Kind 44. Goldmanns Taschenbücher, Band 47207

Thriller. Ausgezeichnet mit dem CWA Ian Fleming Steel Dagger 2008

von Tom Rob Smith

Buch

Taschenbuch (508 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Dieser Spiegel-Bestseller »geht wirklich unter die Haut«. WDR 5


Moskau 1953. Auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, nackt, fürchterlich zugerichtet. Doch in der Sowjetunion der Stalinzeit gibt es offiziell keine Verbrechen. Und so wird der Mord zum Unfall erklärt. Der Geheimdienstoffizier Leo Demidow jedoch kann die Augen vor dem Offenkundigen nicht verschließen. Als der nächste Mord passiert, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in tödliche Gefahr ...


Produktdetails

Verkaufsrang: 3.844
ISBN-10: 3-442-47207-5
EAN: 9783442472079
Originaltitel: Child 44
Erschienen: 04.01.2010
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 508
Gewicht: 446 g
Übersetzer: Armin Gontermann
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Tom Rob Smith

1979 geboren wuchs Tom Rob Smith in Norbury, dem Süden Londons auf. Seine Eltern, Antiquitätenhändler, unterstützten ihn in den harten Zeiten seiner Karriere als Schriftsteller, da sie wussten welch ein Durchhaltevermögen als Selbstständiger abverlangt wird in Zeiten der Rückschläge und finanziellen Engpässen. Mit seiner älteren Schwester, dem jüngeren Bruder und einem Hund namens Wolfgang wohnte die Familie über dem Antiquitätengeschäft der Eltern. Von Kindheit an liebte Tom Rob Smith Geschichten aller Art, gleich ob Abenteuer, Science-Fiction, Historie oder Mythologie in Film, Spielen oder Büchern. Im Alter von zwölf Jahren schrieb er sein erstes Buch. Sein Krimidebüt ist bis heute noch als Erinnerung unveröffentlicht in seinem Besitz. Erstaunlich aber schon die Phantasie in jungen Jahren, denn sein Krimi, den er "The Literate" taufte, handelt von einem Serienkiller aus Los Angeles, der Gedichte bei seinen Opfern hinterlässt. Mit 16 startete er auf Aufforderung seines Lehrers hin Theaterstücke zu schreiben. Tom Rob Smith beschreibt diese Zeit als Meilenstein seiner Karriere, weil er sich der Wirkung seiner Worte bewusst wurde. Später studierte er erst an der Universität Cambridge, wo er 2001 graduierte. Das nachfolgende Jahr verbrachte Tom Rob Smith in Italien und studierte dort Creative Writing. Nach seinem Abschluss arbeitete er erfolgreich als Drehbuchautor und half bei einigen anderen Projekten rund ums Schreiben. Als er sich jedoch Selbstständig machte und von seinem Ersparten leben musste, waren es vor allem seine Eltern, die ihm rieten die Nerven zu bewahren und durchzuhalten. Schließlich konnte er sein Debütthriller "Child 44" veröffentlichen und direkt renommierte Auszeichnungen ernten. Bislang wurde sein Thriller in 26 Sprachen übersetzt. Sein nächster Roman "Kolyma" erschien sogar in der deutschen Übersetzung schneller auf dem Markt als die Originalfassung. Der Shooting-Star Tom Rob Smith wird nicht nur wegen seinem beklemmend realistischem Debüt und seinem vielversprechendem Folgethriller, als einer der neuen Krimibestsellerautoren gesehen. Als Sohn einer schwedischen Mutter und einem englischem Vater lebt Tom Rob Smith seit seiner Geburt in London.

Meinung der Redaktion
Wem die Geschichten rund um die Serienmorde in Kind 44 gefallen haben, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf Kolyma werfen. Mit unerbittlicher Härte zeigt Tom Rob Smith wieder einmal einen Teil der Weltgeschichte wie kaum einer sie kennt. Die Seiten blättern sich ganz von alleine, den Leser zu fesseln versteht Tom Rob Smith.

