BuchhändlerInnen im Portrait

aus Dresden (Schillerplatz)

Gesamte Rezensionen
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Meine Rezensionen

  • Der Wolf
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    ... ein Krimi für Ungeübte
    Rezension vom 27.11.2012
    Durch eine anonyme Morddrohung wird das Leben dreier voneninander unbekannter Frauen vollkommen aus dem Gleichgewicht gebracht. Was sie verbindet und wie sie versuchen, ihr Leben zu retten, wird spannend erzählt. Bis zur letzten Seite bleibt offen, ob der Böse Wolf seinen märchenhaften Plan in die Tat umsetzen kann. Für weniger geübte Krimi-Leser ist dieses Buch genau richtig - es fliesst nur wenig Blut ...
  • 1913. Der Sommer des Jahrhunderts.
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    ...ein grandioses Panorama
    Rezension vom 16.11.2012
    1913 - ein Geschichtsbuch der etwas anderen Art: Wer verkehrte mit wem, wer machte Politik, wie war es um die Kunst bestellt, wer litt einfach vor sich hin und wie war das Wetter überhaupt in Europa im Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkrieges? Florian Illies lässt dabei den Blick auch in die Welt schweifen, ganz nebenbei werden bahnbrechende Erfindungen erwähnt oder wichtige Persönlichkeiten zitiert. Eine wunderbare Verflechtung wird hier zum kurzweiligen Lesegenuss!
  • Adams Erbe
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    ... große jüdische Familiengeschichte
    Rezension vom 15.11.2012
    Adam und Edward Cohen verbinden nicht nur prägnante Äußerlichkeiten. Auch Lebensumstände und Wesenszüge ähneln sich sehr, nur dass beide in vollkommen verschiedenen Zeitepochen leben. Mit wohltuendem jüdischen Witz wird zuerst Edwards turbulenter Alltag geschildert, bis er, mittlerweile ein junger Mann und Geschäftsinhaber, auf Briefe trifft, die von der tragischen Lebensgeschichte seines Großonkels Adam von 1919 an berichten. Bis zum Abtransport aus dem Warschauer Ghetto wird jüdisches Leben im 2. Weltkrieg eindringlich und ergreifend erzählt. Trotz der Tragik gibt es immer wieder Momente, die schmunzeln lassen und in denen man doch noch voller Hoffnung ist, dass ja vielleicht Adam überlebt.
    "Adams Erbe" ist ein großartiges Buch sowohl über jüdisches Leben als auch Zeitgeschichte, die nie vergessen werden darf.
  • In Zeiten des abnehmenden Lichts
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    ... ein grandioses Familienportrait
    Rezension vom 13.12.2011
    Bildhaft und unsentimental wird hier eine Familiengeschichte erzählt, die zugleich voller DDR-Geschichte steckt. In einzelnen Jahresereignissen und -berichten kommen verschiedene Familienmitglieder zu Wort, unterschiedlichste Sichtweisen werden geschildert und zu einem Ganzen zusammengefügt, dessen Zentrum immer wieder der 1. Oktober 1989 ist. Die enthaltene Zeitgeschichte, die starken und markanten Charaktere, das Zusammenspiel der Familienmitglieder, das Urteilen aus verschiedenen Mündern - das alles macht das vorliegende Buch zu einem grandiosen Roman.
  • Irgendwann werden wir uns alles erzählen
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    ... im Sommer 1990
    Rezension vom 20.09.2011
    Ungewollt gerät die erst 16jährige Maria in eine Dreiecksbeziehung. Mit dem kaum älteren Johannes wohnt sie auf dem Hof seiner Eltern und lernt dort ein komplexes, generationenübergreifendes Familienleben kennen. Dem von allen Dorfbewohnern argwöhnisch betrachteten 40jährigen Henner wird sie nach einem Autounfall mit ihrer Mutter in die Arme getrieben. Mit ihm lernt sie eine körperliche, hingebungsvolle Liebe kennen, die ihr trotz zunehmender Zweifel unentbehrlich wird. Die Arglosigkeit der Brendels erlaubt es ihr, auch mit Henner ein geregeltes Liebes- und Alltagsleben zu führen. Neben der eigenen Unsicherheit machen es ihr vor allem die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der deutsch-deutschen Wiedervereinigung unmöglich, sich für einen Mann zu entscheiden. Daniela Krien schildert klar und mit wenigen Worten neben der Zerrissenheit eines jungen Mädchens verschiedene Einzelschicksale, Wünsche, Hoffnungen, Nachdenklichkeit und Skepsis einzelner Figuren, die es in der Form wohl nur zu dieser Zeit gegeben hat.
