BuchhändlerInnen im Portrait

aus Salzburg

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Das beste Buch aller Zeiten
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Meine Rezensionen

  • Ein Engel an meiner Tafel
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    Eine ungewöhnliche Frau
    Rezension vom 12.11.2012
    Hier kann man die Lebensgeschichte einer Frau lesen, die es geschafft hat, sich trotz widriger Umstände nicht von Konventionen einengen zu lassen und ein freies Leben zu führen. Geboren 1924 in Neuseeland, erlebte sie in ihrer Kindheit und Jugend eine zum Teil harmonische, aber auch eingeschränkte Welt. Als junge Erwachsene wurde sie Opfer einer Fehldiagnose der Psychiatrie und verbrachte fast acht Jahre in verschiedenen Anstalten. In ihrer Autobiographie blickt sie auf diese Zeiten mit Ernst und Respekt, aber auch mit Selbstironie und Humor zurück. Sie war keine Rebellin und wollte eigentlich vor allem in Ruhe ihre Bücher schreiben, aber das war für ihre Zeit, in der vor allem Lehrerin oder Hausmädchen als akzeptable Berufe für Frauen galten, schon reichlich ungewöhnlich. Und obwohl viele versucht haben ihr zu diktieren, was sie tun sollte, hat sie sich ein individuelles, unabhängiges Leben aufgebaut, vielleicht, weil sie gar nicht anders konnte.

    Gleichzeitig handelt es sich um die Biographie einer Leserin, die sich ihr Leben lang durch die englische und fremdsprachige Literatur, besonders Lyrik, gearbeitet hat und diese Erfahrungen stark in ihre Texte einfließen lässt.

    Diese poetisch geschriebene Autobiographie hat mich begeistert, hoffentlich erlangt die Autorin, vielleicht durch die Buchmesse und durch die Neuauflage einiger Werke, auch im deutschsprachigen Raum mehr Bekanntheit.
  • An Angel at My Table
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    Eine ungewöhnliche Frau
    Rezension vom 12.11.2012
    Hier kann man die Lebensgeschichte einer Frau lesen, die es geschafft hat, sich trotz widriger Umstände nicht von Konventionen einengen zu lassen und ein freies Leben zu führen. Geboren 1924 in Neuseeland, erlebte sie in ihrer Kindheit und Jugend eine zum Teil harmonische, aber auch eingeschränkte Welt. Als junge Erwachsene wurde sie Opfer einer Fehldiagnose der Psychiatrie und verbrachte fast acht Jahre in verschiedenen Anstalten. In ihrer Autobiographie blickt sie auf diese Zeiten mit Ernst und Respekt, aber auch mit Selbstironie und Humor zurück. Sie war keine Rebellin und wollte eigentlich vor allem in Ruhe ihre Bücher schreiben, aber das war für ihre Zeit, in der vor allem Lehrerin oder Hausmädchen als akzeptable Berufe für Frauen galten, schon reichlich ungewöhnlich. Und obwohl viele versucht haben ihr zu diktieren, was sie tun sollte, hat sie sich ein individuelles, unabhängiges Leben aufgebaut, vielleicht, weil sie gar nicht anders konnte.

    Gleichzeitig handelt es sich um die Biographie einer Leserin, die sich ihr Leben lang durch die englische und fremdsprachige Literatur, besonders Lyrik, gearbeitet hat und diese Erfahrungen stark in ihre Texte einfließen lässt.

    Diese poetisch geschriebene Autobiographie hat mich begeistert, hoffentlich erlangt die Autorin, vielleicht durch die Buchmesse, auch im deutschsprachigen Raum mehr Bekanntheit.
  • Abbitte
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    An einem heißen Sommertag...
    Rezension vom 29.10.2012
    Ian McEwan versteht es wie kein anderer Autor, die Schattenseiten der Pubertät zu schildern: Man ist kein Kind mehr und idealisiert die Welt der Erwachsenen, zu der man aber doch noch nicht gehört; man beobachtet die Erwachsenen und versucht herauszufinden, was hinter ihren Worten, ihren Bewegungen, ihren Gesichtsausdrücken steht, dann da scheint es viel mehr zu geben, als auf den ersten Blick erkennbar ist... und wenn man wie die 13-jährige Briony Tallis ein leidenschaftliches, phantasievolles Mädchen ist, das viel sich selbst überlassen wird, dann bleibt man nicht beim Beobachten, sondern interpretiert und denkt sich Geschichten aus, solange, bis man sie beinahe selbst glaubt. Dies tut Briony am Abend eines langen, heißen Sommertags und verändert damit auf gravierende Weise das Leben ihrer älteren Schwester und das deren Geliebten.

