Flieh wenn du kannst
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Flieh wenn du kannst

von Joy Fielding

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Weitere Artikelinformationen

"Sie sind in Gefahr. Sie und Amanda." Als Bonnie Wheeler von Joan, der Exfrau ihres Mannes, vor einer unbestimmten Gefahr für sie und ihre Tochter gewarnt wird, ist sie zunächst skeptisch. Doch bevor sie Genaueres erfährt, wird Joan ermordet. Und ihre Warnungen waren offensichtlich begründet. Für Bonnie beginnt ein wahrer Alptraum ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 3.913
ISBN-10: 3-641-05411-7
EAN: 9783641054113
Originaltitel: Don´t Cry Now
Erschienen: 12.11.2010
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 416
Übersetzer: Mechtild Sandberg-Ciletti
Erschienen bei: Goldmann
Übersetzt von: Mechtild Sandberg-Ciletti
Spieldauer: 494 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Joy Fielding

Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren - was sie allerdings scherzhaft bezweifelt, weil sie sich noch nicht so alt fühlt, wie sie von der Jahreszahl her zu sein hätte. Schon seit Jahren zählt Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Ihre Thriller und Psychothriller spielen immer wieder mit den Abgründen der Gesellschaft und der Gewalt, die sich in ihr wiederfindet. Die Hauptfiguren sind meist Frauen, die gut ausgebildet und in einer scheinbar perfekten Welt mit toller Beziehung in amerikanischen Großstädten leben. Scheinbar harmlose Ereignisse fördern dann alte Geheimnisse oder Sehnsüchte der Figuren ans Licht, die das vorher perfekte Leben komplett zerlegen.
Beruflich machte Joy Fielding ein paar Umwege, obwohl ihr schon früh klar war, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Als Achtjährige begann sie, Entwürfe an Zeitschriften zu schicken, die aber abgelehnt wurden, genauso wie ihre Geschichten, die sie im Teenageralter schrieb. Einen leichten Hang zur blutigen Feder lässt sich allerdings schon zu dieser Zeit entdecken: Ein Drehbuch handelte von einem Mädchen, dass seine Eltern umbringt. Während ihres Literaturstudiums ab 1963 in Toronto spielte Joy Fielding in mehreren Studentenfilmen mit und verwarf den Plan, Schriftstellerin zu werden. Stattdessen wollte sie Schauspielerin werden und zog nach dem Studium nach L.A. Nach einigen kleinen Rollen, aber ohne großen Durchbruch, begann Joy Fielding wieder zu schreiben. Anfang der 1970er Jahre kehrte sie nach Toronto zurück, finanzierte sich durch das Mitspielen in TV- Spots und schrieb nebenher an ihren Romanen, bis sie damit genug zum Überleben verdiente. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1991 mit dem Roman "Lauf, Jane, lauf", der 1,8 Mio. Mal verkauft wurde. Die Autorin Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada und in Palm Beach, Florida.

Meinung der Redaktion
Einmal Joy Fielding - immer Joy Fielding! Ihre Romane sind fesselnd, spielen mit den Abgründen der Gesellschaft und zeigen, dass jeder zwei Seiten hat. Pointiert und manchmal brutal schildert Fielding, wie sich Menschen ändern können und wie sie sich in Ausnahmesituationen verhalten. Einfach nur spannend und eine Lesedroge.

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"10 (S. 88-89)
Amandas Kindergarten befand sich in einem einstöckigen roten Backsteingebäude mit vielen Fenstern in der School Street. Normalerweise brauchte man für die Fahrt von der Weston High School zwei Minuten; Bonnie war in weniger als sechzig Sekunden dort. Sie lenkte ihren Wagen in die lange Einfahrt, stellte ihn auf den Parkplatz neben dem Gebäude und lief den kleinen Fußweg mit dem Spitznamen Alphabet Lane entlang zum Kindergarten, der sich im rückwärtigen Teil des Gebäudes, direkt am Spielplatz, befand. Schon durch das Fenster entdeckte sie ihre Tochter und stieß die Glastür weit heftiger auf, als notwendig gewesen wäre, so daß sie beinahe in den großen Raum hineinfiel. Amanda blickte von dem kleinen Tisch auf, an dem sie mit bunten Bauklötzen spielte.
»Mami!« rief sie freudig überrascht. Sie hatte einen blauen Overall an und darunter einen roten Pulli. Hatte sie Amanda heute morgen nicht den grünen Spielanzug angezogen? Wessen Kleider trug ihre Tochter jetzt? Eine der Erzieherinnen, eine junge Frau mit lockigem dunklem Haar und einem zitronengelben Kleid, saß auf einem kleinen Kinderstuhl neben Amanda. Bonnie versuchte krampfhaft, sich an den Namen der jungen Frau zu erinnern; er fiel ihr ein, als Amanda ihr entgegengelaufen kam. »Was ist denn passiert, Sue?« fragte Bonnie die Erzieherin, als sie Amanda in ihre Arme schloß und mit den Augen hastig Gesicht und Körper des Kindes nach Verletzungen absuchte. »Ein böser Mann hat was auf mich geschmissen«, sagte Amanda.
»Wie meinst du das? Wer hat etwas auf dich geschmissen? Was war es denn?« »Warten Sie doch einen Moment, dann hole ich Mrs. Appleby«, sagte die Erzieherin. »Sie hat gesagt, wir sollen ihr sofort Bescheid geben, wenn Sie da sind.« »Alles in Ordnung?« fragte Bonnie ihre Tochter, während sie mit zitternden Händen das zarte Kindergesicht streichelte.
Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Ich muß mich beruhigen, sagte sie sich. Ich muß ruhig bleiben, wenigstens so lange, bis ich genau weiß, was passiert ist. Irgend jemand hatte etwas nach ihrer Tochter geworfen. Hatte versucht, ihrem unschuldigen kleinen Mädchen etwas zuleide zu tun. Nein, das war ausgeschlossen. Es mußte ein Versehen gewesen sein, ein dummer Zufall. Weshalb sollte jemand einem dreijährigen Kind etwas antun wollen?"

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