Rezensent im Portrait
Eine Kundin / Ein Kunde aus Olbersdorf
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Im Bann der DunkelheitRezension vom 15.04.2013Nachdem ich schon so einige eher negative Stimmen über den zweiten Band der "Angel Eyes"-Trilogie gelesen hatte, bin ich eher mit geringen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Ich muss gestehen, dass ich positiv überrascht wurde, auch wenn es ein paar Sachen zu kritisieren gibt. Fangen wir mit dem Positiven an: Lisa Desrochers hat einen einfachen Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen. Die Sätze sind stellenweise recht kurz gehalten. Hat man die Anfangsphase überwunden, in der die Geschichte ein wenig langatmig startet, ist der Spannungsbogen kontinuierlich hoch, so dass man einfach weiterlesen muss. Mich zumindest hat die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen. Wichtige Ereignisse aus dem 1. Band werden nochmal kurz angerissen und somit weiß man wieder gut Bescheid, was da so los war.
Erzählt wird die Geschichte diesmal aus Sicht von Frannie, Luc und Matt, die jeweils als Ich-Erzähler fungieren. Dadurch bekommt man einen wirklich guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten, auch wenn diese mich stellenweise ein wenig genervt haben. Frannie weiß einfach nicht, was sie will, ganz besonders in Bezug auf Männer. Einerseits liebt sie Luc abgöttisch, andererseits fühlt sie sich aber auch unheimlich zu Gabe hingezogen und nutzt ihn - meiner Meinung nach - einfach aus. Das hat sie mir sehr unsympathisch gemacht, denn dieses egoistische Verhalten ging mir sehr auf die Nerven. Die beiden Männer scheint das gar nicht so sehr zu stören, obwohl beide Frannie sehr zu lieben scheinen und das war wieder etwas, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ebenso ging es mir leider mit Matt. Am Ende des ersten Teils war er noch ein Sympathieträger für mich, doch das ändert sich im zweiten Band ganz schnell. Er mag Luc absolut nicht - was man vielleicht noch nachvollziehen kann - und tut alles dafür, dass er und Frannie auseinanderkommen. Von Kapitel zu Kapitel wird er egoistischer und handelt genau entgegengesetzt dazu, wie er sich eigentlich verhalten sollte und bringt somit Frannie immer wieder in Gefahr. Allerdings sorgt er auch dafür, dass ich noch neugieriger auf den Abschluss der Trilogie geworden bin.
Die einzigen Protagonisten, die mir immer noch sympathisch waren, sind Luc und Gabe. Ganz besonders interessant waren für mich jedoch die "bösen" Charaktere und ich bin wirklich gespannt, wie es mit denen im nächsten Teil weitergehen wird.
Die Autorin hat einige neue Handlungsstränge und Geheimnisse geschaffen, die ich wirklich spannend finde und ich hoffe, diese werden auch weitergeführt. Durch unerwartete Wendungen, konnte Lisa Desrochers mich ein ums andere Mal überraschen und das hat mir wirklich gut gefallen.
Fazit:
Insgesamt hatte ich wirklich viel Spaß mit "Angel Eyes - Im Bann der Dunkelheit". Der flüssige Schreibstil und die spannende Geschichte konnten mich über die teilweise nervigen Protagonisten hinwegtrösten und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren wie diese Trilogie endet. -
Der FeuerthronRezension vom 12.04.2013"Der Feuerthron" beginnt 3 Monate nach den Ereignissen in "Die rote Pyramide". Ebenjene Ereignisse werden hier nochmal kurz angerissen, so dass man an die wichtigsten Szenen erinnert wird. Auch dieser Band hat mir wieder wahnsinnig gut gefallen, auch wenn mir ein paar liebgewonnene Nebencharaktere etwas gefehlt haben. Diese haben zwar durchaus auch eine Rolle gespielt, doch leider nur eine sehr kleine. Ich würde es toll finden, wenn sich das im nächsten Band wieder ändern würde. Dafür lernen wir allerdings neue interessante Götter kennen, die man genauso sehr ins Herz schließt. Das gilt ganz besonders für den Zwergengott Bes und die Nilpferdgöttin Taweret. Ich hoffe wirklich sehr, dass diese beiden auch im Folgeband eine Rolle spielen werden.
