Die Täuschung
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Die Täuschung

von Charlotte Link

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Weitere Artikelinformationen

Mörderische Provence ... Peter Simon, geschätzt als erfolgreicher Geschäftsmann und geliebt als fürsorglicher Ehemann und Vater, verschwindet spurlos auf einer Reise in der Provence. Als seine junge Frau Laura verzweifelt vor Ort recherchiert, stößt sie nicht nur auf eigenartige Widersprüche, sondern muss schließlich erkennen, dass ihr Mann nicht der war, für den sie ihn hielt. Und dass die Wahrheit mit tödlicher Gefahr verbunden ist ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 859
ISBN-10: 3-641-05188-6
EAN: 9783641051884
Erschienen: 20.06.2011
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 496
Erschienen bei: Goldmann
Spieldauer: 553 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

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"Montag, 15. Oktober (S. 230-231)

1
»Ich kann Ihnen«, sagte Henri, »leider nicht wirklich weiterhelfen. Meine Frau und ich sind entsetzt und erschüttert über den Tod eines langjährigen Freundes, aber wir haben nicht die geringste Ahnung, was passiert sein kann.« »Hm«, machte der Kommissar. Er wirkte unzufrieden; zudem hatte Henri das beunruhigende Gefühl, daß er ihm seine völlige Unwissenheit nicht wirklich abnahm. Er merkte selbst, wie auswendig gelernt und unecht es geklungen hatte, aber konnte das nicht auch eine normale Reaktion sein auf das schockierende Ausmaß von Gewalt, mit dem sie alle plötzlich konfrontiert worden waren?
Es war halb neun am Montagmorgen, und als er die Fensterläden vorn im Restaurant aufgestoßen hatte, war ihm sofort der graue Wagen mit den zwei Männern darin aufgefallen, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite parkte. Sie waren ausgestiegen, kaum daß sie seiner ansichtig wurden, und auf ihn zugekommen, und es war ihm nichts übriggeblieben, als ihnen die Tür zu öffnen. Sie stellten sich als Kommissar Bertin und sein Mitarbeiter Duchemin vor und sagten, sie hätten gern einige Fragen an ihn gerichtet. Er bat sie in die Küche, schenkte ihnen Kaffee ein, den sie dankbar zu sich nahmen. Zuerst hatten sie sich nach Nadine erkundigt.
»Es wäre uns lieb, wenn Ihre Frau an diesem Gespräch teilnehmen könnte.« Er mußte erklären, daß seine Frau leider nicht daheim war. »Hat sie schon so früh am Morgen das Haus verlassen?« erkundigte sich Bertin mit hochgezogenen Augenbrauen. »Sie hat gar nicht hier geschlafen die letzte Nacht. Sie ist bei ihrer Mutter. Dort ist sie öfter.« Es kam Henri vor, als spräche er ein wenig zu hastig. »Ihrer Mutter geht es gesundheitlich nicht gut«, fügte er erklärend hinzu. Wie er erwartet hatte, wußten sie von Laura, daß Peter Simon am vorletzten Samstag im Chez Nadine gegessen hatte. Sie wollten alles über ihn erfahren, was er geredet hatte, wie er sich verhalten hatte, ob irgend etwas an ihm auffällig gewesen sei, aber Henri sagte, was er auch Laura gesagt hatte: daß Peter müde und still gewirkt habe, was aber nach der langen Autofahrt nicht verwunderlich gewesen sei.
Daß er seine Pizza kaum zur Hälfte gegessen habe und nach etwa einer Stunde gegangen sei. Daß sie fast kein Wort miteinander gewechselt hatten. »Sie waren Freunde«, sagte Bertin, »und Sie hatten einander sicher längere Zeit nicht gesehen. Wäre es da nicht normal gewesen, sich ein bißchen zu unterhalten?« »Sicher«, sagte Henri, »aber ich mußte arbeiten. Das Lokal war voll, und meine Frau war wieder einmal urplötzlich ausgefallen, weil sie zu ihrer Mutter mußte. Ich war allein und jagte zwischen Küche und Gastraum hin und her, und die Leute beschwerten sich schon, weil alles zu lang dauerte.
Ich konnte mich nicht um Peter kümmern.« »Wußten Sie, weshalb er an die Côte gekommen war?« »Natürlich. Er kam jedes Jahr in der ersten oder zweiten Oktoberwoche. Er segelte dann immer mit einem Freund.« »Und er erwähnte nichts davon, daß er diesmal etwas anderes vorhabe?« Henri merkte, daß ein Nerv an seiner rechten Schläfe zu zucken begann. Hoffentlich sahen die beiden Männer das nicht. Was wußte Bertin? Wußte er, daß Peter Simon sehr wohl etwas anderes vorgehabt hatte? Daß er mit Nadine hatte durchbrennen, irgendwo ein neues Leben hatte beginnen wollen?"

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