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von Dora Heldt
EAN: 9783423405805
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»Das schaffen wir mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst ziemlich mulmig zumute. Ihre Freundin Marleen hat sie angefleht, für ein paar Tage ihre Pension auf Norderney zu übernehmen – ein Job, von dem Christine nicht die leiseste Ahnung hat. Die Schwestern stoßen schnell an ihre Grenzen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Zu allem Überfluss flackert Gisbert von Meyers Verliebtheit in Christine wieder auf, und er schreibt einen geheimnisvollen Artikel, den Papas Freund Kalli sofort nach Sylt faxt. Prompt stehen Papa und Mama auf der Matte, als selbst ernannte Retter. Das Chaos ist perfekt. Zumal Christine und Ines sich immer mehr in Lügen verstricken: Marleen und ihr Freund sitzen wegen einer dubiosen Verdächtigung in Dubai in Untersuchungshaft, was keiner erfahren darf ...
| Verkaufsrang: | 3.062 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-423-40580-5 |
| EAN: | 9783423405805 |
| Erschienen: | 12.2010 |
| Verlag: | dtv |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 384 |
| Erschienen bei: | dtv |
| Spieldauer: | 547 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Dora Heldt wurde 1961 als Bärbel Schmidt auf Sylt geboren. Das Pseudonym, unter dem sie ihre Bücher schreibt und veröffentlicht ist der Name ihrer verstorbenen Großmutter. Nach ihrem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin in Bad Godesberg. In Koblenz und Cuxhaven arbeitete sie ebenfalls als Buchhändlerin, bis sie 1992 Verlagsvertreterin für den "Deutschen Taschenbuch Verlag" wurde. Die Idee mit dem Schreiben anzufangen, kam Dora Heldt beim Lesen eines Manuskripts auf dem Sofa, als sie sich dachte, es einfach einmal selbst zu versuchen. Ihr erster Roman "Ausgebliebt" der 2006 erschien, war schon erfolgreich, der Durchbruch kam jedoch mit ihrem Roman "Urlaub mit Papa" 2008. Das Buch wurde verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin Dora Heldt, die in Loriot ihr Vorbild sieht, liest nach wie vor und verkauft die Bücher anderer. Wenn Dora Heldt gerade nicht selbst welche schreibt, lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg.
Meinung der Redaktion
Die Geschichten von Dora Heldt über Christine und ihren Vater Heinz haben mittlerweile fast schon einen Kultstatus! Witzig geschrieben wird der Leser mit auf Reisen genommen, wobei auch die Landschaft der deutschen Inseln immer detailliert beschrieben wird und man sich wie im Urlaub fühlt. Einfach zum wohlfühlen und mitlachen!
von Blacky, am 05.09.2011
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von Melanie Winkler, am 05.05.2011
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von Brigitte Rüdiger, am 31.01.2011
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von Dr. Andreas Schmidt, am 11.01.2011
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von Monika Fuchs, am 05.12.2010
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
(S. 6-7)
»Komm. Nur zwei Wochen. Danach hast du auch wieder bessere Laune.« Meine Schwester säuselte in diesem schmeichelnden Ton, den sie schon ihr Leben lang benutzt hatte, wenn sie etwas von mir wollte. Ich wollte aber nichts von ihr. »Nein. Ich habe keine Lust, und ich habe kein Geld. Und übrigens auch keine schlechte Laune.« Das war natürlich gelogen, Ines ging gar nicht darauf ein. »Los, Christine, jetzt sag Ja. Dänemark ist ganz toll im September.
Das Haus ist riesig, mit Sauna und Kamin und offener Küche. Wir nehmen uns stapelweise Krimis mit, gehen jeden Tag am Strand spazieren, unterhalten uns bei Rotwein und Kaminfeuer, schlafen aus, essen sooft wir wollen rote Würstchen und Backfisch, das wird super.« »Nein.« Ich hatte momentan keine gute Zeit und wollte einfach meine Ruhe. Ferien mit meiner kleinen Schwester standen wirklich ganz unten auf meiner Liste.
»Wir können die Diskussion an dieser Stelle beenden.« Meine Schwester interessierte kein Nein. Das hatte sie noch nie interessiert. Sie kannte es auch kaum, zumindest nicht aus ihrer Kindheit. Es gab nur ein lässiges: »Ach, lass sie doch« oder: »Christine, andere Kinder wünschen sich eine kleine Schwester, sei froh, dass du sie hast und nimm sie mit« oder: »Vertragt euch, die Ältere ist die Klügere und gibt nach«. Das Wort »Nein« gab es nicht. Und wenn, dann kam ich nicht damit durch. Sie dafür immer. Und jetzt hatte ich dazu keine Lust mehr. Ich atmete tief durch, Ines war schneller: »Ich komme heute Abend bei dir vorbei und bringe einen Prospekt von dem Haus mit. Du wirst begeistert sein. Möchtest du Pizza mit Schinken oder Salami? Oder Thunfisch? Ich finde die mit Thunfisch und Schinken ja auch super.« »Ich möchte gar keine Pizza. Ich kann nicht schlafen, wenn ich abends so viel esse.«
»Seit wann das denn?« Ines lachte. »Ich fahre doch sowieso beim Italiener vorbei. Also, ich bestelle eine große mit allem drauf, und die teilen wir dann. Gegen sieben?« »Ich will keine und außerdem habe ich heute Abend überhaupt ...« »Christine, mein anderes Telefon klingelt, ich bin ja noch im Büro. Bis später dann, tschüss.« Warum hörte sie mir eigentlich nie zu? Ich legte das Telefon zurück auf die Station und ging in die Küche, um mir einen Kaffee zu kochen.
Meine Schwester hatte öfter idiotische Ideen. Sie war so furchtbar spontan, ich nicht. Von mir aus sollte sie doch mit ihrer Pizza vorbeikommen, ihre Dänemarkkataloge könnte sie danach ins Altpapier werfen. Zwei Wochen Ferien in Dänemark mit meiner kleinen Schwester, das war auch genau das, was mir im Moment gerade noch gefehlt hatte.
Nur weil ihr geplanter Segeltörn kurzfristig geplatzt war, sollte ich jetzt als Lückenbüßer einspringen. Dabei waren die Zeiten, in denen ich ihren Babysitter spielen musste, wirklich vorbei. Das Telefon klingelte erneut. Vermutlich war das wieder Ines, die wissen wollte, welches Dressing ich auf dem Beilagensalat haben wollte. Weil eine Familienpizza mit Salat dann ein Menü und drei Euro billiger ist. Ines liebte Schnäppchen und Aktionsangebote. Weil ihre ältere Schwester nie mit Geld umgehen konnte. Deswegen hatte sie das schon früh gelernt. Sie handelte immer wie auf einem türkischen Basar, egal ob sie sich ein Auto, eine Kiste Wein oder eine Pizza kaufte. Hauptsache, man konnte noch was am Preis drehen. Die Nummer auf dem Display hatte eine schwedische Vorwahl, kein Mensch konnte ermessen, wie ich sie mittlerweile hasste. Ich nahm das Telefon hoch.
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