Der Name der Rose

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Medicis für ausländische Literatur 1982 und dem Premio Strega 1981

von Umberto Eco

Buch

Taschenbuch (676 Seiten)

29. Auflage

Sprache: Deutsch

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Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ...

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-10551-8
EAN: 9783423105514
Originaltitel: Il nome della rosa
Erschienen: 01.04.1986
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 29. Auflage
Seitenzahl: 676
Länge/Breite: 192mm/121mm
Gewicht: 500 g
Übersetzer: Burkhart Kroeber
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Umberto Eco

Umberto Eco wurde 1932 in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfaßte zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane 'Der Name der Rose' und 'Das Foucaultsche Pendel' sind Welterfolge geworden.

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Kundenrezensionen

  • Mörderische Mönche Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jonas, am 08.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch trägt bereits einen sehr prestigeträchtigen Namen, oftmals hochgelobt.
    Allerdings ist es nicht einfach zu lesen, die langen Dialoge sind verschlungen, noch wirrer sind die Monologe, in denen oft geschichtliche Fakten heruntergeleiert werden wie in einem Geschichtsbuch.
    Ganze Kapitel können aus Beschreibungen bestimmter Visionen bestehen, die nichts zur Weiterführung der Geschichte beitragen.
    Trotzdem schafft es Umberto Eco, sich nicht darin zu verlieren und eine spannende Geschichte, vor einem malerischen Hintergrund aufzuziehen. Es beinhaltet viele Fragestellungen und überraschende Wendungen, sowie spannende Dispute.
    Wenn man die langen lateinischen Passagen überspringt, kann man dieses Werk in einem angenehmen Lesetempo in sich aufnehmen, wirken und entfalten lassen.
    Auf jeden Fall ist es zu empfehlen für jeden, der sich ebenso für Geschichte interessiert, wie ich.

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  • Von der Liebe zu Büchern Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Rudy Sturmer, am 19.05.2010

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    Ein Buch für Bücherliebhaber. Und obwohl in dieser Abtei einiges passiert und auch das Teuflische sein Unwesen treibt, folgen wir unaufhörlich den Spuren des in den Naturwissenschaften reichlich und fundiert gebildeten, englischen Franziskanerpaters William von Baskerville, der zwar in einer hochpolitischen Mission als Sondergesandter des Kaisers unterwegs ist, aber nicht widerstehen kann, in den Tiefen und Untiefen der scheinbar unerschöpflichen Bibliothek der Abtei nach dem verschwundenen „Zweiten Buch über die Poetik“, dem Buch über die Komödie, des Aristoteles zu forschen. Das Buch ist gefährlich, denn es handelt vom Lachen und „das Lachen tötet die Furcht“. Eine Furcht, die, wie man meinte, Voraussetzung für den Glauben ist. Daher erschallen, Kapitel um Kapitel, die Posaunen der Apokalypse, deren es sieben sind.

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  • Ein literarisches Meisterwerk! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Heidsiek, am 26.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im November des Jahres 1327 besucht Adson von Melk gemeinsam mit dem Franziskanerpater William von Baskerville, unter dessen Obhut er steht, eine Benediktinerabtei im ligurischen Appenin. Dort bittet der Abt des Klosters den für seinen Scharfsinn bekannten Bruder William, um die Untersuchung eines mysteriösen Todesfalls. Ein Mönch scheint auf äußerst ungewöhnliche Weise Selbstmord begangen zu haben. William sieht sich bald mit einer ganzen Reihe von Morden konfrontiert, die stets nach den sieben Posaunen der biblischen Apokalypse inszeniert zu sein scheinen.

    Und die Zeit drängt, denn mit der Ankunft der päpstlichen Legation, kündigt sich auch die von Bernard Gui an. Ein alter Widersacher Baskervilles und glühender Verfechter der heiligen Inquisition...

    Analog zu diesen bereits erwähnten sieben Posaunen ist auch das Buch in sieben Tage unterteilt, welches Elemente des Schauer- und Detektivromans ebenso beinhaltet, wie philosophische und literarische Anspielungen, und damit Merkmale des klassischen Bildungsromans. Es behandelt Fragen der Kultur, Religion und Geschichte des späten Mittelalters, thematisiert aber gleichzeitig auch die Empfindungen und Gedanken der einzelnen Figuren, welche als Gerüst einer Handlung dienen, die in ihren Verzweigungen epische Ausmaße annimmt. Für den Leser ist es hier nicht immer einfach den Überblick und damit den roten Faden der Handlung im Auge zu behalten. Seitenlange Dialoge und Monologe. Ganze Absätze in Latein. Ungeduldige werden das Buch wohl bereits nach wenigen Seiten in die Ecke geknallt haben. Wer sich jedoch Zeit nimmt, sogar rückblickend manches überdenkt und sich auf Ecos Stil einlässt, wird bald mit jeder Zeile in eine äußerst dichte und verdammt spannende Geschichte hineingezogen. Trotz der ausführlichen Schilderung größerer Konflikte und der Thematisierung theologischer Fragen (Häresie, Dolcinianer, Aristoteles Werke), welche ein komplexes und vielfarbiges Bild des mittelalterlichen Lebens in mehreren Verzweigungen und Nebenlinien zeichnen und die meiner Meinung nach die Lektüre dieses Buches erst so kostbar machen, bleibt die Aufklärung des Verbrechens stets der erzählerische Hauptstrang des Romans. Und der lebt natürlich in erster Linie von den beiden Hauptfiguren.

