Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär
Leseprobe

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären unter Benutzung des 'Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller. Roman

von Walter Moers

Buch

Taschenbuch (702 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Käptn Blaubär ist eine Institution. Eine ganze Generation Kinder, Eltern, Großeltern kennen ihn aus dem Fernsehen, kennen seine doppelbödigen Geschichten, die er den drei Kleinen Bärchen und Hein Blöd erzählt. Aber wer kennt die Biographie des berühmten Seemanns? Außer ihm keiner. Weil er seine Lebenserinnerungen stets für sich behalten hat, genauso wie seine köstlichsten Rezepte.
Jetzt hält der Käptn die Zeit für gekommen, seine Geheimnisse zu lüften, wenn auch längst nicht alle. Aber allein die, die er preisgibt, reichen für dreizehneinhalb Leben aus. Er charakterisiert seinen Blaubär-Roman selbst 'als ein kühnes Unterfangen von epischen Ausmaß' und erklärt dies damit, daß 'früher alles viel größer war - natürlich auch die Abenteuer'.

Produktdetails

Verkaufsrang: 3.122
ISBN-10: 3-442-45381-X
EAN: 9783442453818
Erschienen: 01.12.2002
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 702
Länge/Breite: 184mm/126mm
Gewicht: 649 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Walter Moers

Walter Moers, Jahrgang 1957, Comiczeichner und Drehbuchautor, lebt in Hamburg. Fotografieren läßt er sich nicht mehr, denn seit er seinen Comic-»Adolf« in die Welt setzte, ist er persona non grata für die rechte Szene. Und in Kirchenkreisen gilt er seit seinem »Kleinen Arschloch« als Abgesandter der Hölle. Walter Moers ist zusammen mit Professor Doktor Nachtigaller Begründer der Zamonischen Nachtschule, einer Akademie, die ausschließlich im Internet existiert und von jedermann besucht werden kann.

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Buchhändlertipps

  • Fantastisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Fuchs, am 02.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Bern

    Was soll man dazu schon sagen? Der Titel des Buches sagt ja fast alles.

    Einfach nur skurril, abenteuerlich, spannend, witzig, verrückt und fantastisch.

    Ein Märchen für Erwachsene.
    Für alle Leser mit viel Fantasie und Sprachwitz.
    Unbedingt lesen!!!!

Kundenrezensionen

  • "Ein Blaubär hat siebenundzwanzig Leben. Dreizehneinhalb davon werde ich in diesem Buch preisgeben...." Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ina Zilch, am 23.01.2013

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    Käpt'n Blaubär weiß nicht, wie er auf die Welt gekommen ist. Aber er verdankt den Zwergpiraten sein Leben. Ohne sie, würden es die 13 1/2 Leben von ihm nicht geben, denn dann wäre er vom gefürchteten Malmstrom verschluckt worden!
    Aber Gott sei Dank gibt es die Zwergpiraten! Und viele andere skurile und äußerst komische Figuren in Walter Moers Roman.
    Mein persönlicher Liebling, weil es mich mein Leben schon begleitet!

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  • Wer Zamonien nicht bereist hat, ist selber schuld! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Damian Wischnewsky, am 09.01.2012

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    Wer auch nur eine Winzigkeit Gefallen an skurriler Fantasy-Literatur findet, wird dieses Buch lieben. Zamonien ist die wahrscheinlich absonderlichste, komischste und schillerndste Welt, in die ich jemals von einem Buch entführt wurde. Bereisen Sie mit Blaubär die
    sieben Weltmeere in einem Schiff, kleiner als eine Nussschale. Oder durchkämmen Sie mit den Gimpeln die süße Wüste, auf der ewigen Suche nach einer Fata Morgana. Oder besuchen Sie Atlantis, wo Sie den epischen Duellen der Lügengladiatoren beiwohnen können.
    Oder, oder, oder - die Möglichkeiten sind praktisch endlos! Die schöpferische Leistung, die hier vollbracht wird, nötigt mir größten Respekt ab. Moers hat mit diesem Buch irgendwo zwischen Irrsinn und Genie eine Welt geschaffen, die den Leser auf über 700 Seiten pausenlos erstklassig unterhält. Da bleibt kein Auge trocken!

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    von Damian Wischnewsky, am 09.01.2012

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    Wer auch nur eine Winzigkeit Gefallen an skurriler Fantasy-Literatur findet, wird dieses Buch lieben. Zamonien ist die wahrscheinlich absonderlichste, komischste und schillerndste Welt, in die ich jemals von einem Buch entführt wurde. Bereisen Sie mit Blaubär die
    sieben Weltmeere in einem Schiff, kleiner als eine Nussschale. Oder durchkämmen Sie mit den Gimpeln die süße Wüste, auf der ewigen Suche nach einer bewohnbaren Fata Morgana. Oder besuchen Sie Atlantis, wo Sie den epischen Duellen der Lügengladiatoren beiwohnen können, während Sie eine Doppelpizza "Blaubär" genießen.
    Oder, oder, oder - die Möglichkeiten sind praktisch endlos! Die schöpferische Leistung, die hier vollbracht wird, nötigt mir größten Respekt ab. Moers hat mit diesem Buch irgendwo zwischen Irrsinn und Genie eine einzigartige Welt geschaffen, in der man auf über 700 Seiten pausenlos erstklassig unterhalten wird. Da bleibt kein Auge trocken!

