Die Reise des Elefanten

Roman

von José Saramago

Buch

gebunden (235 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, ihn ihrem Vetter dem Großherzog Maximilian aus Wien zum Geschenk zu machen. Mit einem großen Tross wird Salomon samt seinem Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der Alpen steht. Unterwegs lernt man nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten kennen, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn herum. Und meistens ist es der indische Mahut, der, Narr und Weiser zugleich, seine Zeitgenossen auf mehr oder weniger charmante Weise demaskiert. Sprachgewaltig und stets mit einem schelmischen Augenzwinkern verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion.

Produktdetails

Verkaufsrang: 62.699
ISBN-10: 3-455-40279-8
EAN: 9783455402797
Originaltitel: El viagem do elefante
Erschienen: 29.06.2010
Verlag: Hoffmann und Campe
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 235
Länge/Breite: 210mm/128mm
Gewicht: 366 g
Übersetzer: Marianne Gareis
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José Saramago

José Saramago wurde 1922 in Azinhaga (Provinz Ribatejo) als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren. Er erhielt 1998 als erster portugiesischer Schriftsteller den Literaturnobelpreis. Zu seinen wichtigsten Werken zählen »Das Memorial« (1982) sowie »Das Todesjahr des Ricardo Reis« (1984). Zuletzt erschien der Roman »Die Stadt der Sehenden« (2006). Der NDR produzierte als Hörspiel »Die Stadt der Blinden« (2002). Saramago lebt auf Lanzarote.

Marianne Gareis

Marianne Gareis, geboren 1957 in Illertissen, lebt als Übersetzerin in Berlin.

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Kundenrezensionen

  • Elefant sein in Wien, das ist schon was! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marie-Therese Reisenauer, am 19.08.2011

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    Im 16. Jahrhundert, da begab es sich, dass ein Elefant auf spektakuläre Weise, über Land und See, und über alle möglichen Hindernisse hinweg, die Reise von Lissabon nach Wien antrat. Begleitet von seinem findigen Mahut, so wird der Elefantenführer genannt, erleben die Beiden - wenn man dem Autor Glauben schenken darf, und dagegen spricht nicht viel - ein Abenteuer der Luxussonderklasse. Sprachgewaltig, mit einer Aura von Schelmenhaftigkeit versehen, verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion. Mehr als unterhaltsame Historie, genussvoller Zeitvertreib!

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  • Man muss es mögen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Petra Baumgartner, am 23.11.2010

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    Saramago schreibt sehr eigenwillig und nicht immer einfach. Die Sätze sind gewöhnungsbedürftig, hat man aber einmal den Bogen raus, ist es ein sehr spannendes Buch.Die Geschichte passt mit dem historischen Hintergrund wunderbar zusammen.

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  • Schelmenroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Karin Harmel, am 28.09.2010

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    Anfangs sprachlich etwas gewöhnungsbedürftig (Saramago hat seine eigene Sichtweise auf Punkt, Komma und gesprochene Rede), umfängt die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise den Leser. Irgendwie meint man immer ein verschmitztes Lächeln des Autors zu spüren, wenn er von der Reise des Elefanten, einem Geschenk des portugiesischen Königs an den österreichischen Erzherzog, erzählt. Man kann kaum sagen, dass Saramago irgendeine seiner Figuren vorführt, irgendwie hat das, was sie tun, eine wohlberechtigten Grund. Denn Saramago lässt uns immer die zwei Seiten der Medaille betrachten: Die Seite dessen, der etwas tut und die Seite dessen, der es dann ertragen muss. Und so schafft er es menschliche, bürokratische, monarchische, religöse Verhaltensweisen unter die Lupe zu nehmen. Lesenswert.

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  • Das letzte Meisterwerk des Nobelpreisträgers Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helga Rom, am 27.07.2010

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    Vor fast 500 Jahren wird ein indischer Elefant von Portugal nach Wien geschickt. Kein leichtes Unterfangen zur damaligen Zeit und ein Großereignis für die Zeitgenossen, für die ein Elefant etwas komplett Unbekanntes war. Doch dieser Elefant bewegt sich, wie die gesamte Erzählung, leichtfüßig und elegant. Saramago fabuliert meisterhaft über Kultur, Landschaft und Zwischenmenschliches. Die Leserin begleitet den Elefanten, dessen gewitzten Mahut und den gesamten Tross von Portugal nach Spanien, durch Italien über den Brenner bis Innsbruck, Linz und schließlich Wien. Saramago würzt die Reise mit reichlich Spott auf die damalige und die heutige Gesellschaft und schenkt dazu leicht verdauliche, aber fundierte Geschichtskenntnisse ein. Ein Buch, das ich allen empfehlen möchte, die gehobene Unterhaltung lieben und die spitze Zunge des Nobelpreisträgers mögen. Wie schade, dass dies das letzte Buch Saramagos ist!

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  • Ein modernes Märchen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Miriam Danielmeyer, am 09.07.2010

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    José Saramago beweist in seinem letzten Roman ein großes Talent als Geschichtenerzähler und zieht seine Leser in einen Bann, ähnlich wie Rafik Schami es mit seinen Büchern vermag.
    Gespickt mit feinsinnigem Humor nimmt er uns als Erzähler mit auf die Reise des Elefanten Salomon. Dieser ist ein Geschenk des Königs von Portugal an den Großherzog von Wien und macht sich nun, gefolgt von einer Heerschar von Männern, auf eben diese Reise.
    Die Sympathien des Lesers gelten in erster Linie dem Elefanten Salomon und seinem indischen Mahut, der ein sensibles Sprachrohr für die Gefühle des Elefanten ist, und alle Menschen die ihnen auf der langen Reise begegnen für sich einzunehmen weiß. Und auch die Umbenennung seines Namens durch den Großherzog in "Fritz"(da sein indischer Name so schwer zu merken und auszusprechen ist) nimmt er gelassen hin, denn früher oder später wird schon alles einen Sinn ergeben...

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  • "Statt unserer Stärken verkörpern wir in zunehmendem Maße die uns eigenen Schwächen" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Wallant, am 01.07.2010

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    Treffender als mit diesem Zitat kann man Saramagos Bücher kaum beschreiben.
    Dieses erzählt die traurige und wahre Geschichte eines Elefanten, der mehr als Statussymbol denn als lebendiges Wesen von seiner Umgebung wahrgenommen wird. Geschickt vermischen sich Witz und Ernst, wirklich eine sehr gutes Buch!

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  • Schade, dass dies der letzte Roman Saramago's ist Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Mink, am 28.06.2010

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    Ein schön geschriebener Roman, der einem sehr viel Wärme zwischen dem Elefanten Salomon und seinem Mahur schildert. Man erlebt die geistreiche Art des Mahuts, wie er den Weg für sich und den Elefanten meistert. Unterwegs spiegelt Saramago nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn. Saramago's Schreibweise vermittelt einem viel Witz und Ruhe. Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

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