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Buchhändlertipps

  • Aussergewöhnlich mit historischem Hintergrund

    von Sabine von Prince, am 24.05.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Basel

    Dieser Thriller von dem jungen Tom Rob Smith, hat mich tief beeindruckt und mich nach der Lektüre noch wochenlang in meinen Gedanken begleitet.
    Ein Geheimagent findet an einem Bahngleis die Leiche eines Kindes. Seine Vorgesetzten verbieten ihm, weiter zu ermitteln, er tut es auf eigene Faust und findet noch mehr Kinderleichen, deren Tode vertuscht worden waren. Alles zu einer Zeit, wo der "Eiserne Vorhang" noch besteht, und ein Menschenleben so wenig gilt.
    Sehr lesenswert und nicht nur ein herkömmlicher Krimi.

Kundenrezensionen

  • Krimi oder Zeitgeschichte? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Winkler, am 18.04.2012

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    Mitunter hat der Leser in der Tat das Gefühl, hier ein Stück Zeitgeschichte in der Hand zu halten. Gar zu authentisch entstehen die lebendig gezeichneten Charaktere vor dem inneren Auge. Die Angst, die in Stalin-Rußland den Alltag prägt, bleibt allgegenwärtig und lässt auch heute noch eine Gänsehaut enstehen. Der Plot ist gelungen, das Tempo steigert sich immer mehr bis zum fulminanten Ende. Mordsspannend!

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  • Welch grausige Zeilen.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.02.2012

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    Ich habe ja schon so einiges gelesen, aber dieses Werk hat mich an so manchen Situationen sprachlos gemacht. Spannend und gut leserlich steuert der Schriftsteller dem Höhepunkt entgegen und versteht es, dem Leser keine der Hauptfiguren so recht schmackhaft zu machen. Düster und gewaltätig werden die Morde geschildert und schlucken musste ich als Vater mehr als nur einmal. Ich kann es jedem nur empfehlen. Ein Horrortrip

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  • Beklemmend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicole Laquai-Hammam, am 22.01.2012

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    Vor einiger Zeit hat mir ein Kunde diesen Thriller empfohlen und ich möchte mich an dieser Stelle für den sehr guten Tipp bedanken!
    Die Geschichte ist absolut faszinierend, die Atmosphäre beklemmend, so dass es mir beim Lesen den Hals zugeschnürt hat und mir war kalt, weil ich die Düsternis des Winters spüren konnte und die Herzlosigeit der Menschen, die in einer Gesellschaft der gegenseitigen Bespitzelung leben, ständig in der Angst, wegen einer Nichtigkeit verhaftet, gefoltert und möglicherweise auch getötet zu werden!
    Erschreckend und brillant erzähl!

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  • Das Moskau der Stalinzeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jackie Opitz, am 05.12.2011

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    Leo Demidow ist ein angesehener Geheimdienstoffizier und erfüllt seine Aufgaben gewissenhaft, denn er ist davon überzeugt das Richtige zu tun.
    Als eines Tages ein totes Kind gefunden wird, ist dessen Familie von einem Mord überzeugt. Doch es heißt, dass im Sozialismus keiner einen Grund hat, ein Verbrechen zu begehen, und es deswegen auch kein Mord gewesen sein kann!
    Nach und nach befasst sich Leo mit diesem und ähnlichen Fällen und erkennt ein Muster. Das Vertrauen in den Staat verliert er immer mehr, und durch seine Nachforschungen bringt er sich und andere in enorme Gefahr!
    Diese Geschichte ist unglaublich real geschrieben. Man erlebt die Verwandlung des Protagonisten von einem Mann, der dem Staat dient, zu einem Mann, der Gerechtigkeit will und dadurch zu einem Staatsfeind wird. Man muss aufpassen, was man sagt, denn Familie und Freunde können ins eigene Unglück mit hinein gezogen werden.