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  • Katzen haben sieben Leben, Blaubären ein paar mehr Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jan-Hendrik Kopf, am 30.12.2011

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    Es gibt Menschen ohne Fantasie und es gibt Menschen mit Fantasie. Und es gibt Walter Moers. Der hat nicht nur eine überbordende, schier grenzenlos anmutende Fantasie, sondern auch noch einen Sinn für Humor, wie ich ihn bisher bei keinem zweiten seines Faches gefunden habe. Und sein Roman über „Die 13 ½ Leben des Kapitän Blaubär“ ist sein Husarenstück.

    Blaubär – wie er sich selbst nennt – kam in einer Nussschale auf die Welt, irgendwo auf den unendlichen sieben Weltmeeren. Wie und wo denn auch sonst? Zwei äußert gesprächige Tratschwellen brachten ihm das Sprechen respektive Erzählen bei, eine Fähigkeit, die er im Anschluss in Gesellschaft der Klabautergeister zur Meisterschaft bringen sollte. In späteren Jahren… Moment, an dieser Stelle muss ich mich selbst unterbrechen. Man könnte ein ganzes Buch mit den Abenteuern füllen, die der gute Blaubär mit seinen 13 ½ Lenzen bereits erlebt hat. Und Walter Moers hat mir diese schwierige Aufgabe dankenswerter Weise bereits abgenommen. Und wie er das hat!

    Dieser Roman über die Lügengeschichten und das Seemannsgarn des kleinen Buntbären ist eine Ansammlung sonderbarer, unglaublicher, verrückter, undenkbarer, aberwitziger und vor allem zum Brüllen komischer Geschichten aus dem Leben des Kapitän Blaubär. Liebevoll illustriert von Moers selbst und mit unglaublich viel Herzblut geschrieben ist dies ein Buch für Jung und Alt und einfach alle dazwischen. In diesem Sinne: Ahoi ihr Landratten!

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  • Ein überirdisch, wundervolles Buch.. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Svenja R., am 18.10.2011

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    "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ist ein Buch, das ich wirklich jedem empfehlen kann.
    Moers schafft eine so neue Welt mit seinen Büchern, dass es mir manchmal schwer fiel zu glauben sie seien von einem menschlichen Wesen erfunden. In allein diesem Buch steckt so viel Kreativität wie ich es nicht für zehn Leben möglich gehalten hätte.

    Ich halte das Buch dennoch für kein sehr einfaches. Das mag daran liegen dass die verschiedenen Schriften und Schriftgrößen das Lesen nicht unbedingt erleichtern. Und doch machen sie es "glaubwürdiger" (insofern Käpt'n Blaubär-Geschichten glaubwürdig sein können)

    Walter Moers gelingt es hier eine vollkommen unrealistische, unmenschliche Welt nicht absurd und erfunden wirken zu lassen, was ich nur bewundern kann und was mir bisher bei dieser Art Roman noch nicht begegnet ist.
    Ich verbeuge mich also vor solch einer Leistung und würde gerne jeden Menschen dazu zwingen dieses Buch zu kaufen, es wenigstens auszuprobieren. Weil ich finde, dass ein solches Buch niemandem vorenthalten werden darf.

    In diesem Sinne -ein frohes Lesen =)

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  • Es lebe der Bär! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.10.2011

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    Super Ideen und echt witzig geschrieben. Der ideale Einsteigerroman um Zamonien kennen zu lernen. Wunderschön illustriert, ein Feuerwerk an Phantasie!
    Ein echtes Erlebnis!

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  • fantasievoll Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ivonne Wiese, am 11.06.2011

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    Durchaus nicht nur ein Kinderbuch. Man vergisst zwischendurch sogar, dass es Blaubär ist (also auch für Nicht-Fans von Blaubär) durchaus geeignet. Sehr fantasievoll, lustig geschrieben, sehr schöne Bildillustrationen. Trotz der über 700 Seiten sehr schnell weg gelesen. Es macht einfach Spaß Blaubär auf seinen 13 Leben zu begleiten.

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  • Erste Reise nach Zamonien Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mag. Miriam Mairgünther, am 03.06.2011

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    Die Helden von Walter Moers' Romanen sind unterschiedliche Typen: Rumo ist der klassische Krieger auf der Suche nach Identität, Heimat und Liebe, während Hildegunst von Mythenmetz den Helden des bürgerlichen Entwicklungsromans verkörpert, der seine zukünftige Rolle schon vor sich sieht, aber erst Abenteuer erleben und Erfahrungen sammeln muss, um in sie hineinwachsen zu können.

    "Käpt'n Blaubär", der erste große Zamonien-Roman von Moers, entspricht eher dem Konzept des Schelmenromans. Blaubär verfolgt keine Queste und hat keinen bestimmten Traum, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Er erlebt die absurdesten Abenteuer und wird, oft unfreiwillig, von Ort zu Ort geschleudert. Am Ende des Buches, nach der Hälfte seines Lebens, ist er erst einmal angekommen, es muss aber keineswegs für immer sein.