    Der erste Teil des Romans, großteils aus der Sicht von Briony geschildert, erinnert sehr an McEwans "Zementgarten" und die Spiele der Hauptfiguren zwischen Unschuld, Macht und Inzest. Auch diese Geschichte spielt sich in einem unerhört heißen Sommer ab, als wäre die Temperatur immer ein wichtiger Faktor dafür, dass die Charaktere Grenzen überschreiten.
    "Abbitte" endet jedoch nicht wie der "Zementgarten" mit auf ewig jugendlichen Protagonisten, Briony wird erwachsen und ergreift als junge Frau die Chance, sich ihrem Fehler zu stellen, wenn er auch nicht rückgängig gemacht werden kann.

    Ein spannendes und meisterhaft geschriebenes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen möchte.

  • Das Papierhaus
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    Eine Rechtfertigung, Stellen in Büchern zu unterstreichen
    Rezension vom 25.10.2012
    Ein schönes, kleines Buch für alle, die Bücher lieben. Auch wenn nicht bei allen Lesern die Liebe so weit geht wie bei den Protagonisten – jeder, dessen Bibliothek sich langsam in alle Räume der Wohnung ausbreitet und der trotzdem nicht aufhören kann, Bücher zu kaufen, wird sich in der Geschichte sofort zuhause fühlen.
  • Glück ist backbar
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    Glücks-Rezepte
    Rezension vom 28.08.2012
    Ein sehr schön gestaltetes, appetitanregendes Backbuch, das beweist, dass nicht nur Kuchenessen, sondern auch Backen glücklich macht. Man merkt, dass die Autorin wirklich liebt, was sie tut.

    Auch die Anleitungen sind sehr benutzerfreundlich, und man fängt plötzlich an, sich auch nach einem lila Teigschaber umzusehen...
  • Brav sein ist schwer
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    Zeitlos - auch für die Kinder von heute
    Rezension vom 20.08.2012
    Dies ist für mich eines der schönsten Kinderbücher. Wer die Kinder aus Bullerbü mag - hier sind ihre österreichischen Verwandten.
  • The Corrections
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    Normales und Tragisches
    Rezension vom 09.08.2012
    Der Begriff "Hysterischer Realismus", im Amerikanischen gelegentlich für Jonathan Franzens Stil verwendet, ist sehr passend: Ganz genau hinsehen, und wenn etwas peinlich oder schmerzhaft wird, nicht aufhören, sondern alles so genau beschreiben wie möglich. Die Technik, hinter die Fassade der scheinbar heilen Familie zu blicken, gehört ja zum amerikanischen Familienroman dazu, aber möglicherweise richtet niemand den Blick so direkt auf die Abgründe wie Franzen. Dabei ist die Übertreibung ein durchaus gängiges Stilmittel, im Ganzen erscheint das Bild von Alfred und Enid und ihren drei erwachsenen Kindern aber sehr realistisch - allzu realistisch vielleicht?

    Was Form, Aufbau und Sprache angeht, so hat man es hier mit einem absolut stilsicheren Autor zu tun, der die Handlung vorantreibt, niemals in Gefahr gerät auszuufern, an entscheidenden Stellen aber oft mit der Lesererwartung bricht. Gerade wenn es plötzlich mit der Geschichte einer anderen Figur oder einem Exkurs zu einem neuen Thema weitergeht, so erkennt man rückblickend, wie sich der Abschnitt dann doch in die Struktur des Ganzen einfügt, oft in Verbindung mit dem Titelthema der Korrekturen. Franzen spielt damit in allen Variationen, sowohl im Leben seiner Protagonisten, als auch in Exkursen über die Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, ob es um Streckenänderungen einer Eisenbahnlinie oder die "Neuprogrammierung" des menschlichen Gehirns geht.

    Mit Korrekturen hängt es auch zusammen, dass manches im Leben der Protagonisten am Ende dann doch besser wird, als man zu hoffen gewagt hätte; genauso wichtig ist es aber, dass andere Dinge nicht korrigiert werden können oder dürfen.

    Für mich ist Franzen einer der besten Gegenwartsschriftsteller; nicht unbedingt leichte Kost, aber die Lektüre wirkt auf positive Weise noch lange nach.
  • Die Korrekturen
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    Normales und Tragisches
    Rezension vom 09.08.2012
    Der Begriff "Hysterischer Realismus", im Amerikanischen gelegentlich für Jonathan Franzens Stil verwendet, ist sehr passend: Ganz genau hinsehen, und wenn etwas peinlich oder schmerzhaft wird, nicht aufhören, sondern alles so genau beschreiben wie möglich. Die Technik, hinter die Fassade der scheinbar heilen Familie zu blicken, gehört ja zum amerikanischen Familienroman dazu, aber möglicherweise richtet niemand den Blick so direkt auf die Abgründe wie Franzen. Dabei ist die Übertreibung ein durchaus gängiges Stilmittel, im Ganzen erscheint das Bild von Alfred und Enid und ihren drei erwachsenen Kindern aber sehr realistisch - allzu realistisch vielleicht?

