Rezensent im Portrait

aus Berlin
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Bachblütentherapie bei KatzenRezension vom 27.12.2012In diesem wundervoll und sehr verständlich erarbeiteten Buch klärt Anja Demandt über Bachblüten und deren Verwendung bei der Deutschen liebstes Haustier, der Katze, auf. Sie gibt Einblicke in die Historie der Bachblüten, deren Verwendung und auch Gewinnung (was mich davon überzeugt hat, dass ich diese käuflich erwerben werde). Schritt für Schritt führt die Autorin den Leser an das Thema Bachblüten und Katze heran, beginnend mit der Lokalisierung der richtigen Bachblüte(n) für die jeweilige Katze, die Anwendung, eventuell einsetzende Reaktionen, aber: Auch Bachblüten haben ihre Grenzen, auch als Katzenhalter muss man an deren Wirksamkeit glauben und Bachblüten ersetzen keineswegs eine Vergesellschaftung unter den Katzen.
Ein ganz besonderes Augenmerk hat die Autoren auf die jeweiligen 39 vorgestellten Bachblüten gelegt. Jede dieser einzelnen Bachblüten wird mit einem detaillierten Bild vorgestellt sowie deren wissenschaftliche Fakten wie der Botanische Name, die Deutsche Bezeichnung und eine genaue Pflanzenbeschreibung. Um einen besseren Überblick über die jeweilige Bachblüte zu geben, wurde die Wirkung der jeweiligen Bachblüte in grüner Schrift kurz dargestellt sowie interessante Fallbeispiele, anhand derer der Halter überprüfen kann, ob seine Katzen ebenfalls so, oder so ähnlich in ähnlichen Situationen reagiert. Abschließend gibt es noch ein mögliches Charakterbild einer Katze, für die die jeweils vorgestellte Bachblüte zur Anwendung kommen könnte. Ich muss sagen, ich bin begeistert von diesem Buch, der Aufbau ist klar und verständlich gehalten und eines weiß ich, ich werde in nächster Zeit definitiv eine Bachblütentherapie mit einem meiner Kater starten. Zum Abschluss bleibt nur die Frage: Wie gut kennen wir Halter unsere Stubentiger wirklich? -
Irgendwo ist immer jemand, der dich liebtRezension vom 25.12.2012Vor acht Jahren war Martin Ladouceur ein gefeierter Stürmer der Profi-Eishockey-Mannschaft Canadiens de Montréal. Seine Familie hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits von ihm abgewandt, aber wer braucht schon Familie, wenn man Freunde, Teamkameraden und vor allem Fans hat? Doch eine Partynacht veränderte alles. Der Präsident der Canadiens hatte endgültig die Nase voll, seinen Mittelstürmer aus dem Gefängnis zu holen, diverse Prostituierte zu bezahlen und den im Suff angerichteten Schaden wieder zu kitten. Martin Ladouceur wurde nach Amerika transferiert.
An diesem 24. Dezember ist Ladouceur wieder zurück in Montréal. Sein ehemaliger Club gibt ihm eine zweite Chance und Ladouceur muss diese nutzen, denn mit 36 Jahren ist er schon recht alt für diesen Profisport. Er wird in einem Hotel untergebracht, dessen einziger Gast er an diesem Heiligen Abend ist. Ihm zur Seite stehen der Page Charles-David und der Portier Maxime. Dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gast keinerlei alkoholische Getränke zu sich nimmt, keinerlei Damenbesuch bekommt und generell nichts anstellt. Doch Ladouceur, zum ersten Mal seit Jahren wieder in der Heimat, beschließt, der Bewachung des Hotels zu entfliehen und an alte Zeiten anzuknüpfen.
Doch bei seinem Teamkollegen Georges D`Amour wird ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dieser ist mittlerweile zum Familienmenschen mutiert und will das Fest mit seiner Frau und seinen Kindern verbringen. Unverrichteter Dinge fährt Ladouceur zurück in sein Hotel. In der Sauna des Hotels hat er plötzlich eine Erscheinung. Ein bärtiger Mann mit einer Dornenkrone sagt ihm "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt ...". Kann es wahr sein, gibt es auf der Welt tatsächlich einen Menschen, der Ladouceur um seiner Selbst willen liebt, nicht weil er ein Profisportler ist, ein Partylöwe? Ladouceur macht sich an diesem Abend auf, seine Vergangenheit zu erforschen, doch wirkliche Einsicht zeigt er erst, als ihm ein kleiner Junge begegnet ...
