BuchhändlerInnen im Portrait
aus Basel
- Gesamte Rezensionen
- 21 (ansehen)
- Im Beruf seit
- 1993
-
...wer ist die Blasseste im ganzen Land?Rezension vom 02.10.2012Zersplitternde Ritter, verhexte Wälder, magische Orte, herzerfrischende Zwerge und in der Rolle der grausamen Königin, Charlize Theron! Wie das üppige Gold ihres Spiegels, glänzt sie mit ihrer Darstellung. "Mirror, mirror on the wall...". Flüsternd und mit einem Blick der vom Bösen selbst erfunden sein worden muss, stellt sie die berühmte Frage und stiehlt mit diesem eindrücklichen Auftritt Snow White alias Kristen Stewart gänzlich die Show.
Nun, ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich vom Jungstar nicht allzuviel erwartet habe und ich mit meiner Vermutung leider mehr als richtig liege.
Blass und ausdruckslos sowohl ihre Mimik als auch ihre Gestik. Zwar hübsch, aber leider viel zu uninteressant um eine Prinzessin mit - dem Märchen nach - unglaublicher Schönheit spielen zu können. da helfen weder Haarfärbemittel noch Schminke.
Eigentlich schade, denn der Regisseur schafft mit seiner Interpretation von Snow White eine neue, moderne Geschichte.
Doch trotz dieser Fehlbesetzung: die Special Effects sind toll und das Ende überrascht mich angenehm, weil es für Hollywood untypisch unkitschig ist - schön! -
Von Menschen und anderen TierenRezension vom 09.09.2012Im eisigen Norden wird eine Gruppe hartgesottener Kerle von der nackten Realität weichgeprügelt. Tapfer kämpft sie ums Überleben- zu einem sehr hohen Preis!
Während sich die Männer zur Wehr setzen, vergrabe ich mich, bereits nach kurzer Zeit, tiefer in den TV Sessel. Das Grau(en), schleicht sich allmählich auch in mein Wohnzimmer. Fröstelnd schmeiss ich mein Vanilleeis weg, um mich wieder ganz auf die unerträgliche Geschichte in der Kiste konzentrieren zu können, welche mich bis zum Schluss in ihren Bann zieht. Ein visuelles und genial beklemmendes "Feierabend-Mümpfeli"!
Fans von Actionfilmen, aufgepasst! Hier handelt es sich "schlicht" um ein Drama. Der Kino Trailer hinterlässt leider einen anderen Eindruck. -
Ungleiches TrioRezension vom 03.04.2012Eins vorweg: "Real Steel" ist weder ein actiongeladener Männerfilm noch ein, an Specialeffects überbordender, Science Fiction-Streifen.
"Real Steel" lässt sich nicht schubladisieren, und das macht diesen Film so einzigartig oder besser noch neuartig.
Man nehme eine altbekannte Thematik, nämlich die der "Vater-Sohn-Beziehung", lasse diese unter dem Genre "Roadmovie" abspielen und versetze die ganze Geschichte in die nicht weit entfernte Zukunft, in welcher sich Roboter, zur Unterhaltung der Massen, in Stücke reissen...
Tolle Unterhaltung - unbedingt anschauen! -
Tödliche Auswirkung der GlobalisierungRezension vom 25.02.2012Unheimlich glaubwürdig präsentiert Soderbergh den Verlauf einer Pandemie. Erschreckend rasant verbreitet sich des Menschen unsichtbarer Feind auf dem ganzen Planeten und rafft dessen Bevölkerung nach und nach dahin.
Das Staraufgebot, hier einmal ungeschminkt, stellt die Protagonisten überaus überzeugend dar. Auf Specialeffekts und Action wird weitgehend verzichtet und verleiht dem Film so die Atmosphäre einer Dokumentation.
Schnell keimen beim Zuschauer ernüchternde Gedanken auf. Zum Beispiel, dass die gezeigte Situation nur noch eine Frage der Zeit ist... -
Die grösste Serienmörderin der GeschichteRezension vom 07.12.2011Unfassbare 650 Morde soll Elisabeth Bathory bekannter als "Die Blutgräfin" begangen haben. Und weil es sich dabei um eine Horrorzahl handelt, schaffen es ihre Gräueltaten sogar ins Guiness Buch der Rekorde!
Die Autoren gewähren, mit ihrem reich bebilderten Buch und einer flüssigen Erzählweise, einen lebendigen Einblick in ein dunkles Kapitel des frühen Barock: Original Zeugenaussagen und Gerichtsprotokolle lassen den Leser schaudernd erahnen, was sich um ca. 1590 bis 1610 abgespielt haben muss.
