1984
von George Orwell

1984

1984

Roman. Hrsg. u. Nachw. v. Herbert W. Franke

  • Erschienen: 1998
  • Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
  • ISBN-10: 3-548-23410-0
  • EAN: 9783548234106
  • Einband: kartoniert/broschiert
  • Erschienen bei: Ullstein Taschenbuchverlag
  • Seitenzahl: 320
  • Gewicht: 246 g
  • Reihe: Ullstein-Bücher, Allgemeine Reihe
  • Sprache(n): Deutsch
  • Übersetzt von: Michael Walter
  • Illustrator: Michael Walter
  • Auflage: 17. Auflage
  • Ausstattung: 18 cm

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Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

George Orwell
George Orwell, geb. 1903 im indischen Motihari, wurde im renommierten Eton College erzogen. Er war Polizeioffizier in Burma, diesen Dienst gab er aber 1927 aus Protest gegen die britischen Kolonialherren auf. Danach schlug sich Orwell als Tellerwäscher, Lehrer, Buchhändler, Reporter in Paris und London. Als Freiwilliger kämpfte er auf Seiten der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg. Veröffentlichungen von Sozialreportagen, Erlebnisberichten, politischen und literarischen Essays, Romanen sowie der klassischen Revolutionsfabel "Farm der Tiere". Er starb 1950.

Michael Walter
Michael Walter, übersetzte u. a. Stevenson,Melville, Woolf, McEwan, Irving, Gibbon, Barnes und Lewis Carroll. Seine Übersetzungdes Tristram Shandy war ein Meilenstein der Übersetzerzunft. Er wurde dafür mit zahlreichen Übersetzerpreisen und -stipendien ausgezeichnet, darunterder Johann-Heinrich-Voß-Preis, der Ledig-Rowohlt-Preis, der Johann-Friedrich-von-Cotta- und der Helmut-M.-Braem-Preis.

Der Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie "wurde zu einem Jahrhundertbuch, sein Titel eine klassische Prägung wie die Morus-Utopia, und aus dem Spiel ist Ernst geworden." (Der Spiegel)
"Orwell geht es um den Geist, der universal in Nicht-Geist umschlagen könnte. Spirituell hieße das, Gott dem Satan auszuliefern." (Rheinische Post)

Erschienen bei: Ullstein Taschenbuchverlag
Sprache(n): Deutsch

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"Beklemmend",

von Sandra Becker aus Bergisch Gladbach (29.06.2010)


Kaum zu glauben, daß George Orwell diesen Roman 1948 geschrieben hat. Diese Geschichte ist und wird wahrscheinlich immer aktuell und zeitlos bleiben. "Big Brother is watching you", doch niemand bekommt den großen Bruder wirklich zu Gesicht. Wer ist diese mysteriöse Macht, die alle Tatsachen so zurecht biegt, wie es gerade passt, die selbst die Vergangenheit und die Geschichte verändert. Niemand darf frei denken und handeln, alles zum Wohle Ostasiens natürlich. Erschreckend, beklemmend und düster.....

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"Realistische Utopie?",

von Christofer Giemsa Top 100 Rezensent aus Pforzheim (18.04.2010)


Wer genau wissen möchte, wie Diktaturen funktionieren und Bestand haben, sollte dieses Buch lesen. Nicht nur die Gestaltung einer neuen konformen Sprache oder solche radikalbrutale Vereinheitlichung des Lebens und Denkens aller sowie deren permanente lückenlose Überwachung spiegelt all das erschreckend und entlarvend wieder. Auch die konsequente Ausrichtung auf den gottgleichen "Big Brother", dessen absoluter Unfehlbarkeit und damit auch die der Partei an sich scheint hier nochmals viel weiter perfektioniert als in anderen Denkansätzen. Doppelplusgut, möchte man fast sarkastisch dazu bemerken...

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"Sollte man immer wieder mal lesen!!!",

von Conny Hannesschläger aus Pasching (26.03.2010)


Beeindruckend und beängstigend schildert George Orwell, in seinem 1949 veröffentlichten Roman, die Dystopie eines durch und durch totalitären Überwachungsstaates im Jahre 1984.
Stichwörter wie Propagandaministerium, Gedankenverbrechen bzw Institutionen wie die "Gedankenpolizei" od die "Jugendliga gegen Sexualität" prägen diesen Roman schonungslos...er zeigt nur allzu deutlich eine Zukunft, die durchaus zur Realität werden könnte, falls wir Menschen nicht endlich aufhören, unsere Individualität billigst zu verkaufen.