    Viele seiner Erlebnisse erscheinen selbst für die Fantasiewelt Zamoniens äußerst ungewöhnlich, jedoch ist die Rahmenhandlung, dass Blaubär die Geschichte in Form seiner Memoiren selbst niederschreibt, und da gehören ein wenig Ausschmückung und Übertreibung für einen Seebären natürlich dazu; Lüge und Übertreibung ist ja auch ein beliebtes Mittel im Schelmenroman. Ergänzt werden seine Erzählungen durch Ausführungen von Professor Abdull Nachtigaller, der in seinem Lexikon alle seltsamen Wesen und Phänomene Zamoniens erläutert. Auch wenn sie den Erzählfluss unterbrechen, so tun diese Stellen viel für den Charme und Humor des Buches (ebenso wie in späteren Büchern die berühmten Mythenmetz'schen Abschweifungen), da sie Blaubärs subjektive Erlebnisse durch den pseudo-sachlichen Lexikonstil ergänzen und eine Art roten Faden durch das Buch bilden. Viele Wesen, die in Moers' anderen Büchern wieder auftauchen, werden hier erstmals vorgestellt, allein schon deshalb lohnt sich die Lektüre. Den Tiefgang von Moers' späteren Figuren weist Käpt'n Blaubär noch nicht auf, er ist eben ein Abenteurer, der leichthin von einem Ort zum anderen treibt. Lesenswert ist der Roman trotzdem, allein schon wegen der vielen witzigen und kreativen Ideen des Autors, die sich zu einem farbigen Gesamtbild des Kontinents Zamonien zusammenfügen.

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  • Willkommen in Zamonien! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Ortel, am 18.05.2011

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    Moers’ phantastischer Kontinent Zamonien, das ist Fantasy der ganz besonderen Art. Bei den Lebewesen Zamoniens handelt es sich um „Daseinsformen“ und davon sind manche lieb und harmlos (Berghutzen, Gimpel, Rettungssaurier), andere bestenfalls gemeingefährlich (Schweinsbarbaren, Stollentrolle, Bolloggs). Mittendrin befindet sich Käpt’n Blaubär, ein kleiner Buntbär, dessen 13 ½ Leben eigentlich 13 ½ höchst unterhaltsame Abenteuer sind. Auf über 700 Seiten lacht man hier Tränen und fiebert bis zur letzten Seite mit dem armen Blaubären mit, den es am Ende sogar noch nach Atlantis und auf ein Sklavenschiff verschlägt. Prädikat: Gimp!

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  • Käpt'n Blaubärs Lebensgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von D. Kuntz, am 10.01.2011

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    Käpt'n Blaubär erzählt von seinen bisherigen 13 1/2 Leben - und die sind nicht nur lustig, sondern auch absolut unglaublich!
    So berichtet er unter anderem von seinem Ausflug in die Stadt Atlantis, seinen Erfahrungen in der Nachtschule mit seinen Freunden Fredda und Quert und 11 1/2 weiteren Abenteuern. Dabei trifft er immer wieder auf phantastische Wesen wie den Tratschwellen und einem gerissenen Stollentroll - doch dank Einblendungen aus dem "Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung" wissen wir genau so viel wie Blaubär.
    "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ist das erste Buch aus der Zamonien-Reihe von Walter Moers und auch das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe - aber mit Sicherheit nicht das letzte!
    Auch die Hörbuch-Ausgabe von Dirk Bach ist zu empfehlen.

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  • Wissen ist Nacht! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Teresa Kopp, am 16.12.2010

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    Autobiographisch berichtet uns der Blaubär von seinen ersten 13 ½ Leben auf dem Kontinent Zamonien und seinen Abenteuern, die er dort erlebt. Neben seinen Freunden Quert und Fredda, die er auf Prof. Dr. Nachtigallers Nachtschule kennenlernt, macht er weiter die Bekanntschaft von Tratschwellen, Wolpertingern, Stollentrollen und Rettungssaurier – dies nur zum Beispiel. Neben allen aufregenden Abenteuern des Blaubären kann der Leser zudem seine Wissenslücken hinsichtlich Zamonien dank des eingefügten „Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung“ füllen. Walter Moers‘ Phantasie scheint wirklich keinerlei Grenzen zu kennen… Einfach klasse!

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  • "Wissen ist Nacht" Prof. Nachtigaller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Konstanze Ehrhardt, am 11.07.2010

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    Besuchen Sie die Nachtwaldschule, unterhalten Sie sich mit Tratschwellen, entkommen Sie in letzter Sekunde...Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären lassen keine Abenteurerwünsche offen. Zur genauen Erläuterung sind dem Buch Auszüge aus dem Lebenswerk von Prof. Nachtigaller, sowie eine Karte, welche die genaue Lage des Kontinents Zamonien darstellt, beigefügt.
    Begeben Sie sich auf eine Reise der besonderen Art und begleiten Sie den Seebären bei seinen Abenteuern!
    Fachkundig, unterhaltsam, mit Fabulierfreude und Einfallsreichtum führt Sie Walter Moers. Und nun viel Spass und Vorhang auf für Käpt`n Blaubär!

