Rezensent im Portrait
Eine Kundin / Ein Kunde aus Hagen
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Roman mit Suchtfaktor!Rezension vom 27.07.2012Rosa und Vicki sind beste Freundinnen. Sie wohnen sogar zusammen in Vickis herrschaftlicher Wohnung. Eines Tages findet Rosa dort ein altes Tagebuch, das Tagebuch von Augusta von Liesen, einer längst verstorbenen Verwandten Vickis. Während Vicki die Geschichte um Augusta erst einmal ziemlich egal ist, ist Rosa so fasziniert und angetan, dass sie sogar die altdeutsche Schrift erlernt, um das Tagebuch überhaupt lesen zu können. Rosa vergleicht ihr Leben immer wieder mit dem Augustas und kann etliche Parallelen feststellen.
Rosa, deren Talent als Designerin in einer kleinen Schneiderei im Berliner Wedding entdeckt wird. Rosa, die plötzlich ans Berliner Musicaltheater berufen wird, um die Künstler des neuen Stücks mit ihren Entwürfen auszustatten. Rosa, die plötzlich im Blitzlichtgewitter steht, bewundert wird und die den Applaus regelrecht einatmet. Auf einmal ist sie eine berühmte Designerin, die sogar eingeladen wird mit nach Hollywood zu gehen. Rosa, die sich angezogen fühlt von Leo, ihrem Chef und Regisseur am Theater. Ein aufregendes Leben beginnt voller neuer Abenteuer.
Doch da ist auch Basti, mit dem sie seit 3 Monaten zusammen ist, ihre eigentlich große Liebe. Rosa liebt auf einmal zwei Männer, doch was will sie wirklich? Während sie hin- und hergerissen ist, was ihr Liebesleben angeht, forscht sie immer noch weiter in Augustas Vergangenheit. Sie findet heraus, dass Vickis Vorfahrin bereits kurz nach der Hochzeit gestorben ist, doch warum? Wird sie das Geheimnis lüften? Und wer ist wirklich ihre große Liebe?
Ein toller und spritziger Roman, in dem es um Freundschaft, Liebe und Geheimnisse in Vergangenheit und Gegenwart geht. Der Roman macht süchtig! Ich konnte nicht aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, was es mit Augusta auf sich hat und für was für ein Leben sich Rosa entscheiden wird. Bitte mehr davon!
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Ein Roman wie ein GemäldeRezension vom 19.07.2012Der Roman beginnt in England in den Zwanziger Jahren. Jennet Mallow ist die geborene Malerin. Sie ist so gut, dass sie sogar ein Stipendium für die Kunsthochschule in London erhält. So kann sie auch ihrem engen Elternhaus entfliehen. Jennet lernt den Maler David Heaton kennen. Sie verliebt sich in ihn. Als sie schließlich schwanger wird, zwingen ihre Eltern sie, die Kunsthochschule aufzugeben. Jennet und David heiraten, weil die Eltern es so wollen. Während Jennet David abgöttisch liebt, lebt er sein altes Leben weiter. Er trifft sich weiterhin mit seinen Künstlerkollegen, ist auch seiner alten Affaire gegenüber nicht abgeneigt. Und David trinkt. Er trinkt oft bis zur Bewusstlosigkeit. Er ist deprimiert. Jennet und David ziehen nach Spanien wollen sich von der Sonne, den Farben inspirieren lassen. Jennet gelingt der Durchbruch. Ihre Bilder werden gekauft, sind gefragt wie nie. Sie erhält jede Menge Aufträge, während ihr Mann gar nicht mehr so gefragt ist. Jennet sprüht vor Leben, vor Ideen. Sie geht völlig in ihrer Malerei auf. Und sie wird ein zweites Mal Mutter. Mutter von Zwillingen. So gut es ihr in Spanien geht, David leidet unter Depressionen. Sie gehen zurück nach England. Während Jennet Erfolge feiert, erlebt David einen Zusammenbruch. Jennet verliebt sich in einen anderen Mann, doch auch diese Beziehung ist zum Scheitern verurteilt.
Ein wunderbarer Roman! So kraftvoll und zuversichtlich geschrieben, so farbenprächtig. Beim Lesen sieht man die einzelnen Szenen in sämtlichen Farben vor sich. Ein Roman über eine Frau, Mutter und Künstlerin, die ihren Weg geht. Trotz aller Tiefschläge immer wieder das Positive hervorkehrend. Ein Roman wie ein Gemälde. Eine Ausdrucksweise, die einen nicht mehr los lässt. Sehr ungewöhnlich, sehr außergewöhnlich.
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Eine Liebe in Zeiten des KriegesRezension vom 14.07.2012Der Erste Weltkrieg steht bevor. Kaiser Wilhelm ruft die Männer an die Waffen. Alle sind sich sicher, dass die Deutschen einen schnellen Sieg über die Franzosen erringen werden.
