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  • Du bist das Böse
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    1. Teil der Commissario-Michele-Balistreri-Reihe
    Rezension vom 27.09.2012
    1982 ist ganz Italien außer Rand und Band, denn die italienische Fußballnationalmannschaft steht im Endspiel der Weltmeisterschaft. Wie das ganze Land, ist auch der 32-jährige Commissario Michele Balistreri wie im Rausch, wobei Balistreri zu diesem Zeitpunkt alles andere als ein "gutbürgerliches" Leben führt. Seine Zeit verbringt er gerne beim Pokern mit seinem besten Freund Angelo Dioguardi und mit ständig wechselnden Frauenbekanntschaften.

    Am 11. Juli 1982 war es dann endlich soweit, das Finale zwischen Italien und Deutschland stand an. Michele, alles andere als diensteifrig an diesem Abend, wollte sich das Spiel mit Angelo und anderen Freunden anschauen, ordentlich feiern und einfach den Abend genießen. Doch noch während des Spieles wird Balistreri zu einem Fall gerufen. Die 18-jährige Elisa Sordi kam von der Arbeit nicht nach Hause. Während der Halbzeit macht sich Michele auf den Weg zu Elisas Arbeitsplatz (einer angemieteten Villa des Vatikans) in Begleitung von Angelo, denn die Vermisste ist eine Arbeitskollegin von ihm. Um die Sache abzukürzen und schnell wieder zur Party zurück zu können, verbleibt er mit ihrem Arbeitgeber und den Eltern der Vermissten dabei, dass diese sicher nur irgendwo feiern ist und man noch abwarten solle, ob sie wieder auftaucht. Anschließend gehen Balistreri und Angelo zurück zu Party - und fünf Tage später wird die brutal zugerichtete Leiche Elisas gefunden. Zusammen mit Commissario Capo Teodori macht sich Balistreri an die Arbeit, um den Mord zu klären, doch niemand scheint ein Motiv gehabt zu haben und es besteht der Verdacht, dass die Ermittlungen sabotiert werden, aber von wem? Es gibt zwar einige Verdächtige, u. a. ein Freund der Toten Valerio Bona, Conte Tommaso dei Banchi di Aglieno bzw. dessen entstellter Sohn Manfredi, doch wirklich nachweisen lässt sich der Mord keinem.

    2005 arbeitet Balistreri noch immer bei der Polizei. Doch sein Leben ist einem radikalen Wandel unterzogen worden. Balistreri nimmt mittlerweile Schlafmittel und Antidepressiva, macht seinen Job mehr schlecht als recht und auch Frauengeschichten gibt es in seinem Leben nicht mehr. Aus Balistreri ist ein einsamer, alter Mann geworden. Als jedoch in der Nacht des 23. - 24. Juli die junge Samantha Rossi brutal überfallen, gefoltert und ermordet wird, weiß Balistreri, dass sein Mörder zurück ist. Was er vor Jahren versäumt hat, will er jetzt wieder gut machen und begibt sich auf die Jagd ... doch Leichen säumen den Weg des Killers. Wird Balistreri es diesmal schaffen, den Täter zu stellen?

    Der Plot wurde sehr detailliert ausgearbeitet, wobei der Autor immer wieder Anspielungen auf Sabotage und Verrat eingeflochten hat, was ich persönlich erschreckend fand, denn man stelle sich vor, es wäre in Wirklichkeit genauso. Die Figuren, allen voran Protagonist Michele Balistreri wurde sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Besonders gut hat mir hier gefallen, wie der Autor den Leser in den Kopf des Kommissars hat blicken lassen, wobei ich hier allerdings seinen Handlungen nicht immer folgenden konnte bzw. mit diesen nicht immer einverstanden war. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei ich mir allerdings an einigen Stellen mehr knisternde Spannung gewünscht hätte.
  • Oksa Pollock. Der Treubrüchige
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    3. Teil der Oksa-Pollock-Reihe
    Rezension vom 25.09.2012
    4 Monate ist es her, dass Marie, Oksas Mutter, von Orthon und seinen Treubrüchigen entführt wurde. Zwar wissen die Rette-sich-wer-kann, wo sich Marie aufhält, doch eine Befreiung ist nicht so leicht zu erwirken. Aber auch andere Dinge beschäftigen die Gruppe. Die Welt, wie sie sie kennen, scheint vor dem Ende zu stehen. Flüsse treten über die Ufer, es gibt vermehrt Unwetter, Vulkane brechen aus, Tsunamis verwüsten die Erde. Eines steht fest, Oksa muss nach Edefia und ihren Platz als Huldvolle einnehmen, um sowohl die Erde, als auch Edefia zu retten, denn so wie die Erde momentan ihrem Ende entgegen steuert, ist auch das Ende Edefias nicht weit.