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  • Atemberaubend ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andreas Hack, am 28.11.2011

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    Tom Rob Smiths Kriminalroman "Kind 44" spielt in der Sowjetunion der frühen fünfziger Jahre zur Zeit des Stalinismus. Im Mittelpunkt steht der regimetreue Geheimdienstoffizier Leo Demidow, dem die Ermittlungen in einem vermeintlichen Unfall übertragen werden. Doch im Laufe der Recherchen wachsen Demidows Zweifel an der offiziellen Todesversion und am System der UdSSR.
    Tom Rob Smith ist ein hervorragend recherchierter Thriller gelungen, der nicht nur von seiner enormen Spannung lebt, sondern auch von der eindringlichen Beschreibung der deprimierenden Lebensverhältnisse im stalinistischen Rußland.
    Beim Lesen spürt man deutlich die beklemmende Atmosphäre und die ständige Angst vor Verhaftungen.
    Der intensivste Krimis, den ich je gelesen habe. Unvergesslich.

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  • Gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martina Hofmarcher, am 29.10.2011

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    Ich fand das Buch trotz ein paar langatmigen Passagen sehr spannend und gut geschrieben. Es vermittelt ebenso einen interessanten einblick ins Russland der Stalinzeit.

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  • Höchst interessanter Thriller der anderen Art Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Regina Götzendorfer, am 02.09.2011

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    Hier stehen nicht nur die grausamen Kindermorde der 50-er Jahre des alten Russlands im Vordergrund, sondern auch die Methoden der Denunzierung, des Verrats und der Politik zu Stalins Zeiten. Dies ist ein absolut gut durchdachtes Buch. Für jeden Fan vom guten Thrill, mit wahren Hintertgründen und interessanten Hauptpersonen.

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  • geniales Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.08.2011

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    sehr gut geschrieben, man muß es einfach lesen, von Beginn bis zum Schluß spannend, man erfährt viel über die Zeit von 1950 in Rußland.
    Fazit; sehr empfehlenswert

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  • Wahnsinnig spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.08.2011

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    Ich konnte dieses Buch kaum aus den Händen legen.

    Vom Anfang bis zum Ende sehr spannend und flüssig geschrieben.

    Ich konnte es kaum abwarten bis die Fortsetzung veröffentlich wurde. Ein Volltreffer!!

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  • Die Blutspur zieht sich.......weiter und weiter.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ingrid Führer, am 02.04.2011

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    Sie (Leser) glauben bald den Mörder entlarvt zu haben. Sie Irren sich!

    Ein wahnsinnig, spannendes Buch zur Zeit um 1950 in Russland.

    Ein literarischer Krimi.

    Die Fortsetzung Kolyma ist wieder genau so spannend und knüpft an die erste Geschichte an.

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  • Düster Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Krischer, am 23.01.2011

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    Dieses Buch verfolgt mich. Es schildert in beklemmender Eindringlichkeit die sowjetischen Verhältnisse in den fünfziger Jahren.
    Der junge Autor hat diese Zeit nicht erlebt. Er bezieht sein Wissen aus Literaturstudien und Recherchen.
    Darin besteht der Mangel des Buches. Es fehlt Leben. Die Beziehungen der Figuren sind konstruiert und wechselhaft, was schwer nachvollziehbar ist.
    Ein Beispiel: Ein Mann geht in den Wald, um ein Kind zu töten, dessen Fleisch seinen Sohn vor dem Hungertod retten soll. Da der Sohn schon verstorben ist, zieht er es an Kindes statt auf. Jenes Kind, das damals bereits sehr selbständig und größer war, erinnert sich erst als erwachsener Mann bei einem Verhör an diesen Vorfall. Das Verhältnis zu seinen Adoptiveltern bleibt ungebrochen und innig.
    Alle Personen sind aus zwei Hälften zusammengesetzt, die nicht zueinander passen und einander mißtrauen. Sympathie empfindet man mit keinem.
    Der Erfolg des Buches besteht in der dichten und düsteren Schilderung der allgegenwärtigen Bedrohung in jener Zeit und der aktionreichen Handlung.
    Durchaus beeindruckend!