Wilhelm, der bei seinen Eltern in Berlin lebt, ist schon als Kind immer wider ins Elsass gefahren aufs Weingut seiner Großeltern mütterlicherseits. Seit dieser Zeit kennt er auch Adèle, ist praktisch mit ihr aufgewachsen. Aus Freundschaft wird Liebe, doch Wilhelm ist verlobt mit Charlotte eine standesgemäße Verbindung, wie seine Eltern meinen.
Wilhelm begleitet seinen Vater in die Kolonie Kongo. Dann wird er eingezogen, um an der Front gegen die Franzosen zu kämpfen und somit auch gegen Adèle, die auf Seiten der Partisanen aktiv ist.
Charlotte hingegen lässt sich als Krankenschwester ausbilden und hilft den Menschen in Afrika. Es scheint ihre Berufung zu sein.
Wilhelm kann Adèle nicht vergessen. Hat ihre Liebe eine Zukunft? Eine geringe Chance?
Ein sehr ergreifender Roman inmitten des Ersten Weltkrieges. Ein Roman, der von Liebe und Hoffnung erzählt, der aber auch die Greueltaten des Krieges nicht auslässt.
Die Kaiserzeit hat mich bis zu diesem Roman nicht weiter interessiert. Dabei ist diese in Zeiten der Hoffnung äußerst spannend und auch informativ beschrieben. Die Zeit der ersten Autos. Der Beginn der Frauenbewegung. Die ersten wenigen Frauen in Hosen! Skandal! Andersfarbige Menschen, von den Kolonialherren als Souvenirs mitgebracht, die in Vergnügungsparks ganz normal begafft werden wie Tiere in einem Zoo. Noch gar nicht so lange her und doch eine völlig andere Welt.
Zeiten der Hoffnung ein Roman, an den ich noch lange denken werde. Wunderbar geschrieben, sehr eindringlich und bildhaft. Unbedingt lesenswert!
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Lebe deinen Traum!Rezension vom 04.07.2012Lebe deinen Traum!
Maja Winter, 39 Jahre und Mutter einer 17-jährigen Tochter lebt mit dieser in einer gemütlichen Wohnung am Bodensee. Maja ist seit 3 Jahren mit Leon zusammen, er aus gutem Hause und Erbe eines großen renommierten Weingutes. Maja scheint ganz glücklich mit Leon zu sein, wenn da nicht seine arg unterkühlte Familie wäre, bei der sie sich immer wieder wie ein Nichts vorkommt.
Maja arbeitet in einem Immobilienbüro, ist dort das Mädchen für alles. Sie soll für ihren Chef ein Haus direkt am See verkaufen. Der Interessent will aus dem wunderschönen alten Haus, dem Haus, in das sich Maja augenblicklich verliebt hat, eine Schönheitsklinik machen. Maja verhindert dies, indem sie zu einem klein Trick greift, der ihr jedoch den Job kostet.
Maja kann dieses Haus nicht vergessen. Immer wieder fährt sie dorthin, fühlt sich in der Umgebung des Hauses geborgen. Dort lernt sie auch Frieda kennen, eine alte Dame, die nebenan wohnt und sehr schnell ihre Freundin wird. Frieda steht ihr mit Rat und Tat stets zur Seite.
Maja, noch immer angetan von dem Haus, das sie insgeheim Butterblume getauft hat, möchte dort am liebsten ein kleines heimeliges Café eröffnen.
Und dann lernt sie auch noch Christian kennen, den sie für den Gärtner hält, aber wer ist er wirklich? Maja verliebt sich in ihn, doch da ist ja auch noch Leon. Ihr wird klar, dass sie eine Entscheidung treffen muss, eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird.
Ein wunderschön geschriebener Roman über Träume, an die man glauben muss, damit sie in Erfüllung gehen. Ein Buch über den Zusammenhalt von Familie und Freunden, über Liebe und Freundschaft und Neubeginn. Ein Buch, bei dem ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst als Gast am Bodensee zu sein. Ein Buch, das Lust macht, dort hinzufahren, um den See, die Landschaft, die Orte selbst zu entdecken. Die Autorin beschreibt die Landschaften so bildhaft, dass ich förmlich den herbstlichen Nebel auf der Haut spüren konnte! Ein Buch, das ich ganz bestimmt noch oft verschenken werde!
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Urlaub bei den FriesenRezension vom 29.06.2012Drei Frauen, drei Schicksale. Drei Frauen auf der Suche nach dem großen Glück und der Liebe.
