten zu können.

    Vor allem gelingt es dem Buch aber auch, selbst nichtgläubigen Menschen zu vermitteln, warum die Schlitters so gehandelt haben wie sie es taten. Es ist glaubhaft und nachvollziehbar.
    Vielleicht sollten gerade deshalb alle "Todesstrafe!"-Brüller sich dieses Buch auch einmal zu Gemüte führen.

    Nach der letzten Seite braucht man erst einmal einen Moment der Ruhe um das Gelesene zu verarbeiten. Dabei kommt man nicht umhin, sich zu fragen, wie man wohl selbst mit einer solchen Situation umgehen würde. Auch wenn man vielleicht ganz anderer Meinung ist, so zeigen Mircos Eltern auch, dass Hass auf den Täter nicht der einzige Weg ist, mit so einer Situation umzugehen. Und es muss auch nicht unbedingt der Glaube sein. Vielmehr zeigen uns Mircos Eltern, dass es auch auf die innere Stärke ankommt. Vor allem auf die Stärke, auch die schlimmsten Ereignisse des Lebens überhaupt an sich heranzulassen, sich dem Unfassbaren zu stellen, um nicht am Leben zu verzweifeln. Auch Hilfe zuzulassen. Denn welchen Sinn hätte es, auch nach dem Tod eines geliebten Kindes (aus welchem Grund es auch immer zu Tode gekommen ist), das eigene Leben und das der Familie nicht mehr als lebenswert zu empfinden? Wenn man etwas in sich geht, kann einem dieses Buch einem darauf vielleicht sogar eine ganz eigene Antwort geben.

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  • Sehr beeindruckend ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.09.2012

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern, die mich am meisten die letzte Zeit beeindruckt haben. Wer kann sich nicht daran erinnern, überall von Mircos Verschwinden gelesen oder gehört zu haben ?
    Am 03.September 2010 verschwindet der 10 Jährige Mirco auf dem Heimweg von der Skaterbahn.In diesem Buch erzählen Mircos Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter, über das, was an diesem Tag passiert ist. Doch wir lernen auch ein wenig Mircos Eltern aus der Zeit vor ihrer Hochzeit kennen, erfahren wie die Schwangerschaft mit Mirco verlaufen ist und was für ein Junge er war, aber auch, wie es ihnen ergangen ist, als sie endlich wußten, was mit Mirco passiert ist.

    Da ist es besonders beeindruckend, dass sie heute dem Täter gegenüber keinen Hass empfinden, nie empfunden haben. Im Gegenteil sie wünschen sogar, dass man für den Täter betet. Dem ein oder anderen mag das jetzt sehr suspekt vorkommen. Wenn man jedoch das Buch gelesen hat, versteht man warum. Einem Gläubigen stellt sich die Frage unter Umständen gar nicht, denn Familie Schlitter tut genau das, was man als Christ tun sollte, wenn man seinen Glauben ernst nimmt, verzeihen.
    Mirco und seine Geschwister sind in großer Freiheit aufgewachsen. Dies geschah immer in Absprache mit den Eltern. An diesem Abend des 3. Septembers nimmt sich ein Mann das Recht in Mircos Leben einzugreifen, ihn zu mißbrauchen und danach zu töten. Alleine von dieser Vorstellung wird einem ganz anders.

    Das Buch ist sehr emotional , keine Frage.Man bleibt von dieser Familie nicht unberührt., von ihrem tiefen Glauben, der aber ganz natürlich wirkt, weil er aus ihrem Herzen kommt. Auch Mircos Schicksal geht dem Leser sehr nahe. So kann es durchaus mal vorkommen, dass man einfach weinen muss, angesicht dessen, was man gerade liest. Besonders beindruckend und tröstend fand ich allerdings den Schluß, die Begebenheit, die Mircos Mutter erzählt, gibt allem einen tieferen Sinn.

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