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"Ein Ende, das erstaunt!",

von Paul Gilius aus Kaiserslautern (21.03.2010)


Dieses Buch hat auch nach fast 65 Jahren an seiner Aktualität nichts eingebüßt. Es enthält die Geschichte über eine Utopie des Überwachungsstaates, der immer realistischer wird. Umso mehr zeigt das Ende der Geschichte den schockierenden Bezug auf unsere Gegenwart.

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"Nicht für jedermann geeignet, obwohl es jeder kennen sollte",

von Anja R. aus Schwarzheide (13.02.2009)


"1984" ist kein schönes Buch. Gleich zu Beginn wird man in einen Sog der Unterdrückung, der Hoffnungslosigkeit und der himmelschreiende Ungerechtigkeit gezogen - auch wenn das die Figuren kaum wahrnehmen.

Es ist eine Diktatur, die vom "großen Bruder" geführt wird. Und er kann dich immer beobachten.
Die Geschichte des Landes, die Berichte über zurückliegende Ereignisse werden täglich überwacht und je nach Lage abgeändert. Das Wichtige ist dabei, dass die Leute es nicht merken. Dass sie nicht merken, dass das Land noch letzte Woche einen völlig anderen Feind hatte. Dass sie denken - glauben, überzeugt sind - es sei immer der gleiche.
Und da liegt das eigentlich Schockierende des Buches. Der absolut blinde Gehorsam, der dem Volk förmlich seit Geburt eingehämmert wird. Würde der große Bruder sagen, der Himmel sei grün, dann stimmten die Menschen nicht einfach zu, sie GLAUBTEN daran, sie würden einen grünen Himmel SEHEN.
Da gilt nicht mehr: "Ich glaube nur, was ich sehe", sondern "Ich glaube nur, was der große Bruder mir sagt".
Das wahre Grauen liegt aber darin, was mit Verrätern geschieht. Sie werden nicht einfach hingerichtet - das kommt erst viel später. Vorher werden sie im Ministerium für Liebe davon überzeugt, dass sie den großen Bruder lieben. Mit allen Mitteln. Denn der große Bruder richtet keine Menschen hin, die ihn hassen. Er tötet nur Menschen, die ihn aus tiefstem Herzen lieben. Aber dafür bricht er ihren Körper, ihren Verstand und ihre Seele.

Wer Bücher mit einem Happy End bevorzugt, ist bei "1984" ganz sicher an der falschen Adresse. Das Buch hinterlässt keine Hoffnung, nur eine tiefe Beklommenheit.
Wer aber ein Buch über eine faszinierende Gesellschaftsstudie lesen möchte und keine Angst hat, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, sollte "1984" unbedingt lesen. Und sich fragen: Kennen wir das nicht irgendwoher?

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"Ein moderner Klassiker...",

von Sebastian Becker aus Langelsheim (02.02.2009)


...der schon durch das Titelbild zu beeindrucken weiß. Die Handlung spielt in einer "typischen" Dystopie. Die Welt befindet sich im Krieg (scheinbar) und ist in drei Fraktionen unterteilt (genauso scheinbar). Der Große Bruder sieht alles un kontrolliert die Bürger, aber auch Funktionsträger des Systems um Verhaltensauffälligkeiten sofort zu ahnden und zu korrigieren. Nicht einmal die Vergangenheit hat hiergegen Bestand und wird veränderbar. Ein Buch, das in der heutigen Zeit aktueller denn je ist, sollte in keiner guten Büchersammlung fehlen...

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"Ein Ende, das erstaunt",

von Paul Gilius aus Kaiserslautern (08.12.2008)


Dieses Buch hat auch nach 60 Jahren an seiner Aktualität nichts eingebüßt. Die Geschichte ist eine Utopie des Überwachungsstaates, die immer greifbarer wird. Umso mehr zeigt das erstaunende Ende die schockierende Realität, die uns heute umgibt.