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  • Sehr gut, aber nicht einfach zu verkraften! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Wiebke Renken, am 27.12.2010

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    „Kind 44“ ist ein sehr gutes Buch, ein großartig konstruiertes Geflecht aus erschütternden Ereignissen. Ein Buch, das den Leser ungläubig schlucken läßt aufgrund der grausamen, kraftvollen Szenen. Ich habe es immer wieder weglegen müssen, es ist aber zugleich so faszinierend geschrieben, dass es einen nicht los läßt.

    Leo Demidow ist Tschekist, ein Mitglied des russischen Geheimdienstes und innerhalb der Hierarchie des MGB hängt seine Karriere am seidenen Faden. Jedes Fehlverhalten kann nicht nur ihm zum Verhängnis werden, sondern auch das Wohlergehen seiner Frau und seiner Eltern gefährden. Noch bevor in diesem Roman die Kindermorde zum eigentlichen Thema werden, findet sich der Leser inmitten der Willkür eines Unrechtstaates wieder. Das eigene Verhalten kann jederzeit so ausgelegt werden, dass Verhaftung und Folter drohen. „Niemand konnte sich sicher sein, ob er nicht der antisowjetischen Agitation, konterrevolutionärer Umtriebe oder der Spionage schuldig war, weil niemand, Leo eingeschlossen, sich genau im Klaren war, worin diese Verbrechen eigentlich bestanden.“ (S. 93) Deswegen können sich auch Beziehungen zu Verwandten und Freunden fatal auswirken, denn der Zusammenhang Beziehung-Verrat-Gefahr bishin zu Folter/Tod besteht immer. Dies geht so weit, dass Personen Menschenleben gegeneinander aufrechnen: Wer kann gerettet werden, wenn wer geopfert wird?
    Zunächst wird ein Zusammenhang zwischen den Kindermorden schlichtweg geleugnet, diese werden als Einzelfälle oder Unfälle ausgelegt. Später, als schließlich Ermittlungen durchgeführt werden, reißen die Verhaftungen verdächtiger, aber unschuldige Menschen nicht ab.

    Ein Buch, das nicht einfach zu verkraften ist und man doch jedem empfehlen möchte, weil es Fragen nach Moral, Schuld und Courage aufwirft. Hart und sehr gut. Lesen.


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  • Ein großartiges Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.11.2010

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    Ich bewundere Tom Rob Smith. Er versteht wirklich etwas von seinem Handwerk u. hebt sich mit seinem außergewöhnlich Talent deutlich von anderen Schriftstellern ab. Dieses Buch war nicht nur spannend, sondern hat auch sehr berührt. Man fühlt sich in die Charaktere ein u. nimmt Anteil an ihrer Geschichte u. ihrem Schicksal.
    Überraschend fand ich, dass die Kindermorde nicht im Mittelpunkt standen, sondern Teil eines Ganzen waren. So hat Smith großen Einblick gegeben, wie brutal u. unmenschlich es in der ehemaligen SU unter Stalin zugegangen ist.

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  • Die alte Sowjetunion Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Vito Corleone, am 23.10.2010

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    Mit dem Debütroman "Kind 44" ist dem Autoren Tom Rob Smith ein sehr guter Start gelungen. Ich verteile nicht oft 5 Sterne. Der hier hat´s verdient. Prädikat "Wertvoll". Inhalt : Straftaten, die begangen werden, Kinderleichen, die entdeckt werden und nicht veröffentlicht werden, da es im existierenden Sozialismus keine Kriminalität gibt. Allgegenwärtige Angst, Desillusionierung, Bespitzelung, Denunziation und ein Geheimdienstler der auf der Suche nach der Wahrheit ist..von mir 5 STERNE...

