Rezensent im Portrait

aus Hannover
- Gesamte Rezensionen
- 910 (ansehen)
- Über mich
- lese gerne gute Krimis, Thriller, Belletristik. Für ein gutes Hörbuch gehe ich meilenweit.
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Ein gelungener Abschluss einer TrilogieRezension vom 26.12.2012Wie schon die Publishers Weekly schrieb, verbindet Patrick Lees Labyrinth der Zeit die treibende Spannung der TV-Serie 24 mit den unheimlichen Rätseln aus Akte X. Und richtig: Der Autor treibt uns in einem Wahnsinns-Tempo durch eine kompakte Story, die so einfallsreich wie fesselnd ist. Stets hart am Rande der Realität, entführt er seinen Helden in eine Mixtur aus Fantasy-Elementen und knallhartem Thriller. Ein gelungener Abschluss einer Trilogie, die sich mit dem beschäftigt, was an einem anderen Ende der uns bekannten Welt alles auf uns warten kann. -
Fesselndes Potpourri aus Krimi, forensischer Kleinstarbeit und spannenden HintergrundinfosRezension vom 26.12.2012Nachdem Kathy Reichs ihre Heldin Temperance Brennan bisher nicht nur in Montreal und Charlotte ermittelt ließ, sondern auch schon nach Hawaii Blut vergisst nicht, Israel Totgeglaubte leben länger oder South Carolina Hals über Kopf schickte, muss sie dieses Mal in den unwirtlichen Nord-Westen Kanadas. Neben einer spannenden Story, die für viele Überraschungen gut ist, bringt uns Kathy Reichs außer den üblichen pathologischen Spezialkenntnissen dabei Einiges über die kanadischen Diamantenvorkommen und die Umgehensweise mit diesen kostenbaren Bodenschätzen bei. Während die kritische Weltöffentlichkeit noch auf die afrikanischen Blutdiamanten starrt, werden auch in Kanada Diamanten gefördert - mit all den üblichen Auseinandersetzungen um Umweltschutz und um das Schicksal der indigenen Bevölkerung. Aber auch privat muss Reichs Heldin Tempe im neuen Band Einiges regeln, denn noch immer hängt ihr die Trennung von ihrem Kollegene Ryan Andrews nach. So ist auch Knochenjagd wieder ein fesselndes Potpourri aus Krimi, forensischer Kleinstarbeit und spannenden Hintergrundinfos aus dem hohen kanadischen Norden. -
Packend-rasant geschriebenes Action-Fantasy-AbenteuerRezension vom 26.12.2012Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit ist die fesselnde Fortsetzung der düsteren Jugend-Dystopie von Veronica Roth, die im post-apokalyptischen Chicago spielt. Nachdem sie in ersten Band "Die Bestimmung" die verschiedenen, streng von einander getrennten Fraktionen vorgestellt hat, auf die sich die Menschen nach ihren jeweiligen Fähigkeiten und Skills aufgeteilt haben, setzt sie sich nun mit der Frage auseinander, was passiert, wenn diese Welt aus ihrem sorgsam ausbalancierten Gleichgewicht gerät. Nicht nur, dass einige Fraktionen andere vernichten oder unterjochen wollen, es gibt auch immer wieder Menschen, die sich nicht einordnen oder manipulieren lassen wollen eine spannende Allegorie auf die oft unerbittlich geführten Auseinandersetzungen unter Jugendlichen um die eigene Identität, um In- und Out-Sein, um Cliquenzugehörigkeit und Außenseiter. So ist Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit, trotz der oft ganz schön krassen Brutalität und Waffengewalt der Story, ein packend-rasant geschriebenes Action-Fantasy-Abenteuer über einen Bürgerkrieg mit all seinen taktischen Allianzen und echten Tragödien, den falschen Vertrauten und echten Freunden. Und natürlich endet Tödliche Wahrheit mit einem spektakulären Cliffhanger! -