Da ist Tomke, Witwe und frisch getrennt von Paul, der doch lieber bei seiner Frau bleiben wll. Tomke braucht eine Veränderung. Sie lässt sich die Haare raspelkurz schneiden und eröffnet erneut ihre Frühstückspension am Deich. Wieder alleine, würde sie am liebsten nur Singles in ihrer Pension aufnehmen, doch das geht natürlich nicht und schließlich haben sich auch schon die Habermanns angekündigt.
Monika und Frank scheinen nach außen hin ein ganz normales Ehepaar zu sein, doch Monika befindet sich in einem Gefühlschaos. Einerseits liebt sie ihren Mann Frank, andererseits gibt es da Erik. Der hat ihr jedoch ein unmoralisches Angebot gemacht. Als Monika dann auch noch Eriks Visitenkarte im Rucksack ihres Mannes findet, ist sie komplett durcheinander.
Und dann ist da noch Anne, eine bekannte Liebesroman-Autorin, die auf der Suche nach realitätsnahen Geschichten ist, so, wie es ihre Chefin gefordert hat. Anne, allein erziehende Mutter eines Teenagers. Anne, die immer noch dem Vater ihres Kindes nachtrauert auch nach 14 Jahren.
In kurzen spritzigen Kapiteln lernen wir die drei sehr unterschiedlichen Frauen näher kennen. Die drei finden zueinander, freunden sich an. Zum guten Schlus hecken sie auch noch etwas gemeinsam aus. Was? Das wird hier natürlich nicht verraten!
Ein wunderschönen Roman über Frauen, die mitten im Leben stehen. Ein Roman über die Suche nach dem Glück, über Gefühle, über die Liebe, über Freundschaft. Ein Roman, wunderbar leicht zu lesen und äußerst gefühlvoll geschrieben. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung!
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Die Dienstagsfrauen auf FastenkurRezension vom 26.06.2012Die Dienstagsfrauen sind wieder da! Diesmal ist es Eva, die die Idee zur gemeinsamen Fahrt hat. Nicht ganz uneigennützig, wie wir bald erfahren werden. Eva will endlich ihren Vater finden und kennen lernen. Sie hat auf dem Dachboden ihrer Mutter einen Brief gefunden und der führt sie und die Freundinnen schließlich auf eine Burg ins Altmühltal. Sie überzeugt die Freundinnen, dort eine Fastenwoche zu buchen. Gesagt, getan. Jede der fünf Frauen erlebt diese Woche anders, doch eines haben alle gemeinsam: Handys abgeben, keine Männer dabei, kein Essen. Fasten ist angesagt.
Eva versucht fast krampfhaft, mit Falk ins Gespräch zu kommen. Estelles Ziel ist, endlich wieder in ihr Chanel-Kostümchen zu passen. Kiki leidet darunter, dass ihre Schwiegereltern in spe sie ablehnen und sie als Künstlerin noch immer nicht anerkannt wird. Judith hofft, dass Caroline ihr endlich verzeiht und sehnt sich weiterhin nach Mann und Familie und Caroline beginnt eine heimliche Affaire.
Und schon sind wir mitten drin in den Geschichten und Erlebnissen der Dienstagsfrauen, die sich seit 16 Jahren kennen. Ein Roman, in dem es einige Überraschungen gibt, der auch von Verzeihen und Verzichten erzählt. Ein herrlich frischer Sommer-Roman, den ich unheimlich gerne gelesen habe. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann einen dritten Teil geben wird!
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Spannung bis zum SchlussRezension vom 21.06.2012
Ein Dorf, mehrere Bauernfamilien. Sie führen ein eigentlich zufriedenes Leben, bestimmt von den Jahreszeiten. Die Ernte steht bevor. Doch dann findet Bernhardt plötzlich ein Seil. Ein Seil ohne Ende. Wohin mag dieses Seil führen? Mehrere der Bauern beschließen, zusammen das Ende des Seils zu suchen. Das Seil führt sie immer tiefer in den Wald hinein. Stunde um Stunde laufen die Männer, doch ein Ende des Seils ist nicht in Sicht. Sie wollen unbedingt das Geheimnis dieses Seils erkunden. Sie laufen und laufen, sie laufen mehrere Tage. Während die Frauen, Kinder und Alten im Dorf sehnsüchtig auf die Rückkehr der Männer warten, können diese nicht mehr aufgeben. Sie fühlen sich gezwungen, das Geheimnis zu lüften. Währenddessen entlädt sich ein Unwetter über dem Dorf.
Ein sehr ungewöhnlicher Roman. Auch ich konnte nicht mehr los lassen. Auch ich musste immer weiter lesen, bis ich am Ende ankam. Ein Roman, der anschließend sehr nachdenklich macht über Menschen, die nicht loslassen können, über Menschen, die sich in etwas hineinsteigern.