    Idee : 5 Sterne / Spannung : 4 Sterne / Unterhaltungswert : 5 Sterne
    Gesamt : 5 Sterne

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  • Äussert gute Darstellung der Hauptfigur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Enzler, am 25.09.2010

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    Russland, Stalin, totale Überwachung, Serienmörder...
    Serienmörder???
    Unter Stalin gibt es keine Morde. Leo Demidow ist anderer Meinung und ermittelt auf eigene Faust. Damit bringt er nicht nur sich selber sondern seine ganze Familie in Gefahr.
    Mich hat die äusserst gute Darstellung der Hauptfigur überzeugt. Man fühlt mit ihm mit und kann seine inneren Kämpfe völlig nachvollziehen. Somit steckt man Mitten in der Geschichte drin und kann das Buch fast nicht mehr aus den Händen geben.
    Extrem packend und nichts für schwache Nerven!

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  • Kind 44 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nadine, am 08.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Also mein Fall war dieses Buch nicht so.
    Ich fand es schwierig den ganzen "Fällen" zu folgen.
    Am Schluss hat sich dann allmählich alles aufgeklärt und war dann auch spannend, aber zwischendurch hab ich die spannung vermisst.
    Für mich bekommt das Buch nur 2 Sterne

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  • Nervenkitzel auf sowjetisch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Wolfmayr, am 17.07.2010

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    Leo Demidow, ein Agent des russischen Geheimdienstes, muss einen Mord vertuschen, denn Verbrechen gibt es offiziell unter Stalin nicht. Trotz seines unerschütterlichen Glaubens an die kommunistischen und sowjetischen Ideale, bringt ihn dieser Fall zum Nachdenken und genau das bringt ihn selbst und seinen Familie in allerhöchste Gefahr.

    Als noch mehr diabolische Morde an Kindern ans Tageslicht kommen, beginnt er den Mörder zu verfolgen und ahnt nicht, wie nah er ihm schon immer war.

    Nicht nur ein spannender Thriller, bietet auch einen interessanten Einblick in das Wesen des sowjetischen Machtapparates der 50er Jahre.

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  • Düster Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 02.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Sowjetunion ist für die meisten von uns immer noch so entfernt wie der Mond.Kann es wirklich sein,daß Verbrechen dort unter den Tisch gekehrt werden?Weil nicht sein kann,was nicht sein darf? Ein schauriger Gedanke,der einen auch beim Lesen dieses schlüssig geschriebenen Krimis nicht loslässt.Auch ein Buch,daß man in einem Rutsch durchlesen muss.Denn die Geschichte nimmt einen doch sehr gefangen.

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  • Im Sozialismus gibt es kein Verbrechen, oder doch? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 21.06.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Leo Demidow, KGB-Offizier, überzeugt vom kommunistischen Regime wird mit mehrere Kinderleichen entlang eines Bahndamms konfrontiert. Irgendwann muss er akzeptieren, dass vielleicht doch ein Massenmörder sein Unwesen treibt.
    Das Spannende an diesem Buch ist, dass Leo langsam merkt, dass etwas im stalinistischen Regime schief läuft. Dann fängt er an auf eigene Faust zu ermitteln. Wer mehr über Russland unter Stalin erfahren möchte ist mit diesem spannenden Krimi perfekt bedient. Hat mich sehr gefesselt.

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  • "Kind 44" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Julia Kohlmeyer, am 19.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Serienmörder, der es auf Kinder abgesehen hat - dabei dürfte es in der kommunistischen Sowjetunion nach deren Definition gar keine Verbrechen geben.
    Entgegen aller Vernunft begibt sich Geheimdienstoffizier Leo Demidow auf eigene Faust auf die Suche und gerät dabei selbst ins Visier des KGB.

    "Kind 44" ist ein außergewöhnlicher Thriller, der den Leser in die beklemmende, alles beherrschende Welt des stalinistischen Regimes eintauchen läßt.

    Sehr empfehlenswert, auch für Nicht-Krimi-Leser!

