Buch
gebunden (1279 Seiten)
2. Auflage
Sprache: Deutsch
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Wenn kein Gesetz mehr gilt, zählt nur der Kampf ums nackte Überleben ...
Mit "Die Arena" legt Stephen King ein faszinierendes neues Monumentalwerk vor - seinen umfangreichsten und fesselndsten Roman seit "The Stand - Das letzte Gefecht". Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester's Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr ...
An einem ganz normalen schönen Herbsttag wird die Stadt Chester's Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, einem Gärtner wird beim Herabsausen "der Kuppel" die Hand abgehauen, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Barriere prallen. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann - falls überhaupt - sie wieder verschwindet. Es gibt kein Entrinnen - und je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena ...
| Verkaufsrang: | 26.424 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-453-26628-5 |
| EAN: | 9783453266285 |
| Originaltitel: | Under the Dome |
| Erschienen: | 16.11.2009 |
| Verlag: | Heyne |
| Einband | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 2. Auflage |
| Seitenzahl: | 1279 |
| Gewicht: | 1200 g |
| Übersetzer: | Wulf Bergner |
Stephen King wurde am 21.September 1947 in Portland, Maine geboren. Seine Eltern Donald Edwin King, seiner Zeit Seefahrer und Nelly Ruth Pillsbury haben 1939 geheiratet. Zwei Jahre vor der Geburt von Stephen King adoptierten sie einen Sohn namens David. 1949 verließ der Vater die Familie und fortan war die Mutter allein verantwortlich für die Familie. Aus finanziellen Gründen mussten sie oft umziehen, da ihre Mutter sich nur mit Gelegenheitsjobs weiterhelfen konnte. Schon im Alter von sieben Jahren schrieb Stephen King seine ersten Geschichten. Vorlage hierfür waren für ihn Science-Fiction und Fantasy Filme aus denen später die Vorliebe für Horrorgeschichten wuchs. Ab 1966 studierte er für vier Jahre an der Universität Maine und absolvierte seinen B.A. in Englisch. Danach war Stephen King qualifiziert an der High School zu unterrichten. Während seiner Studienzeit schrieb er eine wöchentliche Kolumne für die Universitätszeitung. Er engagierte sich im Studenten Senat für Politik und war Mitglied der Anti-Kriegs Bewegung. Zu der Zeit lernte Stephen King auch seine Frau Tabitha Spruce kennen, die er im Januar 1971 heiratete. Mit ihr bekam er seine drei Kinder Noami, Joe und Owen. Neben seinem Beruf als Lehrer blieb ihm nur wenig Zeit für seine Kurzgeschichten, von denen er zwar ein paar verkaufen, jedoch nicht vom Schreiben allein leben konnte. Das änderte sich erst mit seinem ersten Erfolgsroman "Carrie", der 1973 von einem Verlag akzeptiert wurde. Damals war es seine Frau, die Stephen King überreden musste das Manuskript einzureichen. Alles Folgende war und ist eine weltbekannte Erfolgsgeschichte. Stephen King gab seinen Beruf als Lehrer auf und verdient seitdem sein Geld mit all seinen bisher veröffentlichten Bestsellern. Sein eigentlich sorgloses Leben wurde jedoch schon früh durch seine Alkohol und Drogensucht beschattet. Anfang der 90er Jahre bekam er das mit Hilfe seiner Frau, Freunden und einer Therapie wieder in den Griff.
1992 war er Mitbegründer der Band "Rock Bottom Remainders", die nur aus Schriftstellern besteht und meist auf Benefizveranstaltungen auftritt. Stephen King nimmt hierbei die Rolle des Gitarristen ein. Auch die Rolle des Regisseurs und Drehbuchautors machte ihm Spaß und ließ ihn in den 80er Jahren glänzen. In Stephen King Büchern, die sich ausschließlich um Horror drehen, verbirgt er nicht nur Phantasien, sondern auch erlebtes, wie übergreifende, bedrohliche Fans oder auch einen schweren Autounfall. Frühere Werke und auch spätere Romane veröffentlichte Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann und eine Kurzgeschichte unter John Swithen. Als jedoch bekannt wurde wer hinter den Pseudonymen steckte, eroberten auch diese Romane den Markt und erhöhten auf einen Schlag die Auflage. Dabei war es sein Interesse herauszufinden, ob sich Stephen King Bücher wegen dem Inhalt oder dem Namen so gut verkaufen ließen. Seine Ehrungen und Preise sind im Laufe der Jahre kaum noch zu überblicken. Angefangen von der Auszeichnung des World Horror Grandmaster (1992) über World Fantasy Awards, Best American Short Story (1996) und Awards der Horror Writers Association hat Stephen King viele weitere Awards bisher erfolgreich gewinnen können. Mit seinen Horror Geschichten ist der US-amerikanische Schriftsteller einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Seinen Wohnsitz hat Stephen King mit seiner Frau Tabitha in einem viktorianischen Haus in Bangor, Maine gefunden. Von seinen Kindern hat er mittlerweile schon drei Enkelkinder geschenkt bekommen. Zusammen mit seiner Frau wurde Stephen King für die Unterstützung kultureller Einrichtungen geehrt.
von Jeanette Bley, am 13.09.2011
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von Specialized, am 29.11.2010
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von Doris Oberauer, am 28.11.2010
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von Sven P., am 17.11.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 06.11.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 28.09.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 26.08.2010
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von Kerstin Harding, am 25.08.2010
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von Stefanie Job, am 16.08.2010
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von Braunschweiger, am 27.07.2010
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von Birgit Herrmann, am 10.06.2010
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von Philip, am 10.06.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 17.03.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 16.03.2010
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von Cornelia Paternoga, am 08.03.2010
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von Astrid Hochleitner, am 07.03.2010
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von Ulrich Hemmerling, am 17.02.2010
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von dark_angel, am 31.01.2010
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von S. Krausen, am 29.01.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 26.01.2010
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Aus einer Höhe von zweitausend Fuss, wo Claudette Sanders gerade eine Flugstunde nahm, leuchtete die Kleinstadt Chester's Mill im Morgenlicht, als wäre sie frisch hergestellt und eben erst dorthin verfrachtet worden. Autos rollten die Main Street entlang und schickten Sonnenblitze herauf. Der Turm der Congo Church sah spitz genug aus, um den makellos blauen Himmel zu durchbohren. Die Sonne raste über das Flüsschen Prestile, während die Seneca V es überflog - Flugzeug wie Wasserlauf auf demselben Diagonalkurs über und durch die Stadt.
"Chuck, ich glaube, ich sehe zwei Jungen neben der Peace Bridge! Sie angeln!" Sie lachte vor Entzücken. Die Flugstunden waren ein Geschenk ihres Mannes, des Ersten Stadtverordneten. Obwohl Andy der Überzeugung war, wenn Gott den Menschen zum Fliegen bestimmt hätte, hätte er ihm Flügel gegeben, liess er sich extrem leicht beeinflussen, und so hatte Claudette schliesslich ihren Willen bekommen. Sie hatte das Erlebnis von Anfang an genossen. Aber dies hier war mehr als Vergnügen; es war ein Hochgenuss. Heute hatte sie erstmals verstanden, was das Fliegen so grossartig machte. Was das Coole daran war.
Chuck Thompson, ihr Fluglehrer, berührte das Steuerhorn leicht und zeigte dann auf die Instrumente. "Klar doch", sagte er, "aber wir wollen trotzdem weiter aufpassen, Claudie, okay?"
"Sorry, sorry."
"Halb so schlimm." Er war seit vielen Jahren Fluglehrer und mochte Schüler wie Claudie, die begierig waren, etwas Neues zu lernen. Sie würde Andy Sanders vielleicht schon bald eine Menge Geld kosten: Sie liebte die Seneca und hatte schon erklärt, dass sie gern genauso eine besitzen würde, allerdings keine gebrauchte. Eine nagelneue Maschine würde rund eine Million Dollar kosten. Claudie Sanders war zwar nicht eigentlich verwöhnt, aber doch eine Frau mit teuren Vorlieben, die Andy, dieser Glückspilz, anscheinend mühelos befriedigen konnte.
Chuck gefielen auch Tage wie dieser: unbegrenzte Sicht, kein Wind, ideale Schulungsbedingungen. Trotzdem schwankte die Seneca etwas, als sie überkorrigierte.
"Du verlierst deine glücklichen Gedanken. Tu das nicht. Neuer Kurs hundertzwanzig. Wir fliegen die Route 119 entlang. Und geh auf neunhundert runter."
Das tat sie, und die Seneca war wieder perfekt ausgetrimmt. Chuck entspannte sich.
Sie überflogen Jim Rennies Gebrauchtwagenplatz, dann blieb die Stadt hinter ihnen zurück. Auf beiden Seiten der 119 lagen Felder, standen Bäume in flammenden Herbstfarben. Der kreuzförmige Schatten der Seneca huschte über den Asphalt, wobei eine dunkle Tragfläche über einen Ameisen-Mann mit einem Rucksack hinwegglitt. Der Ameisen-Mann sah auf und winkte. Chuck winkte zurück, obwohl er wusste, dass der Kerl ihn nicht sehen konnte.