    William von Baskerville ist dabei, man kann es schon am Namen erahnen, ganz deutlich dem Vorbild des literarischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes nachempfunden, mit dem er nicht nur seine Vorliebe zur Beobachtung und Deduktion, sondern auch ein paar anatomische Gemeinsamkeiten (z.B. die schmale Adlernase) teilt. William ist seiner Zeit voraus, ein Visionär, der jedoch nie anachronistisch wirkt und sich trotz anderen Denkens perfekt in die Gemeinschaft seiner Ordensbrüder einfügt. Auf der anderen Seite wiederum steht Adson von Melk, der Erzähler, welcher die Geschehnisse aus Sicht seiner damaligen jugendlichen Erfahrung schildert und als staunender Beobachter gleichsam als Identifikationsfigur für den Leser dient. An seiner Seite erlebt man die Geschehnisse rund um das Benediktinerkloster und lässt sich gefangen genehmen von einer Geschichte, die bis zur letzten Seite aufs allerbeste und spannendste unterhält.

    Insgesamt ist "Der Name der Rose" ein literarisches Meisterwerk, das von seiner sprachlichen Qualität und der enormen Tiefe lebt. Ein Buch, das sicherlich Aufmerksamkeit und Mitdenken erfordert, aber dafür auch lehrreiche Stunden bietet, ohne zu belehren. Ausgezeichnet recherchiert, sprachlich gewandt und nicht zuletzt auch erstklassig übersetzt.

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  • Der Historische Roman schlechthin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gregor Hügens, am 26.01.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hier steckt einfach eine Menge drin: Rätselhafte Morde in einem italienischen Kloster und zwei ‚good guys’ als Detektive, der Kampf zwischen Papst und Franziskanern um die Frage des Armutsgebotes, ein verschollenes Werk des Aristoteles über die ‚Komödie’ und schlicht die ganze Welt des vermeintlich dunklen Mittelalters.
    Dummerweise fiel mir dieses Buch schon in jungen Jahren in die Hände, seitdem muss sich fatalerweise das ganze Genre des Historischen Romans am ‚Namen der Rose’ messen lasen. Bücher über dieses Buch füllen quasi selbst schon eine Bibliothek (eine solche ist schließlich auch Dreh- und Angelpunkt der Geschichte). Das Werk – auf welchem Ecos Berühmtheit eigentlich gründet - lässt sich tatsächlich auf verschiedene Weisen lesen; angeblich haben wir auch den Prototyp des postmodernen Romans vor uns. Doch keine Angst: Selten wurde die Welt des (Spät-)Mittelalters lebendiger,
    lehrreicher und lustvoll-spannender geschildert!!!

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  • fesselnd, aber düster Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 21.04.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kurzbeschreibung

    Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.
    Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ..

    Ein fesselnder, interressanter aber gleichzeitig auch düsterer Roman.
    Er gewährt Einblicke in das Wesen der Inquisition

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  • Atmosphärisch stark Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 02.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist einfach grandios. Man spürt die Kälte in dieser italienischen Abtei förmlich. Selten habe ich die Atmosphäre dermaßen körperlich verspürt, wie in diesem Buch.

    Der Fransziskanermönch William v. Baskerville ist zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.
    Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ...

    Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bitte nicht von der Vielzahl an lateinischen Sätzen, die im Anhang übersetzt werden, vom Lesen des historischen Thrillers abbringen lassen.

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  • spannender Mittelalter-Krimi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von LongGoneBy, am 20.08.2007

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Der Name der Rose" ist zu Beginn etwas mühsam und langatmig, wird dann aber deutlich spannender. Aufgrund der zahlreichen philosophischen Passagen ist der Roman teilweise nicht ganz so leicht zu lesen, wenn auch dennoch interessant und informativ u.a. bezüglich des Mittelalters.
    Die Handlung ist fesselnd und dank der Schilderung der Geschehnisse aus Sicht Adsons kann man sich als Leser sehr gut in die Ereignisse hineinversetzen.
    Fazit: Ein toller wenn auch teilweise komplizierter und komplexer Roman.

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    von einer Kundin/einem Kunden

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wegen einer Schrift des Aristoteles über die Komödie und das Lachen geschehen in einer Abtei mehrere Morde. William von Baskerville und sein Adiatus Adson reisen an, um den Fall aufzuklären und geraten mit der Inquisition aneinander.
    Der Roman bietet mindestens zwei Lesarten: Er ist spannender Krimi und vermittelt zum anderen Leben und Philosophie des Mittelalters. Zum spannenden Aspekt: ich habe den Roman am Stück gelesen und war in der Zeit nicht ansprechbar. Auch ein zweites Lesen nach einiger Zeit war immer noch spannend. Im Vergleich zum Film bietet der Roman deutlich mehr Mittelalter-Informationen, z.B. über die verschiedenen Strömungen der Ketzerei. Zum Niveau, was die Mittelalter-Darstellung angeht: Der Roman war Thema eines Hauptseminars an der Universität im Bereich Germanistik, Mittelalter-Rezeption. Geschickt angelegt ist, dass man den Roman sowohl auf der Oberfläche, als auch in der Tiefe lesen kann, je nach Bedarf.
    Mir ist oft zu Ohren gekommen, dass die ersten hundert Seiten schwierig seien und dass das Buch aus diesem Grunde nicht zu Ende gelesen wurde. Eco sieht das so: Der Leser muss sich zunächst anstrengen, um die Früchte ernten zu können. Wie man sieht, ist Eco ein Autor, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

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