  • Alles inklusive
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    ... einfach klasse
    Rezension vom 01.08.2011
    Eine Mutter-Tochter-Beziehung, die von Anfang an schwierig verläuft, zwei Frauenleben und daneben noch ein paar Einzelschicksale, das alles wird hier wunderbar zu einem Ganzen zusammengebracht. Beim Lesen weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll, alle Empfindungen liegen dicht beieinander und lassen einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist Rückblick und Momentaufnahme zugleich, wunderbar erzählt und ausgezeichnet auf den Punkt gebracht. Und jetzt muss ich immer, wenn ich einen Mops sehe, sofort an Apple denken.
  • Kochen! Das Gelbe von GU
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    ... gehört in jede Küche
    Rezension vom 01.08.2011
    Nicht nur "das Gelbe vom Ei", sondern auch "Das Gelbe von GU" gehört eigentlich in jede Küche. Das Kochbuch, was selbst Ungeübten nicht die Lust am Kochen nimmt, bekommt man für absolut wenig Geld. Hier sind in einer hervorragenden Ordnung 1295 Rezepte zusammengestellt, die vollkommen unbebildert, sachlich und bestens erklärt das Nachmachen anregen. Vornweg oder zwischendrin findet man immer wieder hilfreiche Erläuterungen und auch Rubriken wie "Nudeln mit viel dabei" machen beim Durchblättern einfach Freude. Neben den Kochrezepten sind auch einige Backrezepte enthalten, doch zum Glück gibt es noch das passende Backbuch mit 888 Rezepten, die man wirklich braucht.
  • River
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    ... ein ergreifener Familienroman
    Rezension vom 13.05.2011
    Mittelpunkt des Geschehens ist die Milchfarm der Wards in British Columbia/Kanada unweit der amerikanischen Grenze. Der Farmersalltag in den 1960er Jahren ist hart und schon in jungen Jahren müssen die Ward-Kinder tägliche Pflichten übernehmen. Nach Jake gehört auch River, ein 21jähriger Amerikaner, als Farmarbeiter zur Familie. Er ist bekennender Hippie. Trotzdem wird er nicht nur schnell in die Familie aufgenommen, sein Charisma sorgt zudem dafür, dass fast alle sich zu ihm hingezogen fühlen. Ungewollt wühlt er die Familie auf. Und nachdem die 16jährige Natalie, die jüngste Tochter der Wards, ihrer körperlichen Hingezogenheit zu River nicht mehr widerstehen kann, nimmt das Unglück seinen Lauf. Aufkommende Missverständnisse zerreißen den familiären Zusammenhalt, ungesagte Worte verhindern jegliche Aufarbeitung. Doch nicht zu spät gibt es einen Moment, in dem sich Natalie ihrer Vergangenheit stellen muss.
    Neben einer einfühlsamen Familiengeschichte werden hier politische Hintergründe, gesellschaftliche Tabu-Zonen, menschliche Schwächen und längst vergangene Lebensverhältnisse geschildert. Die klare Sprache, gut gezeichnete Charaktere und die eindeutige Aneinanderreihung von Geschehnissen machen das Buch ausgesprochen lesenswert.
  • Die hellen Tage
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    ... Eintauchen in vollkommen verschiedene Leben
    Rezension vom 07.02.2011
    Es dauert eine Weile, bis man sich auf die Langsamkeit des Geschehens eingelassen hat - und genau diese Langsamkeit macht das Buch so besonders. Ganz allmählich werden die Lebensgeschichten dreier Kinder erzählt, die wohl das Schicksal zusammengeführt hat. Über das Heranwachsen und Älterwerden der Kinder kommen sich auch deren Mütter und Väter Stück für Stück näher und auch deren Lebensgeschichten lernt man nach und nach kennen. Gegenseitiges Helfen ohne große Worte, Bescheidenheit, Anteilnahme, Stärke und Mut sind Themen, die wunderbar verwoben sind und zu einem Ganzen führen, was noch lange nachhallt. Und immer wieder gibt es kleine Wiederholungen, die sich wie Momentaufnahmen oder Farbtupfer durch das Buch ziehen, als dürfte man ein bestimmtes Detail nicht vergessen.
    Vielleicht wird hier gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben?