BuchhändlerInnen im Portrait

aus Mannheim

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Meine Rezensionen

  • Dunkle Gewässer
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    Huckleberry Splatterpunk
    Rezension vom 31.03.2013
    Seit seinen Anfängen als 'Splatterpunk'-Autor, läßt Lansdale es gerne in südlich-ländlicher Umgebung krachen. Vielleicht geht in den Übersetzungen viel vom Slang-Charme der Bücher verloren, aber irgendwie kann ich die Begeisterung für seine Werke (gelesen: Drive In, Der Gott der Klinge, Schlechtes Chilli) bis jetzt nicht ganz nachvollziehen. Close, but no cigar. Bei `Dunkle Gewässer' würde ich stattdessen 'Nächtliche Vorkommnisse' von William Gay empfehlen, von dem sich anscheinend auch Lansdale beeindrucken ließ.
  • Nächtliche Vorkommnisse
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    No country for young siblings
    Rezension vom 31.03.2013
    Gay läßt den Southern-Gothic-Stil seiner dunklen Romane mit voller Wucht auf den Leser einstürzen. Diese Welt ist wortkarg, schlammig und gleichzeitig knochentrocken- aber vor allem: Bösartig! Greller als Cormac McCarthy schickt William Gay seine jungen Geschwister auf eine unheilvolle Reise ins Grauen. 'Nächtliche Vorkommnisse' ist genau das, was der neue Lansdale (Dunkle Gewässer) nur verspricht.
  • Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters
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    Pfützen sind die Ozeane des kleinen Mannes
    Rezension vom 31.03.2013
    Rammstedts verzweifelter Versuch per E-Mail Bruce Willis die Rolle seines ehemaligen, melancholischen Bankberaters aufzudrücken, liest sich überraschend und komisch. Dabei verwischen immer mehr die Grenzen von Romanhandlung, E-Mail und Publikationsrealität, wenn z.B. Rammstedt in einer Mail die sehr gelungene Umschlagsgestaltung anspricht. Die unbeantworteten Hilferufe des Autors werden immer wieder von kleinen Episoden mit dem ehemaligen Bankberater unterbrochen, die wie ein skurriles Echo auf die Parabeln Brechts wirken. Rammstedt gelingt ein geniales und witziges Spiel mit Metaebenen, das einen schwer begeistert zum Vorlesen verführt.
  • Homicide
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    BODYMORE; MURDALAND
    Rezension vom 05.01.2013


    Jetzt im Taschenbuchformat! Es hat sich nicht viel geändert:
    "Why so stabby, Baltimore?" kommentiert Baltimore Crime den 186. Ermordeten am 8.12.11. 1988 waren es 234 und der Journalist David Simon begleitete das Morddezernat 12 Monate lang. Dabei entstand der Grundstein seines Erfolgs als Drehbuchautor zu den Serien "Homicide"(EAN:4029759072836) und "The Wire"(EAN:5051890020727).
    Das Buch:
    Ultrakomplex. Wuchtig. Voller Details. Noch mehr Details. "Homicide" schildert mit anatomischer Genauigkeit die tägliche Arbeit der Mordkommission. Simon zeigt den akribischen Wahnsinn dutzender Mordermittlungen und dahinter die Menschlichkeit in einer ungerechten Hundewelt. "Homicide" ist ein grandioses Stück Kriminalliteratur mit einer Realitätsnähe, die einem den Kopf zum Summen bringt.


    Passender Soundtrack:
    Rob Base and DJ E-Z Rock!
    Impressionen aus B.:
    http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=300803&page=4
  • Number 9 Dream
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    DOMO ARIGATO, MR. ROBOTO
    Rezension vom 22.09.2012
    Mitchell hat nach seinem Über-Roman "Der Wolkenatlas" und der kleinen Enttäuschung "Der dreizehnte Monat" endlich sein erstes Werk als Taschenbuch vorliegen. Es ist ein Kaleidoskop von Roman, gespickt mit tragischen Erinnerungsfetzen, schrägem Humor, japanischem Wahnsinn und grausamen Yakuzaepisoden. Mitchell gelingt es all diese Erzählstränge wunderbar zu verknüpfen, bzw. nahtlos ineinander übergehen zu lassen. Sehr schön für Murakami Leser, die es ein bißchen wilder mögen.
  • Tödlicher Staub
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    Nanotod
    Rezension vom 20.06.2012
    Kaltschnäutziger Politthriller, der einen vor Wut die Fäuste ballen läßt. Die erschreckenden Wechselwirkungen von Machtpolitik, (Waffen-)Industrie, Militär und Mafia beschreibt niemand so gnadenlos wie Carlotto.
  • Unter Feinden
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    The Wire in München
    Rezension vom 06.02.2012
    Oswald gelingt ein nüchterner, hochspannender Thriller, der sich klar an amerikanischen Vorbildern wie Richard Price orientiert. Dazu eine sozialkritische Note wie von Friedrich Ani und fertig ist der kurzweilige und eher ungewöhnliche Münchenthriller mit einem filmreifen Finale.
  • Intrusion
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    Eindringen & Einpflanzen
    Rezension vom 06.02.2012
    Dieses großartig seltsame Buch heißt leider nur INTRUSION , weil der Verlag auf den Klappentext ' für alle Fans des Kino-Blockbusters INCEPTION` schreiben wollte. Im Original nach dem Handlungsort Nightfall benannt, hat der zweite Roman von W. Elliott( Hölle, ISBN 9783492267090, fiese, bösartig witzige Killerclowns, LESEN!)höchstens die Grundidee, nämlich daß die Geschichte sich wahrscheinlich im Kopf von irgendjemanden abspielt, gemeinsam. Elliott gelingt es wie eine Mischung aus Clive Barker und Walter Moers Grausames und Absurdes zu verbinden und fürchtet sich auch nicht vor Slapstick.
  • Zeit des Zorns - Savages
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    BREAKING BAD
    Rezension vom 06.02.2012
    Bonnie & Clyde & Clyde! Don Winslow kehrt mit seinem neuesten Thriller in die Welt der mexikanischen Drogenkartelle zurück. Dabei prescht Winslow mit durchgedrücktem Gaspedal dermaßen durch die Handlung, daß einem schwindlig werden kann. Seitenhiebe auf amerikanische Politik und Lebensart bleiben nicht aus und kommen saftig. Außerdem bekommt man das perfekte erste Kapitel- das habe ich so noch nicht gelesen!
    Das Prequel soll pünktlich zur Verfilmung von Oliver Stone erscheinen, Titel: The Kings of Cool. `Nuff said!
  • Imperial Bedrooms
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    Absoluter Nullpunkt
    Rezension vom 06.02.2012
    Eiskalter Neo-Noir-Roman, der in den alptraumhaften Zwischenwelten von Premierenparties und Hotelzimmern von L.A. spielt. Bret Easton Ellis bewegt sich grandios um seinen eigenen Mythos.