Eine schöne Weihnachtsgeschichte - kann man an einem einzigen Tag mit sich ins Reine komme? Der Plot wurde sehr detailliert ausgearbeitet, wobei der Leser immer in kleinen Rückblenden aus der Sicht des Protagonisten erfährt, was sich vor acht Jahren, vor seinem endgültigen Absturz, abgespielt hat. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Martin Ladouceur wurde sehr detailliert und tiefgründig in Szene gesetzt. Anfangs war mir Ladouceur nicht wirklich sympathisch, ein abgehalfterter Profisportler - sonst nichts, doch nach und nach stiegen meine Sympathien mit ihm, sowie er in seiner Vergangenheit seine begangenen Fehler als solche erkannte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei bei mir leider kleiner gefühlte Längen auftauchten, dafür konnte mich der Plot mit überraschenden Wendungen überzeugen. Als Fazit kann ich sagen, dass mir dieses Buch entspannte Lesestunden beschert hat und mich so langsam aber sicher in Weihnachtsstimmung gebracht hat. -
Ein Hund namens KeksRezension vom 21.12.2012Das Arbeitszimmer von Santa Claus muss endlich renoviert werden - seine Frau hat gesprochen und die Elfen setzen dies in die Tat um. Nachdem jedoch das Zimmer schon fast komplett ausgeräumt wurde, findet Santa einen über 20 Jahre alten Wunschzettel. Dieser muss hinter einen Schrank gefallen sein und lag dort all die Jahre. Es ist einer der traurigsten Wunschzettel, den Santa jemals erhalten hat und sofort regt sich das schlechte Gewissen - wie konnte das nur passieren? Der damals 9-jährige Michael Sahler hat mit seinem Brief Santa sehr beeindruckt, sodass dieser beschließt zu sehen, was aus dem Kind geworden ist.
Was Santa sieht, gefällt ihm nicht wirklich. Nach wie vor sind Michaels Eltern, Anna-Maria und Georg, die treibende Kraft in seinem Leben und pochen nunmehr auf eine baldige Verlobung mit Linda Kreuzbacher, die aus guten Hause kommt und in der familieneigenen Firma Sahler Futtermittel arbeit. Lieben tut Michael Linda nicht, aber es ist in seiner Familie Tradition, Zweckehen einzugehen, um das Geschäft voranzubringen.
Santa beschließt zu handeln und dem Schicksal eine neue Chance zu geben. Als 9-jähriger wünschte Michael sich einen Hund, um über den Trennungsschmerz von seiner besten Freundin Fiona hinwegzukommen, die aus der Stadt verzogen ist. Und tatsächlich schaut Michael nicht schlecht, als er auf seiner Joggingrunde in einem Müllcontainer einen Hundewelpen findet. Doch es ist nicht irgendein Hund, dieser Hund scheint zu verstehen, was die Menschen sagen. Die kleine Labrador-Hündin wurde von zwei Elfen aus dem Tierheim befreit, um auf Michael zu warten und als dieser laut mit dem Gedanken spielt, sie dorthin zurück zu bringen, tut sie alles, um ihn mitzuteilen, dass sie da auf gar keinen Fall wieder hinwill. Um sicher zu gehen, geht Michael sofort mit ihr zu einem Tierarzt - und staunt nicht schlecht, als es sich bei der Tierärztin um Fiona Maier, seine beste Freundin aus Kindheitstagen handelt. Bereits in der Tierarztpraxis zeigt die kleine Hündin auffälliges Interesse für Hundekekse. Michael beschließt spontan, die Hündin bei sich aufzunehmen und ihr ein Zuhause zu geben, da sie partout nicht zurück ins Tierheim will. Doch auch seine ehemals beste Freundin geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Da passt es gut, dass Keks, so der Name der kleinen Hündin, denn ihre Vorliebe für Hundekekse ist unübersehbar, vom Weihnachtsmann die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass sich Michael und Fiona wieder nahe stehen ...