    Oksa jedoch ist unsicher. Sie ist erst 14 Jahre alt, wie soll sie diese Verantwortung tragen? Mut wird ihr durch ihre Freunde und ihre Großmutter Dragomira, die alte Huldvolle, zugesprochen. Doch auch andere Dinge beschäftigen Oksa. Sie hat sich in Tugdual verliebt, doch erwidert er ihre Gefühle oder spielt er nur mit ihr, weil sie so mächtig ist? Auch Gus, ihr bester Freund, entfremdet sich ihr immer mehr, da er einfach nicht mit ansehen kann, wie Oksas Gefühle für Tugdual immer weiter zu Tage treten. Nach einem letzten großen Unwetter ist es so weit: Oksa und die Rette-sich-wer-kann müssen sich auf die Reise begeben, denn der Weltuntergang ist nah. Sie flüchten aus London nach Wales und treffen dort mit den übrigen der Gruppe zusammen. Doch niemand ist bereit, ohne Marie die Reise nach Edefia anzutreten, sodass die Gruppe eine Rettungsaktion in Angriff nimmt - doch sie werden von Orthon und seinen Treubrüchigen erwartet. Es wird ihnen jedoch klar, dass nicht eine Gruppe allein nach Edefia zurückkehren kann - sie müssen zusammen arbeiten, ob sie wollen oder nicht.

    Gemeinsam machen sich Freunde und Feinde auf den Weg zur Wüste Gobi, wo sich das Tor zu Edefia öffnen soll. Unversehens jedoch wird Gus krank - die Nachwirkung eines Angriffes, den er während Oksas letztem Abenteuer standgehalten hat. Im Wahn beißt er Oksa, sodass er auch sie infiziert. Beide schweben in Lebensgefahr. Zwar können sie vorübergehend stabilisiert werden, doch Rettung gibt es nur in Edefia und der Preis ist sehr hoch. Viele Gefahren muss die Gruppe überstehe, ehe sie sich dem Tor nach Edefia nähern, doch bleibt die bange Frage - werden alle nach Edefia gelangen oder nur die Nachfahren der Flüchtlinge aus Edefia? Denn sowohl Freund, wie auch Feind haben in ihren Reihen normale Menschen - Ehefrauen, Ehemänner, Kinder. Müssen diese zurückgelassen werden und was erwartet sie auf der anderen Seite, auf Edefia?

    Nachdem der 2. Band etwas schwächelte, besticht dieser Band durch einen spannenden und abwechslungsreichen Plot und einen ausgesprochen fesselnden Schreibstil, sodass ich das Buch zwischendrin gar nicht aus der Hand legen mochte und es am Stück gelesen habe. Die Figuren, allen voran Protagonistin Oksa Pollock, wurden sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Bei den meisten Figuren konnte ich die Handlungen nachvollziehen, hingegen gibt es auch immer wieder die geheimnisvollen Mitwirkenden, die es dem Leser schwerer machen, hinter ihre Fassade zu blicken.
  • Schuld währt ewig
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    4. Teil der Konstantin-Dühnfort-Reihe
    Rezension vom 25.09.2012
    Knapp 4 Monate sind seit Konstantin Dühnforts letztem großem Fall vergangen. Seitdem hat sich in seinem Leben einiges zum Guten geändert, denn seit dieser Zeit ist er mit seiner Kollegin (Re)Gina zusammen. Jedoch können sie ihre Beziehung nicht öffentlich ausleben, noch nicht, denn noch ist Konstantin Ginas Vorgesetzter und gerade von Seiten Alois Fünfanger, einem Kollegen der Beiden, droht Gefahr, denn Alois, der immer der Meinung ist, auf der Dienststellen von Konstantin übervorteilt zu werden, könnte einen Beweis dieser Beziehung gegen Dühnfort einsetzen.