    Was Form, Aufbau und Sprache angeht, so hat man es hier mit einem absolut stilsicheren Autor zu tun, der die Handlung vorantreibt, niemals in Gefahr gerät auszuufern, an entscheidenden Stellen aber oft mit der Lesererwartung bricht. Gerade wenn es plötzlich mit der Geschichte einer anderen Figur oder einem Exkurs zu einem neuen Thema weitergeht, so erkennt man rückblickend, wie sich der Abschnitt dann doch in die Struktur des Ganzen einfügt, oft in Verbindung mit dem Titelthema der Korrekturen. Franzen spielt damit in allen Variationen, sowohl im Leben seiner Protagonisten, als auch in Exkursen über die Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, ob es um Streckenänderungen einer Eisenbahnlinie oder die "Neuprogrammierung" des menschlichen Gehirns geht.

    Mit Korrekturen hängt es auch zusammen, dass manches im Leben der Protagonisten am Ende dann doch besser wird, als man zu hoffen gewagt hätte; genauso wichtig ist es aber, dass andere Dinge nicht korrigiert werden können oder dürfen.

    Für mich ist Franzen einer der besten Gegenwartsschriftsteller; nicht unbedingt leichte Kost, aber die Lektüre wirkt auf positive Weise noch lange nach.
  • Die Korrekturen
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    Normales und Tragisches
    Rezension vom 09.08.2012
    Der Begriff "Hysterischer Realismus", im Amerikanischen gelegentlich für Jonathan Franzens Stil verwendet, ist sehr passend: Ganz genau hinsehen, und wenn etwas peinlich oder schmerzhaft wird, nicht aufhören, sondern alles so genau beschreiben wie möglich. Die Technik, hinter die Fassade der scheinbar heilen Familie zu blicken, gehört ja zum amerikanischen Familienroman dazu, aber möglicherweise richtet niemand den Blick so direkt auf die Abgründe wie Franzen. Dabei ist die Übertreibung ein durchaus gängiges Stilmittel, im Ganzen erscheint das Bild von Alfred und Enid und ihren drei erwachsenen Kindern aber sehr realistisch - allzu realistisch vielleicht?

    Was Form, Aufbau und Sprache angeht, so hat man es hier mit einem absolut stilsicheren Autor zu tun, der die Handlung vorantreibt, niemals in Gefahr gerät auszuufern, an entscheidenden Stellen aber oft mit der Lesererwartung bricht. Gerade wenn es plötzlich mit der Geschichte einer anderen Figur oder einem Exkurs zu einem neuen Thema weitergeht, so erkennt man rückblickend, wie sich der Abschnitt dann doch in die Struktur des Ganzen einfügt, oft in Verbindung mit dem Titelthema der Korrekturen. Franzen spielt damit in allen Variationen, sowohl im Leben seiner Protagonisten, als auch in Exkursen über die Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, ob es um Streckenänderungen einer Eisenbahnlinie oder die "Neuprogrammierung" des menschlichen Gehirns geht.

    Mit Korrekturen hängt es auch zusammen, dass manches im Leben der Protagonisten am Ende dann doch besser wird, als man zu hoffen gewagt hätte; genauso wichtig ist es aber, dass andere Dinge nicht korrigiert werden können oder dürfen.

    Für mich ist Franzen einer der besten Gegenwartsschriftsteller; nicht unbedingt leichte Kost, aber die Lektüre wirkt auf positive Weise noch lange nach.
  • Playing with the Grown-ups
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    Mutter und Tochter
    Rezension vom 23.07.2012
    Kitty wächst mit ihrer hübschen, künstlerisch begabten Mutter und zwei kleinen Geschwistern bei ihren Großeltern in ländlicher Idylle in England auf - solange bis ihre Mutter Anhängerin einer indischen Sekte wird und beschließt, ihrem Guru nach Amerika zu folgen.

    Dies ist nicht die einzige spontane und unvernünftige Idee, bei der die Kinder mitziehen müssen, und oft ist es für sie nicht einfach. Einerseits genießt Kitty die Magie, die die charismatische Mutter in ihr Leben bringt, andererseits braucht sie wie alle Kinder und Jugendlichen eine gewisse Stabilität, auch wenn sie dies zuerst nicht wahrhaben will. Dazu kommt, dass sie sich für ihre Mutter, die psychisch immer instabiler wird, verantwortlich fühlt. Erst als sie selbst in ungeeignete Kreise gerät und Parties und Drogen immer mehr werden, erkennt sie, dass sie für sich selbst entscheiden muss, wie ihr Leben weiter verlaufen soll.

    Sophie Dahl, inzwischen auch gut bekannt als Kochbuchautorin, hat mit "Die Spiele der Erwachsenen" ein nettes, leicht zu lesendes Buch der Gattung "Coming-of-Age-Roman" geschrieben. Manchmal hätte ich mir in der Geschichte etwas mehr Tiefgang gewünscht, da sie die Szenen und Schauplätze sehr oft wechselt.

    Den unsteten, anziehenden Charakter der Mutter und wie sich dieser auf die Tochter auswirkt, hat die Autorin aber sehr gut eingefangen; dadurch wird die Geschichte von Kittys schwieriger, manchmal aber auch zauberhafter Kindheit sehr gut nachvollziehbar.