Feuer der Vergeltung

Historischer Kriminalroman. Ausgezeichnet mit dem Ellis Peters Historical Dagger 2005

von C. J. Sansom

Buch

Taschenbuch (543 Seiten)

3. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Es ist Mai anno 1540, genau drei Jahre nach den Vorfällen im Kloster Scarnsea. Matthew Shardlake hat sich aus Cromwells Dunstkreis enttäuscht zurückgezogen, nachdem er dessen Intrigen und Machenschaften auf die Schliche gekommen war. Er lebt seitdem unbehelligt in London und soll als Rechtsanwalt eine junge Frau aus gutem Hause vertreten, der vorgeworfen wird, ihren Cousin ermordet zu haben. Die junge Frau schweigt zu alldem. Matthew ist aber von ihrer Unschuld überzeugt und versucht mit allen Mitteln, sie dem Foltertod zu entreissen. In dieser Zeit tritt auch Cromwell wieder in sein Leben: Dessen Stern ist bei Heinrich VIII. im Sinken begriffen, nachdem er diesem die deutsche Prinzession Anne von Kleve als Ehefrau vermittelt hat. Heinrich VIII. ist entsetzt über diese Wahl und hat sich schon wieder in Catherine Howard, ein Teenager und pikanterweise die Nichte des Herzogs von Norfolk, verliebt. Um sich die Gunst des Königs wieder zu sichern, braucht Cromwell etwas Spektakuläres, wobei Matthew Shardlake ihm helfen soll. In London geht das Gerücht um, dass es Leute gibt, die wissen,wie man ein griechisches Feuer entfacht - eine willkommene Waffe im heraufziehenden Krieg gegen Spanien und Frankreich. Shardlake soll die Formel besorgen - koste es, was es wolle.

Produktdetails

Verkaufsrang: 15.518
ISBN-10: 3-596-15845-1
EAN: 9783596158454
Originaltitel: Dark Fire
Erschienen: 16.11.2006
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage
Seitenzahl: 543
Länge/Breite: 191mm/123mm
Gewicht: 413 g
Übersetzer: Irmengard Gabler
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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C. J. Sansom

C. J. Sansom, geb. 1952, studierte zunächst Geschichte und arbeitete als Rechtsanwalt, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Der Autor lebt in Sussex. Sein erster Roman Pforte der Verdammnis wurde von der renommierten Crime Writers Association für den Ellis Peters-Preis vorgeschlagen.

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Kundenrezensionen

  • Matthew Shardlake auf der Suche nach dem Feuer, das mit Wasser nicht zu löschen ist .... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Frau Gey, am 06.08.2012

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    Es ist unerträglich heiß im Mai 1540 . London leidet unsäglich unter dieser Hitze und dem Gestank auf den Straßen. Matthew Shardlake, der Anwalt, übernimmt den Fall von Elizabeth Wentworth, die ihren Cousin ermordet haben soll. Das Mädchen schweigt - und ist schon dem Tode geweiht, als Thomas Cromwell in den Fall eingreift. Er braucht die Hilfe vom pfiffigen Master Shardlake, der für Cromwell die Rezeptur des griechischen Feuers besorgen soll. Im Gegenzug gibt es 12 Tage Aufschub für Elizabeth´s Folter und die Chance für Shardlake ihre Unschuld zu beweisen. Doch wer sich mit Thomas Cromwell einläßt, der kann auch gleich einen Pakt mit dem Teufel schließen. Master Shardlake gibt sein Bestes .....
    Ein spannender historischer Roman, der gut recherchiert ist und von seinen kantigen Protagonisten lebt. Hoher Suchtfaktor - es gibt noch eine Reihe weiterer Abenteuer von Master Shardlake und die sind ebenso gut !!!

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  • Feuer der Vergeltung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kati Wascher, am 27.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Drei Jahre sind seit den Vorfällen im Kloster Scarnsea vergangen und Matthew Shardlake hat sich, nachdem bei Cromwell in Ungnade gefallen, wieder seiner Arbeit als Anwalt zugewandt. Sein aktueller Fall scheint fast aussichtslos, würde ihm nicht just Cromwell zur Hilfe eilen. Allerdings nur, wenn Shardlake im Gegenzug auch ihm einen Gefallen erweist, um jeden Preis!!

    Auch Teil 2 ist wieder hervorragend recherchiert und spannend von Anfang bis Ende. Eine Reihe mit hohem Suchtpotential!

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  • Fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Alexia, am 19.09.2010

    3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nachdem Matthew Shardlake nach seinem letzten Auftrag für Lord Cromwell drei ruhige Jahre verbracht hat, kommt es knüppeldicke. Zum einen hat er die Verteidigung von Elizabeth Wentworth übernommen, die ihren Cousin Ralph getötet haben soll. Da Elizabeth schweigt und sich auch vor Gericht nicht äußert, wird sie dazu verurteilt, durch die Folter zum Reden gebracht zu werden. Diesen Umstand nutzt Cromwell aus, um Matthew dazu zu bringen, einen Auftrag für ihn zu erledigen. Cromwell ist beim König in Ungnade gefallen. Einzig die Formel für das griechische Feuer, eine Substanz mit verheerender Wirkung, die den englischen König unbesiegbar machen könnte, kann Cromwells Hals noch retten. Matthew hat zehn Tage Zeit, die Formel aufzutreiben. Solange soll Elizabeth nichts geschehen. Aber das Auftreiben der Formel erweist sich als ein Todesparscour und nicht selten sind es Matthew und sein von Cromwell an die Seite gestellter Gehilfe Barak, die ins Visier von gedungenen Mördern geraten. Und trotz aller Widrigkeiten, die Cromwells Auftrag mit sich bringt, versucht Shardlake, Elizabeths Unschuld zu beweisen. Und das alles in nur zehn Tagen…

    Sansom ist wieder ein aufregender Fall gelungen. Shardlake ist ein sehr sympathischer, unspektakulärer Ermittler. Mit Barak hat ihm Sansom einen passenden Mann zur Seite gegeben. So entsteht nach anfänglichen persönlichen Schwierigkeiten ein gutes Team, das gemeinsam die Fälle löst. „Feuer der Vergeltung“ ist ein spannender, mitreißender Roman, bei dem sich mehrere Fälle ineinander verweben. Und auch an geschichtlichen Fakten hat der Roman wieder einiges zu bieten.

