Cattolini erbt

von Peter J. Kraus

Buch

Taschenbuch (250 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Die verrottete Downtown L.A., der Arbeitsplatz von Gelegenheitsschnüffler Vic Cattolini. Wer hätte gedacht, dass der kürzlich dahingegangene Penner Porky mehr zu vererben gehabt hätte als das Pfand einiger Bierdosen?
Edelanwalt Maclintock schiebt erst mal 17.000 Dollar für Cattolini über den Tisch. Warum? Porky entstammte inkognito einer Bostoner Munitionsfabrikantendynastie und verfügte über ein Zig-Millionen-Erbe. Das Geld ist in einer dubiosen Stiftung angelegt, in deren Beirat Mafia-Capofamiglia Alberto Surfalone sitzt. Der Mann hatte seinerzeit Cattolini um Job und Rente bei der Polizei gebracht, zusammen mit Polizeisergeant Sanchez.
Vielleicht waren die 17.000 Dollar die Anzahlung für einen Job? Kaum beginnt Cattolini zu suchen, fallen reihenweise Zeugen tot um. Als es auch Maclintocks Anwaltskollegen trifft, erhält Cattolini die Unterstützung des Bostoner Polizisten Lanini. Die Zange um Sanchez und Surfalone scheint sich zu schließen ...

Kraus mischt hardboiled Elemente mit ironischem, oft witzigem Sprachstil. Dieser Sound klingt in Kalifornien am besten, wie schon in Joint Adventure. Pynchon würde es mögen. Extrem unterhaltsam.


Produktdetails

ISBN-10: 3-941657-65-8
EAN: 9783941657656
Erschienen: Juli 2012
Verlag: Conte-Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 250
Länge/Breite: 205mm/135mm
Gewicht: 323 g
Reihe: Conte Krimi
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Peter J. Kraus

Peter J. Kraus wurde 1941 in Deutschland geboren und kam als Kind mit seiner Familie in die USA. Er war Kaufmann, Rennfahrer, Radio DJ in Santa Barbara, Kalifornien. In den Neunzigern veröffentlichte er drei Bücher über amerikanische Musikgeschichte. 2003 folgte sein erster Krimi, der für den Glauser-Preis nominiert wurde. Heute lebt er in Hot Springs, Arkansas.

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Kundenrezensionen

  • Im Stile Raymond Chandlers Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Herbert Huber, am 23.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der abgehalfterte Vic Cattolini aus Los Angeles und drum herum tischt uns eine fabelhafte und turbulente Geschichte auf. In seiner Bar und seiner Wohnhöhle herumhängend bekommt er unverhofft von einem schnicken Anwalt $ 17.000 als Erbanteil von Porky. Der Penner starb und hinterließ ein Vermögen. Der abgebrühte Ich-Erzähler Vic nimmt sie und jetzt schnürlt eine etwas verworrene aber atemlose Geschichte ab, ja, zunächst mehrere, aber sie reimen sich zusammen.
    Vic Cattolini erhält noch einen lukrativen Auftrag und ist die Geldsorgen (vorerst) los. Dass er bald wieder klamm ist, leuchtete mir nicht ein.
    Der Autor kennt sich in L.A. und Kalifornien gut aus, zieht einige Register, die eines Raymond Chandler oder Dashiell Hammett würdig sind und spielt so wunderbar unauffällig auf der Klaviatur der Klischees, dass man es nicht übel nimmt.
    Vic Cattolini hat nicht nur eine glaubhafte Biografie der Autor verpasst ihm auch auch eine höchst passende Lebenseinstellung. Trotzdem er Geld gut gebrauchen kann stürzt er sich nicht auf seinen Auftrag, sondern will erst mal ausschlafen. Er macht sich grundsätzlich keine Gedanken über die Zukunft und jedem, der meint, es gehe ihm beschissen, sagt er: „Dann hast du ja keine Ahnung, wie es mir geht”.
    Manche Episoden werden ausgewalzt, doch wenn sie so stimmig sind, wie Laninis Eintreffen in Santa Barbara, liest man sie gerne. Dafür versäumt es Peter J. Kraus die Zusammenarbeit mit Lanini aus Boston (oder andere Gelegenheiten) zu nutzen um für die Leser den Ermittlungsstand zu rekapitulieren. Doch der rote Faden ist nicht so wichtig, Stil und Atmosphäre bringen es.
    Für abgebrühte Krimifreunde wartet mit „Cattolini erbt” ein knallharter aber vergnüglicher Lesespass.

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