Was für eine süße Weihnachtsgeschichte - und das nicht nur für Hundefreunde! Der Plot wurde detailliert ausgearbeitet, wobei ich ja zugeben muss, dass die kleine Keks sofort mein Herz erobert hat und ich natürlich wissen wollte, wie es mit ihr weiter geht, ob sie ihren Auftrag erfüllen kann und ob sie wirklich für immer bleiben kann. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich in Szene gesetzt, sowohl die guten, wie auch die bösen, wobei bereits von Anfang an klar ist, wer der böse ist (und derjenige ist wunderbar erschaffen worden). Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch, nicht nur dank Keks, förmlich wie von selbst gelesen hat.
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1. Band der Bodyfinder-ReiheRezension vom 20.12.2012Violet Marie Ambrose ist eigentlich ein ganz normaler Teenager. Sie geht in die 11. Klasse und ihren besten Freund, Jay Heaton, kennt sie bereits seit 11 Jahren. Zusammen gehen die Beiden durch Dick und Dünn. Als sie in der 5. Klasse waren, haben sie einmal probiert, wie es als Paar wäre - sind jedoch über einen überaus unangenehmen Kuss nie hinausgekommen. Doch in einem unterscheidet sich Violet von allen anderen: Sie hat von ihrer Grandma Louise die Gabe geerbt, das Echo der Toten zu hören bzw. zu sehen, jedoch nur derjenigen Toten, die eines unnatürlichen Todes gestorben sind.
Im Alter von 8 Jahren fand sie bei einem Waldspaziergang mit ihrem Vater die Leiche von Emilee Marquez. In den darauf folgenden Jahren hat sie viel Zeit investiert, um tote Tiere zu bestatten und ihnen so ihren Frieden zu geben. Der Mörder von Emilee wurde nie gefasst. Sie hält ihre Gabe geheim, lediglich ihre Eltern, ihr Onkel Stephen, der gleichzeitig der örtliche Polizeichef ist, dessen Frau Kathryn und Jay wissen davon. Das Leben eines Teenagers ist so schon schwer genug, da muss sie sich nicht auch noch als Freak outen.
Während eines gemeinsamen Ausfluges zum See mit Jay, für den sie mehr empfindet als nur noch bloße Freundschaft, findet sie im Wasser, verborgen im Schilf, eine weitere Leiche. Es handelt sich um eine vermisste Schülerin aus der Gegend. Die Suche nach dem Mörder läuft auf Hochtouren und Violet weiß, dass sie in der Lage ist, den Mörder zu fassen. Ihre Eltern und Jay lassen sie von nun an nicht mehr aus den Augen, andernfalls wäre sie in der Lage durch die Stadt zu laufen und nach dem Echo des Mörders Ausschau zu halten, denn ihre Opfer hinterlassen ihr Echo am Täter. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, spitzt sich die Situation zu. Durch einen unglücklichen Zufall kommt Violet dem Mörder näher als ihr lieb ist und gerät dadurch auch in sein Visier ...
Ein fesselnder Auftakt! Der Plot wurde sehr spannend und fantasievoll erarbeitet. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass sich das Buch nicht nur um die Gabe von Violet dreht, sondern auch um die alltäglichen Teenagersorgen, wie ihre erwachten Gefühle für ihren besten Freund. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, wobei mir das Zusammenspiel zwischen Violet und Jay am besten gefallen hat - was für ein tolles Gespann. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen angenehm und spannend zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. Auf den 2. Band der Reihe "Ruf der verlorenen Seelen" freue ich mich bereits jetzt. -
1. Teil der Immortal-Beloved-ReiheRezension vom 20.12.2012Nastasja, kurz Nasty genannt, ist 459 Jahre alt, sieht aber aus wie 18 und ist unsterblich. Doch die Unsterblichkeit lang, vor allem, wenn man über 450 Jahre alt ist. Sie reist mit einer Gruppe anderer Unsterblicher um die Welt, von einer Party zur nächsten, nur um die Langeweile zu bekämpfen. Den Unsterblichen ist Magie gegeben und sie sind reinrassig, das bedeutet, wirklich unsterblich werden nur diejenigen, die auch unsterbliche Eltern hatten. Ist ein Elternteil ein Mensch, werden die Nachkommen nur sehr alt, sterben aber eines Tages. Die Gruppe, der sich Nasty angeschlossen hat, übt sich nicht in ihren magischen Fähigkeiten, sondern chillt am liebsten den ganzen Tag.
