Der Pakt der Liebenden

Thriller

von John Connolly

Buch

gebunden (381 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Charlie Parker war noch ein Kind, als sein Vater ein junges Liebespaar tötete. Dann richtete der Cop des NYPD die Waffe gegen sich selbst. Jahrelang hat Parker nach einer Erklärung für diese Tat gesucht, die seine Kindheit beendete. Ein Auftrag führt den Privatdetektiv in seinen Heimatort. Und er beginnt, den lange zurückliegenden Selbstmord zu ermitteln. Beiläufige Fragen nach seinem Vater setzen eine Kettenreaktion in Gang, die ein Gespinst von Lüge, Verrat und Illoyalität offenbart. Und noch etwas offenbart sich, ein alter Schrecken: die Dämonen, das Tod bringende Liebespaar.


Produktdetails

ISBN-10: 3-471-35029-2
EAN: 9783471350294
Originaltitel: The Lovers
Erschienen: 30.09.2011
Verlag: List
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 381
Länge/Breite: 220mm/147mm
Gewicht: 611 g
Übersetzer: Georg Schmidt
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John Connolly

John Connolly, 1968 in Irland geboren, lebt in Dublin und schreibt für die Irish Times. Seine Romane sind internationale Bestseller, für die er u.a. mit dem amerikanischen Shamus Award ausgezeichnet wurde.

Georg Schmidt

Georg Schmidt, geb. 1952 in Oberfranken, ist Journalist und Lektor sowie der Übersetzer von u.a. James Lee Burke, James Crumley, James Ellroy, Richard Lourie, Paco Ignacio Taibo, Michael Cunningham und Andrew Vachss.

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Kundenrezensionen

  • Es gibt Große. Und ganz Große. Hier ist einer davon! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 18.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einen Connolly zu lesen, bedarf bei mir der inneren Vorbereitung. Nichts zum Weglesen, sondern Auseinandersetzung mit sich selbst (das fordern doch alle Literaturkritiker von großen Romanen, oder?) Kriminalroman ja, aber eben auch Roman. Literatur vielmehr. Sätze, wie in Stein gemeißelt, sehr ähnlich seinem Kollegen John Hart. Beide vermögen es, so viel mehr, als nur Spannung zu vermitteln.

    "Nicht viel mehr zu erzählen. Nur die Geschichte über den letzten Tag meines Vaters, das Blut, das er vergossen hatte, und die Gründe dafür.
    Nicht mehr viel zu erzählen. Lediglich alles."

    'Lediglich alles' - Himmel, für diese zwei Worte schätze und liebe ich diesen Autoren inzwischen wie kaum einen anderen! Connolly hat alles: Sprachgewalt, inhaltliche Wucht und etwas, das berührt. An Seiten, die man vorher nicht kannte. Reicht das nicht schon?

    Dieser Roman ist fast schon Epilog auf alles, was bisher geschah, und genau deswegen ein perfekter Einstieg in die Welt des Charlie 'Bird' Parkers. Entweder hier oder ganz vorne mit 'Schwarzes Herz' einsteigen.

    Bitte einsteigen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • Charlie Parker in eigener Sache Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 03.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Der Mann hatte eine gewisse Gabe, auch wenn niemand, der bei Sinnen war, die Gabe haben wollte: Anscheinend zog ihn das Böse an, und das Böse wiederum wurde von ihm angezogen“.

    Dabei könnte gerade jetzt doch fast Ruhe einkehren in Charlie Parkers Leben. Ex-Cop. Zur Zeit auch Ex-Privatdetektiv. Witwer und verwaister Vater im Blick auf die eine Familie, verlassener Mann und hier-und-da Vater im Blick auf die andere Familie. Ein bewegtes, hartes, gebeuteltes Leben bisher, aber auch eines, in dem Rache geübt wurde.

    Nun schauen ihm alle offiziellen Stellen auf die Finger, als Barmann verdient er seinen Lebensunterhalt und hält sich ziemlich zurück. Aber nicht ganz, was ein Fehler sein könnte. In eigener Sache beginnt Charlie Parker, nachzuforschen. Was hatte es auf sich, damals, als sein Vater, der Cop, im Dienst ein junges Paar erschoss und wenige Stunden später sich selbst das Leben nahm? Wieso schweigt der ehemals beste Freund seines Vaters sich über dieses Geschehen aus? Wieso lügt er? Und, vor allem, wie kann es sein, dass bei einer Blutgruppenbestimmung Charlie Parker erfahren muss, dass seine Mutter auf keinen Fall seine leibliche Mutter gewesen sein kann?

    Zudem taucht ein Schriftsteller auf, der aus den vergangenen Ereignissen in Charlie Parkers Leben ein Buch erstellen wird. Nicht kann den Mann anscheinend davon abhalten, weder Drohungen durch lebende Freunde Charlies noch durch tote.

    Neben diesem Hauptstrang der Spurensuche in der eigenen Familie legt John Connolly in hintergründiger Weise einen zweiten Erzählstrang an. Ein Mord ist geschehen an einem jungen Mann. Dessen Eltern begehen kurz darauf scheinbar Selbstmord, auch wenn der ermittelnde Polizist bei der ganzen Sache ein ganz mieses Gefühl hat.

    Wie nun die beiden Fälle zusammenhängen, wieweit es dem Schriftsteller gelingt, in Charlie Parkers Leben vorzudringen und auf welchen Wegen dieser selbst versucht, die Nebel um die Ereignisse im Leben seines Vaters und seines eigenen zu lüften, das ist ein fesselnder Stoff auf den gut 380 Seiten des Buches. Seiten, auf denen sich John Connolly alle Zeit lässt, mit dem Leser gemeinsam in die private Lebenswelt des ehemaligen Polizisten Charlie Parker einzudringen und damit auch in sein Inneres. In denen schmutzige Bars, konspirative Treffen, Lügen und Verrat im Raume stehen werden und die mühsam von Charlie entwickelte Selbstkontrolle massive Risse erhalten wird.

    Mittels seines sprachlichen Vermögens gelingt es Connolly leicht, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die er mit schon äußerlich treffend beschriebenen (und innerlich ausdifferenzierten) Figuren besiedelt. Eine Atmosphäre, die beständig im Hintergrund von Gefahr und den dunklen Seiten des Lebens begleitet wird, bis hin zur eindeutigen Beklemmung (der erste, heimliche Besuch des Schriftstellers am Haus Charlie Parkers lässt beim Leser fast mit die Haare zu Berge stehen). Eine hintergründige Gefahr, die ab der Mitte des Buches immer deutlicher in den Vordergrund drängt.

    „Der Pakt der Liebenden“ ist eine Geschichte, die weder sprachlich noch inhaltlich abfällt und vom Einstieg an über die Ermittlungen bis hin zur Aufdeckung der wahren Hintergründe den Leser zu fesseln vermag. Ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt.

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