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  • Auf nach Zamonien Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Verena Hoffmeister, am 10.05.2010

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    Auf dem phantastischen Kontinent Zamonien erlebt der Blaubär in seinen ersten 13 1/2 Leben unzählige Abenteuer. Er wächst bei Zwergpiraten auf, wird in Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Nachtschule unterrichtet, lebt in einem Tornado, auf einer Gourmetica insularis und wird in Atlantis zum Lügenkönig gekrönt.
    Dabei trifft er auf einen gemeinen Stollentroll, geschwätzige Tratschwellen, einen Rettungssaurier, den Wolpertinger Rumo, die hinterlistige Haifischmade Smeik und viele mehr.
    Moers' Ideenreichtum kennt scheinbar keine Grenzen. Seine Zamonien-Romane sind spannend, witzig und immer voller Überraschungen!

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  • Viel Fantasie in einem Buch... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sven Schloz, am 28.11.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Als Kind habe ich Käpt`n Blaubär aus der Sendung mit der Maus auch schon geliebt, deswegen musste ich natürlich dieses Buch auch gleich lesen. Ich habe es nicht bereut. Die Lebensgeschichte von Käpt`n Blaubär ist eine total abgedrehte Reise in die Welt von Zamonien und durch die 13,5 Lebensstationen von Blaubär. Unglaublich, was Walter Moers alles in seinem "Fantasie-Repertoire" hat! Eine Episode skurriler, schräger und einfallsreicher als die Nächste! Absolut lesenswert, definitiv auch für Erwachsene!

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  • Einfach genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 10.06.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich konnte mich nicht wehren, in Käpt'n Blaubär musste ich mich einfach verlieben.

    Von der ersten Seite an nimmt Walter Moers den Leser mit den unglaublichen Geschichten, teilweise mit sooo ernsten Hintergründen, des Blaubären gefangen. Man hofft und leidet mit ihm, und wenn man genug Fantasie hat, ist man mittendrin im Geschehen.

    Besonders aufschlussreich finde ich das Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder ... von Prof. Dr. Nachtigaller - einfach köstlich. Kompliment
    an die jenigen, die diese wahnsinns Wortkreationen geschaffen haben. Einfach zum Schreien komisch.

    Klares Fazit: 703 Seiten sind einfach zu wenig. Her mit den restlichen 13 1/2 Leben: ein Blaubär, so habe ich es zumindest gelernt, hat doch schließlich 27!!!!!

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  • Seemannsgarn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Zörner, am 24.11.2007

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Blaubär" war das erste Zamonien Buch das ich je gelesen hatte. Ich hatte noch nie von Walter Moers gehört, doch nach der Lektüre dieses Buches wartete ich sehnlichst auf ein weiters Buch von ihm.
    Ich war überwältigt von der Vielfalt an neuen, vollkommen irrwitzigen Ideen, dich ich nie zuvor in einem Fantasybuch gelesen hatte. Außerdem war mir der Charakter des Käpt'n Blaubär sofort sympathisch.
    Wie der Titel schon sagt, handelt der Roman von den 13 1/2 Leben des Protagonisten, die sich in jeweils einem eigenen Teil präsentieren. Jeder dieser Teile bietet eigene kleine Geschichten, die alle nur so vor Neuartigkeiten strotzen.
    Trotz seines beträchtlichen Umfangs liest sich "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" außergewöhnlich schnell und locker. Längen gibt es kaum bis nie, dafür ist man zu sehr von den immer wieder neuen Einfällen des Autors überrascht.
    Für Mr. Blaubär werden 5 strahlende Sterne am zamonischen Himmel instaliert.

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  • Bärenstark - ein Spaß für Groß & Klein Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mandurah, am 18.01.2007

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch mußte ich zeitweise aus der Hand legen, weil ich Bauchschmerzen und Tränen in den Augen vor Lachen hatte… Walter Moers hat mit Käpt´n Blaubär eine Figur geschaffen, die Groß & Klein gleichermaßen zum Lachen bringt. Es ist enorm, wie phantasievoll er die einzelnen Leben beschreibt, es entstehen Figuren, Orte und Ereignisse, die er so gut beschreibt, daß man sie glatt für existent hält. Richtig gutes Seemannsgarn eben - nicht entstanden im Suff in einer dunklen Hafenkneipe, sondern in einem überaus phantasievollen, jung gebliebenen Erwachsenenhirn, dessen Ideenreichtum einfach unerschöpflich scheint.

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  • genial witzig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.12.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Käpt'n Blaubär bereist die Welt und trifft alle möglichen und insbesondere unmöglichen Wesen. Seine Abenteuer, die Leute, die er trifft, alles ist urkomisch - gleichzeitig spannend. Aber klar - Blaubär überlbt alles, Zur Not gibt es die Flugsaurier, die es sich zur Aufgabe gemacht haben jeden zu retten. Käpt'n Blaubär lernt sie zu fliegen und bleibt ein Jahr bei seinem Retter, ist sein Auge, denn blöderweise ist der Saurier fast blind.

