Der Ghostwriter
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Der Ghostwriter

Roman

von Robert Harris

Buch

Taschenbuch (398 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der britische Ex-Premierminister Adam Lang will seine Memoiren veröffentlichen. Nach dem dubiosen Tod seines Ghostwriters recherchiert dessen Nachfolger genauer als verlangt und macht eine Entdeckung, die zu einem weltpolitischen Chaos führen kann. War der Premier im »Krieg gegen den Terror« eine Marionette der CIA?

Pressestimmen:

"Ein Politthriller, der den Nachtschlaf raubt." (Hamburger Abendblatt)

"Ja, so spannend kann Politik sein!" (Frankfurter Rundschau)

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-50380-5
EAN: 9783453503809
Originaltitel: Ghost
Erschienen: 01.02.2010
Verlag: Heyne
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 398
Länge/Breite: 188mm/119mm
Gewicht: 320 g
Übersetzer: Wolfgang Müller
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Robert Harris

Robert Harris wird 1957 in Nottingham geboren. Nach seinem Geschichtsstudium in Cambridge war er als BBC-Reporter und politischer Redakteur des Observer tätig. Die historischen Hintergründe seiner Romane recherchiert Harris als Historiker exakt. Trotzdem schreibt er keine Sachbücher: er will die Leser gleichzeitig unterhalten und informieren. Mit "Vaterland" gelangt er 1992 in die internationalen Bestsellerlisten. Robert Harris ist heute ständiger Kolumnist bei der Times. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem alten Pfarrhaus in Kintbury bei London.

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Kundenrezensionen

  • Ein Thriller der Extraklasse Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael Weckener, am 20.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Ghostwriter des britischen Ex-Premierministers Adam Lang kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Sein Nachfolger recheriert weiter und macht eine schier unglaubliche Entdeckung: Hat der britische Regierungschef für einen ausländischen Geheimdienst gearbeitet?
    Ein fesselnder Thriller und eine Abrechnung mit dem Politiker Blair.

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  • Phänomenales Ende Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anne, am 28.03.2010

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    Zugegeben werden die meinsten wohl erst durch den Film auf das Buch aufmerksam geworden sein.
    Jedoch lohnt es sich, das Buch zuerst zu lesen.
    Die Tatsache das es sich um einen Polit-Thriller handelt mag einige abschrecken, ist jedoch zu unrecht.
    Mit jedem Kapitel entdeckt der Ghostwriter mehr aus dem Leben des Politkers Adam Lang.
    Das Buch endet phänomenal und unerwartet.
    Spannung ist hier ganz weit vorne und das beste ist, dass nur sehr wenig vorhersehbar ist.

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  • Unglaubliche Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Margit, am 19.02.2010

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    Ich habe von dem Buch gehört, weil ich die Rezension des Films von Polanski in unserer Zeitung gelesen habe. Nachdem ich gerade meinen ersten richtigen Politthriller aus Deutschland hinter mir habe, der mir sehr gut gefallen hat, habe ich mir das Buch aus dem Regal meines Mannes geholt. Bin gerade am Lesen ... Mich beeindruckt die Geschichte sehr - die Idee, die dahinter steckt, ist einfach klasse und total erschreckend, weil ... was ist, wenn sie wahr ist?

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  • Unbedingt lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Hirth, am 12.02.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Großbritanniens langjähriger Premierminister Adam Lang hat sich nach dem Ausscheiden aus der Politik auf die Insel Martha’s Vineyard zurückgezogen, um dort mit Hilfe seines engen Vertrauten und Ghostwriters Michael McAra seine Memoiren zu verfassen. Ein großer Verlag hat Lang satte zehn Millionen Dollar geboten, wenn er seine Memoiren innerhalb von zwei Jahren fertig stellt. McAra recherchiert intensiv, doch einen Monat vor dem Abgabetermin stürzt er auf seiner Heimfahrt zu Martha’s Vineyard von einer Fähre. Am nächsten Tag wird sein Leichnam am Ufer gefunden. Lang zögert nicht lang und engagiert einen neuen Ghostwriter. Doch der interessiert sich mehr für das Schicksal seines Vorgängers und begibt sich in große Gefahr....