    Dann wird Konstantin von Staatsanwalt Christoph Leyenfels zu einem neuen Fall gerufen. Der Architekt Jens Flade wurde vor seinem Büro von einem Auto überfahren und tödlich verletzt. Was zunächst nach einem Unfall aussieht, stellt sich schnell, durch fehlende Bremsspuren als Mord heraus. Zwar haben einige Zeugen den Vorfall beobachtet, doch genaue Aussagen zum Fahrer des Wagens konnte niemand machen. Ein Mann jedoch hat den Unfall beobachtet und sogar dokumentiert, Eugen Voigt, doch geht auch dieser von einem Unfall aus und meldet sich nicht als Zeuge bei der Polizei, sondern beim Täter. Konstantin, Gina und Alois machen sich an die Ermittlungen, doch niemand scheint ein Motiv gehabt zu haben, den jungen Anwalt und baldigen Familienvater zu töten. Zwar gab es Streitigkeiten mit einem ehemaligen Angestellten Flades, doch dieser kann ein sicheres Alibi vorweisen. Ein Mord ohne Motiv?

    Nur kurze Zeit später wird die Leiche von Martina Oberdieck, einer 22-jährigen Studentin gefunden. Diese wurde in einem See ertränkt und auch hier scheint ein Motiv zu fehlen. Zufall? Daran glaubt Konstantin nicht und findet in der Wohnung der Studentin eine zerstörte Postkarte mit einem Zitat. War dies eine Warnung? Wenn ja hat die Studentin diese nicht ernst genommen. Doch Konstantin hat einen Ansatz und mit Hilfe der Postkarten will er dem Täter näher kommen. Bei der Überprüfung der Hintergründe der Opfer stellt sich heraus, dass beide vor Jahren Mitwirkende am Tod eines Menschen waren und ihre eigene Tötung den damaligen Taten nachempfunden ist. Wer übt sich als Rächer? Derweil fürt Susanne Möbus in der Provinz ein ruhiges und zurückgezogenes Leben. Das war nicht immer so, doch vor sechs Jahren starb in ihrer Obhut ein Kind und das veränderte ihr Leben für immer. Auch sie hat eines Tages eine Postkarte mit einem Zitat im Kasten ...

    Der Plot des Buches wurde wieder überaus kniffelig und spannend ausgearbeitet. Ich hatte ja so einen Verdacht, wer der Täter ist und lag meilenweit daneben - etwas, das mir nicht oft passiert. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Konstantin Dühnfort wurden wieder sehr realistisch und facettenreich in Szene gesetzt, aber was soll ich sagen - ich bin ja schlicht und einfach ein absoluter Dühnfort-Fan. Nach wie vor finde ich diesen Ermittler ausgesprochen faszinierend, ich könnte und werde hoffentlich noch ganz viele Bücher mit ihm lesen. Den Schreibstil war wieder sehr spannend und kurzweilig gehalten, sodass sich das Buch förmlich von selbst las. Jetzt heißt es leider wieder warten auf den nächsten Band "Verflucht seist du", der aber zum Glück noch in diesem Jahr erscheinen wird.
  • Beast
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    Beast
    Rezension vom 22.09.2012
    Der 17-jährige Stephen hatte bis dato wenig Glück in seinem Leben. Seine Mutter hat ihre Kinder abgegeben (sie ist psychisch krank) und der Vater ist Alkoholiker, der im Suff des Öfteren seine Frau verprügelt hat. So kam es, dass Stephen seit Jahren in diversen Pflegefamilien lebt. Stephen selbst weiß, dass er kein Unschuldslamm ist. Seine kriminelle Vergangenheit reicht von Erpressung über Betrug bis hin zur Brandstiftung. Doch eigentlich ist er kein schlechter Mensch, nur hatte er bis dato nie die Chance sich zu beweisen und kundzutun, dass auch er ein nützliches Mitglied der Gesellschaft sein kann.

    Seit 3 Jahren lebt er bei der Pflegefamilie Reynolds, bestehend aus Jimmy (Vater), Verity (Mutter), dem 11-jährigen Robert (Sohn) und der 15-jährigen Carol (Tochter). Mit den Pflegeeltern kommt er soweit ganz gut klar und an dem kleinen Robert hat er förmlich einen Narren gefressen, nur vor der hinterlistigen Carol muss er sich in Acht nehmen. Aber eigentlich ist das nicht mehr wichtig, nur noch 4 Wochen kann er bei den Reynolds bleiben, dann ist seine Zeit hier vorbei.