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  • EinBuch für jeden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annkatrin F., am 13.12.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist einfach spitze! Es hat alles was ein gutes Buch braucht: spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Gefühle die sehr gut beschrieben sind (zum Beispiel als er ein Lügengladiator ist), witz in großer Vielfalt und vorallem: es ist lang!!!

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  • das ist was für alle generationen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martina, am 28.07.2006

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    mein neffe sagte zuerst zu mir ob ich nich ein bisschen alt wäre mit 30 das leben des käpt´n blaubär zu lesen. ich sage "NEIN" niemand ist zu alt für diese geschichten die sich moers da ausgedacht hat. super dicker wälzer , aber trotzdem noch zu dünn...
    ich hoffe irgendwann gibts mal die anderen leben zu lesen

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Aus dem »Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung« von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller


Großer Wald, der: Der Große Wald verdankt seinen etwas einfallslosen Namen der Tatsache, daß sich niemand gerne mit ihm beschäftigt, nicht einmal in Gedanken. Grundsätzlich wird er einfach gemieden, man umgeht ihn weiträumig und rät jedem davon ab, ihn zu betreten. Die wenigen, die dieser Empfehlung nicht gefolgt sind und den Wald betraten, wurden nie wieder gesehen. Manche behaupten, der Wald sei von Pflanzengeistern und Blatthexen bewohnt, andere mutmaßen, daß er ein einziges zusammenhängendes bösartiges Wesen ist, dessen Wurzeln in die Hölle reichen und vom Gehörnten persönlich begossen werden. Woher diese Legenden stammen und auf welchem tatsächlichen Umstand sie beruhen, ist unbekannt. Die Bewohner von Zamonien haben sich einfach stillschweigend darauf geeinigt, den Großen Wald nicht zu betreten.


Es wurde gerade Nacht, als ich in den Wald hinein wanderte. Derlei Ammenmärchen lassen mich kalt, Wälder verursachen mir keine Furcht mehr, seitdem ich auf der Klabauterinsel gelebt habe, so etwas härtet ab. Im Gegenteil, ich genoß die kühle Stille und vor allen Dingen die frische Luft. Nach der langen Zeit in den muffigen Stollenlabyrinthen erschien mir Frischluft wie ein unerhörter Luxus. Das Gewitter hatte sich so rasch verzogen, wie es gekommen war, nur noch ein leichter Wind bog die Wipfel der Bäume, darunter war es still und kühl wie in einer Kathedrale. Wenn ich nach oben blickte, konnte ich durch das Blätterdach gelegentlich die schwarze Tiefe des Weltalls mit seinen funkelnden Sternen sehen. Soviel Raum über mir! Ich marschierte munter voran, immer tiefer hinein in den dichter werdenden Wald. Sollte hier ein Pflanzengeist oder eine Blatthexe wohnen: Ich hätte gegen etwas Gesellschaft nichts einzuwenden gehabt.
Wirklich bedenklich war nur die absolute Stille. Selbst im Klabauterwald hatte es Geräusche gegeben, Käuzchenrufe, Vogelgezwitscher und die Morsezeichen der Spechte, das Huschen der Eichhörnchen und das allgegenwärtige Knistern des Waldbodens, durch den sich die Insekten wühlten. Hier hörte man nichts davon, nur das Stapfen meiner Schritte auf dem weichen Blätterboden und gelegentlich ein morsches Knacken, wenn ich auf einen Ast trat. Der Ruf des Großen Waldes war tatsächlich so schlecht, daß selbst Würmer und Ameisen ihn mieden.
Als ich schließlich müde wurde vom Wandern und der vielen frischen Luft, rollte ich mich einfach auf dem Waldboden zusammen, deckte mich mit Blättern zu und schlief ein. Es war der erholsamste Schlaf, den ich seit langer Zeit gehabt hatte, vollkommen traumlos und ruhig wie der Große Wald.


Am nächsten Morgen erwachte ich spät, es war schon fast Mittag. Ich sammelte ein paar Beeren, Nüsse und Kastanien, mampfte dazu ein Büschel Löwenzahn und spülte alles mit frischem Quellwasser hinunter. Dann marschierte ich los, mit dem Ziel, den Wald so bald wie möglich hinter mir zu lassen und in die nächstbeste Zivilisation einzutreten. Ein kleines Dorf am Waldrand schwebte mir vor, in dem ich mit meinem in der Nachtschule erworbenen Wissen für eine begrenzte Zeit einen Beruf ausüben konnte. Ich könnte als Lehrer arbeiten und Astronomie unterrichten und Fossilienkunde, Nachtigallerismus, zamonische Archäologie und ferromagnetische Tiefsee-Botanik. Sie nennen den Beruf, und ich führe ihn aus. Spitzenklöppler gesucht? Ich bin Ihr Mann! Ich hätte als Schwammtaucher genauso arbeiten können wie als Geigenbauer, Winzer, Klavierstimmer oder Zahnarzt. Ich könnte als Übersetzer tätig sein und Bücher aus allen Sprachen der Welt ins Zamonische übertragen oder umgekehrt. Vielleicht wurde gerade ein Teleskoplinsenschleifer gesucht oder ein Fachmann für geodätische Schwingungen zwischen den Polkappen.
Vielleicht könnte ich sogar selbst eine kleine Privatschule eröffnen, um als Lehrkraft Nachtigallers Fackel der Weisheit weiterzureichen. Meine beruflichen Möglichkeiten waren dank der exzellenten Ausbildung an der Nachtakademie geradezu grenzenlos.