witzig-ironische BettlektüreRezension vom 26.12.2012Mundart-Krimis aus dem Ländlichen sind momentan in. Rita Falk feiert mit ihrer Franz Eberhofer-Reihe große Erfolge, während Autoren wie Nicola Foerg oder Jörg Maurer ihre Land-Geschichten mit einem unterhaltsam-ironischen Augenzwinkern würzen. Jetzt steuert auch der Wiener Kolumnist Rainer Nikowitz einen genussvollen Beitrag zu diesem Genre bei, denn Volksfest bedient sich all der Zutaten, die satirischen Krimi-Spaß ausmachen: bissige Seitenhiebe auf die österreichische Volks- bzw. Landkultur, ein leicht desorganisierter Lebenskünstler, jede Menge skurrile Freunde und eine gut konstruierte Story. Viel Gaudi also für alle, die auf leicht überzogene, witzig-ironische Bettlektüre stehen und eine Landidylle lieben, in der Welt auch nur noch vordergründig in Ordnung ist. -
hervorragende FortsetzungRezension vom 26.12.2012Nachdem die Ressourcen der Erde langsam zu Ende gegangen sind und der Kampf ums Überleben immer härter wurde, entschied man sich, zwei Raumschiffe auf den langen Weg zu einer neuen Welt zu schicken. Da die Reise Generationen dauert, ist die Fortpflanzung der Crewmitglieder überlebenswichtig. Doch zwischen den beiden Schiffen kam es zum Streit, denn während die Passagiere der New Horizon mit ihrer Priesterin Mather Anne immer gläubiger wurden, entdeckten die Forscher der Empyrean eine neue und einfache Form der menschlichen Eibefruchtung - die sich auf der New Horizon allerdings völlig gegenteilig auswirkte: Die Frauen wurden unfruchtbar. Es dauerte nicht lange, bis die gegenseitigen Vorwürfe zum offenen Kampf zwischen den beiden Schiffen eskaliert waren. Dies war die ebenso brisante wie spannende Ausgangsposition, mit der Amy Kathleen Ryan den ersten Teil ihrer Weltraumsaga Sternenfeuer - Gefährliche Lügen in die Umlaufbahn schoss. Und auch im zweiten Teil Sternenfeuer - Vertraue Niemandem wird die Diskussion um Machtmissbrauch, falsch verstandene Religiosität und den Nutzen demokratischer Werte mit Verve weitergeführt. Ryans Figuren gewinnen dabei immer mehr an Kontur, wobei die Autorin jedoch auf die übliche schwarz-weiß Malerei verzichtet, denn ihre kleinen wie großen Helden tun durchaus nicht immer das moralisch Richtige. Dabei legt sie ein gutes Gespür für die Beschreibung der Verhältnisse in den beiden Raumschiff-Besatzungen an den Tag: Es geht nicht nur um die Rettung der Mission, sondern um Vertrauen und Freundschaft, um Vernunft, Liebe und Hass. Eine hervorragende Fortsetzung - seien wir gespannt, wie es weitergeht. -
Solide, spannende KrimiunterhaltungRezension vom 26.12.2012Mit Der Mörder ohne Eigenschaften erzählt Peter May eine spannende Story, die uns quer durch Frankreich führt. Und mit dem Forensiker Enzo Mackay schafft er darin einen sympathischen Helden, der mit Hartnäckigkeit und viel Verstand versucht, einem unfassbaren Täter auf die Spur zu kommen. Dabei muss er sich aber stets auch um sein verzwicktes Familienleben kümmern, denn seine beiden Töchter, die Halbschwestern Sophia und Kirsty, sind sich nicht ganz grün, und auch an seinen Schwiegersöhnen verzweifelt Mackay des öfteren. Zwar wirkt die Geschichte manchmal etwas konstruiert und vorhersehbar, aber dennoch weiß der Autor gut zu unterhalten. Fazit: Solide, spannende Krimiunterhaltung für entspannte Stunden -
Agententhriller der etwas anderen ArtRezension vom 26.12.2012Die Frau, die niemand kannte von Chris Pavone ist ein gewitzter Agententhriller der etwas anderen Art. Immer wieder überrascht uns die Autorin mit unerwarteten Volten und lässt uns rätseln, wie um alles in der Welt die Fäden ihrer Story bloß zusammenlaufen könnten. Aber, soviel sei verraten, sie tun es, und jede weitere Enthüllung bringt so viel Spaß und Überraschung, wie das Entpacken einer russischen Matrjoschka-Puppem - immer wieder gibt es eine neue Wendung. Scharfsinniger Krimispaß und ein sehr amerikanischer Blick auf good old Europe. Kein Wunder, dass die Autorin die New-York-Times-Bestsellerliste stürmte! -