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Sehnsucht nach dem VollmondstrandRezension vom 19.06.2012Rosa, Anfang 40, kommt aus dem Urlaub zurück. Augenblicklich merkt sie, dass irgendwas anders ist anders mit ihr selbst. Sie ist unzufrieden. Dabei ist sie eigentlich glücklich. Sie lebt ihrem finnischen LAP (Lebensabschnittspartner) Marti zusammen, hat ein schönes Haus, 2 liebe Katzen, eine gut gehende Praxis und sie hat ihre Freundinnen, mit denen sie sich regelmäßig trifft. Rosa denkt nach. Warum ist sie so unzufrieden? Sollte sie doch heiraten? Sollte sie vielleicht schwanger werden? Zu all den Grübeleien kommt, dass sie erfährt, dass ihr geliebtes Ferienhaus auf Ibiza verkauft werden soll. Doch dann reift in Rosa eine Idee.
Wie gerne habe ich diesen Roman gelesen! Schade, dass er schon zu Ende ist! Endlich einmal ein Frauen-Roman, der Frauen anspricht, die mitten im Leben stehen. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob nicht alles zu eingefahren ist. Was könnte man ändern im Leben?
Ein Roman, wunderbar leicht geschrieben und doch voller Sehnsucht.
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Eine traurige GeschichteRezension vom 17.06.2012Kate und Singe sind das Paar schlechthin. Sie haben sich kennen- und liebengelernt, als Kate 15 war. Ihre Eltern waren gegen diese Beziehung, doch ihre Liebe war stärker. Sie heiraten. Sie wünschen sich Kinder. Die erste Schwangerschaft eine Fehlgeburt. Dann jedoch klappt es. Reef wird geboren. Das Glück scheint grenzenlos, bis die Ärzte entdecken, dass der kleine Reef Krebs hat, eine äußerst seltene und aggressive Art. Nur 8 Menschen auf der Welt sind daran erkrankt. Die Überlebenschance nur wenige Jahre. Reefe geben sie nur wenige Tage. Und während sie diese schreckliche Diagnose zur Kenntnis nehmen, erfährt Kate, dass sie zum zweiten Mal schwanger ist. Die Familie kämpft. Sie werden es schaffen. Finn wird geboren, 2 Monate zu früh. Jetzt kämpfen sie um das Leben zweier Babys. Doch sie haben Glück. Reef schafft es. Er besiegt den Krebs und auch Finn entwickelt sich zu einem prächtigen kleinen Jungen.
Doch dann erkrankt Kate an Krebs. Sie kämpft, doch vergebens. Kurz vor ihrem Tod schreibt sie ihrem Mann eine Liste. Darauf steht alles, was ihr für die Kinder und ihrem Mann wichtig scheint. Kate verliert den Kampf gegen den Krebs. Die Liste hilft Singe, in Kates Sinn weiterzumachen.
Schließlich lässt Singe dieses Buch schreiben. Hier hält er alle Erinnerungen an die wunderbare gemeinsame Zeit mit Kate und den Jungs fest.
Anfangs fand ich die ständige Glorifizierung Kates durch Singe etwas nervig, doch sie war die Liebe seines Lebens, sein Ein und Alles. Unfassbar, was diese Familie durchgemacht hat. Wie kann man das aushalten?
Trotz des schwierigen und traurigen Themas lässt sich das Buch leicht lesen. Eine Packung Taschentücher sollte man beim Lesen jedoch immer parat haben.
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Eine echte Entdeckung!Rezension vom 14.06.2012Welch ein Überraschungsroman! Eigentlich hatte ich den Roman nur des Titels wegen gekauft (er passte zu einer bestimmten Situation). Als ich dann anfing zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.
Ein Tag im Seniorenheim Les Bégonias in Paris. Der Leser lernt die verschiedenen Bewohner kennen, ihr Leben, ihre Vorlieben, ihre Marotten, ihre Sehnsüchte und Eigenarten. Nervig und doch liebenswert sind sie, die alten dort lebenden Menschen. Von der Familie besucht oder verlassen. Erinnerungen an die Kindheit, gute wie schlechte. Albträume, die manchen bis ins hohe Alter nicht in Ruhe lassen. Gebrechen, mit denen sie nicht mehr alleine fertig werden, die ihnen die Selbständigkeit nehmen. Aber auch wunderschöne Momente, wie sie z. B. Thérèse erleben darf, die in Les Bégonias die Liebe ihres Lebens findet.
Camille de Peretti versteht es vorbildlich, den Leser an einem Tag in dieser Residenz teilhaben zu lassen. Wunderschön und sehr bildhaft geschrieben, lässt einen dieses Buch abwechselnd schmunzeln, aber auch traurig sein.
