    Doch Stephen hat ein Geheimnis: Beast. Vor Jahren schenkte sein Vater es ihm, damals war es klein und es war nicht zu erwarten, dass es in englischen Gefilden gedeihen würde, doch Stephen kümmerte sich gut um es - und muss es jetzt töten. Jahrelang konnte er die Existenz des Monsters geheim halten, doch es ist groß geworden, sehr groß und sehr gefährlich. Stephen hat sein gesamtes Geld für Futter ausgegeben, um es zu ernähren und in Zaum zu halten und schreckte auch nicht davor zurück, in einem Schlachthof zu arbeiten (und dort Hühner mitgehen zu lassen), um es zu ernähren. Doch jetzt ist es einfach zu gefährlich, Beast weiter am Leben zu lassen. Bevor er jedoch zur Tat schreiten kann, bricht Beast aus und verschwindet im nahen Stausee. Jetzt hat Stephen ein richtiges Problem. Bisher hat er sich niemandem offenbart, dass er Beast hat und jetzt ist der Menschenfresser frei ...

    Ein Junge und sein (Haus)Tier!!! Der Plot des Buches wurde durchaus interessant dargestellt, vor allem hat mir gefallen, dass der Leser in diesem verhältnismäßig dünnen Buch viel über Stephen und seine Vergangenheit erfährt, jedoch war leider von Anfang an klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Die Figuren, allen voran Protagonist Stephen wurden sehr realistisch und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jederzeit die Entscheidungen und Handlungen der einzelnen Personen nachvollziehen konnte. Den Schreibstil hingegen plätscherte nur so dahin. Hier hatte ich mir deutlich mehr Spannung und actionreiche Szenen vorgestellt, doch damit konnte das Buch leider nicht aufwarten.
  • Desperate Angels
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    Desperate Angels (Band 1)
    Rezension vom 19.09.2012
    Es ist der 5. Januar 2009, an dem Special Agent Nathaniel Caim seinen ersten Tag beim CASMIRC des FBI hat. Er wird der Soko Angel unterstellt und merkt sehr schnell, dass in dieser Soko alle so sind wie er - hochbegabt, denn Nate hat trotz seines geringen Alters bereits Psychologie und Recht in Stanford studiert.

    Gleich sein erster Tag wird zur Feuerprobe, denn die Soko Angel fahndet nach einem Mörder, der junge Mädchen aus wohlhabenden und angesehenen Familien entführt, mehrere Monate gefangen hält und anschließend umbringt. Die Opfer werden immer wie Engel dargestellt. Bisher wurden drei Leichen gefunden. Es handelt sich um die 15-jährige Verona Cornham, Nichte eines Gouverneurs; die 13-jährige Nina Sursack, Tochter eines Großindustriellen und die 16-jährige Eva Sonderburg, Tochter einer berühmten Sängerin. Wie es aussieht, haben sich die Mädchen nicht gewehrt und sind schlussendlich vergiftet worden. Bei allen wurde Sperma gefunden, doch das DNA-Profil ist unbekannt. Nate jedoch fallen ein paar wichtige Indizien auf - die allerdings keinen Schritt weiter zum Täter führen.

    Da allgemein davon ausgegangen wird, dass es sich um Sekten- bzw. Ritualmorde handelt, wird Nate zusammen mit seiner Kollegin Tandra Romano undercover in den Einsatz geschickt, um in Frage kommende Sekten aufzusuchen und zu ermitteln. Leider zeichnet sich nicht ganz so schnell ein Erfolg ab, wie Nate es sich gewünscht hat, doch Tandra, Expertin für Sekten und Okkultes, hat von einer neuen Gruppe gehört namens "Desperate Angels", zu der sie versuchen wollen, Kontakt herzustellen. Doch noch während die Beiden auf der Suche nach der Sekte sind, werden sie mitten im Wald entführt. Als Nate wieder zu sich kommt, muss er feststellen, dass sich die "Desperate Angels" seiner und Tandras bemächtigt haben. Was Nate anfänglich für ein Einführungsritual hielt endet in einem Massaker, bei dem Tandra stirbt. Nate selbst wird von der Sekte gefangen gehalten, in völliger Dunkelheit und ihm wird psychische und physische Folter zuteil. Diese Gefangenschaft bezahlt er fast mit seinem Leben, in letzter Sekunde kann er befreit und gerettet werden. Nachdem er außer Lebensgefahr ist, sieht Nate sich gezwungen, sich ein neues Leben aufzubauen, doch die Schrecken des Erlebten lassen ihn nicht mehr los und auch die Desperate Angels sind mit ihm noch lange nicht fertig ...