Der Wald war, ganz entgegen seinem schlechten Ruf, wunderschön. Das Schönste an ihm war, daß er ein ganz normaler Wald war. Es war kein lianendurchwucherter, kaum passierbarer Urwald wie auf der Klabauterinsel, auch kein unnatürliches Tropenparadies mit singenden Blumen und Pflanzen aus Glas wie auf der Gourmetica Insularis, es war einfach ein gesunder Wald, wie er in gemäßigten klimatischen Zonen wächst, mit hohen Tannen und dicken Eichen, schlanken Pappeln und besonders vielen weißgrauen Birken, die alle in so regelmäßigen Abständen wuchsen, als wären sie einzeln von Hand gepflanzt worden. Hier und da ein Beerengebüsch, alle naselang eine Wiesenlichtung mit Margeriten und Fliegenpilzen und einem dicken Klecks Sonnenlicht darauf und viele kleine glasklare Bäche und Tümpel.
Es war ein echtes Vergnügen, ihn zu durchwandern, nicht das geringste Hindernis stellte sich einem in den Weg, nicht einmal ein umgefallener Baum. Die chronischen Kopfschmerzen, der dauernde Reizhusten vom Eisenstaub, der schmerzende Rücken vom gebeugten Gehen, all das war vorbei. Ich marschierte fast ohne Unterbrechung einen ganzen Tag lang, aus reiner Begeisterung am Gehen in unvertunnelter Natur. Und schon fiel wieder die Dämmerung über den Wald. Bald würde ich mir ein Lager suchen müssen: An Schlafgelegenheiten herrschte kein Mangel, ich hatte die Qual der Wahl, mich für eines der zahlreichen malerischen Quartiere zu entscheiden. Ich war kurz vor einer Lichtung angekommen, als mir ein Gefühl die Nase hochstieg, das ich noch nie wahrgenommen hatte.
Nun wird man mit Recht einwerfen, daß man Gefühle nicht mit der Nase wahrnimmt, aber genau das war hier der Fall:
Ich roch das Gefühl, zu Hause zu sein.
Das war zwar seltsam, aber keineswegs beunruhigend. Und dann hörte ich die schönste Klangfolge meines bisherigen Lebens. Jemand summte ein Lied, so hell und makellos, daß mir Tränen der Ergriffenheit in die Augen schossen. Vorsichtig ging ich zum Rand der Lichtung, nahm Deckung hinter einer großen Eiche und spähte aus, woher der Gesang kam.
Auf der Lichtung saß, mitten in einem Margeritenmeer, von den letzten schräg einfallenden Sonnenstrahlen illuminiert wie eine Heilige auf einem alten Gemälde - ein Mädchen. Und es war nicht irgendein Mädchen: Es war ein Bärenmädchen, und es trug ein blaues Fell, genau wie ich.


Aus dem
»Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder,
Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung«
von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller


Großer Wald, der (Forts.): Es gibt eine Sage, die behauptet, der Große Wald sei vor vielen Jahren, in seinen bewohnten Tagen, von einer besonderen Sorte Bären bewohnt gewesen, einer Sorte mit farbigem Fell (#Buntbären, die). Sie sollen gutmütig und seßhaft gewesen sein, mit einer Begabung für die Bienenzucht. Eines Tages seien die Bären aus dem Wald verschwunden, berichtet die Sage noch, aber niemand weiß, warum und wohin sie gegangen sind.
Kein Wunder, daß ich mich hier heimisch fühlte. Vielleicht war dies der Wald meiner Urahnen. Irgend etwas mußte an dieser Legende dran sein, das sagte mir mein Gefühl, und die Existenz des Blaubärmädchens bewies es viel eindrücklicher.
Wenn ich im Überschwang der Gefühle glaubte, daß das Fell des Bärenmädchens die gleiche Farbe wie meines hatte, dann ist das nicht ganz richtig. Während meins von eher dunklem Marineblau ist, mit einem Stich Ultramarin, so wie das tiefe, wild bewegte Meer, war das ihre viel heller, wie das Blau des Himmels, der Kornblumen oder des Vergißmeinnichts.
Ich hatte noch nie in meinem Leben etwas Faszinierenderes gesehen. Ab jetzt, für alle Zeiten, war dieses Mädchen das Zentrum meines Daseins. Ich existierte nur aus dem einen Grunde, das Blaubärmädchen zu lieben. Ich wollte es gegen jede Gefahr, die es wagen würde, sich gegen unser Glück zu stellen, mit Krallen und Zähnen verteidigen, und ich würde der Gefahr dafür das Herz aus dem Leib reißen und ungekocht verspeisen, wenn sie eins hätte. Ich fühlte mich imstande, den Ozean auf eine Tasse Fischsuppe einzukochen, nur mit dem Feuer meiner Liebe. Ich könnte den Lauf der Welt anhalten, rückwärts- und dann wieder vorlaufen lassen, nur um jene Geste noch einmal zu sehen, mit der sie sich die Margeritenblüte hinters Ohr steckte.
Nur eins, da war ich mir vollkommen sicher, konnte ich nicht: das Blaubärmädchen ansprechen.
Man wird nun mit einiger Berechtigung erwarten, daß ich nichts Eiligeres zu tun gehabt hätte, als mich diesem wunderschönen Geschöpf vorzustellen und sein Herz zu gewinnen. Schließlich war dies, abgesehen von all den anderen Vorzügen, das einzige andere Blaubärwesen, dem ich jemals begegnet war. Meine Sehnsucht, mich mit dem Mädchen zu unterhalten, war fast schmerzhaft, die Umstände für ein erstes Rendezvous hätten besser nicht sein können: der Sonnenuntergang, mein erholtes Äußeres, die schöne Lichtung. Das Schicksal hatte uns füreinander bestimmt (da war ich sicher). Aber in diesem Augenblick überkam mich eine Empfindung, die ich in meinen bisherigen Leben in dieser Form noch nicht gespürt hatte: Schüchternheit. Instinktiv suchte ich noch besseren Sichtschutz hinter einem großen Brennesselfeld.
Bei dem bloßen Gedanken, aus dem Gebüsch zu treten und mich dem Mädchen vorzustellen, brach mir der kalte Schweiß aus. Was wäre, wenn ich stolpern und mich der Länge nach hinlegen würde? Was, wenn es mich auslachen würde? Oder vor mir erschrecken? Der erste Eindruck ist immer der wichtigste, sagt man. Vielleicht fand sie mich häßlich? Wie lag überhaupt mein Fell? Hatte ich Mundgeruch? Stand mir die Hose offen? Hatte ich mir die Ohren gewaschen? Solche und ähnlich absurde Gedanken schossen mir durch den Kopf, und in meinem damaligen Zustand erschienen sie mir vollkommen vernünftig. Also blieb ich zunächst wie gelähmt in meinem Gebüsch sitzen und beschränkte mich darauf, das Blaubärmädchen aus der Ferne zu bestaunen.
Und das war auch im wesentlichen das einzige, was ich in den nächsten Tagen tat: Ich blieb im Verborgenen und beobachtete das schöne Mädchen. Der Wald und seine dichten Gebüsche, die korpulenten Eichen mit ihren verzweigten Baumkronen und das hohe Gras, die Brennesseln, Brombeerbüsche und Farne boten reichlich Gelegenheit zum Verstecken.
Das Blaubärmädchen wohnte in einem kleinen Haus am Saum der Lichtung, wo ich es zum ersten Mal gesehen hatte. Das Haus war ganz aus Holz gebaut und mit Ästen gedeckt. Und hier gab es all die Tiere, die ich im Wald vermißt hatte. Als suchten sie hier Schutz, hatten sie sich alle in der Nähe oder direkt auf der Lichtung eingerichtet. Vögel hatten ihre Nester in das Blätterdach gebaut, Eichhörnchen und Wühlmäuse gingen durch Türen und Fenster wie selbstverständlich ein und aus. Zitronenfalter flatterten über die Lichtung, dicke Hummeln brummten beim Honigsuchen ihr zufriedenes Hummellied, und auf dem kleinen Bach, der die Lichtung in zwei Hälften teilte, schwamm eine neunköpfige Entenfamilie.
Vor dem Haus war ein kleiner Garten angelegt, streng fachmännisch in Nutz- und Zierabteilungen abgegrenzt, in dem speckige Blumenkohlköpfe und feiste Kürbisse wucherten, pralle Tomaten glänzten und große Rhabarberblätter einer Doppelreihe Radieschen Schutz vor der Sonne boten. Rosmarin, Petersilie und Schnittlauch wuchsen neben knallrotem Klatschmohn und wilden Rosen. Ein drolliges kleines Kartoffelfeld, ein paar Reihen Mohrrüben und Zwiebeln, ein Miniatururwald aus Brunnenkresse, Majoran, Minze und Salbei - hier sorgte nicht nur eine geschmackssichere Hand für ästhetische Ordnung, hier herrschte offensichtlich auch eine solide Kenntnis der nötigen Grundnahrungsmittel und der dazu passenden zamonischen und internationalen Würzkräuter. Salbei wuchs dort zusammen mit Zwiebelkraut und Dornendill, Septemberknofel und Zinnoberzimt, Kleinmädchenrauke und Silbersaat, Eierwurz und Korianderkraut, Kaninchenglück und Elfenranke, Peitschenpilz und Senfsalat, Panamapälmchen, krausblättrigem Petroselinum und Winterwulstling, Pantoffelblümchen und Geisterfinger.
