Die Rosenzüchterin
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Die Rosenzüchterin

von Charlotte Link

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Weitere Artikelinformationen

Abgründig, raffiniert und fesselnd bis zur letzten Seite!
Ein Geheimnis umgibt das alte Rosenzüchterhaus von Le Variouf. Und alle Spuren scheinen in die Vergangenheit seiner Bewohnerinnen zu weisen - in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, als die idyllische Kanalinsel Guernsey von deutschen Truppen besetzt war...

Produktdetails

Verkaufsrang: 3.015
ISBN-10: 3-641-05192-4
EAN: 9783641051921
Erschienen: 20.06.2011
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 624
Erschienen bei: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Spieldauer: 678 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

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Buchhändlertipps

  • Familenmelodrama Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Désirée Hasler, am 24.04.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Schönbühl

    Ein Geheimnis umgibt das alte Rosenzüchterhaus von Le Variouf. UNd alle Spuren scheinen in die Vergangenheit seiner Bewohnerinnen zu weisen - in die Jahre als die idyllische Insel Guernsey von deutschen Truppen besetzt war...

    Ein Buch dass Sie in einen gewaltigen Sog aus familiären Dramen und Liebesgeschichten hineinzieht.... Toll!

Kundenrezensionen

"8 (S. 514-515)
»Es tut mir wirklich leid, was mit Helene passiert ist«, sagte Julien, »es muß entsetzlich für dich sein.« Sie hatten kaum ein Wort gesprochen, seitdem Alan und Franca gegangen waren. Julien schien tief in eigene Gedanken versunken. Er hatte noch zweimal Kaffee nachbestellt, und Beatrice hatte gedacht, daß ihm langsam das Herz bis zum Hals schlagen mußte. Er trank seinen Kaffee schwarz und ohne Zucker. Hatte er das früher schon getan? Sie überlegte, aber dann fiel ihr ein, daß es im Krieg praktisch keinen Kaffee mehr gegeben hatte, Zucker und Milch schließlich auch nicht mehr, und die schreckliche Ersatzbrühe, die man trank, wäre geschmacklich ohnehin durch nichts zu retten gewesen. »Es war ein Schock«, erwiderte sie nun auf Juliens Bemerkung hin.
»Es ist schon dann ein Schock, wenn ein Mensch überhaupt plötzlich stirbt, aber wenn es auch noch auf diese Weise geschieht ... man kann es nicht fassen. Manchmal wache ich nachts auf und denke, ich habe schlecht geträumt. Und dann begreife ich, daß es passiert ist. Daß es von jetzt an zu meinem Leben gehören wird.« Sie zuckte mit den Schultern. »Zu dem kläglichen Rest meines Lebens jedenfalls. Allzuviel Zeit wird mir sicher nicht mehr bleiben.«
»Du wirst hundert Jahre alt«, prophezeite Julien, »das bedeutet, dreißig Jahre mußt du noch durchstehen.« »Na ja«, sagte sie gleichmütig, »die schaffe ich wohl auch noch. « Sie sahen einander an, und plötzlich streckte Julien die Hand über den Tisch, und Beatrice ergriff sie. Sie hielten sich fest und atmeten beide ganz ruhig und gleichmäßig. »Manchmal denke ich ... «, begann Julien, aber er unterbrach sich und sprach nicht weiter, und sie drängte nicht, weil sie wußte, was er hatte sagen wollen: Er hatte von dem Leben sprechen wollen, das sie beide hätten führen können und das sie sich nicht gegönnt hatten, das vielleicht ein besseres gewesen wäre als das, was jeder von ihnen nun gehabt hatte; ihm mochte die absolute Unwiederbringlichkeit dieser verpaßten Chance aufgegangen sein.
»Schön, hier mit dir am Meer in der Sonne zu sitzen«, sagte er schließlich statt dessen, und dann schwiegen sie beide wieder, und Beatrice fragte sich, ob er auch befallen war von der Traurigkeit, die sie erfüllte. Verdammt, dachte sie, manches im Leben läuft einfach so schrecklich schief! Aber das gehörte dazu, und es hatte keinen Sinn, darüber zu verzweifeln. Sie versuchte, des Schmerzes Herr zu werden, blinzelte in die Sonne, hielt sich mit den Blicken an Castle Cornet fest, das so hoheitsvoll und unberührbar vor dem Hafen thronte und das ihr ganzes Leben begleitet hatte. Seine Massivität gab ihr ein wenig Ruhe zurück, ein Stück Gelassenheit. Julien sah auf seine Uhr. »Ich muß gehen«, sagte er, »ich habe noch eine Verabredung. Tut mir leid, wenn ich so abrupt ... «
Die blonde Serviererin des Sea View hatte sich genähert, blieb an ihrem Tisch stehen. »Mrs. Shaye?« fragte sie. Beatrice blickte auf. »Ja?« »Telefon für Sie. Drinnen an der Theke.« »Oh!« Sie war überrascht. Sie war noch nie in einem Cafe oder Restaurant angerufen worden. Sie stand auf. »Bitte, warte noch einen Moment, Julien, ja? Ich bin gleich wieder da.« Sie hatte den Eindruck, daß er nervös war, es wirklich eilig hatte. Sie nahm sich vor, ihn gleich zu fragen, mit wem er verabredet war. Sie hatte die ganze Zeit gedacht, er sei einfach so nach Guernsey gekommen, aus irgendwelchen sentimentalen Erinnerungen heraus, aber offenbar hatte er wirklich etwas vor. Mit mir hat er sich nie verabredet, dachte sie, und die Eifersucht war wie ein feiner Stich in ihrem Körper."

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