Sadie und Carter erzählen auch hier wieder abwechselnd ihre wirklich spannende und abwechslungsreiche Geschichte als Ich-Erzähler. Dabei gibt es immer wieder etwas zu lachen, ganz besonders dann, wenn die beiden sich mal wieder in die Haare bekommen oder ironische Bemerkungen fallen lassen. Die Geschwister müssen langsam lernen, Verantwortung zu übernehmen und erwachsener zu handeln, da sie dafür verantwortlich sind, auch andere Jugendliche und Kinder in der Magie auszubilden, was für Jugendliche in diesem Alter sicher ziemlich schwer ist. Man merkt, dass sie sich immer mehr mit ihrer Magie vertraut machen und sie immer besser anwenden können, auch wenn beiden ab und an noch das nötige Selbstvertrauen fehlt. Leider lässt Sadie sich dieses Mal doch sehr von ihren Hormonen steuern, was allerdings zu ihrem Alter passt, auch wenn es mich stellenweise ein wenig genervt hat.
Die Geschichte an sich ist wieder unglaublich spannend und auch hier kommen Sadie und Carter kaum dazu, sich zu erholen. Die ägyptische Götterwelt ist wahnsinnig interessant und es gibt soviele Gottheiten, die ich persönlich überhaupt nicht kannte, weswegen ich immer wieder überrascht über deren Vielfältigkeit war. Hier sieht man wieder, wie gut der Autor recherchiert hat. Auch der Schreibstil des Autors ist flüssig und die Geschichte wird so bildhaft erzählt, dass man sich beinahe fühlt, als wäre man mittendrin in diesem fantastischen Abenteuer.
Fazit:
Auch der zweite Teil der Kane-Chroniken konnte mich wieder begeistern. Riordan verknüpft geschickt die ägyptische Mythologie mit seinen eigenen Ideen, so dass man nicht nur sehr gut unterhalten wird, sondern tatsächlich auch noch etwas über dieses faszinierende Thema lernen kann. Rasant, abwechslungsreich und spannend erzählt, ist diese Reihe eine meiner liebsten geworden. -
Die rote PyramideRezension vom 05.04.2013Was für ein Abenteuer! Schon im ersten Kapitel geht es direkt zur Sache und eine Verschnaufpause wird dem Leser und den Geschwistern Carter und Sadie, die hier abwechselnd als Ich-Erzähler fungieren, kaum gegönnt. Selbst wenn man denkt, jetzt geht es mal ein wenig ruhiger zu, passiert etwas Unvorhergesehenes und die beiden müssen sich wieder in den Kampf gegen ägyptische Götter und Dämonen stürzen.
Anfangs hatte ich noch ein wenig Probleme damit, mich in diese doch recht jungen Protagonisten hineinzuversetzen, doch das hat sich mit der Zeit komplett gegeben und ich habe beide sehr in mein Herz geschlossen und konnte richtig mit ihnen mitfiebern. Der Erzählstil ist dem Alter der Geschwister durchaus angepasst, auch wenn ich doch ab und an gestaunt habe, dass sich beide so extrem gut mit der ägyptischen Kultur auskennen und mit bestimmten Begriffen. Das konnte ich bei Carter noch gut nachvollziehen, da er ja durch seinen Vater quasi mit der Geschichte aufgewachsen ist und auch viel Zeit dort verbracht hat, doch bei Sadie, die ja erst 12 ist und sich laut ihren eigenen Aussagen nicht wirklich dafür interessiert, konnte ich es nicht so ganz verstehen. Gestört hat mich das jedoch nicht wirklich, denn ich konnte da ebenfalls noch einiges lernen. Das hat mir hier übrigens sehr gut gefallen. Man merkt einfach, dass der Autor sich wirklich mit dem Thema beschäftigt hat, man lernt viele Gottheiten kennen (auch solche, von denen man bisher noch gar nichts gehört hat), lernt einiges über die Geschichte und Ägyptens und darf dann noch eine so abenteuerliche und spannende Geschichte der zwei Geschwister miterleben.
Der Spannungsbogen ist durchgängig sehr hoch, denn Sadie und Carter werden eigentlich ununterbrochen gejagt bzw. versuchen selbst, ihren Vater zu finden und zu befreien.