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Sowjetunion, Ukraine


Das Dorf Tscherwoj


25. Januar 1933


Da Maria beschlossen hatte zu sterben, würde ihre Katze sich allein durchschlagen müssen. Maria hatte sich schon viel länger um sie gekümmert, als vernünftig war. Längst waren die Mäuse im Dorf von den Dorfbewohnern gefangen und vertilgt worden. Einige Zeit später verschwanden auch die Katzen und Hunde. Alle, außer einer Katze, dieser hier, die Maria versteckt gehalten hatte. Warum hatte sie sie behalten? Weil sie etwas war, wofür man leben konnte, was man beschützen und lieben konnte -etwas, für das es sich lohnte zu überleben. Sie hatte sich geschworen, die Katze bis zu dem Tag zu füttern, an dem sie selbst nichts mehr zu essen hatte. Dieser Tag war heute. Maria hatte schon ihre Lederstiefel in dünne Streifen geschnitten und sie mit Brennnesseln und Rübsamen aufgekocht. Sie hatte nach Regenwürmern gegraben und Rinde gegessen. Heute Morgen hatte sie im fiebrigen Delirium ein Bein ihres Küchenstuhls angenagt und gekaut und gekaut, bis ihr Splitter das Zahnfleisch blutig gestochen hatten. Die Katze hatte das gesehen und sich unter dem Bett versteckt; sie weigerte sich, wieder darunter hervorzukommen, auch als Maria sich hingekniet, sie beim Namen gerufen und gelockt hatte. In diesem Moment hatte Maria beschlossen zu sterben. Es gab nichts zu essen, und nicht mal mehr eine Katze konnte man liebhaben.
Sie wartete bis zum Einbruch der Dämmerung, bis sie sie freiließ. Sie rechnete sich aus, dass die Katze im Schutz der Dunkelheit bessere Chancen hätte, ungesehen den Wald zu erreichen. Wenn irgendwer im Dorf sie sah, würde man sie jagen. Obwohl Maria selbst dem Tod so nah war, brachte der Gedanke, dass man ihre Katze töten könnte, sie aus der Fassung. Sie beruhigte sich damit, dass die Katze das Überraschungselement auf ihrer Seite hätte. In einer Gemeinschaft, wo erwachsene Männer Erdklumpen kauten in der Hoffnung auf Ameisen oder Insektenlarven, wo die Kinder Pferdedung zerpflückten in der Hoffnung auf unverdaute Getreidekörner und wo Frauen sich um den Besitz von Knochen prügelten, würde mit Sicherheit niemand glauben, dass noch eine Katze am Leben sein konnte.


Pavel traute seinen Augen nicht. Es war tapsig, dürr, hatte grüne Augen und ein schwarz geflecktes Fell. Eindeutig eine Katze. Er war gerade dabei, Feuerholz zu sammeln, als er sah, wie sie aus Maria Antonownas Haus und über die schneebedeckte Straße in Richtung Wald schoss. Pavel hielt den Atem an und schaute rasch um sich. Niemand sonst hatte sie entdeckt. Keiner war zu sehen, kein Licht brannte in den Fenstern. Aus kaum der Hälfte der Schornsteine stiegen dünne Rauchschwaden auf, die einzigen Lebenszeichen. Es war, als hätte der heftige Schneefall das Dorf erstickt, alle Anzeichen von Leben ausgelöscht. Der meiste Schnee lag unberührt da, es gab kaum Fußspuren und kein einziger Pfad war freigeschaufelt worden. Die Tage waren so still wie die Nächte. Niemand stand zur Arbeit auf. Keiner seiner Freunde spielte, alle blieben zu Hause. Dort lag die Familie eng aneinandergeschmiegt im Bett, die Augen eingesunken und die Haut in schlaffen Falten. Erwachsene sahen mittlerweile wie Kinder aus und Kinder wie Erwachsene. Die meisten hatten es aufgegeben, überhaupt noch nach Essbarem zu suchen. Unter solchen Umständen war das Auftauchen einer Katze schlichtweg ein Wunder - die Wiederentdeckung einer längst ausgestorben geglaubten Kreatur.
Pavel schloss die Augen und versuchte sich an das letzte Mal zu erinnern, dass er Fleisch gegessen hatte. Als er die Augen wieder öffnete, sabberte er, wie ein Rinnsal rann ihm die Spucke übers Kinn. Er wischte sie mit dem Handrücken ab. Aufgeregt ließ er den Stapel Äste fallen und rannte nach Hause. Diese unglaubliche Neuigkeit musste er unbedingt seiner Mutter Oksana erzählen.


