Konfliktmanagement
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Konfliktmanagement

Konflikten vorbeugen, sie erkennen und lösen

von Heinz Jiranek, Andreas Edmüller

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Weitere Artikelinformationen

Das Thema Konfliktmanagement ist von andauernder Brisanz und Führungskräfte sind ständig damit konfrontiert. Dieses Buch bietet Ihnen einen kompetenten Leitfaden, der Ihnen hilft, Problemen unter Mitarbeitern vorzubeugen und gegebenenfalls Konflikte zu lösen. INHALTE:
- Die Stadien der Konfliktentwicklung.
- Wirkungsvolle Vorgehensweisen, Methoden und Strategien der Konfliktlösung.
- Konfliktlösung in der Praxis.
- Mit zahlreichen Beispielen, Checklisten und Fragebögen.
- NEU in der 3. Auflage: Kapitel zu Mobbing und Konfliktmoderation.

Produktdetails

Verkaufsrang: 21.399
ISBN-10: 3-648-01095-6
EAN: 9783648010952
Erschienen: 02.2010
Verlag: Haufe
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 3. Auflage 2010.
Seitenzahl: 350
Erschienen bei: Haufe
Spieldauer: 378 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Andreas Edmüller

Dr. Andreas Edmüller ist seit 1991 selbstständiger Berater und Trainer bei Projekt Philosophie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Leadership, Teamunterstützung, Konfliktmanagement und Coaching. Er ist außerdem Privatdozent für Philosophie an der LMU München.

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Die Rolle des Konfliktmoderators (S. 89-90)
Worum geht es?
Hinter dem Oberbegriff "Konflikt-Moderator"30 verbirgt sich eine Vielzahl von konkreten und ganz unterschiedlichen Möglichkeiten, diese Rolle auszugestalten. Das Spektrum reicht von "Konfliktbearbeitung anstoßen" bis hin zu "für die Konfliktparteien eine Lösung entwickeln und beschließen". Hinter dieser Vielfalt an möglichen Rollen steht aber ein Kernverständnis, das wir bereits aus dem Wert der Selbstverantwortung abgeleitet haben.
Zur Erinnerung: Bei allen unterschiedlichen Aspekten und Gestaltungsmöglichkeiten der Modera torenrolle besteht ihr Kern darin, die Konfliktparteien dabei zu unterstützen, selbst eine Lösung zu finden und umzusetzen. Die Vielgestaltigkeit der Moderatorenrolle ergibt sich ganz einfach aus der Vielzahl der Möglichkeiten dessen, was es heißen kann, die Konfliktparteien bei der Konfliktlösung zu unterstützen. Wir unterscheiden die folgenden Rollen:
Initiator: Der Initiator sorgt dafür, dass eine Konfliktlösung von den Beteiligten am Konflikt angepackt wird. Darüber hinaus beteiligt er sich nicht an der Bearbeitung bzw. Lösung des Konfliktes. Berater: Der Berater leistet den Konfliktparteien wichtige Unterstützung bei der Konfliktlösung. Dies geschieht z. B. durch Beratung eines oder mehrerer Beteiligter in Einzelgesprächen. Die eigentliche Konfliktbearbeitung und -lösung überlässt er aber den Beteiligten.
Konfliktbegleiter: Der Konfliktbegleiter übernimmt die Aufgabe, die Beteiligten bei der Konfliktlösung direkt zu unterstützen. Im klassischen Fall geschieht das durch die Leitung eines oder mehrerer Konfliktgespräche. Die Hauptaufgabe des Konfliktbegleiters ist es, für die Beteiligten die Rahmenbedingungen für ein effizientes und Erfolg versprechendes Vorgehen zur Konfliktlösung zu sichern.
Konfliktmanager: Der Konfliktmanager ist in aller Regel ein Vollprofi mit großer Erfahrung im Umgang mit Konflikten. Über die bloße Ge sprächsmoderation hinaus greift er aktiv in den Prozess der Konfliktlösung ein. Klassische Interventionen sind z. B. eine präzise Analyse des Konfliktes im Vorfeld, die Entwicklung eines Konzeptes für das Vorgehen bei der Konfliktlösung, gezieltes Feedback an die Beteiligten in allen Phasen der Konfliktbearbeitung, eigene Lösungsvorschläge zur Überwindung von Sackgassen und direkte Konfrontation mit einem oder mehreren Beteiligten, wenn diese ihre Konfliktverantwortung nicht übernehmen (wollen).
Schlichter: Ein Schlichter wird gebraucht, wenn die Konfliktparteien es nicht schaffen, sich auf einen von allen Beteiligten akzeptierten Lösungsvorschlag zu einigen. Aufgabe des Schlichters ist es, auf Basis seines Wissens um Konfliktgeschichte, Verlauf und Lösungssuche aus den Lösungsvorschlägen der Beteiligten für diese einen auszuwählen. Entscheider: Der Entscheider tritt auf den Plan, wenn es den Konfliktparteien nicht gelingt, plausible Lösungsvorschläge zu entwickeln.
Seine Aufgabe ist es, natürlich auf Basis umfangreicher Kenntnis der Situation, selbst eine gut begründete Lösung auszuarbeiten und in Kraft zu setzen. Neben der Klarheit für den Moderator in Bezug auf die eigene Rolle ist es wichtig, dass alle Beteiligten dieses Rollenverständnis kennen und akzeptieren. Das war eine zwingende Folgerung aus dem Wert der Klarheit: Es ist wichtig, Transparenz für alle Beteiligten in Hinsicht auf alle relevanten As pekte der Konfliktlösung herzustellen: die Rolle des Moderators, die Struktur des Vorgehens, die Spielregeln, die Anliegen und ihre Begründung.
Im Folgenden erläutern wir die verschiedenen Ausgestaltungen der Moderatorenrolle und begründen, warum Klarheit für alle Beteiligten so wichtig ist.

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