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  • Ghost Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jens Budde, am 24.09.2009

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    Dieses Buch entführt den Leser in die dunklen Machenschaften der Geheimdienste nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001.
    Aus der Sicht eines unbekannten Ghostwriters geschrieben, fängt die Geschichte für den Protagonisten wie jeder andere Job an. Außer dass der Ghostwriter statt seinem üblichen Klientel, wie Ex – Fußballer oder Fernsehstars, den ehemaligen britischen Premierminister als Kunden hat. Während seiner Tätigkeit entdeckt er, dass hinter der sorgfältig gepflegten Fassade der Ex- Premiers noch ganz andere Dinge schlummern.
    Robert Harris ist mit diesem Buch ein spannender und aktueller Polit-Thriller gelungen, der nicht umsonst jetzt verfilmt wird.

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Als ich hörte, wie McAra gestorben war, hätte ich aufstehen und gehen sollen. Heute weiß ich das. Ich hätte sagen sollen: »Tut mir leid, Rick, das ist nichts für mich, irgendwie stinkt die Sache«, hätte austrinken und gehen sollen. Aber Rick war ein außerordentlicher Geschichtenerzähler. Wenn er erst einmal angefangen hatte, kam ich nie auch nur eine Sekunde lang auf den Gedanken, ihm nicht zuzuhören. Oft dachte ich, er hätte Schriftsteller und ich Literaturagent werden sollen. Denn als er fertig war, hatte er mich am Haken.
Die Geschichte, wie Rick sie mir an jenem Tag beim Lunch erzählte, ging so:
McAra hatte am vorletzten Sonntag - das musste am 12. Januar gewesen sein, wie ich später feststellte - die letzte Fähre von Woods Hole, Massachusetts, nach Martha's Vineyard erwischt. Es stand auf des Messers Schneide, ob die Fähre überhaupt ablegen würde. Seit dem frühen Nachmittag hatte es heftig gestürmt und einige Überfahrten waren schon gestrichen worden. Gegen neun Uhr abends flaute der Wind jedoch etwas ab, und um Viertel vor zehn entschied der Kapitän, dass keine Gefahr mehr bestehe. Das Boot war überfüllt: McAra hatte Glück, dass er überhaupt noch einen Platz für seinen Wagen bekam. Er parkte unter Deck und ging dann nach oben, um etwas frische Luft zu schnappen.
Danach hat ihn niemand mehr lebend gesehen.
Die Überfahrt zur Insel dauert normalerweise fünfundvierzig Minuten, verlängerte sich jedoch an jenem Abend wegen des Wetters beträchtlich: Ein Anlegemanöver mit einem Sechzig-Meter-Schiff bei fünfzig Knoten Wind, sagte Rick, sei nicht gerade das, wobei man sich vor Vergnügen auf die Schenkel klopfe. Es war fast elf Uhr, als die Fähre in Vineyard Haven festmachte und die Autos wieder angelassen wurden - bis auf eines: einen brandneuen ockerfarbenen Geländewagen der Marke Ford Escape. Der Zahlmeister forderte den Besitzer per Lautsprecher auf, zu seinem Fahrzeug zu kommen, da es den Wagen hinter ihm den Weg versperre. Als jedoch niemand auftauchte, stellten ein paar Männer von der Crew fest, dass die Türen nicht verschlossen waren, und schoben den Ford an Land. Danach durchsuchten die Männer sorgfältig das ganze Schiff: die Treppenschächte, die Bar, die Toiletten, sogar die Rettungsboote - nichts. Sie riefen den Fährhafen in Woods Hole an und fragten nach, ob vielleicht jemand vor dem Ablegen das Schiff verlassen hätte oder versehentlich vergessen worden sei - wieder nichts. Erst dann setzte sich ein Beamter der Massachusetts Steamship Authority mit der Küstenwache in Falmouth in Verbindung, um zu melden, dass möglicherweise ein Mann über Bord gegangen sei.
Die Überprüfung des Nummernschilds durch die Polizei ergab, dass der Wagen auf einen Martin S. Rhinehart aus New York City zugelassen war; ausfindig machte man ihn allerdings auf seiner Ranch in Kalifornien. Da war es an der Ostküste Mitternacht, im Westen neun Uhr abends.
