Wilde Lupinen
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Wilde Lupinen

von Charlotte Link

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Weitere Artikelinformationen

Deutschland 1938. Alle Zeichen stehen auf Sturm, doch Politik kümmert die junge Belle Lombard wenig. Ihre ehrgeizigen Pläne gelten einzig den Filmstudios in Berlin und dem vermeintlichen Mann ihrer Träume. Ihre Mutter Felicia verteidigt indessen als erfolgreiche Unternehmerin rücksichtslos ihre Interessen, sogar gegen die eigenen Gefühle. Doch das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt....

Produktdetails

Verkaufsrang: 739
ISBN-10: 3-641-05184-3
EAN: 9783641051846
Erschienen: 20.06.2011
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 544
Erschienen bei: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Spieldauer: 1075 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

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Kundenrezensionen

  • schönes Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Hierbei handelt es sich um den 2. Teil der Bestsellers " Strumflut". Die Geschichte geht weiter und die Familie erlebt weitere Erfolge und Niederlagen. Es ist genauso spannend wie der erste Teil und man fiebert mit der Familie mit. Geschichtlicht begeben wir uns in den zweiten Weltkrieg. Es wird viel von F. verlangt, aber sie meistert fast jede Situation, jedoch nicht immer zum Vorteil aller.



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"V. BUCH (S. 387-388)
1
Am Tag als die Russen einfielen, war Modeste zum erstenmal wieder aufgestanden, aber es ging ihr nicht gut, und sie sah so schlecht aus, daß man ihr Jammern ernst nehmen mußte. Sie fühlte sich schwach und klagte über Schwindel, sobald sie eine Treppe steigen oder sich von einem Stuhl erheben mußte. Die Geburt des Kindes hatte sie alle Kraft gekostet. Schließlich legte sie sich auf das Sofa im Wohnzimmer und zitterte vor Kälte, obwohl neben ihr ein großes Feuer im Ofen brannte und der Raum fast überwarm war. Felicia hatte sich eine heftige Erkältung geholt, mit der sie trotz Kamilledampfbädern, Gurgeln und Kannen voll bitterem Salbeitee nicht fertigwurde.
Sie hatte ständig etwas Fieber und lief mit geröteten, brennenden Augen herum. Als sie hörte, daß die Russen erneut in Ostpreußen eingefallen waren, dachte sie nur: O Gott, jetzt gehen wieder diese schrecklichen Diskussionen los, ob wir bleiben oder abhauen! Alex war natürlich für weggehen. Felicia verwies auf die schwache Modeste, das kränkelnde Baby, die gelähmte Großmutter Laetitia - ganz zu schweigen von ihrer eigenen Erkältung - und darauf, daß unerlaubtes Trecken durch Standgerichte bedroht war, die sogar Todesurteile aussprechen konnten. Alex fegte das alles mit einer einzigen Handbewegung vom Tisch.
»Felicia, wir brechen bei Nacht und Nebel auf, und ich schwöre dir, ich sorge dafür, daß uns niemand deswegen zur Rechenschaft zieht. Wir schaffen es. Aber wenn wir bleiben, haben wir irgendwann keine Chance mehr. Felicia, glaub mir doch endlich, wenn die Russen erst da sind, ist es aus. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß wir dann mit dem Leben davonkommen.« »Das letztemal sind die Russen an der Angerapp zurückgeschlagen worden. Warum sollte diesmal...«
»Diesmal«, unterbrach Alex sie mit angespanntem, weißem Gesicht, »diesmal, darauf kannst du wetten, kommen die Russen bis Berlin. Ihre Kräfte haben sich inzwischen verfünffacht. Nichts und niemand kann sie mehr aufhalten. Aber ihr Weg dorthin wird eine einzige Blutspur sein, und ich sehe nicht ein, weshalb wir in den Leichenbergen sein sollen!« »Ach was!« Sie versuchte, forsch zu erscheinen, aber seine Worte hatten ihre Angst geweckt. Irgendwie tat sie ihm plötzlich leid, wie sie dastand, mit ihren fiebergeröteten Wangen und den entzündeten, heißen Augen. Vorsichtig griff er nach ihrer Hand.
»Felicia ... « »Alex, wenn wir gehen, dann brennen sie Lulinn vielleicht nieder. Sie machen es dem Erdboden gleich. Wir verlieren es. Wenn wir zurückkommen, finden wir das Haus nicht mehr. Wir können das nicht riskieren. Es ist zu ...« »Felicia, du hast keine Ahnung, wovon du redest. Wenn sie wollen, brennen sie Lulinn so oder so nieder, ob wir da sind oder nicht. Allerdings bringen sie uns vorher um, so daß wir es jedenfalls nicht mit ansehen müssen.« »Sie zünden ein Haus nicht an über einem neugeborenen Baby, einer gelähmten alten Frau und einem ganzen Haufen Kinder!«
»Aktionen dieser Art«, erwiderte Alex, »waren drüben in Rußland die besondere Spezialität der SS. Ich sage es dir noch einmal, Felicia: Wir haben keinen Grund, auf Milde zu hoffen!« Aber sie wollte, wollte, wollte einfach nicht! Trotz ihrer Erkältung zog sie sich am Nachmittag warm an und machte einen Spaziergang. Die Sonne stand schon tief im Westen, der Himmel zeigte dort ein ins Violette spielendes Rot. Die Schneefelder dehnten sich bis zum Horizont, verloren sich irgendwo in einer unendlichen Ferne. Felicia ging quer über die Wiesen, sank knirschend im harten Schnee ein, manchmal bis über die Knie. Ihre Wangen brannten von der Kälte. Sie hatte den Pelzkragen ihres Mantels hochgeschlagen, die Hände tief in den Taschen vergraben und zog schließlich den Schal vor die Nase, um sie vor dem beißenden Frost zu schützen. Der Schal, anthrazitgrau und flauschig, gehörte Alex, sie roch sein Rasierwasser und etwas Zigarrenrauch. Alex gelang es selbst in diesen Zeiten noch, Zigarren aufzutreiben."

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