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"wer in der ddr oder sowejet republik gelebt hat ,der kann es erzählen.",

von einer Kundin/ einem Kunden aus schwedeneck (23.02.2008)


ich bin in russland groß geworden und habe alle genauso erlebt wie das in dem buch beschrieben wurde.es ist einfach visioner gewesen was der autor geschrieben hat.deswegen ist auch zu empfehlen das buch die farm der tiere zu lesen.und wir sollten aufpassen ,dasss es nicht noch mal so was stattfindet!
ein tolles buch!

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"Absoluter Schocker",

von Martina aus Bielefeld (20.04.2007)


Wenn man das so liest denkt man wirklich : mein Gott- schrecklich! Aber haben wir nicht schon manches davon erreicht?! Die Zukunft ist vielleicht genauso wie dieses Buch. Orwell war kein Spinner- er war Visionär. Ein absolut wichtiges Buch das man nicht vergessen sollte zu lesen. Spannend- packend- und nachhaltig tiefgründig.

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"1984 - "Big Brother Is Watching You!"",

von René Patrik Schreiber (17.10.2006)


Ich hatte während meiner Gymnasiumszeit ein Referat über dieses Buch gehört und hatte mir gedacht, liest du's mal. Ich fand es gut wie es den Übermächtigen Staat zeigt. "Big Brother is watching you!"
Propaganda, Lügen, Veränderung der Geschichte wie man es braucht alles Dinge die es gab. - Siehe im Kommunismus, heute unter G.W.Bush oder in der Politik.
Dieses Werk sollte man gelesen haben.

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"Nicht einfach nur ein Buch",

von Ramona aus Bremen (25.08.2006)


Diese Buch hatte ich auf Empfehlung einer damaligen Klassenkameradin gelesen.
Es war teilweise sehr schwere Kost und ist dennoch ein Muss, da es einen die Macht eines Überwachungsstaats geradezu beängstigend vor Augen hällt und gewisse Parallelen zur heutigen Zeit erkennen lässt.

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"Der gläserne Mensch",

von Mario Pf. Top 10 Rezensent aus Oberösterreich (17.10.2005)


Dieses Buch ist ein oft zitierter Klassiker, auf den selbst in politischen Debatten des Öfteren angespielt wird. 1984 beschäftigt sich vor allem mit politischen Themen, wie Diktatur, persönlichen Freiheiten, Nationalsozialismus, geschichtlicher Manipulation, dem Einfluss des Staates auf Medien, Zensur, ständige Überwachung und Eingriffen in die Privatsphäre. Selbst in der heutigen Zeit haben diese Themen noch eine hohe Aktualität und vor allem die Diskussionen über Datenschutz und justizlich genehmigte Überwachung greifen auf den so genannten "gläsernen Menschen" zurück.

Im Mittelpunkt von 1984 steht das Mitglied der inneren Partei Winston, ein Mann Mitte dreißig. Es ist eine düstere Welt in die uns George Orwell hier entführt. Eine Welt ohne große Hoffnungen, die Welt des großen Bruders, von dem es keine Beweise gibt, dass er wirklich existiert. Winston führt ein Leben in der ständigen Gewissheit selbst bei der geringsten kritischen Äußerung sofort bestraft zu werden. Keiner ahnt wie weit Winston bereit ist zu gehen, sofern sich ihm die Möglichkeit bietet. Es beginnt ganz unscheinbar mit einem Tagebuch und endet schließlich in einem der schlimmsten Verbrechen, die ein Mensch in der Welt des großen Bruders begehen kann, einem Gedankenverbrechen. Auf dem Weg dorthin begegnet er einem Mädchen namens Julia, welches er zunächst für seine schlimmste Feindin hält. Doch eine zufällige Begegnung bringt die beiden näher zusammen und lässt sie schließlich sogar ein paar werden, doch das Glück der beiden wehrt nicht lange, denn auch das ist ein Verbrechen. Schlussendlich führt sie die Geschichte in das Ministerium der Liebe, in Neusprache Minilieb genannt. Wo die finale Auseinandersetzung, das Brechen stattfindet.

Ein Buch das jede Empfehlung wert ist. Jeder der sich schon immer mal dafür interessiert hat, was es mit dem gläsernen Menschen und dem großen Bruder oder Big Brother auf sich hat, der sollte sich hier einlesen. Für anspruchsvolle kritische Unterhaltung ist gesorgt.

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