»Der Marty Rhinehart?«, unterbrach ich Rick.
»Genau der.«
Rhinehart bestätigte der Polizei am Telefon ohne Umschweife, dass er der Besitzer des Fords sei. Er gehöre zu seinem Anwesen auf Martha's Vineyard und werde von ihm selbst und seinen Sommergästen benutzt. Er bestätigte auch, dass sich im Augenblick trotz der Jahreszeit Gäste in seinem Haus aufhielten. Er sagte, er werde seine Sekretärin beauftragen, auf Martha's Vineyard nachzufragen, ob jemand den Wagen ausgeliehen habe. Eine halbe Stunde später rief sie zurück und sagte, dass tatsächlich jemand vermisst werde, ein Mann namens McAra.
Vor Tagesanbruch konnte man nichts mehr tun. Nicht dass das eine Rolle spielte. Jedem war klar, dass man bei der Suche nach einem über Bord gegangenen Passagier nach einer Leiche suchte. Rick ist einer von jenen irritierend gesunden Amerikanern Anfang vierzig, die wie neunzehn aussehen und ihrem Körper mittels Fahrrädern und Kanus schreckliche Dinge antun. Er kennt das Meer in der Gegend: Er ist einmal in zwei Tagen mit dem Kajak die ganzen sechzig Meilen rund um die Insel gepaddelt. Die Fähre von Woods Hole durchpflügt die Meerenge genau dort, wo die Gewässer des Vineyard Sound auf die des Nantucket Sound treffen. Gefährliche Gewässer. Bei Hochwasser kann man sehen, wie die gewaltige Strömung die riesigen Kanalbojen auf die Seite legt. Rick schüttelte den Kopf. Im Januar, bei Sturm, bei Schneefall, überlebe kein Mensch das länger als fünf Minuten.
Am frühen nächsten Morgen fand eine einheimische Frau die Leiche. Sie war etwa vier Meilen entfernt bei Lambert's Cove an den Inselstrand gespült worden. Der Führerschein in der Brieftasche wies den Mann als Michael James McAras, Alter fünfzig, wohnhaft in Balham im Süden Londons aus. Ich weiß noch, wie ich bei der Erwähnung dieses trübsinnigen, unexotischen Vorstadtbezirks plötzlich einen Hauch Mitgefühl verspürte: ganz schön weit weg von zu Hause, der arme Teufel. Sein Pass führte als nächsten Angehörigen seine Mutter auf. Die Polizei brachte den Leichnam in das kleine Leichenschauhaus von Vineyard Haven, dann fuhr ein Streifenwagen zum Rhinehart-Anwesen, um die Nachricht zu überbringen und einen der Hausgäste für die Identifizierung abzuholen.
Muss ein ziemlicher Auftrieb gewesen sein, meinte Rick, als der Gast schließlich auftauchte, um sich die Leiche anzuschauen: »Jede Wette, dass der Angestellte im Leichenschauhaus die Geschichte heute noch erzählt.« Ein Streifenwagen mit Blaulicht aus Edgartown, ein zweiter Wagen mit vier bewaffneten Wachleuten, um das Gebäude zu sichern - und ein dritter gepanzerter Wagen mit dem Mann auf dem Rücksitz, den jeder sofort erkannte, dem Mann, der achtzehn Monate zuvor noch Premierminister von Großbritannien und Nordirland gewesen war.


Der Lunch war Ricks Idee gewesen. Ich hatte nicht einmal gewusst, dass er in der Stadt war, bis er mich am Abend zuvor anrief. Er bestand darauf, dass wir uns in seinem Club träfen. Genau genommen war es nicht sein Club - eigentlich war er Mitglied eines ähnlichen Mausoleums in Manhattan, dessen Mitglieder Gastrecht in dem Londoner Club genossen und den Rick gern aufsuchte. Zur Lunchzeit waren nur Männer zugelassen. Alle trugen dunkelblaue Anzüge und waren über sechzig. Seit ich von der Uni abgegangen bin, habe ich mich nicht mehr so jung gefühlt. Draußen lastete der Winterhimmel auf London wie eine große graue Grabsteinplatte. Drinnen funkelte das gelbe elektrische Licht von drei gewaltigen Kronleuchtern auf dunkel glänzenden Tischen, versilbertem Besteck und mit rubinrotem Bordeaux gefüllten Karaffen.

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