Lenin
Leseprobe

Lenin

Vorgänger Stalins

von Wolfgang Ruge

Buch

gebunden (480 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Wird nachgedruckt, Termin unbekannt
September 2010

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Weitere Artikelinformationen

Lenin - ein Fanatiker und Putschist, ein Visionär und Held? Wolfgang Ruge geht in dieser außergewöhnlichen politischen Biografie dem Phänomen Lenin nach, zeigt ihn in seiner Widersprüchlichkeit und trifft damit nicht nur die persönliche Tragik des Revolutionärs, sondern die Tragik der sozialen Revolution überhaupt.
Ruge zeigt, wie ein ursprünglich auf die Befreiung der arbeitenden Klassen gerichteter Vorsatz unter konkreten historischen Bedingungen immer unkenntlicher wird und schließlich in eine unvorstellbar opferreiche, repressive Herrschaftspraxis mündet. Ruge zieht eine Bilanz auch seiner eigenen Lebensträume und Irrwege - mit beinahe zerstörerischer Rücksichtslosigkeit. Ein Alterswerk, in dem es ihm gelingt, die Spannung und Wucht des Geschichtsprozesses auf mitunter beklemmende Weise zu entfesseln.

Produktdetails

ISBN-10: 3-88221-541-0
EAN: 9783882215410
Erscheint: September 2010
Verlag: Matthes & Seitz
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 480
Länge/Breite: 229mm/153mm
Gewicht: 784 g
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Wladislaw Hedeler

Wladislaw Hedeler, Studium der Philosophie in Berlin, als Historiker, Übersetzer, Publizist tätig, zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Sowjetunion.

Wolfgang Ruge

Wolfgang Ruge (1917 - 2006) wurde von seinen Eltern schon als Kind im Sinne des Kommunismus erzogen. Sein Bruder wurde in der Sowjetunion verhaftet, sein ebenfalls emigrierter Vater an Nazi-Deutschland ausgeliefert. Ruge selbst verbrachte vier Jahre im stalinistischen Lager und elf in der Verbannung. Nach seiner Ausreise in die DDR arbeitete er bis 1982 als Professor im Fachbereich Weimarer Republik an der Akademie der Wissenschaften. Er galt als einer der bedeutendsten Historiker der DDR und ist der Vater von Eugen Ruge.

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In gewisser Beziehung schloss Lenins politische Laufbahn dort ab, wo er sie begonnen hatte – in der Illegalität. So wie er sich vor dreißig Jahren aus dem Untergrund bemüht hatte, seine aufmüpfigen Artikel
in einer legalen Zeitung unterzubringen, kämpfte er jetzt, von der Außenwelt erst in seiner Kreml-Wohnung, dann im Landhaus zu Gorki völlig isoliert lebend, darum, seine Überlegungen ohne Verzug und ungekürzt in der Parteizeitung ›Prawda‹ publizieren zu können, und als er zehn Wochen vor seinem letzten, ihn endgültig niederwerfenden Gehirnschlag sein Testament diktierte, ließ er die fünf Exemplare dieses Schriftstücks gesondert versiegeln und mit dem Vermerk verstecken, dass nur er allein oder aber, im Falle seines Todes, seine Frau Nadeshda Krupskaja, die Siegel aufbrechen dürfe...

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