Das Warten wurde belohnt ...
von
einer Kundin/einem Kunden, am 27.03.2012
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
... mit einem grandiosen zweiten Teil der Schattendämonen Trilogie.
Ich will gar nicht leugnen, dass ich mit einer weitaus seichteren Fortsetzung gerechnet hatte, denn oft ist es doch so, dass der Mittelteil einer Trilogie etwas schwächelt und mehr als Lückenfüller genutzt wird. Also in solchen Fällen, bitte mehr Duologien!
Hier kann ich sagen, dass ich auf keine Zeile hätte verzichten wollen und dass im Grunde ein völlig eigenständiger Plot gekonnt eingewebt wurde, der für viel Spannung, Romantik, Dramatik und rasante Abläufe sorgt. Keine Spur von seicht, bemüht oder lückenfüllend.
Eine Kurzbeschreibung kann ich an dieser Stelle leider nicht schreiben, denn besser, als es der Klappentext ausdrückt, könnte ich es sicher nicht. Wenn man auch dafür Punkte oder Sternchen vergeben könnte, würde ich das mit Freuden tun. Klappentext - 5 Sterne! Also unbedingt lesen.
Allein der erste Satz, den ich hier einfügen möchte, ist Honig pur: Die Liebe verleiht Flügel, so sagt man. Doch manchmal sind Flügel nicht genug, um zwei Welten zu überspannen ...
Mit Honig könnte man auch den Schreibstil von Jennifer Benkau beschreiben. Flüssig, lockend und süß, der den Leser an die Geschichte festklebt und erst loslässt, wenn der letzte Punkt diesen zweiten Band beendet.
Joana und Nicholas entwickeln sich in diesem Teil spürbar weiter, obwohl, oder gerade weil, ihnen eine ganze Lawine von Steinen in den Weg gelegt wird. Eine Weile scheinen sie in Harmonie zu leben, müssen dann jedoch flüchten, weil Luzifers Fangnetze bereits über ihnen schweben. Die Flucht nach Island, wo Joana ihre Clerica-Kräfte erlernen will, worin sie ihre einzige Chance sieht, ihre Liebe gegen den Luzifer zu verteidigen, gelingt noch relativ einfach. In Island jedoch tun sich neue Abgründe auf, die alle Beteiligten an ihre Grenzen treiben.
Sehr gut haben mir hier die Beschreibungen der Fuchsdämonen und deren Lebensraum gefallen. Es entsteht der Eindruck einer völlig eigenständigen Welt im Bauche eines Berges. Der Anführer der Halbdämonen, Demjan Choskeih, ist auch nicht ohne. Bei ihm darf man bis zum Schluss rätseln, auf wessen Seite er wirklich steht. Außerdem wirkt er sehr provozierend auf Nicholas.
Kurzzeitig dachte ich, Bitte lass Nicholas jetzt nicht doch noch zum Kuschelmonster mutieren, aber noch nicht ganz zu Ende gedacht, hat er seinem Dämonendasein schon wieder alle Ehre gemacht.
Auch erfährt man einiges über Elias, dem Racheengel, denn ihm wurde, zu meiner Freude, viel Platz gewidmet. Aber auch hier gibt es eine große Überraschung.
Ein spannungsgeladenes Buch mit vielen Facetten. Liebe, Intrigen, Hass, Verzweiflung, Misstrauen, erbitterte Kämpfe aber auch prickelnde Erotik, schüren die Sehnsucht des Lesers - führen aber auch deutlich vor Augen, dass es besser ist, solche Geschehnisse zwischen zwei Buchdeckeln eingeschlossen zu wissen.
Obwohl man diesen zweiten Band eventuell auch einzeln lesen könnte - ich kann das schlecht beurteilen, da ich den ersten Teil auch gelesen habe - würde ich jedem raten mit Nybbas Träume zu beginnen, denn es wäre absolut schade, die Anfänge von Joana und Nicholas zu verpassen. Auch würden wahrscheinlich einige Anspielungen nicht verstanden werden, wenn man die Hintergründe nicht kennt.