"Gottverdammt schöner Tag!", rief Claudie aus. Chuck lachte. Sie hatten noch vierzig Sekunden zu leben.
Das Waldmurmeltier trottete auf dem Randstreifen der Route 119 in Richtung Chester's Mill, obwohl die Stadt noch eineinhalb Meilen entfernt lag und selbst Jim Rennie's Used Cars nicht mehr war als ordentlich aufgereihte blitzende Reflexionen an der Stelle, wo die Strasse nach links abbog. Das Murmeltier plante (soweit Waldmurmeltiere überhaupt etwas planen), schon lange vorher wieder in den Wald abzubiegen. Vorläufig jedoch war der Randstreifen in Ordnung. Es war weiter von seinem Bau entfernt als beabsichtigt, aber die Sonne auf seinem Rücken war warm, und die frischen Gerüche in seiner Nase erzeugten rudimentäre Vorstellungen - keine echten Bilder - in seinem Gehirn.
Es machte halt und richtete sich kurz auf den Hinterläufen auf. Seine Augen waren nicht mehr so gut wie früher, aber gut genug, um es einen Menschen erkennen zu lassen, der auf der gegenüberliegenden Strassenseite näher kam.
Das Murmeltier beschloss, trotzdem noch etwas weiter zu gehen. Menschen liessen manchmal gute Sachen zu fressen liegen.
Es war ein alter Bursche, ein fetter alter Bursche. Früher hatte es oft Mülltonnen geplündert, daher kannte es den Weg zur Müllhalde von Chester's Mill so gut wie die drei Gänge seines Baus; auf der Müllhalde gab es immer gute Sachen zu fressen.
Der Mann blieb stehen. Das Murmeltier erkannte, dass es entdeckt worden war. Gleich vorne rechts lag eine umgestürzte Birke. Darunter würde es sich verstecken, bis der Mann vorbei war, und sich dann nach leckeren ...
So weit kam das Murmeltier in seinen Gedanken - und mit noch drei Watschelschritten -, obwohl es entzweigeschnitten worden war. Dann fiel es am Strassenrand auseinander. Blut spritzte und pumpte; Eingeweide quollen in den Staub; seine Hinterläufe traten zweimal zuckend aus, dann bewegten sie sich nicht mehr.
Sein letzter Gedanke vor der Dunkelheit, in der wir alle, Murmeltiere wie Menschen, versinken: Was ist passiert?
Die Anzeigen aller Instrumente fielen auf null zurück.
"Was zum Teufel?", sagte Claudie Sanders. Sie wandte sich Chuck zu. Ihre Augen waren geweitet, aber in ihnen stand keine Panik, nur Verwirrung. Für Panik war keine Zeit.
Chuck sah die Instrumente nicht mehr. Stattdessen sah er, wie der Bug der Seneca eingedrückt wurde. Dann sah er beide Luftschrauben zerschellen.
Für weitere Beobachtungen war keine Zeit. Oder für sonst irgendetwas. Die Seneca explodierte über der Route 119 und liess Feuer auf die nähere Umgebung herabregnen. Und Leichenteile. Ein rauchender Unterarm - Claudettes - landete mit dumpfem Aufprall neben dem sauber halbierten Waldmurmeltier.
Das war am 21. Oktober.
Barbie begann sich besser zu fühlen, sobald er an der Food City vorbeiging und die Stadtmitte hinter sich liess. Als er das Schild mit der Aufschrift SIE VERLASSEN DIE GEMEINDE CHESTER'S MILL KOMMEN SIE RECHT BALD WIEDER! las, fühlte er sich noch besser. Er war froh, unterwegs zu sein, und das nicht nur, weil er in The Mill eine ziemlich gute Abreibung bezogen hatte. Es war das gute alte Weiterziehen, das ihn aufgeheitert hatte. Er hatte sich mindestens zwei Wochen lang unter seiner eigenen kleinen grauen Wolke bewegt, bevor er auf dem Parkplatz des Dipper's vermöbelt worden war.
"Eigentlich bin ich nur ein Vagabund", sagte er und lachte. "Ein Vagabund auf dem Weg zum Big Sky." Und warum zum Teufel nicht? Der weite Himmel: Montana! Oder Wyoming. Die gottverdammte Rapid City, South Dakota. Überall, nur nicht hier.
Er hörte einen näher kommenden Motor, drehte sich um - ging jetzt rückwärts - und reckte den Daumen hoch. Was er sah, war eine wundervolle Kombination: ein schmutziger alter Ford Pick-up mit einer kecken jungen Blondine am Steuer.
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