Mit zu dieser Gruppe gehört Innocencio, kurz Incy genannt, der so was wie der Anführer der Bande ist. Doch in letzter Zeit fühlt sich Nasty nicht mehr so wohl bei ihren Freunden, wie es anfangs war. Sie hat es satt, ständig betrunken von einer Party zur nächsten zu hetzen. Auch sind ihr Veränderungen an Incy aufgefallen, die sie lange ignoriert hat. Als er jedoch eines Abends einfach aus Frust einem Taxifahrer mit Magie die Wirbelsäule bricht, weiß Nasty, dass es Zeit ist, ihr Leben von Grund auf zu ändern.
1929 lernte sie die Unsterbliche River kennen. Diese hat ihr von ihrer Farm berichtet, River´s Edge, und Nasty ihre Hilfe angeboten. Da sie nicht weiß, wo sie sonst hingehen soll, beschließt sie, auf das Angebot einzugehen und stellt zu ihrem Erstaunen fest, dass es sich bei River´s Edge um eine Art Zufluchtsstätte und Reha-Zentrum für Unsterbliche handelt. Nasty beschließt, es auf einen Versuch ankommen zu lassen, ihr Leben zu ändern. Wider erwartend gefällt es ihr dort und sie beschließt, ihr Leben von Grund auf zu ändern. Einer der anderen Bewohner der Farm ist Reyn, der ihr von Anfang an sehr gut gefällt. Aber irgendwas hat er an sich, dass ihr ein ungutes Gefühl gibt. Sie vermutet, ihn bereits einmal getroffen zu haben, kann einen Zeitraum aber nicht genau ausmachen. Reyn hingegen macht keinen Hehl daraus, dass er Nasty nicht auf der Farm haben will, Gründe nennt er ihr allerdings keinen. Wieder und wieder geraten die Beiden aneinander und die Gefühle intensivieren sich. Doch auch Nell, eine andere Bewohnerin der Farm, hat es auf Reyn abgesehen und ist nicht bereit, ihn sich von einer dahergelaufenen wegschnappen zu lassen. Doch was genau ist es, was Nasty und Reyn verbindet?
Ein toller Auftakt! Der Plot wurde sehr detailliert und fantastisch erarbeitet, wobei mir hier die jeweiligen kurzen Rückblenden in Nastys Vergangenheit der verschiedenen Jahrhunderte ganz besonders gut gefallen hat. Die Figuren wurden alle facettenreich in Szene gesetzt. Nach und nach lichtet sich auch das Dunkel um die Vergangenheit von Nasty und Reyn, sodass der Leser real miterleben kann, wie Nasty hinter Reyns Geheimnis kommt. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd und kurzweilig, sodass ich auch dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Auf den nächsten Band der Reihe "Ersehnt" freue ich mich schon jetzt, zumal er bereits bei mir SuBt.
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Das Erbe von Lorien - 1. TeilRezension vom 20.12.2012Der 15-jährige Daniel Jones lebt mit seinem Vater in einer Kleinstadt in den USA und führt das Leben eines ganz normalen Teenagers, nur - das er gar nicht Daniel Jones ist und der Mann, mit dem er zusammenlebt, ist auch nicht sein Vater. Seinen wahren Namen kennt er nicht und das ist auch nicht wichtig, denn Daniel ist kein Mensch, er ist ein Loriener.
Vor 10 Jahren zerstörten die Mogadori den Planeten Lorien. Lorien war ein friedvoller Planet. Die Bewohner desselben haben auf ihre Welt geachtet und hatten besondere Gaben sowie eine Lebenserwartung von etwa 200 Jahren. Auch ist es auf Lorien üblich gewesen, dass sich die Großeltern um die Enkel kümmern, da die jeweiligen Eltern mit der Perfektionierung ihrer Gaben beschäftigt waren. Die Mogadori hingegen haben ihre eigene Welt zerstört und übernehmen in einem blutigen Krieg Lorien, um an dessen Rohschätze zu kommen. Lediglich 9 Kinder und deren Betreuer konnten mitsamt einem Piloten entkommen - alle anderen waren dem Untergang geweiht. Es blieb ihnen keine andere Wahl, als auf die Erde zu flüchten, dem nächsten bewohnten Planeten im All. Doch die Mogadori folgten ihnen ...