    Der Plot wurde sehr abwechslungsreich und immer wieder mystisch angehaucht gestaltet, sodass sich der Leser in etwa die Richtung denken konnte, in die sich das Buch entwickelt, sich allerdings nie sicher sein konnte. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Nate, wurden sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt. Ich habe regelrecht mitgelitten und mitgebangt, ich wollte Nate schon anfeuern, bis ich mir gerade noch verinnerlichen konnte, dass es sich um ein Buch handelt und Nate es nicht mitbekommen würde, wenn ich ihm zurufe. Ganz besonders gut haben mir hier immer Nates Gedanken in den jeweiligen Situationen gefallen, an denen er Autor den Leser teilnehmen lässt. Der Schreibstil hat mich regelrecht gefesselt und in einen Rausch versetzt, ich konnte und wollte einfach nicht aufhören zu ergründen, wohin mich diese Geschichte führt.
  • Bleiernes Schweigen
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    Bleiernes Schweigen
    Rezension vom 17.09.2012
    1992 werden Paolo Bersollino und Giovanni Falcone durch die Cosa Nostra ermordet. Die Journalistin Elena und ihr Schwiegervater Adriano waren Zeuge eines der Attentate. Beiden ist klar, dass sie nicht zufällig vor Ort waren und beginnen zu ermitteln, was hinter den Attentaten steckt. Doch egal wo sie ansetzen, überall stoßen sie auf Schweigen, niemand will ihnen Rede und Antwort stehen, niemand sich mit der Mafia anlegen. Doch sie geben nicht auf und recherchieren verbissen nach den Hintergründen der Attentate. Doch am 7. Mai 1994 geschieht das Unfassbare: Elena, ihr Ehemann und Adriano erleiden einen Autounfall, bei dem Elena stirbt und der Adriano an den Rollstuhl fesselt.

    Am 30. September 2003 soll sich jedoch das Leben von Elenas Mann gewaltig ändern. Als sich die Anwältin Michela Santini bei ihm meldet, ist ihm nicht klar, was diese von ihm wollen könnte. Sie jedoch drängt auf ein schnelles Treffen und er stimmt zu. Am nächsten Tag wollen sich die Beiden im Justizpalast treffen. In der Tat sehen sie sich kurz vor der Verhandlung und beschließen, später ein Gespräch zu führen.

    Doch noch während der Verhandlung geschieht etwas Unfassbares. Ein Mann namens Angelo Mazza stürmt den Gerichtssaal und erschießt Michela und ihren Mandanten Nicola Reale, bevor er sich selbst richtet. Warum? Nicola Reale ist sofort tot und Michela ist tödlich verwundet. Bevor sie stirbt, kann sie ihm noch ein letztes Wort zuflüstern: Solara. Jetzt weiß er, dass sein Zusammentreffen mit der Anwältin kein Zufall war. Aus den Unterlagen seiner Frau weiß er, dass sie bis zu ihrem Tod der Identität von Solara auf der Spur war, den sie und sein Vater für einen Drahtzieher des Attentates hielten. Ehe er es sich versieht, nimmt er Elenas Recherche wieder auf, um endlich hinter den Grund der Anschläge zu kommen. Doch die Mafia hat ihre Spitzel überall und auch der Geheimdienst scheint nicht an der Aufklärung der Morde interessiert zu sein ...

    Ein wahrlich komplexes Buch!!! Der Plot des Buches wurde sehr detailliert und geradezu komplex ausarbeitet. Nach der Beendigung dieses Buches habe ich nun ungefähr eine Ahnung, wie es um die politischen Machtgefüge in Italien stand und immer noch steht und wie "wichtig" die Cosa Nostra noch heute für die Wirtschaft dieses Landes ist. Der Schreibstil ist sehr tiefgründig gehalten, wobei hier hauptsächlich der Protagonist als Erzähler in Erscheinung tritt, sodass es dem Leser möglich ist, immer weiter, Schicht für Schicht das Geflecht von Wirtschaft, Mafia, Geheimdienst auseinander zu nehmen. Der (leider) namenlose Protagonist wurde sehr eingehend ausgearbeitet, sodass für den Leser seine Handlungen und sein Denken jederzeit nachvollziehbar waren. Als Fazit kann ich sagen, dass es sich hierbei um ein sehr interessantes Buch rund um das Mafia- und Wirtschaftsgefüge in Italien handelt. Leider hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten, mich in das Buch einzufinden, was jedoch nicht am Buch lag, sondern an mir.
  • Kalte Stille
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    eine tödliche Obsession
    Rezension vom 11.09.2012
    Am 12. Januar 1985 starb der angesehene Psychiater Dr. Bernhard Forstner bei einem Autounfall. Wie es dazu kam, kann niemand mehr nachvollziehen, doch nach einem Anruf verlies er umgehend sein Haus und auf dem Weg zu seinem unbekannten Ziel verunglückte er tödlich. Starb er in Folge der Tragödie, die seine Familie nur einen Tag zuvor heimgesucht hat? In der vorangegangenen Nacht verschwand sein 6-jähriger Sohn Sven nachts aus einem Park im beschaulichen Städtchen Fahlenberg, dem Wohnsitz der Familie Fostner. War er auf dem Weg, um seinen Sohn zurück zu holen, aber zurück woher? Doch Forstner stirbt noch in seinem Auto und der Verbleib von Sven bleibt ungeklärt ...

