Rezensent im Portrait

Gesamte Rezensionen
8 (ansehen)
Über mich
bin Realist.

Meine Rezensionen

  • Billard um halbzehn
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
    typisch Böll
    Rezension vom 05.02.2007
    Für den hergelaufenen Hobby-Leser nicht geeignet, ist dieses Buch doch typisch Böll und verknüpft aufs Neue zwei seiner Hauptthemen: Nachkriegszeit und Religion. Ist es jedoch nur für geübte und interessierte Leser von Nachkriegsliteratur zu empfehlen, da dem Ganzen zum Ende hin etwas die Luft ausgeht. Es gibt Bessere von ihm.
  • Romulus der Grosse
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
    komisch bis genial
    Rezension vom 02.02.2007
    Einer der letzten Vertreter des Welttheaters lässt uns den Einblick in seine Kunst, dem Gleichnis nicht nur der damaligen Dekadenz, sondern schiebt der ganzen Gegenwart den Spiegel vor; abgedroschen, aber in diesem Falle passend: aktuell wie je. Mit dem Anhang, welcher erläuternde Schriften, eine ebenso gelungene frühere Form des vierten Aktes und das Fragment einer späteren Arbeit Dürrenmatts umfasst ein Konvolut in sich geschlossenen Genies.
  • Haus ohne Hüter
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
    Nazis und Onkel
    Rezension vom 29.04.2006
    Wie ist es um das Leben im geteilten Deutschland zehn Jahre nach Kriegsende bestellt? Einfühlsam wird aus dem Blickwinkel zweier Jungen und ihren Müttern berichtet. Von "Unmoralisch" bis "Blut im Urin!", von Onkeln bis Nazis, von Marmeladeneimern und künstlichen Zähnen ist Heinrich Böll ein weiteres Werk der realistischen Erzählung gelungen, sprachlich perfektioniert und einfach seinen Auszeichnungen würdig.
  • Ansichten eines Clowns
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
    Böll und die Kirche
    Rezension vom 23.04.2006
    Drei Hauptthemen liegen dem Literaturnovelpreisträger auf dem Herzen: die Verarbeitung des Krieges, der Missbrauch der Pressefreiheit vornehmlich im Boulevardjournalismus und das syffisante Gehabe der katholischen Kirche mit ihrem schwelgerischen Eigenlob das Gute, die Kultur aufrecht zu erhalten.
    So schaut`s denn aus wenn Hans Schnier in seiner verlassenen Wohnung hockt und per Telefon versucht seine große Liebe Marie ausfindig zu machen, die ihm von einem dieser verhassten Katholiken ausgespannt wurde, Ehebruch ohne dass je eine Trauung statt gefunden hätte, weil Hans seine Kinder nicht katholisch erziehen lassen wollte, und doch eine Ehe.
    Gnadenlos ironisch rechnet Schnier mit der Kirche und dem Unschuldsgehabe der reichen Nachkriegsdeutschen ab und gibt schließlich auf, gescheitert an der Borniertheit eines Volkes, lässt seine Karriere, oder das was davon noch übrig war, hinter sich und begibt sich auf den Bahnhof, zu singen, seinen Notgroschen zu verdienen und auf Marie zu warten.
  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv
    Böll für Anfänger
    Rezension vom 23.04.2006
    Ein sehr gutes Einstiegswerk, wenn man vor hat dem genialen Autor auch weiterhin passioniert zu sein.
    Die Geschihte der Katharina, die durch Verleumdungen und Lügen der ZEITUNG unschuldig bis zum Äußersten getrieben wird, als fikriver Bericht präsentiert macht süchtig.
    Kein Buch zum blättern, sondern zum nachdenken über die Außmaße freien Pressejournalismus
  • Illuminati
    Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
    Kurzweilig
    Rezension vom 12.02.2006
    Ein Buch wie man es an einem Bahnhofskiosk findet. Kurzweilig, schnell, spannend. Demendsprechend brutal um den Spannungsbogen zu verstärken. Gemischt mit einigen phantastischen Ereignissen. Kurze Kapitel erhöhen die Lesegeschwindigkeit.
    Und dennoch. Dan Brown ist es gelungen durchaus existierende architektonische Details, Legenden über alte Geheimbünde und real bestehende Organisationen und Bräuche zu einer oberflächlich logischen Geschichte zu verbinden, die über leichte Ungereimtheiten lässig hinwegsieht.
    Gemäß einem Zitat Ian Flemings: "Erzähl die Geschichte einfach so schnell, auf dass dem Leser die kleinen Unstimmigkeiten nicht auffallen mögen!"