Rezensent im Portrait
aus Berlin
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introvertierter SchauspielschülerRezension vom 10.09.2011Das Prädikat extrem witzig kann ich leider nicht vergeben. Ich fand es alles in allem eher mittelmäßig.
Die Story lebt von stereotypen Charakteren, die beim Leser nicht lange haften bleiben. Ein junger Mann, Jungfrau und schüchtern mit umso draufgängerischem Zwillings-Bruder ist heimlich verliebt und geht Lina zuliebe auf eine Schauspielschule obwohl er viel zu introvertiert ist. Natürlich trifft er da noch mehr stereotype Mitschüler und so hangeln sie sich durch die Ausbildung. Für mich erschien es eher wie eine Aneinanderreihung gewollt lustiger Szenen, ein durchweg lustiger Roman ist dabei nicht herausgekommen. Die Lustigkeit hält sich für meinen Geschmack arg in Grenzen auch wenn einige Schmunzler dabei waren, aber eben nicht mehr.
Der Schreibstil ist fließend flüssig und durch seine doch recht kurzen Kapitel und die Eingangszitate gut aufgebaut und wäre auch was für Lesemuffel.
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Biologie-Fiktion-ThrillerRezension vom 10.09.2011Spannender Biologie-Fiktion-Thriller über eine Insel, die sich Millionen von Jahren eigenständig entwickelt hat. Als von dort ein SOS-Signal gesendet wird, macht eine Schiffcrew, die eine Wissenschafts-Reality-Show dreht, Halt. Aber die Tiere sind nicht nur anders und fremdartig, sonders auch besonders aggressiv. Hier ist jeder Gejagter. 12 Crewmitglieder sterben innerhalb von Minuten, zwei können entkommen. Nun schickt die US-Regierung Untersuchungstrupps.
Eine wirklich gelungene Kombi aus Biologieunterricht, Evolutionstheorie, Thriller und Fiktion. Der Schreibstil ist sehr spannend und flüssig, die Charaktere zwar teilweise plattitüd aber es sind hauptsächlich Wissenschaftler, die sind ja sehr eigen. Besonders schön sind die Skizzen der neuen Tierarten, die gefunden werden. Dadurch kann man sie sich noch besser vorstellen, obwohl die Beschreibungen sehr detailliert sind.
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Macken sind normalRezension vom 14.07.2011Ein sehr frisches Buch zu einem doch auch sehr ernsten Thema, der Depression. Sarah Kuttner versteht es aber die Story und die Problematik mit viel Humor rüber zu bringen ohne in eine Komödie abzudriften.
Karo verliert den Job, ist mit ihrer Beziehung unzufrieden und macht Schluss und verliert plötzlich den Boden unter den Füßen. Mit liebevollen Freunden, Therapeuten, Psychologen und ihrer Mutter kann sie sich wieder fangen. Oder glaubt es.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und äußerst interessant. Man fühlt mit ihnen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und strotz nur so vor Humor.
Und am Ende wissen wir, es ist ganz OK, Macken zu haben. Und ab und an brauchen wir dann auch mal Hilfe von anderen.
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solider ThrillerRezension vom 12.07.2011Solider Thriller über einen Flugzeugabsturz mitten im kolumbianischen Dschungel.. Der Absturz wurde offensichtlich fingiert. Die Guerillas nehmen die Überlebenden als Geiseln. Eine junge Frau kann unbemerkt entkommen. Aber die Hintermänner sind genau hinter dieser Frau hinterher. Nun heißt es: lauf! Leider wird der Leser sehr lange im Unklaren gelassen warum Emma, eine Chemikerin und Hobby-Langstreckenläuferin so interessant für die Drahtzieher ist. Es geht primär um den Überlebenskampf im Dschungel. Und der ist ganz gut und eindringlich beschrieben. Die Charaktere sind auch gut gezeichnet.
Alles in Allem OK.
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vielschichtiger KrimiRezension vom 02.07.2011Ein überaus spannender und vielschichtiger deutscher Krimi. Die Story ist äußerst spannend und die zahlreichen Charaktere sehr detailliert beschrieben. Bis zum Ende wird die Spannung gehalten.
Ein junger Mann kehrt nach 11 Jahren Gefängnis für einen zweifachen Mädchenmord wieder in sein Heimatdorf zurück. Die toten Mädchen wurden nie gefunden, Tobias hat einen Filmriss und weiß nicht ob er die Taten gegangen hat. Dann verschwindet wieder ein Mädchen, das einem früheren Opfer sehr ähnlich sieht. Es beginnt eine Hetzjagd. Als dann noch die alten Fälle aufgerollt werden, weil sich Unstimmigkeiten zeigen, bricht der Wahnsinn los. Offensichtlich ist das ganze Dorf in die Machenschaften verstrickt und Tobias war einfach ein hinnehmbares Opfer.
Nele Neuhaus hat ein sehr gutes Gespür Charaktere und ihre Einzelschicksale zu beschreiben. Das Buch ist sehr komplex in seinen Handlungen aber nie überladen. Alles ist genau an der richtigen Stelle. Eine Schriftstellerin, von der man ungefragt weitere Bücher lesen sollte.
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ohne Spannung und ohne TiefgangRezension vom 01.07.2011Das Buch ist mit 186 Seiten sehr kurz und auch die Story, bzw. die Spannung und damit die Qualität des Buchen kommen zu kurz. Am Ende ist es einfach oberflächlich und hat keinerlei Tiefgang. Charaktere sowie Geschichte berühren einen nicht, weil man gar nicht in die Story gesogen wird.
Das Buch spielt in Italien und dreht sich um Gangster, Italiener, Kosovaren, Serben. Das alles über einen Zeitraum von 5 Jahren. Alles fängt mit einen spektakulären Drogenraub und einer entführten Frau an. Und ab da wird´s undurchsichtig. Was will man uns mit diesem Buch mitteilen? Der Schreibstil ist schnelllebig und oberflächlich, ein paar ausschmückende Worte hätten geholfen, vielleicht den Handlungsablauf überhaupt verfolgen zu können, so bleibt alles nur blass in Erinnerung.