Die 9 Kinder sind miteinander verbunden. Sobald eines stirbt, merken es die anderen und: Sie können nur in der jeweiligen Reihenfolge ihrer Nummerierungen getötet werden. Als Daniel merkt, dass Nr. 3 tot ist, ergreift er zusammen mit Henri, seinem Wächter und auf der Erde sein "Vater" die Flucht nach Paradise. Hier trägt er den Namen John Smith und nimmt sein normales "Teenagerleben" wieder auf. Doch die Zeit drängt, die Mogadori sind auf der Jagd, denn er ist der nächste auf ihrer Liste, er ist Nr. 4. In Paradise soll sich jedoch alles ändern. Endlich erwacht in John sein Erbe (Gabe) und jetzt ist es an der Zeit, dieses zu trainieren, um für den Kampf gegen die Mogadori bereit zu sein. John jedoch ist nicht mehr bereit, notfalls schnell aus der Stadt zu verschwinden, so wie er und Henri es in den letzten 10 Jahren immer wieder getan hat, denn in Paradise lebt Sarah Hart, Johns erste Liebe. Erweist sich dieser Entschluss als tödlicher Fehler? Denn die Mogadori sind dichter an ihm dran, als gedacht.
Was für ein Auftakt! Der Plot wurde detailliert und ausgesprochen spannend erarbeitet, wobei mir hier besonders gefallen hat, dass auf die Vergangenheit Loriens eingegangen wurde. Nichts finde ich schlimmer, als wenn ein Buch noch so gut ist, man aber die Vergangenheit total im Dunkeln gelassen wird oder nur gerade eben die nötigsten Informationen erhält. Die Figuren wurden alle ausgesprochen facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, wobei mir hier besonders gut das Miteinander bzw. teilweise auch Gegeneinander von John und Henri gefallen hat, die ja im Prinzip eine Einheit bilden, jedoch, spätestens nachdem sich John in Sarah verliebt, emotional voneinander entfernen, im Falle eines Falles aber sofort wieder als Einheit zusammenstehen. Den Schreibstil kann ich als ausgesprochen fesselnd und emotional, sodass ich das Buch einfach in einem Stück lesen musste, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. -
Wenn einen Tag lang alles so ist, wie es sein sollte ...Rezension vom 20.12.2012Es ist der 19. Oktober und wie jedes Jahr rechnet die 17-jährige Destiny "Des" Faraday damit, dass auch an diesem Tag alles schief geht, was schief gehen kann. Gewöhnlich erhält sie alle drei Monate von Ihrer Tante Edie Besuch im Internat, in dem sie untergebracht wurde. Seit ihrem 15. Lebensjahr lebt sie nun schon in einem Internat in Hedgebrook. Was Des befürchtet hat, tritt jedoch ein - ihrer Tante sind die Reifen ihres Autos durchstochen worden und sie kann somit nicht kommen. Des ist frustriert, immer geht am 19. Oktober etwas schief.
Des ist ein einsames Mädchen. Freundschaften mit anderen Internatsschülern schließt sie nicht, denn sie ist nie lange auf einem Internat. Sobald es Probleme gibt und die gibt es regelmäßig, fließt das Geld ihrer Eltern und sie wird auf ein anderes Internat geschickt. Die zwei Jahre, die sie bereits in Hedgebrook ist, ist die längste Zeit, die sie jemals auf einer Schule verbracht hat. Auch an diesem Tag kündigen sich die Probleme an: Des schwänzt den Unterricht - es ist einfach zu frustrierend. Vor dem Internatsgebäude trifft sie auf Mr. Nestor, einen Vertretungslehrer. Dieser merkt, dass es ihr nicht gut geht und Des lässt einmal den ganzen Frust heraus und äußert nur einen einzigen Wunsch: Einen einzigen Tag lang soll alles so laufen, wie es sein sollte!
Obwohl es verboten ist, das Schulgelände zu verlassen, weiß Des einfach, dass sie raus muss. Sie "findet" ein Auto, in dem der Schlüssel steckt. Schnell macht sie einen Mitschüler ausfindig, der Strafarbeit leisten muss, aber einen Führerschein hat. Ihn überredet sie, einfach mal abzuhauen. Noch bevor sie das Schulgelände verlassen können, gesellen sich zwei weitere Mitschüler hinzu und die vier erleben einen Tag, an den nichts so ist, wie es jemals war ...