    23 Jahre später kehrt der 35-jährige Dr. Jan Forstner zurück in seine Heimatstadt. Auch er ist, wie bereits sein Vater vor ihm, Psychiater, doch im Gegensatz zu diesem ist beruflich am Ende. Das Trauma um die Entführung und den Verbleib von Sven hat er nie verarbeitet, sodass er einmal die Kontrolle verloren hat - und damit seine berufliche Zukunft begraben hat. Doch er hat Glück im Unglück, Dr. Fleischer, der Klinikleiter der Psychiatrie von Fahlenberg bietet ihm, zum Großteil aus Gefälligkeit Jans Vater gegenüber, dessen Kollege er war, eine Stelle an. Nur ungern kehrt Jan nach Fahlenberg zurück, doch er weiß, woanders hat er keine Zukunft. Tatsächlich werden sich Fleischer und Jan einig und er tritt seine neue Stelle an, auch wenn er sich einer Bedingung beugen muss, vor dem ihm mehr graut als alles andere. Bedingung für seine Einstellung ist, dass er endlich das Trauma um Svens Verschwinden überwindet und eine Therapie macht und ausgerechnet bei Dr. Norbert Rauh, ein Mann, dem man nachsagt, direkt in die Seelen seiner Patienten zu schauen.

    Doch noch ehe Jan Zeit hat, sich einzuleben, muss er mit ansehen, wie eine junge Frau Selbstmord begeht. Erschreckenderweise handelt es sich um ehemalige Patientin der Klinik und als Jan ein Foto von ihr sieht fühlt er sich in die Vergangenheit zurück gesetzt, denn als 12-jähriger hat er mit angesehen, wie eine junge Frau Selbstmord beging - und die Frauen ähneln einander wie Schwestern. Als Carla Weller, die beste Freundin der jungen Frau, auf Jan zutritt und Zweifel an dem freiwilligen Selbstmord äußert, lehnt Jan kategorisch jede Hilfestellung ab. Es dauert jedoch nicht lange und ihn befallen Zweifel und er beginnt zu hinterfragen, was die zwei Frauen, die einander sosehr ähnelten, dazu gebracht hat, Selbstmord zu begehen ...

    Der Plot des Buches wurde sehr detailliert und ausgesprochen fesselnd ausgearbeitet, doch leider fand ich es etwas zu leicht zu erahnen, wie sich die Geschichte auflöst. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Jan wurden sehr facettenreich und ausgesprochen tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich sofort in die Geschichte einsteigen konnte. Den Schreibstil empfand ich angenehm und spannend zu lesen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Als Fazit kann ich nur sagen, das mir dieses Buch wirklich schöne Lesestunden bereitet hat und ich den Schreib- und Erzählstil des Autors sehr ansprechend finde.
  • Naschmarkt
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    1. Teil des Mauerblümchenclubs
    Rezension vom 09.09.2012
    An ihrem 30. Geburtstag fasst Dorothy Wilcek, genannt Dotti, den Entschluss, ihre Leben als Single zu beschließen, zumindest für die nächsten 10 Jahre. Sie hat einen tollen Job, den sie liebt, tolle Freunde, die sie liebt und ist rundum zufrieden mit ihrem Leben - einen Mann braucht sie einfach nicht.

    3 Jahre später ist Dotti immer noch rundum zufrieden mit ihrem Leben. Naja, rundum ist geprahlt, den Job als Leiterin der Kulturredaktion bekommt ausgerechnet die verhasste Sorina Loos, doch ansonsten ist alles beim Alten. Doch Loos fängt sofort an, den Stil der Kulturredaktion zu ändern. Dotti soll in ihrem Auftrag eine literarische Internetflirtplattform testen, um auch junge Singles für das Blatt zu gewinnen. Dotti ist alles andere als begeistert, lieber würde sie weiterhin Rezensionen schreiben, Messen besuchen und Autoren interviewen - sprich, sich nur dem geschrieben Wort widmen, doch Loos macht ihr klar, dass sie sich entweder dem Dating in jeglicher Form verschreibt oder sie sich einen neuen Job suchen kann.