In den Zierabteilungen wuchsen die schönsten der zamonischen Blumen mit anderen, exotischen Arten einträchtig nebeneinander. Hexenstolz und Goldprimel, Immenblatt und Kamillenkraut, Hutzenweiß und Mandragoraglocke, Korallenfarn, Engelsauge, Stiefpilzchen, Fhernhachenrose, Pfeifentulpe, Ranunkelblüte, Petersilienorchidee, Seepferdchengras, Sassafrasranke und Nattifftoffenmoos. Kokostulpe, Schwarze Susanne und Paradieslilie - alles so trefflich arrangiert wie auf einem Gemälde von Meisterhand. Hier ließ es sich leben.
Das Blaubärmädchen brachte seinen Tag damit zu, die Tiere zu füttern und die Pflanzen zu hegen, manchmal verschwand es auch morgens mit einem Korb im Wald und kehrte erst zur Dämmerung mit frisch gesammelten Früchten, Beeren und Steinpilzen zurück. Abends zogen dann verlockende Düfte aus dem Haus über die Lichtung, wenn es sich sein Abendessen zubereitete.
Ich beobachtete das Mädchen bei all seinen Tätigkeiten, beim Jäten im Garten, beim Füttern der Tiere, beim Lesen auf der Wiese - es war also offensichtlich auch noch gebildet. Wie ich mit Entzücken registrierte, war es nicht irgendein Buch, das es da las, sondern Professor Nachtigallers Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung!
Sie besaß tatsächlich ein gedrucktes Exemplar. Was für eine solide Grundlage für endlose gebildete Konversation! War sie vielleicht eine ehemalige Nachtschulenabsolventin, so wie ich? Ich addierte: Sie war schön, intelligent, liebenswürdig zu Tieren, konnte kochen, singen, war eine Bärin und hatte ein blaues Fell. Hier sammelten sich Pluspunkte.
Ich folgte ihr schließlich auch beim Waldspaziergang, in gebührendem Abstand, von Baumversteck zu Buschversteck huschend, wie ein verrückter, schüchterner Waldgeist. Zahlreiche Tiere liefen ihr zu und ließen sich streicheln, sie tauchten überall aus ihren Verstecken auf, wo immer das Mädchen auch hinging. Eichhörnchen hüpften im Takt ihres Gesangs und piepsten den Refrain mit, ein weißer Hirsch trug gelegentlich eine Weile ihren Korb mit dem Geweih: Sie war offensichtlich beliebt bei allen Geschöpfen des Waldes und geschickt im gesellschaftlichen Umgang. Selbst die rabiaten Wildschweine wurden in ihrer Gegenwart zu verspielten Schoßtierchen.
Ich bespitzelte sie jetzt schon bei jeder Gelegenheit, vom morgendlichen Gähnen und Gliederstrecken in der Haustür bis zum nächtlichen Auspusten der Kerzen auf der Fensterbank. Und - ich schreibe es unter heftigem Erröten nieder - ich beobachtete sie auch beim morgendlichen Baden im Bach.
Nie hatte ich ein solch unerklärliches Glücksgefühl nur dadurch empfunden, jemanden einfach zu sehen oder, noch erstaunlicher: nur dadurch, an ihn zu denken. Und dieses Gefühl wuchs mit jeder Stunde, jedem Tag, den ich in der Gegenwart des Blaubärmädchens verbrachte, und mit ihm wuchs auch die Abscheu vor mir selbst und vor meiner Feigheit, mich zu offenbaren. Jeden Morgen versprach ich mir, einen günstigen Augenblick abzuwarten und aus dem Wald zu treten, mich artig vorzustellen und ihr einen Antrag zu machen. Aber dann blieb ich doch wieder zwischen den Rhabarberblättern hocken wie ein verängstigtes Kaninchen.
Eines Morgens wachte ich etwas verspätet auf, und das Blaubärmädchen war schon im Wald verschwunden. Eine Weile ärgerte ich mich über meine Verschlafenheit, dann beschloß ich in meiner grenzenlosen Niedertracht, daß dies eine vortreffliche Gelegenheit war, in den Privatbereich des Mädchens einzudringen. Ich schlich über die Lichtung und trat auf die Verandatreppe. Die erste Stufe bog sich unter meinem ungewohnten Gewicht und krächzte einen weithin hörbaren Schmerzensschrei in den Wald. Sofort zuckte ich zurück und horchte. Kam sie zurück? Nein, da war nichts.
Also schlüpfte ich über die Veranda durch die Tür in die kleine Wohnküche des Hauses. Mein Gott, war das niedlich! Winzige putzige Täßchen standen da auf den Regalen, wie gemacht für kleine zierliche Hände, daneben Tellerchen, auf die gerade mal ein Bissen paßte, ja, alles in dem Haus schien extra für jemanden gemacht zu sein, der mindestens drei Nummern kleiner war als ich. Ich ging zum niedlichen kleinen Herd und hob den Deckel von einem niedlichen kleinen Topf. Entzücken! Darin befanden sich fünf niedliche kleine Knödel, in sämiger brauner Soße, und bevor ich nachdenken konnte, hatte ich schon einen davon verschlungen.
Er schmeckte sensationell gut, ein auf die Sekunde genau pochierter Kartoffelmehlklops, perfekt gesalzen und mit Safran verfeinert, außen samtig und innen weich wie ein Pfirsich, mit einem Herz aus einer überirdisch delikat komponierten Masse aus Semmelbröseln, Rosinen und Dörrpflaumen, aus der ein Aroma aus Zwiebeln, Muskat und schwarzem Pfeffer den Gaumen kitzelte, bevor der Knödel wie Sahne auf der Zunge zerging.

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