Ein tiefgründiges Jugendbuch! Der Plot des Buches wurde sehr detailliert erarbeitet, wobei der Leser nach und nach die Geschichte hinter Destinys Geschichte erfährt - warum sie seit Jahren in Internaten lebt und wie es ihr dabei ergeht. Die Figuren, allen voran Protagonistin Des, wurden sehr facettenreich in Szene gesetzt, wobei ihr mir bei den Nebencharakteren gerne etwas mehr "Vergangenheit" gewünscht hätte. Der Schreibstil ist ausgesprochen emotional fesselnd, ja, ich gebe es zu, es flossen Tränen. Sicherlich war mir bereits zum Beginn des Buches klar, in welche Richtung es sich entwickeln würde, als es dann jedoch soweit war, kullerten die Tränchen einfach, ich konnte nichts dagegen tun. Als Fazit kann ich mitgeben, dass es sich um ein tiefgründiges und emotionales Jugendbuch mit kleinen Schwächen handelt, dass mir dennoch schöne Lesestunden bereitet hat. -
3. Teil der Judas-ReiheRezension vom 20.12.2012Erst wenige Wochen ist es her, dass Sia von ihrer Familie großes Unheil abwenden konnte. Doch der Kampf gegen Harm Byrne ging nicht ohne Verluste einher. Emma Karkow stürzte von ihrem Balkon und liegt seither im Koma. Nun ist es Sias Aufgabe, sich um deren Tochter Elena zu kümmern und das ist alles andere als einfach. Sia ist eine unsterbliche Vampirin und war einst selbst Mutter, doch die Zeiten ändern sich und die Rolle als "Tante" ist alles andere als einfach.
Derweil ist Joeffray Charles Wilson damit beschäftigt, Brynes Nachlass zu regeln und was er erfährt ist unglaublich. Es gibt Vampire (Byrne war selbst einer), Gestaltenwandler und viele andere Wesen, deren Existenz er bis dato nur als mystische Erfindung angesehen hat. Das größte Vermächtnis ist für Wilson jedoch, dass er sich von nun an um Emma und Elena kümmern soll. Wilson, der lange Jahre in Diensten Byrnes stand und diesem auch emotional sehr zugetan war, nimmt sich, entgegen seiner Natur, dieser Aufgabe an. Er beginnt, Elena zu beschatten und schafft es tatsächlich, sie vor einer Entführung zu bewahren. Mit Sias Einverständnis nimmt er sich Elenas an und flieht mit ihr vor deren Verfolgern, die dem kleinen Mädchen unbedingt habhaft werden wollen. Doch warum? Derweil wird das Krankenhaus, in dem sich Emma befindet, überfallen und sie entführt.
Nach Elenas Entführung wird Sia kontaktiert. Als "Lösegeld" für ihre Familie soll sie in Irland eine Reihe von Gestaltenwandlern eliminieren, erst dann bekommt sie ihre Familie zurück. Sia ist verzweifelt und geht, wider ihrer Natur, auf den Deal ein, denn sie würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ihre Familie wieder zu bekommen. Doch wer steckt hinter der Entführung. Sind es Nachtkelten aus Irland oder gar Gestaltwandler, die die anderen Arten ausrotten wollen. Sia ist bereit so lange das "Lösegeld" zu zahlen, bis sie weiß, wer ihr Auftraggeber ist, denn für die Entführung ihrer Familie, hat sie blutige Rache geschworen ...