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  • Das Rätsel des dunklen Feuers Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefan Heidsiek, am 26.04.2010

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    Wir befinden uns im Jahr 1540. Seit den Ereignissen in Scarnsea sind mittlerweile drei Jahre vergangen und Matthew Shardlake, bei Staatssekretär Thomas Cromwell in Ungnade gefallen, widmet sich wieder ganz seinen Pflichten als Anwalt. Sein neuestes Mandat stellt ihn dabei vor einige Schwierigkeiten. Ein junges Mädchen wurde des Mordes an ihrem Cousin angeklagt und soll zum Tode verurteilt werden. Einziger Fürsprecher ist ihr Onkel Joseph, der an die Unschuld seiner Nichte glaubt und Shardlake beauftragt, ihr Leben zu retten. Doch als dessen Einspruch vor Gericht abgeschmettert wird, scheint nur noch ein Wunder sie retten zu können. Dies erscheint in Form von Cromwell, der die Haft des Mädchens um zwölf Tage verlängert. Dafür muss sich Shardlake erneut in dessen Dienste begeben und in dieser Zeit eine vor langer Zeit verloren geglaubte Formel vom "griechischen Feuer" wiederbeschaffen. Eine Waffe, die Cromwell wieder in der Gunst des Königs steigen lassen und in einem möglichen Seekrieg gegen die Feinde Englands eingesetzt werden soll. Gemeinsam mit dem jüdischstämmigen Barak macht sich Shardlake auf die Suche...

    Erneut nimmt Sansom den Leser bei der Hand und führt ihn ins düstere England des Reformationszeitalters, in dem sich keiner mehr vor der Wankelmütigkeit des despotischen Königs sicher glaubt. Wie schon im Vorgänger hat der Autor den historischen Kontext genauestens recherchiert, wenngleich er sich im Falle des griechischen Feuers, wie auch im Nachwort erklärt, einige Freiheiten herausnimmt. Die Atmosphäre des spätmittelalterlichen Londons konnte mich diesmal jedoch nicht so packen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass Shardlake und Barak, von deren Auftragserfüllung nicht nur ihr eigenes Leben abhängt, durchgängig von einem Ort der Innenstadt zum nächsten hasten. Das das ihrer 12-Tage-Frist geschuldet ist, leuchtet ein, und dennoch vermag sich Spannung erst im letzten Drittel zu entwickeln. Bis dahin ist viel Fußarbeit zu erledigen, ein ganzer Haufen an Befragungen durchzuführen.

    Das da keine Langeweile aufkommt, liegt vor allem an den Figuren, welche Sansom hier wieder glänzend zeichnet und die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite der selbstmitleidige, resignierte Shardlake, dem der reformatorische Eifer abhanden gekommen ist. Auf der anderen der robuste und ungehobelte Barak, der Cromwell ohne Skrupel zu dienen scheint und zwischendurch doch ein weiches Herz offenbart. Von ihrem Zusammenspiel lebt dieses Buch. Ansonsten lässt Sansom die wahren Hintergründe lange im Dunkeln, scheinen die Feinde stets einen Schritt voraus, während sich die zwei Ermittler durch ein Gewirr aus Mord und Intrigen kämpfen müssen. Kämpfen kann nun auch mal wörtlich genommen werden, denn hier wird das im Vorgänger nur durch die Gegend getragene Schwert tatsächlich das ein oder andere Mal gezogen. Ob oder wie die zwei parallel laufenden Handlungsstränge am Ende zusammenkommen, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur soviel: Die Auflösung ist schlüssig, wenn auch nur teilweise überraschend.

    Insgesamt ist "Feuer der Vergeltung" erneut ein handwerklich exzellenter Roman, dem jedoch die schaurig-düstere Atmosphäre des Vorgängers fehlt und der mitunter aufgrund einer Vielzahl von Namen sehr viel Aufmerksamkeit vom Leser erfordert. Ein intelligentes Werk, das uns in eine vergessene Zeit entführt und weiter Lust auf die Reihe macht.

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  • Der zweite Fall des Rechtsanwaltes Shardlake. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christine Pilz, am 23.08.2009

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    Im London des Jahres 1540 übernimmt Master Shardlake den Fall eines Mädchens,das verdächtigt wird, seinen Cousin grausam ermordet zu haben. Um die beharrlich Schweigende vor dem Strang zu retten, gerät er erneut in den Bannkreis Cromwells, für den er sich dafür auf die Suche nach dem Griechischen Feuer begeben muß. Mit diesem erhofft Cromwell, die ihm drohende Ungnade durch Heinrich VIII. abzulenken.
    Bis zum überraschenden Schluß muß Shardlake wieder einmal um sein Leben fürchten, weiß er nicht, wem er vetrauen kann und beginnt zunehmend an den Kirchenreformen des Königs zu zweifeln.
    Der vielleicht beste Fall Shardlakes.

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