    Widerwillig meldet sie sich mit Hilfe von Lorenz Kanzler, einen Volontär, der ihr zu Recherchezwecken zur Verfügung gestellt wird, bei der Flirtplattform an und bereits bei der literarischen Charakterisierung ihrerseits weiß sie - das wird nichts. Kurzum schreibt sie die geforderte 300-Wörter-Kolumne und hofft, dieses Thema somit beenden zu können, doch womit wohl niemand gerechnet hat tritt ein: Dottis Kolumne hat einen einschlagenden Erfolg - sie scheint tausenden Singles aus der Seele zu sprechen und ehe es sich Dotti versieht, wird sie genötigt einen Blog zu schreiben, der das 8-wöchtige Dating-Experiment protokollieren soll. Doch Dotti wäre nicht Dotti, wenn sie nicht noch ein Ass im Ärmel hätte - und ehe sie es sich versieht - Mauerblümchen-Sein ist plötzlich salonfähig. Wenn da nur nicht weiterhin diese lästige Pflicht des Datens wäre, könnte das Leben so schön und sorgenfrei sein ...

    Ich bin +Katze³ und ich stehe dazu!!! Der Plot des Buches wurde ganz wundervoll über die Thematik eines modernen Single-Daseins gestaltet. Die Autorin hat weder mit Vorurteilen, noch mit Richtigstellungen und vor allem nicht mit Witz und Charme gegeizt. Der Schreibstil ist locker-leicht und spritzig gehalten und es kann sich durchaus jeder (Nicht)Single in diesem Buch wiederfinden, da sowohl von der Single-Fraktion, wie auch von der Ehe/Partnerschafts-Fraktion allerlei Figuren vorhanden sind. Die Figuren, allen voran Protagonistin Dotti wurden sehr facettenreich und auch tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jederzeit ihre Beweggründe nachvollziehen konnte. Auf jeden Fall sorgt dieses Buch für eine sehr kurzweilige Unterhaltung, egal in welchem Beziehungsstatus sich der jeweilige Leser zurzeit befindet. Ich persönlich freue mich bereits jetzt auf den Folgeband, der im nächsten Jahr erscheinen soll.
  • Storm
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    16. Teil der Alex-Cross-Reihe
    Rezension vom 04.09.2012
    Eigentlich könnte alles so schön sein im Leben von Alex Cross und seiner Familie. Er hat seiner Freundin Bree die Frage aller Fragen gestellt und diese hat "Ja" gesagt, sodass einer baldigen Hochzeit nichts mehr im Wege stehen sollte. Doch so harmonisch wie im Familienleben der Cross-Familie geht es in Washington D.C. nicht zu. Doch genau zu dieser Zeit starten Denny und Mitch ihren patriotischen Feldzug gegen die Korruption in Washington. Ihre ersten Opfer sind der Kongressabgeordnete Victor Vinton und der bekannte Banken-Lobbyist Craig Pilkey. Diese wurden mit äußerster Präzision durch einen Heckenschützen hingerichtet.

    Alex wird von seinem Freund und Partner Sampson zum Tatort gerufen und sofort ist ihm klar, dass es sich hierbei um das Werk eines Profis handelt. Es gab keine konkreten Drohungen gegen die Opfer, sodass es fast wie Willkür aussieht und der Täter dadurch nur schwer zu ermitteln ist. Dennoch macht sich Alex umgehend an die Ermittlungen und die Erstellung eines Profils. Auf Grund der Brisanz der Opfer mischt auch das FBI in Form von Max Siegel mit. Dieser ist Alex sofort unsympathisch, überhaupt hat er keinerlei Sympathie auf seiner Seite, obwohl er ein brillanter Ermittler ist. Nur widerwillig arbeitet Alex mit Siegel zusammen, doch um den Täter zu stellen, ist er bereit über seinen Schatten zu springen.

    Alex ermittelt mit seinem Team auf Hochtouren und dennoch kommen sie den Tätern nur in kleinen Schritten näher. Dann wird ein drittes Opfer erschossen und langsam aber sicher keimt in Alex der Verdacht, dass es sich hierbei nicht um sogenannte Patrioten handelt, sondern dass diese im Auftrag von Jemandem töten. Es gelingt ihm, nach und nach die Täter einzukreisen - doch der wahre Feind ist näher als Alex jemals vermutet hat. Max Siegel ist niemand anders als Kyle Craig, das Superhirn, das vor Jahren blutige Rache an Alex Cross und allen die er liebt geschworen hat ...