Die Altersempfehlung (ab 12 Jahren) finde ich durchaus passend, denn es geht zwar immer spannend zu, doch niemals zu brutal oder gewalttätig.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig zu lesen, dem Alter der beiden Protagonisten anpasst und die Geschichte wird doch recht rasant erzählt. Es passiert eigentlich immer etwas, deswegen wird es auch nie langweilig. Gut gefallen hat mir auch, dass Sadie und Carter sich immer mal wieder kleine Wortgefechte liefern (wie das unter Geschwistern eben so üblich ist) und sogar eine kleine Prise Sarkasmus mit einfließen lassen.
Band 2 "Der Feuerthron" liegt hier ebenfalls schon bereit und ich freue mich schon jetzt darauf, wieder in die ägyptische Mythologie einzutauchen und neue Abenteuer mit diesem mutigen und sympathischen Geschwisterpaar zu erleben.
Fazit:
Ein fantastisches Abenteuer, das ganz sicher nicht nur Jugendlichen gefallen wird. Spannend und rasant erzählt und man lernt eine ganze Menge über ägyptische Mythologie. -
Die Farbe der BegierdeRezension vom 29.03.2013Hat mich im 1. Band "Die Farbe der Lust" noch gestört, dass es so gut wie keine Story gab, so hat sich dieses im zweiten Band doch zum Positiven entwickelt. Zwar gibt es immer noch Szenen, in denen ich weder die Handlungen von Summer, noch die von Dominik nachvollziehen konnte, doch immerhin entwickelt sich nun tatsächlich so etwas ähnliches wie eine Beziehung. Alles, was da vorher passiert ist, ist in meinen Augen eher eine Affaire und nachdem die beiden nun zusammengezogen sind, steht die Beziehung auch schon wieder auf der Kippe, da keiner so wirklich zufrieden mit diesem Leben ist. Mehr als einmal habe ich mich dabei gefragt, ob es den beiden nicht einfach nur um Sex geht bzw. darum, ihre Neigungen mit dem anderen so gut ausleben zu können. Auch hier muss ich wieder bemängeln, dass mir immer noch nicht klar ist, was an dem jeweils anderen so wahnsinnig anziehend sein soll, außer vielleicht, dass der jeweils andere so ziemlich alles mitmacht, was gewünscht wird. Das ist der Punkt, an dem ich mir einfach gewünscht hätte, mich mehr in die Charaktere einfühlen zu können, doch auch hier fehlte mir der Zugang zu den beiden vollkommen. Auch die Nebencharaktere bleiben weiterhin blass, einzig das Gefühl, dass jeder jedem an den Karren fahren will, ist bei mir unterschwellig immer vorhanden gewesen.
In diesem Teil steht wieder eine andere Neigung von Summer eher im Vordergrund, die von den Autoren gut erklärt wird, was auch für Leser interessant sein dürfte, die nicht auf diese Praktiken stehen.
Gut gefallen hat mir hier wieder der Schreibstil, der sich wunderbar flüssig lesen lässt. Die Ereignisse aus Band 1 werden nochmals kurz zusammengefasst, so dass man sich gut wieder in die Geschichte, die direkt an die Handlung von Band 1 anschließt, hineinfindet. Erzählt wird die Geschichte auch hier wieder abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Summer (wobei sich die Autoren nun offensichtlich komplett dafür entschieden haben - nicht so wie noch im ersten Band) und aus Sicht von Dominik, so dass man immer einen ganz guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden Charaktere hat. Dummerweise schaffen es beide nicht, einfach mal miteinander offen über alles, was sie so beschäftigt und vor allem wichtig für die Beziehung wäre, zu sprechen, was natürlich für allerlei Probleme sorgt. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ganze im dritten Band weiterentwickelt, denn obwohl auch Band 2 mich nicht wirklich überzeugen konnte, so möchte ich doch wissen, welchen Abschluß die Geschichte zwischen den beiden findet. Am Ende des Buches findet sich übrigens noch eine kleine Leseprobe zum dritten Band, welche mich sehr neugierig darauf gemacht hat.
Fazit:
Besser als Band 1, doch überzeugen konnte mich auch "Die Farbe der Begierde" nicht vollständig. Noch immer kann ich mich nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden, doch immerhin ist nun eine Entwicklung sowohl in der Story, als auch bei den Protagonisten selbst festzustellen. -
Das Haus am AbgrundRezension vom 23.03.2013Auf "Das Haus am Abgrund" habe ich schon lange hingefiebert, denn ich liebe solche gruseligen Geschichten sehr. Ich mag einfach die Atmosphäre, die oft in solchen Gruselhäusern herrscht und diese Stimmung hat auch Susanne Gerdom wunderbar eingefangen. Dabei ist es ganz besonders zu Anfang gar nicht so leicht zu unterscheiden, was jetzt eigentlich Realität oder Einbildung ist.
Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Adrian, der hier als Ich-Erzähler fungiert, und November, die beide untrennbar mit Heathcote Manor (dem Haus am Abgrund) verbunden sind. Ab und an gibt es kleinere Ausschnitte aus einem Tagebuch, die mir hier besonders gut gefallen haben, da sie die Gefühle meiner Meinung nach so wunderbar transportieren. Beide Charaktere sind sehr sympathisch, wobei mir November ein wenig unnahbar erscheint, was jedoch irgendwie auch verständlich ist, wenn man ihr Schicksal bedenkt, über das ich hier jedoch nicht zuviel verraten möchte. Adrian ist wahnsinnig mutig,wenn auch ab und an ein wenig merkwürdig. Gerade im Hinblick auf seine Krankheit habe ich ihn immer wieder bewundert, dass er nicht einfach aufgibt und sich in ein Schneckenhaus verkriecht, gerade dann, wenn es mal wieder beängstigende Situationen durch ebendiese gibt. Auch die Nebencharaktere sind toll ausgearbeitet, ganz besonders Adrians Vater und sein Lebensgefährte, den ich persönlich ganz besonders lieb gewonnen habe.
Die Geschichte von Heathcote Manor wird dem Leser im Laufe der Geschichte Stück für Stück offenbart und gerade dieses häppchenweise Aufdecken hat mir sehr gut gefallen. Immer wieder vermischt sich Realität mit Vergangenheit und Halluzinationen, die Adrian und November das Leben nicht gerade leichter machen und doch so gut zu der Geschichte passen. Auch an überraschenden Wendungen wird natürlich nicht gespart, so dass man nie sicher sein kann, wie die Geschichte nun ausgeht. Immer wieder gab es Szenen, die mich ordentlich geschockt haben und die mich hoffen ließen, dass es sich hierbei tatsächlich nur um Halluzinationen handelt. Das Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht, da es mir ein bisschen zu unlogisch bzw. zu "einfach" erscheint.
Fazit:
Susanne Gerdom konnte mich auch mit "Das Haus am Abgrund" wieder fesseln und überraschen. Eine ordentliche Portion Grusel, schockierende Momente und tolle Charaktere, der wunderbare Schreibstil und eine passende Atmosphäre machen dieses Buch zu einem tollen Lesevergnügen, auch wenn das Ende für mich nicht ganz zufriedenstellend war. -
Der geheime NameRezension vom 19.03.2013Das Märchen vom Rumpelstilzchen kennt wohl so ziemlich jeder. "Der geheime Name" befasst sich mit einem seiner Artgenossen, von denen es nur noch ganz wenige gibt. Er selbst nennt sich "der Geheime", denn seinen Namen darf - genau wie im Märchen auch - keiner wissen, sonst würde er sterben. Auch "der Geheime" hat einen Pakt geschlossen, doch er wurde betrogen und versucht nun schon viele Jahre lang, die ihm versprochene Tochter zu finden und zu sich zu locken.
Die Autorin schafft es schon auf den ersten Seiten, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das liegt nicht nur an ihrem tollen, detailreichen Schreibstil, sondern natürlich auch an der dichten und unheimlichen Atmosphäre. Den Geheimen beschreibt sie so unheimlich, dass mir immer wieder kleine Schauer über den Rücken gejagt sind, wenn dieser kleine gruselige Wicht aufgetaucht ist. Die Geschichte spielt größtenteils im Moor, was ebenfalls dazu beiträgt, dass eine düstere Grundstimmung herrscht und somit perfekt zu diesem modernen Märchen passt.
Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet. Fina ist ein Mädchen, das ihr Leben lang auf der Flucht war und sich nichts sehnlicher wünscht, als ein richtiges zu Hause. Nun möchte sie ausbrechen und endlich ihre eigenen Entscheidungen treffen und vor allem nicht mehr fliehen müssen. Ihre Mutter hütet ein großes Geheimnis, dem Fina allmählich auf die Spur kommt. Sie muss erfahren, dass sie ihre Mutter eigentlich gar nicht wirklich kennt, denn immer wieder macht sie neue erschreckende Entdeckungen. Mora ist ein sehr interessanter Protagonist, der wohl die größte Entwicklung in diesem Buch durchmacht. Ist er erst noch absolut unterwürfig und ängstlich, so entwickelt er langsam aber sicher eine Abneigung dagegen, sich immer nur demütig verhalten und Schläge einstecken zu müssen, wenn er nicht schnell genug spurt. Auch er möchte ausbrechen, möchte frei sein und eigene Entscheidungen treffen können.