Stellenweise zwar ein klein wenig reisserisch erzählt, besticht dieser Fotobildband jedoch durch seinen, vom Autorenteam ausgezeichnet recherchierten, Inhalt! Hinzu kommt, dass die unzähligen Abbildungen die damalige Zeit hervorragend einfangen und sich das Buch somit weit spannender als mancher Schauerroman gestaltet...
Keine Lektüre für Zartbesaitete! -
Scheissbuch? Von wegen!Rezension vom 10.09.2011Während meiner Suche nach neuem Lesestoff, entdeckte ich zufällig diese Biografie. Vom Verlag klug bedacht, präsentiert sich der provokante Titel mit blutroten Lettern und wie von Hand geschrieben. Auf Anhieb neugierig geworden, kaufte ich mir das Buch und wurde beim Lesen auf 254 Seiten mit den unfassbarsten, tiefsten Abgründen menschlicher Seelen konfrontiert:
Andreas Altmann, der sich als Kind aufzufressen versucht, (im wahrsten Sinne des Wortes!) nur um damit die ersehnte Liebe seiner Mutter zu gewinnen - vergeblich. Als Jugendlicher wird er von seinem Vater als billige Arbeitskraft missbraucht und als Versager behandelt..
Viele Therapien und unzählige Arbeitsstellen vergehen bis Altmann zum wahren Selbst findet.
Eigentlich eine Biografie, erinnert mich das Buch quasi an ein "literarisches Psychodrama": Der Autor erzählt, er hinterfragt nicht. Sucht keine Antworten, und
doch vermute ich, dass Altmann hiermit seine persönliche Abrechnung an den Krieg liefert.
Erhältlich, auch als E-Book! -
Rauhe SittenRezension vom 09.08.2011Eine Geschichte über Bruderschaft und Feindschaft, Stolz und Ehre, Kampf und nackte Gewalt.
Wunderschöne Naturaufnahmen. Grauenhaft realistisch eingefangen, die Szenen in welchen sich die verfeindeten Gruppen gegenüberstehen...
Mein Tipp: Unbedingt unter "Extras" den alternativen Schluss anschauen. Meiner Meinung nach, viel plausibler. -
Schicksalhafte BegegnungRezension vom 09.08.2011Schauspielerische Superleistung von Damon und Blunt! Weil die Zusammenarbeit der beiden Hochtalentierten derart stark harmoniert, vergesse ich bei manchen Szenen, dass es sich "bloss" um einen Spielfilm und nicht um eine Doku handelt.
Die Themen wahre Liebe, Schicksal und Bestimmung werden auf liebevolle Weise dargestellt, jedoch zugleich modern und schnörkellos umgesetzt. Grossartig! -
Wie weit würden Sie gehen?Rezension vom 15.06.2011Regiesseur Paul Haggis (u.a. "L.A. Crash"), liefert mit "72 Stunden" wieder einmal ein Meisterwerk!
Selten habe ich, in den letzten paar Jahren, einen solch intelligenten Film gesehen. Von Russell Crowe als Protagonist bis Liam Neeson in einer kleinen Nebenrolle, sie alle glänzen. Die Intensität, mit der alle Schauspieler an ihre Arbeit herangehen, beeindruckt mich zutiefst. Ein nachhaltiger Streifen... -
Lemmy, Drugs and Rock'n'RollRezension vom 07.02.2011Speed, Alkohol und andere mehr oder weniger legale Substanzen dominierten jahrzehntelang sein Leben. Dass Lemmy, mit seinen 65 Jahren, auch heute noch laute Gitarrenriffs dahin schmettern kann, grenzt deshalb schon an ein kleines Wunder. Ein Segen für seine Fans!
"Lemmy the Movie" zeigt einen ehrlichen, zähen, bodenständigen und humorvollen Menschen, der sein Leben abseits des Starruhms lebt.
Dass diese Rocklegende, trotz seines grossen Erfolgs und hohen Bekanntheitsgrads, in einer bescheidenen Wohnung, vollgestopft mit Erinnerungen, in L.A. lebt, macht ihn, im Vergleich zu einem Keith Richards etwa, noch sympathischer. .
In "Lemmy - the Movie" erzählen zudem andere Rockgrössen wie u.a. Alice Cooper, Metallica, Ozzy Osbourne und Slash unterhaltsame Anekdoten aus ihrem Zusammentreffen mit dem legendären Zeitgenossen.
Für Alle, die Lust auf einen etwas anderen Einblick in das Leben einer Rocklegende haben, ist diese Dokumentation sehr zu empfehlen.


