    Lange, wirklich lange Zeit wurde die treue Fan-Gemeinde der Alex-Cross-Bücher auf die Probe, bis endlich Alex ärgster Feind Kyle Craig wieder da ist. Der Plot des Buches wurde sehr spannungs- und actionreich ausarbeitet. Direkt zu Beginn wird der Leser in die perfiden Machenschaften von Kyle Craig eingeführt und ab diesem Zeitpunkt hatte mich James Patterson wie gewohnt geködert, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte, weil ich so auf den finalen Showdown zwischen Alex Cross und Kyle Craig hingefiebert habe. Der Schreibstil ist wieder, dank der kurzen, übersichtlichen Kapitel, kurzweilig und dynamisch gehalten, sodass ein Aufhören überhaupt nicht möglich war, zumal sich die Geschichte kontinuierlich Richtung Final aufgebaut hat. Die Protagonisten, allen voran natürlich Alex Cross und Erzrivale Kyle Craig wurden sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert habe. Etwas enttäusch war ich allerdings doch vom finalen Kampf. Ich hatte erwartet, dass der Autor alles bisher dagewesene übertreffen würde, doch ganz so "hart", wie ich es mir erhofft hatte, wurde es dann leider doch nicht - obwohl das Ende wirklich alles andere als voraussehbar war.
  • Mercy 02: Erweckt
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    2. Teil der Mercy-Reihe
    Rezension vom 03.09.2012
    Die Acht haben Mercy gezwungen, den Körper von Carmen Zappacosta und ihre große Liebe Ryan Dayley zu verlassen. Als sie diesmal erwacht befindet sie sich im Körper der 19-jährigen Lela Neill. In ihren Träumen begegnet sie nach wie vor Luc, ihrem Geliebten, doch etwas hat sich verändert. Sie kann sich an ihre vorherigen Leben erinnern, aber nicht an ihre Zeit als Carmen. Warum nicht, wer blockiert ihre Erinnerungen?

    So wenig Mercy auch weiß, so weiß sie dennoch, dass sie eine Aufgabe während ihres Souljacking mit Lela hat, doch worin diese besteht ist nicht offensichtlich. Schnell wird klar, dass Lela alles andere als ein bis dato erfolgreiches Leben hatte. Ihr Vater hat die Familie verlassen und ihre Mutter Karen hat sich und ihre Tochter mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten. Doch dann wurde Karen krank, Krebs, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann es mit ihr zu Ende geht. Nach der Erkrankung ihrer Mutter hat Lela das College verlassen und arbeitet nunmehr als Bedienung, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Mutter zu verdienen.

    Schnell stellt Mercy fest, dass sich das Leben, dass Lela führt nicht nur sozial von den vorherigen unterscheidet - schlimmer noch, sie ist in Australien. Wie soll sie es nur schaffen, Ryan jemals wieder zu sehen? Der Zufall kommt ihr zu Hilfe. In dem Lokal, in dem sie arbeitet, dem "Green Lantern" hält sich jeden Tag der IT-Spezialist Ranald auf, der ihr ein Profil in einem sozialen Netwerk einrichtet, mit dessen Hilfe sie mit Ryan in Kontakt treten kann. Und tatsächlich gelingt es ihr, sich Ryan anzunähern, sodass sie gemeinsam eine Flucht planen - doch der Tod, der bereits in Karens Nähe lauert, sieht in seinem Plan vor, zwei Seelen an sich zu nehmen. Kann Mercy das Schicksal noch ändern?


    Was für eine gelungene Fortsetzung! Der Plot schließt unmittelbar an den 1. Band der Reihe "Gefangen" an und wurde detailliert ausgearbeitet, ohne ausschweifend zu werden und erlaubt dem Leser einen Einblick in eine Welt von einer aufopferungsvollen Tochter, die ihr persönliches Glück über das der schwer erkrankten Mutter stellt. Auch in diesem Band wurde Protagonistin Mercy wieder sehr eindrucksvoll dargestellt und ich war erfreut mitzuerleben, wie die Entwicklung ihrer Persönlichkeit weiter voranschreitet, ohne jedoch auch nur annähernd an den Perfektionismus heranzureichen, den es in so vielen Jugendbücher gibt. Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr angenehm zu lesen und dieser hat mich so vereinnahmt, dass ich das Buch förmlich in einem Rutsch durchgelesen habe. Auf den nächsten Band der Reihe "Besessen" bin ich bereits jetzt sehr gespannt und habe ihn mir in der Bücherei schon reservieren lassen.