Der Spannungsbogen der Geschichte ist nicht kontinuierlich hoch, es geht eher auch mal ruhiger zu, was hier allerdings nie langweilig war, sondern gut zur Charakterentwicklung und der Geschichte gepasst hat. Es gibt jedoch zwischendurch auch immer wieder Szenen, in denen man mit den Protagonisten mitfiebert, sich gruselt und am liebsten ins Buch hüpfen würde, um sie in die richtige Richtung zu schubsen. Durch die vielen unerwarteten Wendungen, kann man eigentlich gar nicht anders, als schnell weiter zu lesen und ganz besonders das Finale ist unglaublich spannend.
Fazit:
Ein modernes Märchen - fantastisch geschrieben, mit einer dazu passenden düsteren Atmosphäre, tollen Charakteren und vor allem einem unheimlichen, bösartigen Wicht, dem ich nicht einmal tagsüber begegnen möchte. Ein großartiges Lesevergnügen. -
ElfenmagieRezension vom 14.03.2013"Elfenmagie" ist für mich eines dieser Bücher, dass mich noch einige Zeit beschäftigt, nachdem ich es ausgelesen habe.
Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sabrina Qunaj das Leben von Vanora, die ohne ihre Mutter aufgewachsen ist und auf die noch eine große Aufgabe wartet. Von Anfang an konnte mich die Autorin mit ihrem schönen, detailreichen Schreibstil begeistern und hat direkt einen Film in meinem Kopfkino ablaufen lassen, bei dem ich immer wieder überlegt habe, wie das alles wohl verfilmt aussehen würde (und ich glaube, diese Geschichte hätte wirklich großes Potenzial für die große Leinwand, wenn sie denn von den richtigen Leuten verfilmt werden würde).
Die Ausarbeitung ihrer Figuren ist ihr wunderbar gelungen und jeden der Hauptcharaktere konnte ich in mein Herz schließen. Dabei wird die Geschichte immer im Wechsel aus Sicht dieser Protagonisten erzählt, so dass man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt jedes Einzelnen bekommt. Diese Gefühlswelt ändert sich im Laufe der Geschichte immer wieder und die Charaktere (ganz besonders Vanora, Nevliin und Eamon) entwickeln sich immer weiter. Was besonders auffällig ist: dabei kommt es immer wieder vor, dass diese Entwicklung nicht unbedingt Gefallen beim Leser findet (zumindest ging es mir stellenweise so) und die Protagonisten immer mal wieder in meiner Gunst fallen oder steigen, je nachdem, wie sie gerade handeln und fühlen. Dabei schafft die Autorin es, diese Protagonisten menschlich erscheinen zu lassen, auch wenn sie das teilweise gar nicht sind und schon gar nicht sein wollen. Abgründe tun sich auf und doch ist immer eine gewisse Opferbereitschaft vorhanden, die manchmal schon selbstzerstörerisch wirkt. Der Fokus liegt nicht immer auf nur einer Figur, sondern ändert sich im Laufe der Geschichte dann auch mal. Baut man anfangs noch eine Beziehung zu Vanora auf, so werden später auch die Gefühle von Eamon und Nevliin beleuchtet.
Sabrina Qunaj hat einige Szenen so gefühlvoll geschrieben, dass ich die Tränen nur schwer zurückhalten konnte (oder auch mal gar nicht), denn sie schreckt auch nicht davor zurück, beliebte Charaktere quasi aus dem Weg zu räumen, was jedoch immer zur Geschichte passt und dem Vorankommen in der Story hilft.
Mir persönlich ging es so, dass ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt habe (und das soll bei fast 1000 Seiten schon was heißen), auch wenn mal gar nicht viel passiert.
Der Spannungsbogen baut sich immer mehr auf und gipfelt in einem riesen Finale, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Teil 2 "Elfenkrieg" liegt schon bereit und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht.
Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, mit wahnsinnig viel Gefühl erzählt, spannend bis zum Schluß, traurig und absolut magisch. Wieder mal ein Buch, welches es in die Riege meiner Lieblingsbücher geschafft hat. Absolute Leseempfehlung! -
UntotRezension vom 26.02.2013Der Einstieg in die Geschichte ist mir anfangs ein wenig schwer gefallen, da die Ich-Erzählerin Bobby aus ihrer Sicht doch recht jugendlich erzählt. Die Autorin passt den Schreibstil an Bobby an, was allerdings sehr gut zu der Geschichte passt. Als ich mich dann an diesen Stil gewöhnt hatte, konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Kirsty McKay erzählt die Geschichte in einem rasanten Tempo, mit dem dazu passenden flüssigen, etwas flappsigen und sehr sarkastischen Schreibstil. Genau das hat mir wahnsinnig gut gefallen, denn für mich hat das perfekt zur Geschichte gepasst und vor allem zu den Protagonisten, die sich plötzlich in einer horrormäßigen Situation befinden und beweisen müssen, dass sie mutig sein können, wenn es darauf ankommt. Der oftmals schwarze Humor hat viele Situationen, die sonst vermutlich sehr gruselig gewesen wären, ordentlich aufgelockert und mehr als einmal musste ich laut loslachen, was mir schon irritierte Blicke von meinen Mitmenschen eingehandelt hat.
Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und ganz besonders Bobby und Smitty habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Die beiden agieren großartig miteinander und liefern sich immer wieder ein witziges Sprüche-Duell. Auch Alice und Pete sind interessante Charaktere, die oft ganz anders handeln, als man ihnen zugetraut hätte. Hier bedient keiner der Protagonisten ein gängiges Klischee, auch wenn das anfangs noch so wirken mag. In dieser Extremsituation zeigen diese Jugendlichen auch andere Seiten von sich, was mir sehr gut gefallen hat.
Nun braucht man aber nicht zu denken, dass dieses Buch einfach nur witzig ist, sondern natürlich geht es hier um unheimliche Zombies, es gibt immer wieder Situationen, die gefährlich und auch blutig sind, wobei die Autorin diese Szenen niemals zu sehr ausschmückt und es nicht besonders eklig wird. Deshalb ist dieses Buch - meiner Meinung nach - tatsächlich gut für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.
Die Auflösung dazu, warum fast alle plötzlich zu Zombies mutiert sind und vor allem wie diese Jugendlichen dahinter kommen und mit wem das Ganze zu tun hatte, war mir dann leider doch etwas zu konstruiert und hat mich ein kleines bisschen enttäuscht. Trotzdem ist der Weg dahin sehr spannend und immer wieder überraschend, weswegen ich wirklich viel Spaß beim Lesen dieses Buches hatte.
Fazit:
Ein bisschen Grusel und ganz viel Sarkasmus,Witz und Spannung, noch dazu rasant erzählt und mit einem ganz gemeinen Ende - so macht das Lesen Spaß. -
HourglassRezension vom 25.02.2013Zeitreisen sind ja immer ein spannendes Thema finde ich. Ich liebe solche Geschichten, da mich die Idee fasziniert, in die Vergangenheit reisen (oder auch in die Zukunft) und vielleicht so sogar die Gegenwart ändern zu können. Deswegen habe ich mich auf dieses Buch sehr gefreut. Leider gibt es eine Sache, die mich ein wenig gestört hat, was mir den Lesespaß aber nicht verdorben hat.
Die Story selbst hat mir gut gefallen, doch leider wurde diese oft gebremst durch die Gefühlsaufwallungen der Protagonisten. Emerson, die Ich-Erzählerin, ist ein sehr sympathisches und witziges Mädchen, dass schon viel in ihrem Leben durchmachen musste, sich dadurch aber auch nichts sagen lässt und ziemlich mutig ist. Ihren Sarkasmus fand ich wirklich großartig und oft hat sie mich damit zum Schmunzeln bringen können. Dann taucht Michael auf, der ebenfalls ein sehr interessanter Protagonist ist, genau wie Kaleb. Doch dummerweise beginnt da mein Problem, denn Emerson fühlt sich zu beiden hingezogen und umgekehrt ist es ebenso (und das so ziemlich von der ersten Begegnung an). Ich habe grundsätzlich keine Probleme mit solchen Stories, aber hier ging mir das alles mal wieder viel zu schnell. Kaum gesehen, schon verknallt und das bei beiden Männern.Glücklicherweise konnte die interessante und spannende Story mich darüber hinwegtrösten. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, was mir hier wirklich gut gefallen hat. Auch die anderen Charaktere waren interessant und recht undurchsichtig, was sicher noch für einige Überraschungen im Folgeband "Hourglass - Die Versuchung der Zeit", welcher im Juni diesen Jahres erscheinen soll, sorgen wird. Ich hoffe, man erfährt dann auch ein wenig mehr über ebenjene, denn ich hätte gern noch ein bisschen mehr über die meisten von ihnen erfahren.
