Nat Tate

Ein amerikanischer Künstler: 1928-1960

von William Boyd

Buch

gebunden (68 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Am 1. April 1998 laden David Bowie und William Boyd die interessierte New Yorker Kunstwelt ein: Nat Tate, ein in Vergessenheit geratener Expressionist, soll geehrt, ein Buch über Leben und Werk präsentiert werden. Die Szene folgt ihrem Ruf, Kritiker, Sammler, Galeristen, alle sind da und erinnern sich, jeder hat schon einmal von Tate gehört, ihn besser oder schlechter gekannt, seine Bilder gemocht oder abgelehnt. Und alle sitzen sie einem Schwindel auf.
Was im Gewand einer tragischen Künstlerbiographie daherkommt - früher Tod der Mutter, Studium bei Hans Hofmann, erste Erfolge in den Fünfzigern, Erkennen der eigenen Mediokrität, Freitod mit einunddreißig -, ist in Wahrheit nichts weiter als eine Erfindung des gewieften Erzählers William Boyd. Fotos präsentiert er, Zeitzeugen, vermeintliche Bilder des Künstlers (die Boyd selbst gemalt hat), Begegnungen mit Picasso und Braque fingiert er. So überzeugend ist er, dass die Szene damals meinte, den Künstler Nat Tate völlig neu bewerten zu müssen. Dieses Buch ist ein wahres Fundstück, ein Spiel mit Sein und Schein, eine herrliche Gaunerei.

Pressestimmen:

"Ein großartiger Coup, der die Kritiker an der Nase herumführte und manches Ego empfindlich verletzte"
DAILY TELEGRAPH

Produktdetails

ISBN-10: 3-8270-0962-6
EAN: 9783827009623
Originaltitel: An American Artist: 1928-1960
Erschienen: 30.10.2010
Verlag: Bloomsbury Berlin
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 68
Länge/Breite: 223mm/161mm
Gewicht: 292 g
Übersetzer: Chris Hirte
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William Boyd

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den über - ragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Er schreibt Romane, Kurz - geschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausge - zeichnet, zuletzt für seinen Roman Ruhelos (BV 2007, BvT 2008) mit dem Costa Novel Award. Außerdem erschienen im Berlin Verlag Das Schick sal der Nathalie X (2007, BvT 2009) sowie Brazzaville Beach (BvT 2007), Unser Mann in Afrika (BvT 2008), Eines Menschen Herz (BvT 2008) und Die blaue Stunde (BvT 2009). William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

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Kundenrezensionen

  • Das kurze Leben des Nat Tate Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Diese "Biografie" ist sehr hochwertig gestaltet: organgener Leineneinband und feste Seiten, mit einigen Abbildungen. Diese Abbildungen sind teilweise von historischen Personen, teilweise hat Boyd sie aber auch vom Flohmarkt zusammengesucht, so wie das Bild vom angeblichen Nat Tate. Aber auch einige der erhaltenen Werke, von Boyd selbst gezeichnet, werden abgebildet. Insgesamt ist dieses Buch relativ kurz, aber auch kurzweilig zu lesen. Boyd zeichnet den imaginären Werdegang des Außnahmekünstlers Tate nach und lässt ihn dabei immer wieder auf reale historische Figuren treffen. Auch Schicksalschläge und symbolische Geschehnisse kommen nicht zu kurz.
    Besonders bemerkenswert ist aber, dass es Boyd tatsächlich gelang, mit dieser Biografie die New Yorker Kunstwelt zu narren, als er sie in der Galerie von Jeff Koons unter Mitwirkung von David Bowie vorstellte: Die Experten waren tatsächlich der Meinung, Tate habe existiert und sie seien damals auch auf Ausstellungen von ihm gewesen.

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  • Genialer Coup! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Hilda Bruderek-Eich, am 25.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    William Boyd, bisher bekannt als preisgekrönter Autor von Spionage- und Agentenromanen hat sich hier nun eine Biografie gewagt!
    Nat Tate, ein unbekannter Künstler, oft verglichen mit Jackson Pollock, wurde von Boyd entdeckt und erhält "seinen Platz in der Kunstwelt".
    Was 1998 bei einer Präsentation die New Yorker Kunstwelt in Aufruhr versetzte, entwickelte sich zu einem genialen Coup: Nat Tate ist nämlich vollkommen frei erfunden. Boyd lässt Tate echte Künstler treffen und verarbeitet Flohmarkt-Fotos in seine erdachte Biografie.
    Für Boyd ein "Experiment", für den Leser ein wirklich gelungener Spaß!

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