Ein spannender historische KrimiRezension vom 26.11.2012Madonna ist nach Seraphin und Cherubim der dritte Roman von Kathrin Lange, in dem die Heilerin Katharina Jacob im Mittelpunkt steht. Zwei Jahre nach den Ereignissen aus Cherubim geht es auch hier wieder um eine ominöse Mordserie, in die Katharina verstrickt scheint. Dabei hat sie eigentlich schon genug Probleme, denn seit sie sich hingebungsvoll um zutiefst niedergeschlagene, alleinstehende Frauen kümmert, ist sie den Mächtigen der Stadt ein Dorn im Auge - die Depression, unter der auch Katharina leidet, ist noch Jahrhunderte von der Anerkennung als richtige Krankheit entfernt. Daneben beschäftigt sich Lange in Madonna mit den Anfängen der Hexenverfolgung, obwohl sie nach eigenen Angaben auf keinen Fall einen Hexenroman schreiben wollte. Auch die historisch sehr umstrittene Figur des Heinrich Kramer, Autor des so genannten Hexenhammers, tritt erneut auf und macht auch diesmal keine gute Figur: Lange stellt ihn als einen hasserfüllten, rachsüchtigen alten Mann dar. Der dritte historische Krimi Madonna von Kathrin Lange birgt somit wieder viele interessante geschichtliche Infos über das alltägliche Leben und den damaligen Stand der Medizin im mittelalterlichen Nürnberg - gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Romantik. -
Gratwanderung zwischen realistischer Fiktion und Thriller-WahnsinnRezension vom 26.11.2012Douglas Preston und Lincoln Child haben neben ihrer Reihe mit dem Meisterermittler Aloysius X. L. Pendergast eine zweite Thriller-Serie aus der Taufe gehoben. Nach Mission - Spiel auf Zeit erscheint jetzt der zweite Fall des Top-Agenten Gideon Crew: Countdown. Denn Gideon, dem nur noch wenige Monate Lebenszeit bleiben, kann es einfach nicht lassen: Anstatt seine letzten Monate zu genießen, nimmt er den fast hoffnungslosen Auftrag an, innerhalb von kürzester Zeit eine nukleare Katastrophe zu verhindern. Erneut zaubern die beiden Autoren eine Story aufs Papier, die im gewohnt hohen Tempo eine faszinierende Gratwanderung zwischen realistischer Fiktion und Thriller-Wahnsinn wagt. Und auch diesmal wird ihr Held wieder schneller vom Jäger zum Gejagten, als er denken kann. Doch Crew findet immer wieder die Lücke zum Durchschlüpfen und das eine, versteckte Indiz, das ihn schließlich zum wahren Grund des Falles führt. Wer rasante Action-Thriller mit echten Kerlen mag, die auch mal eine Träne vergießen, ist bei Countdown genau richtig. James Bond lässt grüßen! -
Die Gemeinschaft der drei geht weiterRezension vom 26.11.2012Was passiert, wenn nach einem verheerenden Sturm nichts mehr ist, wie es vorher war, wenn sich die Erwachsenen in fiese Monster verwandelt haben und die Kinder und Jugendlichen ganz auf sich allein gestellt sind? Dieses spannende Szenario hat der französische Autor Maxime Chattam in seiner Alterra-Trilogie äußerst unterhaltsam ausgemalt. Und eigentlich war die Geschichte um die Gemeinschaft der drei Jungendlichen Matt, Tobias und Ambre mit dem dritten Band Alterra - Der Krieg der Kinder ja bereits beendet. Dass es jetzt doch einen vierten Teil gibt, darf nicht nur eingefleischte Alterra-Fans freuen, denn auch in dieser Jungend-Dystopie müssen die drei Freunde wieder jede Menge Abenteuer bestehen, um die Gemeinschaft der Kinder und Jugendlichen, die Pans vor dem Unheil zu beschützen. Erneut baut Maxime Chattam seine Story sehr geschickt auf, indem er die Charaktere seiner drei Helden ebenso konsequent weiterentwickelt, wie sie neue Spezialkräfte hinzugewinnen. Und natürlich haben die mittlerweile 15- und 16-jährigen auch Angst, bald selbst nicht mehr zu den Pans zu gehören - was kommt, wenn aus Jugendlichen junge Erwachsene werden? Aber sicher wird der Autor auch auf diese Ereignisse eine fantasievolle Antwort finden. Freuen wir uns also schon aufs nächste Abenteuer, denn das, soviel sei bereits verraten, führt die Freunde nach Europa. Also Achtung, den Anschluss nicht verpassen!
