In eine Wolldecke gehüllt saß Oksana da und starrte zu Boden. Sie verharrte vollkommen still und sparte Kraft, während sie zu überlegen versuchte, wie sie ihre Familie durch den Winter bringen sollte, Gedanken, die sie zu jeder wachen Stunde und in jedem angstvollen Traum verfolgten. Sie war eine der wenigen, die noch nicht aufgegeben hatten. Sie würde nie aufgeben. Nicht, solange es ihre Söhne gab. Aber Entschlossenheit allein reichte nicht, sie musste auch vorsichtig sein. Überflüssige Anstrengung bedeutete Erschöpfung, und Erschöpfung bedeutete unweigerlich den Tod. Vor ein paar Monaten hatte sich Nikolai Iwanowitsch, ein Nachbar und Freund, in seiner Verzweiflung aufgemacht, die staatliche Kornkammer zu plündern. Er war nicht zurückgekehrt. Am nächsten Morgen hatten Nikolais Frau und Oksana sich auf die Suche nach ihm gemacht. Sie hatten seine Leiche am Straßenrand gefunden, den Bauch aufgedunsen von rohem Getreide, das der Verzweifelte kurz vor dem Tod in sich hineingestopft hatte. Nichts hatte es gebracht, außer dass er auf dem Heimweg verhungert war, auf dem Rücken im Schnee ausgestreckt, als sei er hochschwanger. Eine zum Skelett abgemagerte Leiche mit einem gewölbten, aufgeblähten Bauch. Seine Frau hatte geweint, während Oksana die übriggebliebenen Getreidekörner aus seinen Taschen geholt und zwischen ihnen beiden aufgeteilt hatte. Bei ihrer Rückkehr hatte Nikolais Frau es allen erzählt, aber sie wurde nicht etwa bedauert, sondern beneidet. Alles, woran die Leute denken konnten, waren die paar Handvoll kostbaren Getreides, die sie nun besaß. Wie konnte man nur so dämlich sein? Sie hatte sie beide in Gefahr gebracht.
Oksanas Gedanken wurden durch das Getrappel rennender Füße unterbrochen. Niemand rannte, außer es gab wichtige Neuigkeiten. Ängstlich stand sie auf. Pavel kam ins Zimmer gestürzt und verkündete: "Mutter, ich habe eine Katze gesehen!"
Oksana machte einen Schritt auf ihn zu und umklammerte die Hände ihres Sohnes. Sie musste sich vergewissern, dass er sich nichts einbildete. Der Hunger konnte einen zum Narren halten. Aber in seinem Gesicht zeigte sich kein Anzeichen von Delirium. Die Augen waren scharf, der Ausdruck ernst. Pavel war erst zehn Jahre alt und doch schon ein Mann. Die Umstände erforderten, dass er seine Kindheit überspringen musste. Sein Vater war höchstwahrscheinlich tot. Und wenn er nicht wirklich tot war, dann zumindest für sie. Er hatte sich nach Kiew aufgemacht in der Hoffnung, etwas Essbares heimzubringen. Zurückgekehrt war er nicht, und Pavel hatte schnell verstanden, dass sein Vater auch nicht mehr wiederkommen würde. Man hatte es ihm weder beibringen noch ihn trösten müssen.

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