Was für ein Abschluss! Der Plot wurde detailliert und sehr actionreich ausgearbeitet, sodass ich meine Finger einfach nicht von dem Buch lassen konnte und es an einem Stück gelesen habe. Den Schreibstil empfand ich wieder als fesselnd und dramatisch, sodass ich regelrecht mitgelitten, mitgekämpft und auf jeden Fall mitgehofft habe. In diesem Band steht wieder Protagonistin Sia im Vordergrund. Sie wurde wieder ausgesprochen facettenreich erarbeitet, wobei mir hier ganz besonders ihre Gedankengänge gefallen haben, an denen der Autor den Leser teilhaben lässt. Ferner hat die kleine Elena mein Herz voll und ganz erobert. Wie viel Last so ein kleines Kind tragen muss, dass sie ihrer Rolle in der Welt jedoch schon im zarten Alter von 7 Jahren bewusst ist - einfach fantastisch. Leider endet mit diesem Band die Trilogie um die Judaskinder - schade, einen weiteren Band über Elenas Entwicklung würde ich sehr gerne noch lesen. Abschließend kann ich nur sagen, dass mir diese Reihe sehr gut gefallen hat und ich weiteren Büchern des Autoren alles andere als abgeneigt bin. Zum Glück hat er ja noch einige geschrieben. -
Manche Mädchen müssen sterbenRezension vom 09.12.2012Elizabeth "Liz" Valchars 18. Geburtstag sollte etwas besonderes sein. Zusammen mit ihren besten 5 Freunden wollte sie diesen auf der Yacht ihres Vaters "Elizabeth" feiern. Doch mitten in der Nacht wird sie durch ein Geräusch geweckt. Mit allem hat sie gerechnet, doch nicht mit der Entdeckung, die sie macht: Sie sieht ihren eigenen toten Körper im Wasser treiben. Als sie um Hilfe ruft, reagiert keiner ihrer Freunde an Bord - Liz ist tot und kann sich keinem mehr mitteilen. Auf dem Pier jedoch, direkt neben ihrer Leiche, ist ein Junge, etwa in ihrem Alter, der sie sehen kann. Schnell stellt sich heraus, dass er, Alex Berg, ebenfalls tot ist und demnach keine Hilfe für Liz bedeutet. Doch warum sind sie hier, sollten sie nicht auf- oder absteigen?
Schnell wird Liz klar, dass sie Alex kennt. Vor über einem Jahr war er in ihrer Jahrgangsstufe in der Highschool, bevor er bei einem Autounfall mit Fahrerflucht starb. Liz steht dermaßen unter Schock, dass sie sich kaum noch an etwas aus ihrem Leben erinnern kann, nur noch an Kleinigkeiten. Wider erwartend, denn als sie noch lebten, waren sie alles andere als Freunde, hilft Alex ihr, sich in der "Geisterwelt" zurecht zu finden. Liz ist vor allem enttäuscht, musste sie doch so jung sterben (war es ein Unfall oder gar Mord?) und trifft noch nicht einmal auf ihre Mutter, die starb, als Liz 9 Jahre alt war. Irgendwas hält sie in dieser Welt fest, doch sie weiß partout nicht, was.
Am nächsten Morgen muss sie mit ansehen, wie ihre Leiche entdeckt wird. Der örtliche Sheriff ist skeptisch, was ihren Tod angeht, ist sie doch schon die zweite Jugendliche, die innerhalb eines Jahres unter ungewöhnlichen Umständen verstarb. Obwohl alles nach einem Unfall aussieht, nimmt er ihren Freund Richie Wilson, ihre beste Freundin und Stiefschwester Josie Valchar, Mera Hollinger, deren Freund Topher Paul und Caroline Michaels, sprich alle, die in dieser Nacht an Bord der "Elizabeth" waren, genau unter die Lupe. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint, doch hat einer Liz ermordet und wenn ja, warum und welches Geheimnis trug Liz selbst mit sicher herum, auf Grund dessen sie sich in den vergangenen Monaten stark veränderte?
Den Plot des Buches wurde sehr detailliert ausgearbeitet, wobei mir besonders gut die jeweiligen Erinnerungsrückblenden in die Kinder- und Jugendzeit von Liz und Alex gefallen haben. Leider verdichtete sich das Bild in meinen Augen zu schnell, sodass relativ früh klar war, was passiert war, sodass hier ein Teil der Spannung verloren ging. Die Figuren, hier besonders Liz Valchar, wurden sehr detailliert und tiefgründig in Szene gesetzt. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich Liz mochte, doch nach und nach konnte ich anhand der jeweiligen Rückblenden nachvollziehen, warum sie so geworden ist, wie sie zum Zeitpunkt ihres Todes und somit zum Beginn des Buches war. Der Schreibstil wurde sehr spannend und fesselnd, jedoch auch emotional erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, bis auch die kleine Schwäche im Plot, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat.