Der Schreibstil der Autorin liest sich schön flüssig und der Spannungsbogen ist durchgehend recht hoch. Somit konnte mich das Buch wirklich gut unterhalten und kleine Schwächen verzeihe ich da gerne. Auch Band 2 möchte ich auf jeden Fall noch lesen, denn durch kleine Andeutungen, die die Autorin hier gemacht hat, bin ich sehr neugierig geworden, wie es weitergehen wird.
Fazit:
Ein bisschen weniger Liebesdurcheinander und mehr Fokus auf die Zeitreisen und die Charaktere, dann wäre dieses Buch für mich perfekt gewesen. Gut geschrieben, mit überraschenden Wendungen und einer sehr sympathischen Protagonistin, die witzig und sarkastisch ist, ist "Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden" ein Pageturner und macht neugierig auf Band 2. -
Die Landkarte der LiebeRezension vom 23.02.2013Mit vielem habe ich bei diesem Buch gerechnet, nur nicht damit, dass es mich so packen würde.
Lucy Clarke hat einen wunderschönen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Sie beschreibt die Reiseziele von Mia - und später dann auch Katie - so, dass man sich oftmals fühlt, als wäre man direkt dabei.
Die Geschichte, die die Autorin hier erzählt, ist sehr tragisch und traurig. Katie findet das Reisetagebuch ihrer verstorbenen Schwester und möchte nun die Stationen, die Mia dort beschreibt, selbst bereisen, um so mehr über den Tod ihrer Schwester herauszufinden. Dabei entdeckt sie viele Geheimnisse, die Mia umgeben und erfährt gleichzeitig viel über ihre Schwester und auch über sich selbst.
Beschrieben wird diese Reise aus Sicht von Katie in der Gegenwart, aber auch aus Mias Sicht in der Vergangenheit. Wir lesen also nicht tatsächlich das Tagebuch von Mia, sondern reisen quasi mit ihr mit und lernen so nicht nur Katie, sondern auch Mia und ihre Gefühle kennen.
Die Charaktere haben die für so eine Geschichte nötige Tiefe und sind sehr sympathisch. Natürlich hat jeder so seine Fehler (und psychische Probleme, die hier recht ausgeprägt sind).
Katie ist ein Kontrollfreak.Alles in ihrem Leben wird durchgeplant, sie hat einen tollen Job und ist beliebt. Ihre Schwester Mia ist so ziemlich das genaue Gegenteil davon: chaotisch lebt sie in den Tag hinein, hat absolut kein Verantwortungsbewusstsein und lässt sich am liebsten einfach treiben. Das diese beiden unterschiedlichen Schwestern da öfter mal aneinandergeraten, ist klar. Die wirklichen Gründe dafür erfährt der Leser dann so nach und nach auf der Reise bis hin zu Mias tragischem Tod.
Auch die Nebencharaktere waren allesamt gut ausgearbeitet und haben meist ebenfalls eine recht schwierige Vergangenheit.
Mir persönlich ging es so, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, warum Mia sterben musste. Die Auflösung kam für mich recht unerwartet und war umso trauriger. Die Autorin erzählt diese Geschichte sehr gefühlvoll, so dass man Katie (und oft auch Mia) am liebsten einfach mal in den Arm nehmen möchte, um sie zu trösten.
Fazit:
Für mich eine absolutes Highlight. Dieses Buch ist wahnsinnig tragisch, fesselnd und berührend. Durch die liebenswerten Charaktere, die wunderschönen Kulissen und die ungewöhnliche Story konnte ich dieses Buch kaum liegen lassen, um mich anderen Dingen zuzuwenden. Eine klare Leseempfehlung von mir!
















